| Nutzen von Prostata-Krebs Screenings hinterfragt Eine neue Studie [1] hat die Wirksamkeit von Prostatakrebsscreening auf die Mortalität nach sieben Jahren untersucht. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass sich die Todeszahlen aufgrund von Prostatakrebs zwischen der Interventionsgruppe (deren Teilnehmer jährliche PSA-Tests (ein Bluttest, welcher die Früherkennung von Prostatakrebs erlaubt) und digitale rektale Untetrsuchungen erhielten) und der Kontrollgruppe (erhielten lediglich die reguläre ärztliche Betreuung) nicht unterschieden.
Bislang ist also nicht klar, ob vermehrte Prostatakrebsscreenings basierend auf PSA-Tests und digitaler rektaler Untersuchung die Mortalität aufgrund von Prostatakrebs senken können. Die Kehrseite dieser Screenings ist nämlich die Möglichkeit einer Überdiagnostik und daraus folgenden Überbehandlungen. Woran die gezeigte fehlende Wirkung von Screenings auf die Mortalität liegt oder ob sich ein Effekt erst nach einer längeren Beobachtungszeit einstellt, ist unklar. Literatur:
[1] Andriole G.L. et al. (2009). Mortality Results from a Randomized Prostate-Cancer Screening Trial. N Engl J Med; 360:1310-1319
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Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth) |