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zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

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  #1  
Alt 12.06.2009, 07:03
Benutzerbild von bedee
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Standard zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

oder: ein Hoch auf freie Radikale?

Durch den Leitartikel im aktuellen Focus bin ich auf [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] gestoßen, der zufolge durch die Gabe von Vit. C und E Trainingserfolge komplett verhindert wurden.

Auch wenn das jetzt so gar nicht in mein Weltbild als Vitaminjunkie passt, zur Kenntnis nehmen musste ich das trotzdem.
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  #2  
Alt 12.06.2009, 08:46
Benutzerbild von MarmorStein
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Allzu überrascht bin ich davon nicht (wobei man natürlich bei der Dateninterpretation beachten muss, dass 39 healthy young men nicht DIE repräsentative Stichprobe sind). Die Ansicht einer Sinnlosigkeit bzw. gar Schadhaftigkeit von Vitaminsupplementationen wird ja auch schon schon länger z.B. von Pollmer [1;2] vertreten.

Die Problematik der "Radikalfänger" kann ich ohne Weiteres nachvollziehen. Radikale bekleiden einige wichtige Funktionen in unserem Körper (z.B. sind sie u.A. bei der Immunabwehr). Radikale sind zweifellos eine gefährliche Sache, doch gerade deshalb liegt der Schluss nahe, dass sie vom Körper auch in entsprechend engen Grenzen kontrolliert und reguliert werden (niemand würde wohl auf die Idee kommen, Immunsuppressiva präventiv zu nehmen, da das Immunsystem auch den eigenen Körper angreifen könnte). Dass man da mit blindem "sich mit Vitaminen vollstopfen" dieses Gleichgewicht durcheinanderbringen kann, ist für mich keine utopische Hypothese.

Literatur:
[1] Pollmer U., Warmuth S. (2008). Pillen, Pulver, Powerstoffe - Die falschen Versprechen der Nahrungsergänzungsmittel. Eichborn AG: Frankfurt a. M.
[2] Pollmer U., Warmuth S. (2007). Lexikon der populären Ernährungsirrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Alkohol bis Zucker. Eichborn AG: Frankfurt a. M.
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  #3  
Alt 17.06.2009, 10:14
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Beiträge: 1.438
Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Wer des Englischen nicht so gut mächtig ist oder eine kurze News-Zusammenfassung bevorzugt, kann diese (über die von bedee verlinkte Studie) auf der Website des Deutschen Ärzteblatts nachlesen:
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]
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  #4  
Alt 17.06.2009, 13:09
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Warum nicht? Bei all der Chemie, die bei der Herstellung von Nahrungsergänzungen zum Einsatz kommt wären negative Auswirkungen auf den Körper nicht weiter verwunderlich. Ich persönlich supplementiere nur Magnesium(und das mit guten Gründen) und Zink. Vitamine etc. versuche ich ausschließlich über die tägliche Ernährung aufzunehmen. Wer gedankenverloren dutzende von Nahrungsergänzungen zu sich nimmt und meint, damit hätte sich die Schuldigkeit der Versorgung des Körpers getan, der braucht sich über unangenehme Nebeneffekte wirklich nicht zu wundern.

So viel zu meinen Ansichten. Wie ernst es darum wirklich steht und was letztendlich nicht zu empfehlen ist- das gilt es häufig noch herauszufinden. Ich werde mir diesen Artikel auf jeden Fall durchlesen, sobald ich dazu komme.


