Training

20 Gründe warum es komplexe Übungen bringen

komplexe Grundübungen und deren Vorteile
Florian Kolditz
Geschrieben von Florian Kolditz

Grundübungen für den Muskelaufbau? Dieses ganze ge-Kniebeuge, Kreuzgehebe, Überkopfdrücken, Umsetzen und was es da noch alles für artistisch- anmutendes Zeugs gibt. Leute davon wollte ich vor 10 Jahren nichts wissen, viel schöner und simpler war der Kurzhantelcurl, am besten jeden Tag 10 Sätze.

Muskelaufbau passiert am Latzug, mit Seitheben oder durch den Butterfly am Gerät – sicher, einfach zu bedienen und kaum Spielraum für Fehler. Irgendwann kommen die meisten jedoch auf den Trichter das nicht zwingend die eingelenkige Geräteübung den Haupteinfluss auf die Muskelentwicklung hat und erweitern ihren Horizont. Es gibt viele Vorteile die wir uns von Strongmen und Krafsportlern abschauen können. Warum komplexe, freie Grundübungen m.M.n. nahezu unverzichtbar im Muskel- und Kraftaufbau sind, will ich anhand dieser kleinen Aufzählung aufzeigen. Natürlich will wie immer nicht jeder Punkt absolut ernst genommen werden…

Welche Vorteile Grundübungen für den Muskelaufbau haben

1 – komplexe Ganzkörperübungen mit hoher Last stimulieren die Ausschüttung anaboler Hormone (Testosteron, IGF) in großem Maße (Theorie mit Gegenstimmen und Befürwortern – wir glauben dran!)

2 – komplexe Grundübungen belasten mehrere Muskeln in einer Bewegung

3 – komplexe Übungen involvieren die Rumpfmuskulatur alltagsspezifisch – funktionell

4 – der Übertrag von Übung zu Übung eines ähnlichen Bewegungsmusters ist hoch – Lh-Rudern profitiert von Klimmzügen und umgekehrt

5 – effektive Fettreduktion – je mehr Muskeln in einer Bewegung arbeiten, desto höher der Energieaufwand = > Verbrauch

6 – einige makellose Klimmzüge mit Zusatzgewicht beeindrucken die Frauen im Studio um einiges mehr als stupides dahindümpeln auf der Bauchmuskelmaschine – egal wie laut du da stöhnst

7 – durch die Aktivierung des Nervensystems profitieren auch Isolationsübungen durch bessere Ansteuerung, allg. Koordinationsgewinne und mehr Kraft/Performance

8 – siehe Punkt 5 – dadurch eine deutliche Erhöhung des Stoffwechsels/Energieumsatzes

9 – die allgemeine Kraft, Koordination und Beweglichkeit steigt enorm

10 – ein ausgewogenes Verhältnis von Push/Pull kann Haltungsabweichungen vorbeugen oder diese in einigen Fällen sogar beseitigen/eindämmen

11 – man kann den 20er Salzstangen Discopumper, der gerade seine Curls ausführt lässig aus dem Rack werfen – man hat ja den nötigen Bums dafür

12 – durch Punkt 2 habe ich eine deutliche Zeitersparnis

13 – die Stärkung von Knochen, Sehnen, Bändern und Gelenkstrukturen ist effizienter als bei vergleichsweise eingelenkigen Übungen

14 – durch die strategische Kombination aus Grundübung und Isolation generiere ich 2 Belastungsschemata und habe unzählige effektive Trainingsmöglichkeiten

15Kniebeugen, Dips, Kreuzheben und co. helfen bei körperlich schwerer Alltagsarbeit einfach mehr als Beincurls oder Bizepsmaschine

16 – bei ausgewogener Übungsauswahl – Prophylaxe gegen Dysbalancen

17 – die Kombination aus Grundübung und Isolation ist perfekt für den Masseaufbau

18 – Grundübungen können Vorbeuge, aber auch Therapie bei Verletzungen des Bewegungsapparates sein

19 – Grundübungen verwenden i.d.R. höhere Lasten – hohe Last = hohe Spannung = höhere mech. Belastung der Muskulatur = Hypertrophie

20 – und nicht vergessen: „Never Curl in the Squat-Rack!“

Über den Autor

Florian Kolditz

Florian Kolditz

Florian Kolditz ist Physiotherapeut und Lehrer für Fitness. 2005 gründete er unter dem Nicknamen "de-fortis" Muscle-Corps. Seit 6 Jahren ist er als Trainer und Berater im Gesundheitsbereich tätig.

Florian ist seit über 10 Jahren im Krafttraining aktiv und schrieb bereits über 100 Artikel für Muscle-Corps.

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