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#1
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| Hi, ich wollte mal eure Meinung zum Schrägbankdrücken hören. Ich finde die Übung nämlich relativ überflüssig. Man macht ja eine Mischbewegung aus Frontdrücken und Bankdrücken. Beim Frontdrücken wird die obere Brust eig nicht beansprucht, weshalb mMn Schrägbankdrücken dafür auch nicht effektiver als Bankdrücken ist, zumindest solange man mit normaler Breite greift. Zudem finde ich es noch sinnloser die Übung mit Bankdrücken in einer TE zu haben, man hat ja auch nicht Nackendrücken und Frontdrücken in einer TE. Wenn ich den Deltamuskel trainieren will mach ich Frontdrücken, für die Brust Bankdrücken.... Deshalb verstehe ich nicht, warum die Übung so weit verbreitet ist, was haltet ihr davon, seht ihr das alle anders? Mfg Outlaw |
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#2
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| Ich finde Schrägbankdrücken auch ziemlich sinnlos, insofern man Bankdrücken und Frontdrücken in seinem Trainingsplan hat. Beim Schrägbankdrücken wird jediglich der vordere Deltamuskel mitbelastet wodurch man normalerweise sogar nur weniger Gewicht als beim normalen Bankdrücken bewältigen kann. Heißt weniger Intensität für den Brustmuskel. Außerdem wird beim normalen Bankdrücken bei richtiger Technik die gesamte Brustmuskulatur sehr gut trainiert, eine Unterscheidung beim Training zwischen obere und untere Brust ist sowieso nicht möglich, da es ein zusammenhängender Muskel ist. Sinnvoll erscheint mir vielleicht noch die Variante des Negativbankdrückens, weil dort der Lat mit zum Einsatz kommt, wodurch normalerweise mehr Gewicht als beim normalen Bankdrücken bewältigt werden kann. Fazit: Ich würde lieber Bankdrücken machen und statt zusätzlich noch Schrägbankdrücken noch eine Komplexübung wie Dips hinzufügen. |
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#3
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| Stimmt, BD kann man mMn nach auch durch negatives BD ersetzen, denn es ist ja für die Brust nicht unbedingt schlechter (vllt für den oberen Anteil), der untere Anteil wird so sogar noch funktioneller trainiert. Dass Schrägbankdrücken für den oberen Teil effektiver sein soll wage ich mal zu bezeweifeln, da würd ich eher Engabankdrücken, Frontheben, Dips machen... |
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#4
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| Dips beanspruchen vermehrt die unteren Fasern der Brustmuskulatur, nicht die oberen. Dabei wird es mehr, je mehr man den Oberkörper nach vorne neigt. Die umgekehrte Richtung sorgt dabei aber nicht für eine vermehrte Beanspruchung der oberen Fasern, sondern des Trizeps. Wenn ich jetzt mal so darüber nachdenke, ist Schrägbankdrücken vielleicht tatsächlich nicht so sinnig oder wichtig, was die Beanspruchung der Fasern angeht. Da aber der Brustmuskel recht groß ist, bedarf dieser ausreichend Trainingsreiz und Drückübungen sind Aufbautypisch. Und da man im Training variieren muss und nicht nur aus einem Winkel heraus arbeiten sollte, da wir dies im Alltag auch nicht tun, komme ich inzwischen zu der Entscheidung, dass ich es für sinnvoll halte ;-)
__________________ Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach... |
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#5
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| Zitat:
Der Trizeps kann übrigens die Arbeit bei den Dips im Schultergelenk nicht durchführen, er streckt lediglich das Ellbogengelenk und kann daher der Brust nicht helfen... |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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| ich möchte mal die leidige frage, ob man mit schrägbankdrücken an der form des muskels etwas verändern kann oder nicht, beiseite lassen. da gibt es in anderen foren ellenlange treads, die letzendllich für die trainingspraxis nichts bringen. es gibt aber ein paar dinge, die man für das schrägbankdrücken ins feld führen kann: bei