Grüße

Ishyros
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  #5  
Alt 18.06.2009, 12:05
Benutzerbild von bedee
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Ort: BaWü
Beiträge: 2.991
Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Zwischenstand des Ein-Frau-Versuches:
Nach inzwischen 1 vitaminfreien Woche (also nicht wirklich Vitaminfrei, sondern keine Supps!) kann ich deutliche Reaktionen auf mein normales Training bemerken. Leichter bis mittelschwerer MK sogar bei Aktivitäten, bei denen ich sowas noch nie gespürt habe.
Apfeltest: (noch?) keine negativen Reaktionen (zur Erklärung: Bin allergisch u.A. auf Äpfel. Nach dem Genuss eines Schnitzes rohen Apfels kriege ich ein pelziges Gefühl auf der Zunge und im Rachenraum. Im Extremfall schwillt mir der Rachen zu, sodass ich kaum noch Luft kriege. Ein Stück rohen Apfel essen = Test auf momentanen Allergiestatus, auch wenn meine Lieblings-Pollenschleidern grade mal nicht blühen)

Zitat:
Zitat von Ishyros Beitrag anzeigen
Wer gedankenverloren dutzende von Nahrungsergänzungen zu sich nimmt und meint, damit hätte sich die Schuldigkeit der Versorgung des Körpers getan, der braucht sich über unangenehme Nebeneffekte wirklich nicht zu wundern.
ICH schmeiße nicht einfach NEM ein und denke, damit wäre es getan. Ich bemühe mich redlich um eine ausgewogene Ernährung, aber ich bin kein Anhänger irgendeiner seltsamen Ernährungsphilosphie, auch wenn einem da irgendwelche Gurus Gesundheit und ewiges Leben versprechen.
Meine Supps zielen v.a. darauf ab, dass ich ohne Antihistaminika, Betablocker und womöglich auch noch Antidepressiva auskommen kann. Das funktioniert. Ich schmeiße halt lieber Ascorbinsäre, Calciumcitrat und an Aminosäuren gebundenes Zink ein als RS)-4-[4-(Hydroxy-diphenyl-methyl)- 1-piperidyl]-1-(4-tert-butylphenyl)-butan-1-ol (Terfenadin ).
Die am Anfang genannten Substanzen sind auch in der Nahrung zu finden (auch wenn sie als NEM synthetisch hergestellt wurden), Terfenadin wurde voll und ganz im Chemielabor konstruiert - zumindest ist mir ein natürliches Vorkommen nicht bekannt.

@Marmorstein:
Ich muss dir leider sagen, dass ich eine Aversion gegen Udo Pollmer habe. Aus diesem Grund halte ich auch seine Bücher für weniger überzeugend als die von anderen Autoren. Das ist unwissenschaftlich, ich weiß.

Ich mag den Typ nicht, weil er doch glatt Schweinsbraten mit Knödel als optimale Ernährung verkaufen will (muss mal nachgucken, ob ich die Stelle noch finde). Habe die Ernährungsirrtümer zuhause und noch 1,2 Bücher von ihm gelesen. Pollmer kommt mir vor, als hätte er mal ein kritisches Buch zum Thema geschrieben, das hat sich gut verkauft und alle anderen Werke sind auf der selben Schiene.

Etwas zu kritisieren ist einfach. Eine Sachlage objektiv mit allen Vor- und Nachteilen darzustellen ist schon wesentlich schwieriger. Vor allem, wenn das Thema ausgesprochen komplex und noch nicht in allen Dimensionen erforscht wurde.

Naja, und außerdem sieht er ja auch nicht gerade so aus, als hätte er die optimale Ernährung schon gefunden und wirkt deshalb auf mich nicht sehr überzeugend. Essen sie was sie mögen, aber echt!
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Weiterführende Informationen:
  #6  
Alt 18.06.2009, 14:05
Benutzerbild von MarmorStein
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Zitat:
Zitat von bedee
@Marmorstein:
Ich muss dir leider sagen, dass ich eine Aversion gegen Udo Pollmer habe. Aus diesem Grund halte ich auch seine Bücher für weniger überzeugend als die von anderen Autoren. Das ist unwissenschaftlich, ich weiß.
Nunja, nur dass man jemanden nicht mag heißt es noch lange nicht, dass er zwangsläufig unrecht hat (zudem: ich habe keinerlei Wertung abgegeben, ob oder in welchen Belangen ich ihm zustimme oder nicht).

