Wissenswerte Grundlagen

Bodybuilding-Lexikon: Fachbegriffe aus Fitness, Training & Anatomie

Nachschlagewerk mit Brille zu Bodybuilding & Fitness Fachbegriffen

Auch im Bodybuilding und Fitnessbereich gibt es unzählige Fachbegriffe, Abkürzungen und Insider, mit denen zunächst nicht jeder ambitionierte Sportler sofort etwas anfangen kann. Folgende Auflistung von A-Z erklärt wie in einem Glossar oder Lexikon verschiedene relevante Begriffe. Auch auf den Bereich Sportmedizin und Anatomie gehen wir grob ein, ohne uns das Recht auf Vollständigkeit herauszunehmen. Viel Spaß beim Stöbern und Weiterbilden.

Fitness und Bodybuilding Fachbegriffe & Abkürzungen

abfälschen = siehe ‚cheating‘
Antagonistischer Supersatz = Nach Durchführung einer Übung, sofortiges durchführen einer Übung für den Gegenspieler von Übung 1
ARO = Außenrotatoren, eine das Schultergelenk umspannende und stabilisierende Muskelgruppe  (siehe auch Rotatorentraining)
ATG = „Ass to grass“ – Kniebeugen in die maximale Tiefe (bis der „Hintern den Boden berührt“)

Barbell = Langhantel
BB = Bodybuilding
Benchpress = Bankdrücken
Blocktraining = gezielte Überlastung durch einen hohen Trainingsumfang, mit anschliessenden langen Erholungsphasen.
BMI = Bodymassindex (für Sportler jedoch selten von Relevanz!)
BSS = Bulgarian Split Squat – bulgarische Kniebeugen
burn(ing) = das Brennen von Muskeln z.B. die Wade
BW = Body-Weight, Körpergewicht
BWE = Body Weight Excersise, Übungen mit dem eigenen Körpergewicht (z.b: Liegestütz, Klimmzüge, Dips)

cable-cross-over-Station: Zwei gegenüber aufgestellte identische Seilzüge.
Cardio-Training = Ausdauer- bzw. Herz-Kreislauftraining
cheating = „abfälschen“, dass nicht exakte ausführen von Übungen um mehr Gewicht zu verwenden, man nimmt noch andere Muskeln zu Hilfe und verfälscht die Ausführung somit
Chinup = Klimmzüge (im Untergriff)
core = ‚Kern‘ = > Rumpf, die Muskeln des Bauches und unteren Rücken als funktionelle Einheit
Deadlift = Kreuzheben
decline-Bench press = negativ-Bankdrücken
Defi = ‚Definition‘, Ziel der Definition ist ein geringer Körperfettanteil
DFT = Dual-Factor Training (Phasentraining)
Dumbbell = Kurzhantel

Ergometer = (meist Fahrradergometer): Trainingsgerät, mit dem man die Ausdauerbelastung (angegeben in Watt) genau dosieren kann
Exzenter = Scheibe zur Beeinflussung der Lastkurve an Trainingsmaschinen
exzentrisches Training = sog. Negativsätze, bei denen nur die negative Phase einer Übung/Bewegung (herunterlassen) betont wird

FFM = ‚Fat Free Mass‘ zu deutsch: „fettfreie Masse“ Berechnung: Körpergewicht – Körperfettanteil
FFMI = ‚Fat Free Mass Index‘ Gegenstück zum BMI und für Sportler aussagekräftiger, Berechnung: FFM : (G x G) + 6,3 x (1,8 – G) [G = Körpergröße in m]
Foam Rolling = Faszientraining

GK = Ganzkörperplan der das Training aller Muskeln in einer Einheit vorsieht
Grundübungen = auch Mehrgelenksübungen sind Übungen bei denen mehrere Muskelgruppen/Gelenke belastet/bewegt werden
GVT = German Volume Training, ein Training das auf hohes Volumen setzt.

