Wissenswerte Grundlagen

Crossfit Training – das etwas andere Workout

Mann beim Crossfit Workout mit Kettlebells
Christian Harbig
Geschrieben von Christian Harbig
KERNWERK - Digital Personal Training

Dein Herz rast, der Schweiß läuft und dein Stoffwechsel sprintet schneller als Usain Bolt? Wer bei Helene Fischers „atemlos“ gleich an Crossfit denkt, der schenkt uns hier ein Lächeln. Für alle Ahnungslosen gibt es mit diesem Artikel eine kleine Info über den Sporttrend aus den USA, der bleiben wird.

Was bringt Crossfit & für wen ist es geeignet?

Aller Anfang ist schwer, und so auch das Aneignen einer guten Technik für komplexe Übungen, beispielsweise einer sauberen Kniebeuge oder einem Handstand Liegestütz. Wenn du diese funktionellen Abläufe mit einem Zeitfaktor kombinierst, dann hast du → Crossfit.

Und das lohnt sich. Ob du Gewicht verlieren bzw. Körperfett reduzieren möchtest, dir eine große Community beim Sport wichtig ist oder du deine eigenen körperlichen Grenzen erweitern möchtest.

Crossfit Workouts, auch Workout of the day („was steht denn Heute auf dem Speißeplan“) genannt, sind zeitlich überschaubar. Wir sprechen hier meist von 10-30 Minuten.

Regelmäßig werden diese Trainingsvorgaben individuell jede Woche variiert, sodass du sehr vielseitig trainierst und auch an deinen Schwachstellen arbeiten kannst.

Im Grunde gibt es bei Crossfit keine Übung, die es nicht gibt. In einer Box, so werden die Gyms in der Crossfitszene gennant, ist von einem Rudergerät, einer Klettermöglichkeit (Seil) bis hin zu Kettlebells alles vorhanden.

Wo liegen weitere Unterschiede zum konventionellen Training?

Du trainierst, aufgrund einer festgelegten Zeitvorgabe oder in der -so schnell wie möglich Bedingung- sehr anaerob, dass bedeutet, deine Muskeln müssen unter geringer Sauerstoffversorgung große Leistungen vollbringen. Das verbessert in kurzer Zeit dein Fitnesslevel erheblich und beschleunigt deinen Stoffwechsel. Die Dauer der Einheiten ist dabei, wie gesagt, sehr überschaubar.

Nun schauen wir uns das mal anhand eines Beispiels an.
Barbara, Fran, Jacky oder Cindy oder – nicht etwa zu verwechseln mit den netten Nachbarinnen von neben an, sondern, wie beim Crossfit üblich, sind ein mit einem netten Vornamen versehenes Workout, das es in sich hat.

Du absolvierst so zügig wie möglich:

…und das 5 Runden lang!

Mann bei Dehnung am Boden im Crossfit Training

Nun etwas zu den Nachteilen, oder besser gesagt zu dem, was unbedingt beachtet werden soll um dich vor Verletzungen zu schützen und dir nicht den Spaß an der Sache nehmen zu lassen.

Vorrausetzungen für ein passioniertes und effektives Training sind eine saubere Technik! Nirgendswo wird so gerne „abgefälscht“ oder über seinem aktuell möglichem Fitnesslevel trainiert.

Denn unter einem Zeitdruck versuchen wir unbewusst die nächste Wiederholung irgendwie hinter uns zu bringen.
Such dir einen gut ausgebildeten Trainer und sei dir sicher, dass du zum Beispiel bei einem Overhead Squad (Überkopfkniebeuge) 100% sauber beugen kannst und Kontrolle über deinen Schultergürtel hast.

Unser Fazit

Crossfit bietet für passionierte Sportler eine ganz neue Spielwiese und vor allem sehr viel Abwechslung. Wer denkt, dass er seine Grenzen schon ausgetestet hat, der wird hier eines besseren belehrt!

Da jede „Box“ nur lizensiert an den Start gehen kann, sind geschultes Personal Pflicht, was auch Anfängern die komplexen Abläufe näher bringt, jedoch auch hier kein falscher Ehrgeiz. Bei Crossfit steht jedoch, trotz Einzelleistungen, die Community im Vordergrund. Wer einfach sein Ding durchziehen will, der kann das, sollte jedoch seine Kopfhörer zu hause lassen.
Wir wünschen viel Spaß durchstarten.

Über den Autor

Christian Harbig

Christian Harbig

Christian Harbig ist seit 2005 im Krafttraining aktiv. Seit dieser Zeit beschäftigt er sich auch privat intensiv mit der Technik, Ausführung und Trainingslehre von Übungen sowie Trainingsmethodiken.

Desweiteren besitzt er eine Trainerlizenz.

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