Zitat:
Zitat von bedee
Etwas zu kritisieren ist einfach. Eine Sachlage objektiv mit allen Vor- und Nachteilen darzustellen ist schon wesentlich schwieriger. Vor allem, wenn das Thema ausgesprochen komplex und noch nicht in allen Dimensionen erforscht wurde.
Mal ganz ehrlich, die Ernährung ist heutzutage nur noch ein einziger Markt, wo die verschiedensten Philosophien ein episches Tauziehen um die größtmögliche Anhängerzahl ausfechten. Einseitige Darstellungen sind bei den meisten Veröffentlichungen in Buchform, die ich gesehen habe, das Programm schlechthin. Tatsächlich ist es meiner Ansicht nach so, dass man
1. nicht weiß, was für eine Ernährungsform überhaupt "gesund" oder "empfehlenswert" ist
2. gar keine Aussage darüber treffen kann, was denn für jedermann "gesund" wäre.

Nur weil man heute auf dem Vitamin-, Rohkost- oder sonstwas trip ist, heißt das noch lange nicht, dass Schweinsbraten mit Knödel per se "ungesund" ist. Mit einer 7-Tage Woche mit täglich jeweils 2h Kuhmelken, 7h Ackerarbeit und was weiß ich noch, würde ich jetzt mal frei von der Leber weg ein Rohkostsalätchen mit 40g Tofubeilage nicht für gesund erachten.

Das generelle "Problem", sofern man es so nennen kann, ist aus meiner Sicht, dass wir schlicht und ergreifend viel älter werden als früher, und somit auch degenerative Erkrankungen öfter in Erscheinung treten. Zudem kommt der Bewegungsmangel ins Spiel, welcher das "Lauftier" Mensch verkrüppelt. MMn hat die Ernährung an sich keinen so großen Einfluss, wie man oftmals proklamiert.

Zitat:
Zitat von bedee
Etwas zu kritisieren ist einfach. Eine Sachlage objektiv mit allen Vor- und Nachteilen darzustellen ist schon wesentlich schwieriger. Vor allem, wenn das Thema ausgesprochen komplex und noch nicht in allen Dimensionen erforscht wurde.
Ganz genau darauf stützt sich ja ein Großteil seiner Kritik, dass viele Dinge empohlen und als "gesund" dargestellt werden, obwohl man (fast) gar nichts darüber weiß. Insofern liegst Du mit ihm ja sogar auf einer Wellenlänge

Zitat:
Zitat von bedee
Naja, und außerdem sieht er ja auch nicht gerade so aus, als hätte er die optimale Ernährung schon gefunden und wirkt deshalb auf mich nicht sehr überzeugend. Essen sie was sie mögen, aber echt!
Interessanterweise ist dies eine aus der heutigen Zeit geborene Ansicht. Forti hat mich da auf eine gute Dokumentation hingewiesen ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]). Auch ich denke, dass man das "Dick sein" entstigmatisieren sollte. Auch habe ich vor längerer Zeit schon mehrere Newsartikel gelesen, welche darauf hindeuten, dass "fitte Dicke" möglicherweise gesünder leben als manch "unfitter Schlanker" (s.z.B. [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]).
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Geändert von MarmorStein (18.06.2009 um 14:08 Uhr).
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  #7  
Alt 18.06.2009, 14:36
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Registriert seit: 06.06.2009
Beiträge: 136
Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Das entwickelt sich hier ja zu einer wirklich spannenden und aufschlussreichen Diskussion!

