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#1
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| ....oder: Ich hab da mal ne Frage! Die Idee zu diesem Thread kam mir durch Solos und seinen Beitrag [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ].Vielleicht gehts ja nicht nur mir so: man beschäftigt sich mit einem Thema und findet, da man die richtigen Schlüsselwörter oder Wissenschaftler/Fachpublikationen nicht kennt, keine Antwort in den unendlichen Weiten des Internet. In der Masse der Informationen das Richtige zu finden ist ja quasi die Suche nach der Nadel im Heuhaufen! Aber andrerseits haben wir Leute hier, die vielleicht die Antwort auf diese spezielle Frage schon kennen bzw. wissen, wo sie danach suchen müssen und auch noch willig sind, einem beim schlauerwerden weiterzuhelfen. Dieser Thread soll also die Fragenden und die Wissenden zusammenführen und mit der Zeit könnte hier eine ganz interessante Sammlung von aktuellen Links aus Sport, Medizin und Wissenschaft entstehen sowie ein Überblick darüber, mit welchen Themen sich welcher User gerade auseinandersetzt. Was ich schon immer mal wissen wollte und worüber ich bisher noch keinerlei befriedigenden Informationen gefunden habe: Wie sieht es aus mit der Wirkung von Krafttraining vor allem bei Frauen unter verschiedenen hormonellen Zuständen. Inwiefern spielt da der Östrogenspiegel ein Rolle? Oder die anderen Hormone? Ich habe zwar schon was darüber gefunden, dass KT zu bestimmten Zeiten des weiblichen Zyklus effektiver wäre aber nichts Ernsthaftes über KT in Zusammenhang mit der veränderten Hormonlage nach der Menopause. Und sollte die Fragestellung zu schwammig sein: einfach nochmal fragen: Bin für alle Infos zu diesem Thema wirklich dankbar, auch für Sachen wie "guck mal bei XYZ, der hat in diese Richtung geforscht" oder entsprechende Schlüsselwörter. Ein Schubser in die richtige Richtung wäre vollkommen ausreichend, es muss mir hier keiner eine Komplettlösung präsentieren.
__________________ Has anybody seen my Estrogen? And will someone help me look for it? (Elizabeth Lee Vliet / Screaming To Be Heard) |
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#2
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| Das doch mal ne schöne Frage, Östrogen, sprich Estrogene sind u.a. am anabolen Stoffwechsel der Frau beteiligt, wir wissen schon allein das ein nachlassen der Produktion in und nach der Menopause zur Veringerung der Parathormonsekretion führt und somit die Ca-Freisetzung ins Blut aus dem Knochen begünstigt. Neben Östrogen haben aber auch noch andere Hormone wie Progesteron und Testosteron Einfluss auf die Muskulatur der Frau. Progesteron fungiert neben dem positiven Einfluss auf die Schwangerschaft auch als Vorstufe des Testosterons, wobei nach der Menopause Produktion von Östrogen und Progesteron nachlassen = > Eierstöcke stellen ihre Arbeit ein (wobei die Nebennierenrinde weiterhin geringe Mengen bereitstellt). In der Summe bleiben nach der Menopause Testosteron und bekannte Wachstumshormone wie Somatrotopin und IGF übrig, KT ansich erhöht auch bei der Frau den Spiegel von Testosteron und dient nach den Wechseljahren also gut und gerne als "Ersatz" für diverse anabole Vorgänge. Zitat:
Das nur als minimaler und grober Einstieg, ich bin mir sicher das noch einige andere wertvolle Antworten folgen werden. Bezüglich Literatur noch etwas: Elisabeth Reis: "Menstruationszyklus gesteuertes Krafttraining" - Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaften Band 88 = > [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#3
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| Danke forti! Wenn ich das jetzt richtig interpretiere, dann heißt das, dass Frau nach der Menopause auch durch den sinkenden Östrogen-/Progesteronspiegel bedingt schlechter Muskeln aufbaut als davor. Es heißt aber auch, dass man mit Krafttraining besser da steht als ohne. Und meiner Meinung nach deutlich besser, und nicht nur was die Muskeln betrifft! Und danke für den Link, der Verlag sieht interessant aus obwohl das spezielle Buch jetzt eher nicht in Frage kommt. Weiß noch jemand was zu diesem Thema? Werde mal nach Östrogen/Progesteron & Strength Training googeln, oder gibt es da bessere Suchwörter?
__________________ Has anybody seen my Estrogen? And will someone help me look for it? (Elizabeth Lee Vliet / Screaming To Be Heard) |
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#4
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| Zitat:
Ein interessantes Thema, natürlich auch im Bezug auf die hormonellen Veränderungen der Frau nach der Beendigung der geschlechtsreifen Zeit, nur würde ich mir nicht allzu große Gedanken darüber machen inwiefern dies nun positiv oder negativ auf dein KT wirkt. Es gibt einige Beispiele von älteren Frauen die selbst noch mit 60, 70 und 80 beeindruckende Leistungen auf der Bank oder bei der Kniebeuge vorweisen. Als Beispiel seien da z.B. Penelope Thompson, eine 84 jährige Amerikanerin die 75Kg auf der Bank drückt, oder Beverly Crown die mit 52 Jahren fast 30Kg abnahm um dann mit 62Kg auf 1.73m an Bodybuildingmeisterschaften teilzunehmen - zu nennen [1]. In der Summe und um nochmals auf die anabole-hormonelle Vorraussetzung nach der Menopause zurückzukommen, steigert das KT natürlich die nötigen Hormone und sorgt so bei vernünftigen Training auch für ein optimales Umfeld um Kraft und HT zu forcieren, je sinniger das Training aufgebaut und die Umstände des Umfeldes darauf abgestimmt, desto geringer wird der "Nachteil" im Hormonniveau. Zitat:
Quelle/Literatur: [1] differenziertes Krafttraining - Axel Gottlob, Urban & Fischer 2001
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