jeder muskelkontraktion kontrahiert nie der ganze muskel, wie man es im i-net immer wieder zu lesen bekommt, sondern, es wird nur ein gewisser anteil an muskelfasern aktiv, während der rest passiv bleibt. wäre dieses nicht so, dann würde ein training der intramuskulären koordination überflüssig sein. die muskelfaser bzw. die motorische einheit als solche, kontrahiert hingegen ganz oder gar nicht. egal wie man nun den winkel einer übung verändert, werden zum teil andere muskelfasern bzw. motorische einheiten aktiv in die bewegung involviert als bei einem anderen winkel. folglich erreicht man mit einem training das auch schrägbankdrücken enthält mehr motorische einheiten als mit einem training, welches diese übung nicht beinhaltet. folglich kann es hier auch nur das mittel der wahl sein, die brust aus unterschiedlichen winkeln zu trainieren. läßt man nun mal den ganzen faserkram beiseite und begibt sich auf die reine beobachtungsebene, dann fällt auf, daß jemand der auch schrägbankdrücken absolviert in dieser übung stärker wird, als der selbe jemand, der diese übung nicht absolviert. selbiges gilt ebenso für die kraftausdauerfähigkeit wie auch für die schnellkraftfähigkeit. allein das wäre für mich persönlich schon grund genug auch schrägbankdrücken auszuführen, da mir an einer möglichst vielsetigen kraftentwicklung gelegen ist. ich möchte in möglichst vielen belastungswinkeln möglicht umfassende kraftfähigkeiten aufweisen. der letzte punkt der nun ebenfalls für das ausführen von schrägbankdrücken spricht ist der, daß eine variation in der reizsetzung immer von vorteil ist. das stichwort lautet hier schlich und einfach ABWECHSLUNG. einer zu großen beteiligung der schultermuskulatur wirkt man entgegen, indem man einen relativ flachen winkel wählt. mehr als 30 ° würde ich nicht verwenden.
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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#7
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| Zitat:
Aber es bringt nicht nur Schrägbankdrücken zu machen, dann sollte man auch Negativbankdrücken dazu machen, entweder ganz oder gar nicht ![]() |
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#8
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| hier ein link: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] ansonsten google einfach mal nach intramuskulärer koordination. Zitat:
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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#9
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| Für Kampfsportler ist das auch eine Möglichkeit das Krafttraining zu spezifizieren. Da die Übertragbarkeit von Hilfsübung (Bankdrücken) zur Teiltechnik (Boxstoß) zu einem großen Teil von der Ähnlichkeit beider abhängt, kann man durch Schrägbankdrücken die Muskeln durch eine Druckbewegung der gleichen Ebene wie einen Stoß trainieren, was den Effekt vergrößert. Warum viele Kampfsportler Flachbankdrücken zu ihrer Königsübung krönen ist mir schleierhaft. Gruß Wursti |
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#10
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| @ matten: Danke für den Link, trotzdem verstehe ich den Text glaube ich anders als du. Es wird dort ja von verschiedenen Muskelfasern gesprochen, die sich bei unterschiedlicher Belastung auch unterschiedlich aktivieren. Nun wird auch gesagt, dass Muskelfasern entweder ganz oder gar nicht arbeiten. Es wird auch von regionaler Hypertrophie geredet. Nur man kann nicht sagen, dass beim Flachbankdrücken die Muskelfasern der oberen Brust gar nicht aktiviert werden. Es werden jediglich unterschiedlich viele Muskelfasern beansprucht. Da man normalerweise beim Flachbankdrücken mehr Gewicht bewältigt als beim Schrägbankdrücken ist es aus dem reinen Gesichtspunkt der Hypertrophie nicht notwendig Schrägbankdrücken zu machen, schon gar nicht in einer Einheit oder für Anfänger. Für Fortgeschrittene oder Leute wie du, die ihre Kraft in alle Bereiche optimiert aufbauen wollen, ist es jedoch sinnvoll. Dabei sollte man dann aber wie gesagt Schräg- und Negativbankdrücken trainieren. Trotzdem finde ich den Link ziemlich gut, hab ich wieder was dazu gelernt Beispielsweise, dass Muskelfasern nur ganz oder gar nicht arbeiten.MfG Bodycounter |