@ bedee:

Zitat:
Nach inzwischen 1 vitaminfreien Woche (also nicht wirklich Vitaminfrei, sondern keine Supps!) kann ich deutliche Reaktionen auf mein normales Training bemerken. Leichter bis mittelschwerer MK sogar bei Aktivitäten, bei denen ich sowas noch nie gespürt habe.
Wem sagst du das? Bevor ich anfing, Magnesium zu supplementieren, litt ich (bereits vor meinem sportlichen Werdegang) desöfteren unter nächtlichen Fußkrämpfen. Mit Beginn meiner sehr häufigen sportlichen Aktivitäten kamen dann Dinge wie brennende Waden am Morgen und unkontrolliertes Zucken des linken Augenlids hinzu. Ich fing dann irgendwann, im Zuge der Überlegung "welche Supplemente sind für MICH sinnvoll" an, u.a. täglich 200mg Magnesium in Kapselform zu mir zu nehmen. Und siehe da: Keine Krämpfe mehr, kein unkontrolliertes Zucken, keine schmerzenden Waden. Insofern verstehe ich dich bestens, denn Nahrungsergänzungen können eine immense Hilfe darstellen.

Zitat:
ICH schmeiße nicht einfach NEM ein und denke, damit wäre es getan.
Das finde ich gut, hätte aber auch nicht das Gegenteil von dir erwartet. Allgemein findet sich diese Klientel eher in den typischen BB-Foren.

@ MarmorStein:

Zitat:
Mal ganz ehrlich, die Ernährung ist heutzutage nur noch ein einziger Markt, wo die verschiedensten Philosophien ein episches Tauziehen um die größtmögliche Anhängerzahl ausfechten. Einseitige Darstellungen sind bei den meisten Veröffentlichungen in Buchform, die ich gesehen habe, das Programm schlechthin. Tatsächlich ist es meiner Ansicht nach so, dass man
1. nicht weiß, was für eine Ernährungsform überhaupt "gesund" oder "empfehlenswert" ist
2. gar keine Aussage darüber treffen kann, was denn für jedermann "gesund" wäre.

Nur weil man heute auf dem Vitamin-, Rohkost- oder sonstwas trip ist, heißt das noch lange nicht, dass Schweinsbraten mit Knödel per se "ungesund" ist. Mit einer 7-Tage Woche mit täglich jeweils 2h Kuhmelken, 7h Ackerarbeit und was weiß ich noch, würde ich jetzt mal frei von der Leber weg ein Rohkostsalätchen mit 40g Tofubeilage nicht für gesund erachten.
Allerdings. Es gibt nicht DIE Ernährung schlechthin. Ernährung muss auf die Tätigkeit, den Stoffwechsel, die Veranlagungen sowie den Geschmack (ja, auch der zählt, wie schon M.O. Bruker schrieb) abgestimmt sein. Es ist wahr, dass gesunde Nahrung einen gesunden Leib extrem fördert, man sollte den Wert der Nahrung nicht unterschätzen. Aber es kommt dabei nicht auf Lappalien wie "darf ich nun 2 Mal oder nur 3 Mal die Woche Fleisch essen?" an. Der Körper denkt nicht in Zahlen, er signalisiert, was ihm guttut.


Zitat:
Das generelle "Problem", sofern man es so nennen kann, ist aus meiner Sicht, dass wir schlicht und ergreifend viel älter werden als früher, und somit auch degenerative Erkrankungen öfter in Erscheinung treten. Zudem kommt der Bewegungsmangel ins Spiel, welcher das "Lauftier" Mensch verkrüppelt. MMn hat die Ernährung an sich keinen so großen Einfluss, wie man oftmals proklamiert.
Hier sprichst du einen sehr wichtigen Punkt an. Hierzu möchte ich gleich auf die aktuelle Ausgabe der GEO verweisen, dort findet sich ein interessanter Artikel über Muskulatur, Tierversuche zum Thema und HIT. Sehr lesenwert! Aber zurück zum Thema: Wer seinen Leib fordert und fördert durch körperliche Ertüchtigung tut bereits das Beste für ihn. Ihn dann gut zu versorgen ist unsere Pflicht, aber wir müssen auch hierbei unseren Körper beachten, etwas experimentieren und eigene Erfahrungen machen. Ernährung sollte keine Buchreligion sein, sondern etwas, das auf persönlichen Erfahrungen, Vorlieben und Strategien beruht.