HIT = High Intensity Training-Training mit hoher Intensität
HIIT = High Intensity Intervall Training, spezielles hochintensives Intervalltraining(siehe Intervalltraining).
HST = Hypertrophy Specific Training, spezielles Trainingssytem
HT = Hypertrophie, bezogen auf den Sport eine Muskelmassezunahme durch Vergrößerung des Muskelquerschnittes

incline-Bench press = Schrägbankdrücken
Intensität = i.A. Höhe des Belastungsreizes
Intermuskuläre Koordination = das Zusammenspiel von Agonisten und Antagonisten
Intervalltraining = Eine Trainingsart in der sich Belastungs- und Erholungsphasen periodisch abwechseln.
Intramuskuläre Koordination = das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln, je besser sie ausgeprägt ist, desto mehr motorische Einheiten und demnach Muskelfasern können für bestimmte Übungen und Bewegungen rekrutiert werden
Isolationsübungen = Übungen die auf wenige, normalerweise nur einen Muskel abzielen. Bsp: Bizepscurls, Trizepsdrücken am Kabelzug

Kadenz = Die Kadenz sagt aus, wie lange eine Wiederholung eines Satzes dauert und wie sie durchzuführen ist. Meist ist sie in 2 oder 3 Zahlen angegeben, die die Dauer der positiven und negativen Phase bedeuten. Sind 3 Zahlen angegeben, sind es die Längen der positiven, statischen und negativen Phase, es sind Sekundenangaben.
Kettlebells = russisches Rundgewicht oder auch als Kugelhantel bezeichnetes Trainingsgerät
KfA = Körperfettanteil in %
KT = Krafttraining
KS = Kampfsport

Legday = Trainingstag an dem die Beine trainiert werden (siehe: Beine trainieren)
lowcarb = Diätform welche auf wenige Kohlenhydrate in der Nahrung setzt.
low-fat = Diätform welche auf Fettreduktion der Nahrung setzt.
Lowtech-Training = Krafttraining mit kostengünstigen, zum Teil selbstgebauten Materialen und/oder dem eigenen Körpergewicht (Stichwort: Improvisation).
LS = Liegestütz

MG = Muskelgruppe
Mv = Muskelversagen, Training bis zur vollständigen Erschöpfung des Muskels, keine weitere Wiederholung mehr durch eigene Kraft möglich
Maximalkraft = größte Kraft die gegen ein Widerstand ausgeübt werden kann.
Memory-Effekt = Reaktion des Körpers nach langer Trainingspause, früher schon erreichte Muskelmasse schneller wieder aufzubauen.
Mikrozyklus = Trainingsplanung weniger Tage
Mesozyklus = Trainingsplanung im Bereich von Wochen bis hin zu meheren Monaten
Makrozyklus = längerfristige Planung des Trainings bis hin zu Jahren
MTuT = Menace Time under Tension: eine von Dennis James entwickelte Art des Trainings (siehe MTuT)

Nachdrücken = Intensitätstechnik die über das Muskelversagen reizt, zusätzliche Wiederholungen werden durch kurze Pausen im Satz erzwungen.
natural = Sportler welcher ohne Doping/Anabole Steriode arbeitet und seine Leistungen erreicht.
negatives Mv = wird keine weitere Wiederholung aus eigener Kraft geschafft, hilft der Partner mit

OACU = One-Arm-Chin-Up = > einarmiger Klimmzug
OAPU = One-Arm-Push-Up = > einarmiger Liegestütz
OK = häufige Abkürzung für ‚Oberkörper‘

Periodisierung = ‚Planung des Trainings‘ ist das setzten neuer Reize um Stagnationsplateus zu überwinden, sie besagt die Umstellung der Trainingsart, des Plans oder der Trainingstechnik. Grob gesagt die Strukturierung eines Trainings.
PL = Powerlifter. Englischer Ausdruck für Kraftsportler, bei dem, im Gegensatz zum Bodybuilder der Schwerpunkt nicht auf  Muskelaufbau, sondern auf Kräftezuwachs liegt.
plyometrisches Training = Training unter Ausnutzung des Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus. Beispiel: Niedersprungtraining
postives Mv = keine weitere Wiederholung durch eigene Kraft mehr möglich
pronierter Griff = Obergriff (Handinnenflächen zeigen nach unten)
PWN = Post-Workout-Nutrition oder auch Pre-Workout-Nutrition = > Die Ernährung vor und nach Trainingsbelastung
Pull-up = Klimmzug (Obergriff)

Pump = selektive Blutumverteilung durch erhöhten Sauerstoffbedarf in den Arbeitsmuskel, welcher zur einer gewollten kurzzeitigen Umfangsvergrößerung führt
Push-up = Liegestütz

rep = (Repetition lat.)Wiederholung
RHT = „Richtig hartes Training“. Eher ein Parodieausdruck um die vielen verschiedenen Trainingsprinzipien (und natürlich auch ihre Abkürzungen) in das lächerliche zu ziehen und auf das Grundlegende aufmerksam zu machen.
RM = 1 RM stellt eine Wiederholung mit maximalem Gewicht dar.
ROM = „Range Of Motion“ als Bewegungsumfang bezeichnet
ripped = Ausdruck ‚muskulös‘ zu werden bei gleichzeitig niedrigem KFA