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#11
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| Regionale Hypertrophie ist an meinem eigenen Leib sehr gut sichtbar. Der allergrößte Teil des Muskelzuwachses kommt bei mir durch das Boxen. Da ich immer in der Normalauslage stehe und meine Auslagen nicht wechsel, wird die eine Wade immer anders beansprucht als die andere. Jetzt sehen meine Waden so aus, dass die linke ganz gewöhnlich scheint, aber eine lange Sehne und kurzen Muskel hat. Der laterale Gastrocnemius (Welcher Idiot hat das "c" dahin erfunden?" meiner linken Wade ist deutlich länger als der Innere und deutlich länger als der an der linken Wade. Matten hat es selber gesehen. Das war vor dem Boxen nicht so. Das mit dem Muskeln kannst du dir leicht anschauen, wenn du eine gute anatomische Zeichnung anschaust. Die Ansätze der oberen Brust sind oberhalb des Oberarmknochens, sodass sie den Arm anheben können, während das bei der unteren Brust nicht können. So haben die verschiedenen Anteile *der Brust sogar verschiedene Funktionsmöglichkeiten. So ist es möglich durch verschiedene funktionelle Veränderung der zu bewältigenden Aufgabe verschiedene Teile der Brust anzusprechen. Dabei kommt es nicht nur auf das bewältigte Gewicht an, sondern auch auf das Verhältnis der Gewichtslast unter den einzelnen Muskeln: Wenn ich Flachbankdrücken mache , ist das für die Brust 50:50 [Obere Brust:Untere Brust](fiktiv, muss also nicht stimmen). Wenn ich Schrägbankdrücken mache ist, das Verhältnis 60:40. Also wächst die Brust im Flachbankdrücken in meinem Beispiel gleichmäßig und im Schrägbankdrücken im Verhältnis von 60:40. Auch wenn ich weniger Gewicht bewältigen kann, legt Schrägbankdrücken den Schwerpunkt auf die obere Brust. Wenn ich dazu noch weitere Übungen so verändere, dass ich die obere Brust forciere oder mitbeanspruche (Frontheben z.B.), kann ich dafür Sorgen, dass die obere Brust stärker wächst als die Untere. Gruß Wursti PS: Seltsamerweise, wird bei der Schulter niemand behaupten, dass es schwer sei, den Schwerpunkt auf verschiedene Köpfe zu legen. |
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#12
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| Welche Übung würdet ihr dann am ehesten für die untere Brust empfehlen? Negativbankdrücken, vorgebugte Dips? |
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#13
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| @Wursti: Ah, jetzt wirds interessant, ich würde gerne mit dir über folgenden Punkt diskutieren: Zitat:
@Bodycounter: Meiner Meinung nach eindeutig Cable Cross (tiefe Kabelführung), aus funktioneller Sicht wie gschaffen für die untere Brust. Ansonsten ist negatives BD dafür auch sehr gut geeignet. Verhältnismäßig wird die untere Brust bei den Überzügen zum Rest der Brust auch gut trainiert, aber insgesamt mMn weniger brauchbar als die beiden davor genannten Übungen. |
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#14
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| Zitat:
es geht also nicht nur um den prozentualen anteil, der bei den verschiedenen übungen angesprochen wird, sondern auch darum, welche motorischen einheiten angesprochen werden. nur die fasern von motorischen einheiten die aktiv waren werden auch hypertrophieren. gruß von matten
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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#15
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| @ matten: Dadurch das andere motorische Einheiten aktiviert werden, erhält man ja nicht zwangsweise eine unterschiedliche Hypertrophie, oder? Jediglich die "Kraftart" ist unterschiedlich für die Muskeln. Also Auswirkung auf Kraft, ja, aber aber Muskelaufbau, eher weniger. |
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