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Ishyros
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  #8  
Alt 19.06.2009, 21:34
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
Insofern liegst Du mit ihm ja sogar auf einer Wellenlänge
Ja sowas Dummes aber auch!


Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
Interessanterweise ist dies eine aus der heutigen Zeit geborene Ansicht. Forti hat mich da auf eine gute Dokumentation hingewiesen ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]). Auch ich denke, dass man das "Dick sein" entstigmatisieren sollte. Auch habe ich vor längerer Zeit schon mehrere Newsartikel gelesen, welche darauf hindeuten, dass "fitte Dicke" möglicherweise gesünder leben als manch "unfitter Schlanker" (s.z.B. [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]).
Danke Marmor für disen Link (den *klick*) zu dieser Dokumentation. Die fand ich jetzt mal ausgesprochen interessant. Gibt es Menschen, die essen können was sie wollen und trotzdem dünn bleiben? JA! Zu denen hab ich auch mal gehört. Und den Kommentar (-->widerlich, so viel essen zu müssen!) von diesen Testpersonen kann ich voll nachvollziehen.
Bloß bleibt das (essen können was man will und dünn bleiben) nicht ein ganzes Leben lang so. Habe bisher noch niemanden getroffen, bei dem sich das zwischen 40 und 50 nicht geändert hätte.

Den Artikel über "fitte Dicke" muss ich noch lesen, Kommentar dazu folgt.

BTW, irgendwie entgleitet die Diskussion ins OT. Ist das schlimm?
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  #9  
Alt 20.06.2009, 10:10
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Zitat:
Zitat von bedee
Bloß bleibt das (essen können was man will und dünn bleiben) nicht ein ganzes Leben lang so.
Aus meiner Sicht stellt sich die Frage: Lässt sich das auf unser Verhalten attribuieren? Ich meine, wenn man sich rundherum "gesund" ernährt, viel bewegt, etc., aber dennoch die von Dir beschriebene Änderung eintritt, was sagt das aus?
Ich sehe das so, dass wir wieder bei meinem Punkt wären: Unser Körper ist einfach nicht darauf ausgelegt, ohne Funktionseinschränkungen so alt zu werden, wie es uns die Fortschritte in Hygiene und Medizin erlauben. Wir hebeln heutzutage einen gewissen Teil der natürlichen Selektion aus, Alte und Kranke überleben mehr und länger, woraus folgt, dass die Leute immer älter und kränker (im heutigien Fall eben vorwiegend chronisch degenerativ bzw. Krebs) werden.

Daher denke ich, das beste ist, dass wir uns nach unseren Veranlagungen verhalten. Und wenn ich das, was ich bisher gelesen/gehört habe, ansehe, dürften unsere Veranlagungen in etwa so aussehen: viel bewegen (damals erzwungen durch die Suche nach Nahrung, Flucht vor Fressfeinden, etc.) und alles essbare futtern, was uns in die Quere kommt, bis der Körper sagt: "stop!"

Zitat:
Zitat von bedee
BTW, irgendwie entgleitet die Diskussion ins OT. Ist das schlimm?
Schwer zu sagen, ist ja Dein Thread . Wenn Du also sagst: das ist off topic, bitte neuer Thread, werd ich mich drum kümmern.
So off-topic find ich das aber gar nicht, da ich in meiner bisherigen Fitnessforen-Laufbahn die Erfahrung gemacht habe, dass weniger die physiologischen und biochemischen Implikationen diskutiert werden, sondern eher Dinge wie
Zitat:
Zitat von bedee
Auch wenn das jetzt so gar nicht in mein Weltbild als Vitaminjunkie passt, zur Kenntnis nehmen musste ich das trotzdem.
Zitat:
Zitat von bedee
Den Artikel über "fitte Dicke" muss ich noch lesen, Kommentar dazu folgt.
Dazu steht sogar in der aktuellen GEO (danke für den Tip, Ishyros) eine klitzekeline Textpassage:
Zitat:
Lieber korpulent und fit als dünn und untrainiert, sagen Forscher (...).
Aus: Henk M., Stuhrmann J. (2009). Die neue Biologie der Muskeln. GEO 07|2009, 92-108
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  #10  
Alt 20.06.2009, 13:39
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Wirklich interessant; v.a. dass der eine Mensch über ein Jahr lang ohne Nahrung überlebt hat... cool Die Theorie mit dem "Setpoint" (also dass sich der Körper für ein best. Gewicht entscheidet) glaub ich schon lange. Jetzt denke ich allerdings, dass die Genetik noch mehr ausmacht, als ich persönlich bisher geglaubt habe.