Satz(S.) – das einmalige durchführen einer Übung mit bestimmter Wiederholungszahl
(2er,3er…)Split = das Splitten(aufteilen von Muskelgruppen auf mehrere Tage bzw. Trainingseinheiten) siehe: Push/Pull 2er Split
Squat = „niederhocken“, = > Kniebeugen
Stagnation = ‚Stillstand, Plateu‘ ausbleiben von Wachstum und Kraftzunahme
SS = Superslow (superlangsame Wdh) erhöhte Kadenz
supinierter Griff = Untergriff
SuSa = Supersatz, das Durchführen von 2 gegensätzlichen Übungen ohne direkte Pause (z.B. Rudern + Bankdrücken)
Sz = Sz-förmig gebogene Langhantel, für Trizeps- und handgelenkschonendes Training.

Tabata Training = Ein Trainingsprotkoll, das aus acht Belastungssätzen zu je 20 Sekunden mit 10 Sekunden Satzpause besteht. Kategorisch fällt es unter hochintensives Intervalltraining.
TE = Trainingseinheit
TUT = „Time Under Tension“ Zeit in der ein Muskel unter Spannung steht (siehe auch constant tension)
Tonus = Muskeltonus – Muskelgrundspannung

UK = häufige Abkürzung für ‚Unterkörper‘
Übertraining = Überlastungserscheinung die entsteht wenn der Körper sich nach einer Reihe ungewohnter Belastungen nicht erholen kann.

Verbundsatz = das Durchführen von 2 verschiedenen Übungen ohne Pause die den selben Muskel belasten
Volumen = Umfang einer Trainingseinheit oder Übung

Warp = Weiterentwicklung von Superslow, kurze Pausen, hohe Kadenz und verzögertes Muskelversagen

X-Adaption = Trainingsystem das eine Maximale Anpassung an den Trainingsreiz beinhaltet

Zirkel = eine sich wiederholende Übungsreihenfolge

anatomische- und sportphysiologische Begriffe

aerob = auch als Oxidation bezeichnet, aerobe Vorgänge bezeichnen den Stoffwechsel mit vorhanden sein von Sauerstoff
Adaption = beschreibt die Anpassung des Körpers an Reize wie Training und andere Belastungen. Durch die Anpassung des Körpers werden in erster Linie Kraft, Muskelquerschnitt, Ausdauer, sowie die Koordination verbessert.
Agonist = „ausführender“ Muskel
Akkomodation = die Akkomodation ist das, die Adaption beeinflussende physiologische Gesetzt. Es besagt, dass die Anpassung des Körpers an gleich bleibende Reize reaktionell abnimmt und schliesslich in Stagnation endet, Zeit zu periodisieren.
Aktin = Strukturprotein des Muskels
Aminosäure = Eiweißbaustein in Peptitketten zugehörig.
anabol = positive Stoffwechsellage im Aufbau mit Körpersubstanzen, BB-bezogen(umganspr.) ‚muskelaufbauend‘
anaerob = Stoffwechselvorgänge die ohne Sauerstoff ablaufen (zur Vollständigkeit: dennoch ist Sauerstoff anwesend, jedoch genügt dieser nicht – Milchsäure häuft sich an)
Antagonist = Muskel, der eine Gegenläufige Bewegung verursacht(z.b. extension(Streckung)/flexion(Beugung)), zu dt.: Gegenspieler
Articulatio = Gelenk
ATP = Adenosintriphosphat, ein energiereiches Phosphat das der Muskel direkt als Energie nutzt.
ADP, AMP = Adenosin – di und mono-phosphat nach der Hydrolyse bleibt jeweils 1 bzw. 2 Phosphatreste
Atrophie = Gewebeschwund/Muskelabbau, Krankheiten oder Unterversorgungen auch Übertraining können Ursachen sein.
auxotonisch = ’normale Muskelarbeit‘ Länge und Spannung ändern sich während der Kontraktion

menschlicher Körper Bodybuilding Fachbegriffe

Biometrie / Anthropometrie = Messung von den Körper betreffenden Größen
BW = Die Biologische Wertigkeit gibt an wie wertvoll das jeweilige Protein ist, Richtwert 1 Vollei: BW 100.
BWS = Brustwirbelsäule