Zitat:
Zitat von bedee Beitrag anzeigen
Habe bisher noch niemanden getroffen, bei dem sich das zwischen 40 und 50 nicht geändert hätte.
Mein Vater und auch andere..... es gibt Leute, die nehmen auch im höheren Alter nicht zu, obwohl sie unverändert essen.

Wegen den Vitaminen: Imho haben die fast keine Auswirkung auf Leistungen. Langfristig gesehen aber schon. Wenn man z.B. viele Laufkilometer macht, dann meldet sich bei vielen Menschen die Beinhaut ("Knochenhaut" sagen zumindest manche bei euch), oder die Muskeln "verhärten"/"verkleben" sich, oder sonst was. Auf jeden Fall kein herkömmlicher Muskelkater. So wie ich es erlebt habe, ist bei diesen Personen oft die Versorgung mangelhaft. Da machen die Mikronährstoffe wohl auch einen Teil aus.

Insgesamt bin ich da ähnlicher Meinung wie Marmor: Man sollte seine natürlichen Triebe akzeptieren . Aber versuchen, "sinnvoll" zu essen (by whatever that means): für mich eher natürliche Lebensmittel, da finden sich oft Makro- und Mikronährstoffe zusammen abgestimmt.

mfg
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  #11  
Alt 09.07.2009, 11:47
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

9.7.2009:
4 Wochen ohne Supps außer Wheyproteinpulver zum Frühstück pimpen, nen gelegentlichen EW-shake und hin und wieder ein Löffel Glutamin gegen Süßhungerattacken (ja, das funktioniert!)
--> Ich hatte in der letzten Zeit die heftigsten MK meines Lebens obwohl ich das Trainingspensum beibehalten bzw. in der Intensität eher runtergefahren habe. Vielleicht ist ein Trainingspensum welches mit Antioxidantiensupps zu Reaktionen des Körpers führt zu viel, wenn man die Supps weglässt? Auf jeden Fall verspüre ich zum ersten Mal das Bedürfnis nach Erholung.
Fortschritte? Hmmm, keine Ahnung wie ich die jetzt "messen" könnte. Hat da irgendjemand Vorschläge? Vermutlich fehlen mir dann die Vorherdaten

--> Apfeltest: Niesanfall nach Genuss eines Apfels. Zufall oder ein Hinweis darauf, dass sich die Allergielage verschlechtert?


Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
Aus meiner Sicht stellt sich die Frage: Lässt sich das auf unser Verhalten attribuieren? Ich meine, wenn man sich rundherum "gesund" ernährt, viel bewegt, etc., aber dennoch die von Dir beschriebene Änderung eintritt, was sagt das aus?
Ich würde sagen: es hat sich etwas verändert.
Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nun nicht viel beitragen denn ich kann nur sagen, dass eine Junkfood-Ernährung ohne überflüssige Bewegung bei mir viele Jahre funktioniert hat (vielleicht nicht wirklich, war wohl eher dünn-fett) ab einem bestimmten Punkt ging ich aber auseinander wie ein Hefekloß. Das damalige Ernährungsverhalten geht gar nicht mehr, obwohl ich immer noch eine Sucht nach Carbs pur habe. Und ein gewisses Bewegungspensum ist genauso Pflicht, wenn ich meinen KFA unter Kontrolle halten will.

Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
Wir hebeln heutzutage einen gewissen Teil der natürlichen Selektion aus, Alte und Kranke überleben mehr und länger, woraus folgt, dass die Leute immer älter und kränker (im heutigen Fall eben vorwiegend chronisch degenerativ bzw. Krebs) werden.
Aus der Sicht der "Natur" ist das jetzt vielleicht doof, sowas war ja von der Evolution vermutlich nicht vorgesehen (oder vielleicht doch? Unser Gehirn, welches Hygiene und Medizin sozusagen erfunden hat, ist ja auch durch die Evolution entstanden. Bitte aber jetzt keine Diskussion in Richtung creationism). Ich als "Überlebende" finde das jetzt super und denke, man sollte genau das Werkzeug, welches uns Hygiene und Medizin beschert hat, weiter nutzen um die daraus entstehenden Probleme zu lösen.

Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
Daher denke ich, das beste ist, dass wir uns nach unseren Veranlagungen verhalten. Und wenn ich das, was ich bisher gelesen/gehört habe, ansehe, dürften unsere Veranlagungen in etwa so aussehen: viel bewegen (damals erzwungen durch die Suche nach Nahrung, Flucht vor Fressfeinden, etc.) und alles essbare futtern, was uns in die Quere kommt, bis der Körper sagt: "stop!"
Es war aber vermutlich nicht vorgesehen, dass es mal sowas wie einen Bäckerladen gibt, wo man ganz leicht über das vorgesehene Stoppsignal des Körpers hinausfuttern kann. Ist bei mir wenigstens so: die Sachen ausm Bäckerladen bekommen mir nicht und denoch bin ich ganz wild drauf.

Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von bedee
BTW, irgendwie entgleitet die Diskussion ins OT. Ist das schlimm?
Schwer zu sagen, ist ja Dein Thread . Wenn Du also sagst: das ist off topic, bitte neuer Thread, werd ich mich drum kümmern.
Oh, gut zu wissen das der Threadersteller den off-topic-Bereich bestimmt. Dann erkläre ich mal die laufende Diskussion zum on topic, solange man hier nicht über Promihochzeiten oder -beerdigungen diskutiert

Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
.....dass weniger die physiologischen und biochemischen Implikationen diskutiert werden......
Ich glaube, an all den physiologischen und biochemischen wissenschaftlichen Studien interessiert die Meisten doch vor allem, wie sie diese Erkenntnisse in ihrem eigenen Leben und zum eigenen Vorteil einsetzen können.
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  #12  
Alt 09.07.2009, 12:22
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Zitat:
Zitat von sportsfreund Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von bedee
Habe bisher noch niemanden getroffen, bei dem sich das zwischen 40 und 50 nicht geändert hätte.
Mein Vater und auch andere..... es gibt Leute, die nehmen auch im höheren Alter nicht zu, obwohl sie unverändert essen.
Ich möchte hier meine Aussage noch mal bestätigen: Ich habe wirklich noch niemanden getroffen, der nicht im mittleren Alter Ernährung/Sportpensum hätte anpassen müssen um sei Gewicht zu halten. Bei einer früheren Kollegin dachte ich mal, sie hätte diese Art von Gewichstproblemen nicht. Bis ich sie danach gefragt habe: Jedes Mal, wenn der Bund anfing zu spannen, hat sie FDH gemacht. Das hat natürlich keiner bemerkt, jeder dachte, sie wäre eben von Natur aus immer dünn geblieben.

Keine Ahnung, wie das bei deinem Vater so ist, sportsfreund. Oder bei den anderen Leuten. Entweder sind die noch zu jung oder sie tun eben doch was zur Gewichtskontrolle.

In Lore of Running führt der Autor den Herrn P.T. Williams auf, welcher behauptet, dass ein Läufer sein wöchentliches Laufpensum um 23 km pro Dekade erhöhen müsste um seinen BMI halten zu können. Wieviel ein 70-jähriger dann laufen müsste kannst du dir ja ausrechnen. Dieser Herr Williams führt die Gewichtszunahme auf sinkende Testosteronspiegel zurück. Leuchtet mir jetzt nicht so ein, was ist dann mit Frauen? Die legen ja auch zu.