carbs = engl. carbohydrate – Kohle(n)hydrat
cave = häufig in der Medizin anzutreffender Begriff für das lateinische Wort ‚Achtung‘
Carnitin = Aminosäurenverbindung, die im Energiestoffwechsel eine wichtige Rolle spielt
cervical = Hals/Halsregion, auch die Halswirbelsäule betreffend
Creatin = Körpereigener Stoff der hauptsächlich im Fleisch zu finden ist.
cutis = Oberhaut

dermis = Lederhaut
Discus intervertebralis = Bandscheibe
DOMS = Bezeichnung für Muskelkater (Delayed Onset Muscle Soreness) – verzögerter Beginn des Muskelschmerzes

ektomorph = schlanker Körpertyp, siehe auch leptosom
endomorph = korpulenter Körpertyp, siehe auch pyknisch
Epidermis = Oberbegriff für Haut
Epiphyse = verdicktes Endstück des Knochen, auch Epiphysenfuge: Wachstumsfuge
extensoren = Muskeln die ein Gelenk strecken

Faszie = „Muskelhaut“, Bindegewebsschicht der Muskulatur, ‚äußere Hülle‘
flexoren = Muskeln, die ein Gelenk beugen
Filament = fadenförmige Zellstruktur, ‚Mikrofilament‘ = des Muskels

GI = Glykämischer Index, gibt an wie schnell Kohlenhydrate vom Körper verdaut/verwertet werden.
Gluconeogenese – Neusynthese von Glukose mithilfe von Aminosäuren, Laktat oder Glycerin.
Glucose = Monosaccharid – > Zucker
Glukagon = Hormon zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels
Glykogen = speicherbare Kohlendratform und Hauptenergielieferant
Glykolyse = Gukoseabbau der Zelle in zunächst 2 Pyruvatmoleküle
GU = Grundumsatz (vereinfachte Formel: GU = (Körpergewicht – Fettanteil) * 24)

Heterostase = Zustand des Gleichgewichts von Stoffen/Funktionen = > Gegenteil der Homöostase
HGH = Human Growth Hormon – ‚Somatropin‘ ein Wachstumshormon
Homöostase = Zustand/streben des physiologischen Gleichgewichts(da nicht gegeben) im Körper, z.B.: Blutzuckerspiegel.
Histologie = allg. Gewebelehre
HWS = Halswirbelsäule
Hyper = griech. ‚viel, erhöht‘
Hypo = griech. ‚wenig, reduziert‘

Insulin = anaboles Hormon der Bauchspeicheldrüse zur Blutzuckerregulation
intraabdominal = innerhalb des Bauch(= Abdomen)-Raumes, Bsp.: intraabd. Druck
IRO = Innenrotatoren
irreversibel = nicht umkehrbar
ISG = Ilio-Sakral Gelenk, gelenkige Verbindung zwischen Darm- und Kreuzbein
isometrisch = ‚von gleicher Länge‘ der Muskel behält bei der Kontraktion seine Länge konstant.
isotonisch = ‚gleichbleibende Spannung‘ , Training des Muskels unter statischen Bedingungen unter Widerstand.

katabol = Gegenteil „anabol“, negative Stoffwechsellage im Abbau mit Körpersubstanzen, im Sport muskelabbauend.
kardial = i.A. das Herz betreffend
Ketogene Diät = Diätform um sich in eine sog. Ketose zu versetzten und zur Energieversorgung statt Kh Fett durch Spaltung zu gewinnen.
Ketose = Bezeichnung für Anhangatom der Monosacharide(Einfachzucker).
Kollagen = Struktorprotein des Bindegewebes
Kontraktion = Zusammenziehen, Verkürzen bzw. Anspannen z.b. des Muskels.

Lactase = Enzym des Dünndarms zur Milchzuckerspaltung
Lactose = Milchzucker lat. lactis = die Milch, ose für Zucker und stellt den festen Zuckeranteil der Milch dar.
ligamentum = Band, Abkürzung: Lig.
linea alba = „weiße Linie“, ein schwach durchbluteter Bindegewebsstreifen vom Hals bis zur Schambeinfuge verlaufend
lipide = natürliche Stoffgruppe der Fette, Wachse und Öle
lipolyse = Fettsäurenabbau
lipozyten = Fettzellen
lumbal = die Lende oder auch Lendenwirbelsäule betreffend
LWS = Lendenwirbelsäule