Könnte natürlich auch sein, dass die Gewichtszunahme mit dem Alter bei Leuten, die für ihre Mukkis sorgen geringer ausfällt oder gar ausbleibt. Aus dieser Kategorie kenn ich persönlich aber auch niemanden

Zitat:
Zitat von sportsfreund Beitrag anzeigen
Wegen den Vitaminen: Imho haben die fast keine Auswirkung auf Leistungen.
Vitamine haben nur dann eine Auswirkung auf die Leistung, wenn du einen Mangel hast. Dann aber sind das wahre Wundermittel. Allerdings hilft es nichts, z.B. Vitamin C einzuschmeißen wenn dir eines der B-Vitamine fehlt. Möchte hier mal den Focus-Artikel zitieren:
Zitat:
Zusätzliche Vitamine machen einen gesunden Menschen nicht noch gesünder.
Woher weiß man aber, dass man einen Vitamin- (oder Mineralien- oder Spurenelement-) Mangel hat? Obs der Hausarzt erkennt? Meiner kam gar nicht auf die Idee, in diese Richtung zu gucken.
Ob er das nachweisen kann? Wenn alle Werte stimmen kann immer noch ein Mangel in den Zellen vorliegen.
Ob er das überhaupt testet? Ich bezweifle, dass irgendein Arzt beim heutigen Zustand unsreres Gesundheitssystems bei mir als Kassenpatientin überhaupt einen Test macht, wenn ich ankomme "Herr Doktor, ich fühle mich etwas angeschlagen". Eher komme ich mit einem Antidepressivum aus der Praxis, dann bin ich beim nächsten Arztbesuch etwas besser drauf. Oder so ähnlich.
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  #13  
Alt 09.07.2009, 17:45
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Zitat:
Zitat von bedee Beitrag anzeigen
Keine Ahnung, wie das bei deinem Vater so ist, sportsfreund. Oder bei den anderen Leuten. Entweder sind die noch zu jung oder sie tun eben doch was zur Gewichtskontrolle.
Glaub mir, solche Leute gibts... Der macht weniger Pensum als früher und isst unverändert. Ist mit 50+ zwar noch nicht so alt, aber sicher in dem Bereich, wo man schon etwas merken würde.

Der sinkende Testosteronspiegel macht sicher was aus... der sinkt ja bei Frauen genauso (afaik). Generell entwickeln sich Hormon- und Stoffwechsellage eben in eine Richtung, die Muskeln eher schwinden und Fett ansetzen lässt.
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  #14  
Alt 12.07.2009, 18:15
Benutzerbild von kaito-kid89
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Zitat:
Die Hälfte der Teilnehmer nahm begleitend Vitamine (1.000 mg/die Vitamin C plus 400 IU/die Vitamin E) ein.
1000mg Vitamin C direkt nach dem Sport? das ist aber auch ein wenig arg viel....
Eine Vitaminbrausetablette enthält ja gerade mal 60mg Vitamin C kann es sein das hier ein wenig sehr mit der Dosierung übertrieben wurde?
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  #15  
Alt 12.07.2009, 19:10
Benutzerbild von de-fortis
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Standard AW: zu viele Antioxidantien verhindern Trainingsfortschritt

Zitat:
kann es sein das hier ein wenig sehr mit der Dosierung übertrieben wurde?
Kann man sehen wie man will, die einen propagieren 100mg/Tag, die anderen 1000mg. Zur Hypervitaminose, also 'Überdosierung' kommt es beim Vitamin C selten, das Zeug ist wasserlöslich und ein zu viel wird durch die Nieren über den Urin ausgeschieden. Ist ein schwammiges Thema, deshalb sage ich dazu nichts. Von handelsüblichen Präperaten sollte man allerdings nicht viel halten.
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antioxidantien, fortschritte, sport, training, vitamine

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