manus = Hand
major = großer
Mechanotransduktion = mechanische Krafteinwirkung auf den Muskel welche eine Mikrotraumatisierung (Muskelkater) nach sich zieht
mesomorph = muskulöser Körpertyp, siehe auch athletisch
Metabolismus = allg. Bezeichnung für Stoffwechsel
minor = kleiner
Musculus = Namensbezeichnung für ‚Muskel‘
MT, Mikrotraumata = feinste Risse der Muskulatur nach einer Mechanotransduktion, siehe Muskelkater
myo(s) = Muskel im Bezug auf seine Anatomie und evtl. morphologische Veränderungen
Myofibrille = zelluläre Funktionseinheit des Muskels = > Kontraktion
Myosin = Strukturprotein u.a. des Muskels

Nachbrennphase = Zeitraum erhöhter Stoffwechselaktivität nach Beendigung des Trainings, auch ‚Nachbrenneffekt‘
Nucleus = Zellkern

OSG = oberes Sprunggelenk
os, ossis, osteo = Knochen

Peptid = Peptid – „Peptidketten“ = > Aneinandereihung von Aminosäuren
Periost = Knochenhaut
pes = Fuß
Protein = Eiweiß, bestehend aus Aminosäuren in Peptid-Ketten.
Proteinsynthese = Peptin/Proteinherstellung des Körpers

Radius = Speiche des Unterarmes
reversibel = „umkehrbar“
Resorption = Aufnahme von Stoffen im Körper
Resynthese = ‚wiederauffüllen‘ angeschlagene Speicher des Körper werden „resynthetisiert“

Sarkomer = kleinste kontraktile Einheit des Muskels
Sarkopenie = vergleichbar mit ‚Atrophie‘, bezeichnet sie den Muskelschwund im Alter
Semipermeabel = halbdurchlässig
Skoliose = pathologische Fehlstellung der Wirbelsäule nach lateral(zur Seite)
Somatotyp = Körpertyp (Körpertypen)
Stickstoffbilanz = Bilanz über die Stickstoffzufuhr und Ausscheidung des Körpers. Wird mehr Protein aufgenommen als verbraucht, spricht man von einer positiven Stickstoffbilanz (siehe auch: Eiweißstoffwechsel).
subcutis = Unterhaut
Symphyse = knorperlige Verbindung zwischen 2 Knochen = > Symphysis pubica: Schambeinfuge
Synergist = Muskel der den Agonisten unterstützt

tendo = Sehne
Thorax = der Brustraum
thorakal = den Brustraum betreffend
Thorakolumbaler Übergang = Übergang von Brust zu Lendenwirbelsäule
Tonus = ‚Spannung‘ = > Muskeltonus: Spannungszustand der Muskulatur, siehe auch Hyper(erhöht)/Hypo(gering)-Tonus

Ulna = Elle des Unterarms
USG = unteres Sprunggelenk

vertebral = die Wirbelsäule betreffend

Zyto = Zelle = > „Zytologie“ = > Zellenlehre

Wichtige Knochen im Körper

Unterarm:
Elle = ulna (Kleinfingerseite)
Speiche = radius (Daumenseite)
Ende der Elle = olecranon (körpernahe Verdickung der ulna am Ellenbogen)

Oberarm = humerus
Schlüsselbein = clavicula
Schulterblatt = scapula
Rippe = costa / os costale
Brustbein = sternum

Wirbelsäule = columna vertebralis
Wirbelkörper = corpus vertebrae
Dornfortsatz = processus spinosus
Kreuzbein = os sacrum
Steißbein = os coccygis
Becken = pelvis

Oberschenkelknochen = femur
Kniescheibe = patella
Unterschenkelknochen(Schienbein) = tibia
Wadenbein = fibula

Wichtige Gelenke im Körper

Kniegelenk = art. genus
Hüftgelenk = art. coxae
Schultergelenk = art. humeri
Ellenbogengelenk = art. cubiti
Handgelenk = art. manus

Lage- und Richtungsbezeichnungen* am Körper

lateral = seitlich gelegen
kontralateral = gegenüberliegend
paravertebral = neben der Wirbelsäule
distal = körperentfernt
proximal = körpernah
dorsal = rückseitig/Rückseite (siehe auch: posterior)
ventral = vorderseitig/Vorderseite (siehe auch: anterior)
palmar = handflächenseitig
plantar = Fußsohle betreffend
median = mittig gelegen
medial = zur Mitte hin
zentral = in der Mitte des Körpers

kranial = zum Hals/Kopf führend (siehe auch: superior)
kaudal = nach unten führend (siehe auch: inferior)
dexter = rechts
sinister = links
intra = innerhalb (bsp: intracutan: in der Haut gelegen)
extra = außerhalb (bsp: extrazellulär: außerhalb der Zelle)
sub = unter (bsp: subcutan: unter der Haut)
per = durch (bsp: percutan: durch die Haut)
supra = auf
infra = unter
super = über
superficialis = oberflächlich gelegen
profundus = in der Tiefe gelegen

*gewisse Auswahl, nicht vollständig

Bewegungsbezeichnungen* der Extremitäten

Abduktion = abspreizen einer Extremität
Adduktion = heranführen einer Extremität
Elevation = hochziehen einer Extremität
Depression = herablassen einer Extremität
Flexion = beugen eines Gelenks
Extension = strecken eines Gelenks
Pronation = einwärtsdrehen des Fußes oder der Hand
Supination = nach außen drehen des Fußes oder der Hand
Protraktion = nach vorn führen der Schultern
Retraktion = nach hinten führen der Schultern
Rotation = längsachsige Drehung eines Gelenks = rotieren
Anteversion = nach vorn Bewegung einer Extremität
Retroversion = Rückwärtsbewegung einer Extremität
Zirkumduktion = Kreisen einer Extremität oder eines Extremitätenteils

*gewisse Auswahl, nicht vollständig

Häufige Sportverletzungen/Erkrankungen

Arthritis = Entzündung eines Gelenks
Arthrose = starke Abnutzung eines Gelenks, verbunden mit erheblichen Fuinktionseinschränkungen, mit meist hörbarer Krepitation
Bandscheiben-Protrusion = „Vorwölbung“, die Vorstufe des Bandscheibenvorfalls
Bursitis = Schleimbeutelentzündung
commotio cerebri = Gehirnerschütterung (siehe Schädel-Hirn-Trauma)
Degeneration = Veränderung/Verschleiss eines Gewebes
Discusprolaps = ‚Bandscheibenvorfall‘, Verlagerung bzw. Vortritt von Teilen der Bandscheibe nach hinten = > dorsomedial, oder zur Seite = > dorsolateral
Distension = Muskelzerrung
Distorsion = auch Stauchung, das Bewegungsausmaß eines Gelenks wird überschritten = > Schädigung der Bänder
Epicondylitis humeri radialis = ‚Tennisarm‚, Überlastung der Streck- und Beugemuskulatur des Unterarms
Epicondylitis humeri ulnaris = ‚Golferellenbogen‘ Überlastung der Streck- und Beugemuskulatur im Bereich des Ellenbogens
Hernia Inguinalis / Leistenbruch = Bindegewebsriss im Leistenkanal mit hervortreten von Darmschlingen
Impingementsyndrom = ‚Schulterengpasssyndrom‘ Einengung für Sehnen der Rotatorenmanschette und deren Schleimbeutel (siehe auch „Schulterprobleme und Lösungsansätze„)
Kontraktur = eine dauerhafte Verkürzung des Muskels, Kontrakturen können re- und irreversibel sein
Krepitation = hörbare durch Verschleiß bedingte knirschende Gelenkgeräusche
Luxation = „auskugeln“ des Gelenks, dabei wird der Kapselaparrat beschädigt und der Gelenkkopf tritt aus der Gelenkpfanne
Mikroläsionen = auch ‚muskuläre Mikrorisse‘ = Muskelkater
Myalgie = allg. Muskelschmerz
Myogelose = zumeist schmerzhafte, kugelförmige, morphologische Veränderungen des Muskels, die i.d.R. tastbar sind  (siehe Schulter-Nacken Verspannungen)
Myosklerose = ‚Hartspann‘, minder durchbluteter, schmerzhafter Muskel mit zumeist erhöhtem Spannungszustand
Ruptur = Riss einer Gewebsstruktur(Muskel,Sehnen,Bänder)
Sudden death syndrome / plötzlicher Herztod
Tendinitis = Sehnenentzündung

 

Über den Autor

Florian Kolditz

Florian Kolditz

Florian Kolditz ist Physiotherapeut und Lehrer für Fitness. 2005 gründete er unter dem Nicknamen "de-fortis" Muscle-Corps. Seit 6 Jahren ist er als Trainer und Berater im Gesundheitsbereich tätig.

Florian ist seit über 10 Jahren im Krafttraining aktiv und schrieb bereits über 100 Artikel für Muscle-Corps.

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