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#1
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| kann mir bitte jemand die unterschiede in der muskelbelastung erklären, die es zwischen klimmzügen und ruderübungen gibt? (bevorzugt kh-rudern und/oder rudern am seilzug, da ich [noch] kein lh-rudern mache)
__________________ It's a great thing when you realize you still have the ability to surprise yourself. Makes you wonder what else you can do that you've forgotten about. (Lester Burnham, American Beauty) |
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#2
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| Beide Übungen ob Rudern oder der Klimmzug beanspruchen den latissimus ähnlich, die Funktion des nach hinten ziehens zum Körper bzw. die Retroversion des Armes ist ebenso vorhanden, wie das herabziehen des Armes(siehe Klimmzug). Rudern beansprucht je nach Zugwinkel(je aufrechter der Körper) den oberen Anteil des Trapezius(pars descendens), je mehr es den 90° zu geht, umso mehr wird der untere pars ascendens gequält. Klimmzüge hingegen vernachlässigen den oberen Anteil fast komplett und involvieren eher den unteren, aufsteigenen pars ascendens der zusammen mit dem pectoralis minor u.a. fürs heben des Armes nach oben und unten verantwortlich ist. Klimms und Rudern beanspruchen nahezu gleichermaßen den teres major und infraspinatus. Die rhomboideen, die u.a. die Schultern in die Retraktion(nach hinten) ziehen, werden beim Rudern, vor allem auf brusthöhe deutlich mehr beansprucht als bei Klimmzügen. Schauen wir uns die Schulterbelastung an, Klimms halten den Arm den Großteil der ROM über 90° = > der pars spinalis("hinten") ackert hier hauptsächlich, beim Rudern hab ich eigentlich nur die Anteversion die der pars acromialis gern macht. Die Armbelastung ist identisch, jedoch wird der Biceps bei Klimms etwas mehr belastet, normalerweise ist die ROM hier größer und das Gewicht schwerer, zudem führt man Rudern seltener supiniert aus. Die Brust arbeitet desweiteren bei beiden synergistisch mit. Der erector stabilisiert beide Übungen, beim rudern bekommt er aber i.d.R. mehr zu tun, dennoch kann man nicht sagen das es eine Rückenstreckerübung ist = > er arbeitet nur statisch, nicht dynamisch. Die Beine werden bei Klimms logischerweise nicht gebraucht, Rudern mit der Lh belasten den kompletten Oberschenkel/Gluteus in der Anfangsphase(aufheben der Hantel vom Boden) und während der Übung mehr oder weniger isometrisch. PS: Habe jetzt welche hinzugefügt, aber das nächste mal Bitte [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] für neue Themen verwenden, Danke.
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#3
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| Kurz und pauschal zusammengefasst: Klimmzüge (eng, Untergriff) trainieren vor Allem den m. Latissimus dorsi sowie den m. Trapezius und die Armbeugergruppe. Vorgebeugtes Rudern unterscheidet sich davon in der Hinsicht, dass die Kraft in einem anderen Winkel ansetzt und dir ROM kleiner ist. Da hierbei der Schwerpunkt auf das Rückführen der Arme gelegt wird bekommt auch auch mehr m. Trapezius mehr zu tun. Beim Rudern ist zudem mehr Körperspannung gefragt als beim Klimmzug. Klimmzüge (breit, Obergriff) lenken die Belastung etwas mehr von den Armbeugern weg und die ROM ist geringer als bei den anderen Klimmzügen.
__________________ Posts von MarmorStein werden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann für sie keine Gewähr gegeben werden. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich. Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt. Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth) |
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#4
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| geht das für nicht-physios auch noch mal in einer kurzen zusammenfassung? danke (ich selbst mache klimmzüge ausschl. in obergriff, ich denke hier ist die ähnlichkeit zum rudern auch noch größer, oder? daher meine frage)
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#5
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| Siehe MarmorStein, aber ich dachte mir nach abschicken schon das mein Post unnütz war.
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#6
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| unnütz nicht, nur teilweise schwer nachvollziehbar. vielleicht bedarf es auch noch mal einer anderen fragestellung: welche muskeln trainiere ich beim klimmzug, die ich beim rudern nicht in gleichem maße anspreche? wo liegen vorteile des klimmzugs (obergriff) in gegenüberstellung zum rudern? oder andersrum?
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#7
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| Zitat:
Zitat:
Rudern weist eine höhere Belastung auf den erector(Rückenstrecker), den oberen Trapezius und die Beine auf, jedoch ist schweres Lh-Rudern für die Wirbelsäule aufgrund von auftretenden Scherkräften wesentlich belastender als Klimms.
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#8
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| Zuerst einmal würde ich aus rein anatomischer Sicht sagen, dass Klimmzüge breit im Obergriff in Kombination mit Rudern am Sinnvollsten erscheinen, da man so mehr Bewegungsabläufe abdeckt. Der Unterschied für mich ist einfach, dass Klimmzüge oder Lat-Ziehen sich zum Latissimus-Training wesentlich besser eignen, da beim Rudern der Trapezius und die anderen ganzen Muskeln des oberen Rückens verhältnismäßig mehr beansprucht. Das soll nicht heißen, dass Klimmzüge weniger Muskeln beanspruchen oder weniger komplex sind, was natürlich allein schon wegen der koordinativen Belastung zumindest sehr fragwürdig erscheint, sondern eher, dass es doch eine deutlichere Hierarchie gibt. Dadurch, dass beim Rudern die Belastung in der Endphase der Bewegung, ungefähr wenn die Oberarme parallel zum Rumpf sind (je nach Ausführungsart), kommt der hintere Schultermuskel wesentlich mehr ins Spiel, und eben der mittlere Teil des Trapezius, da soweit ich aus alten Zeiten noch richtig informiert bin, der Lat stärker an der Senkung Schulterblatts (s. Klimmzüge) als an der Rückführung (s. Rudern) beteiligt ist. Bei den Klimmzüge liegt der schwerste Teil eher in einer mittleren Position, wo der Lat (der absolut gesehen sowieso dominant ist) verhältnismäßig einen sehr großen Anteil hat. Weiterhin würde ich noch betonen, dass die Brust bei den Klimmzügen wesentlich mehr arbeitet, denn generell ist sie zwar an der Retroversion (Rückführung, s. Rudern oder enge Klimmzüge) oder Adduktion (seitliche Annäherung, s. breite Klimmzüge) des Oberarms beteiligt, jedoch nur im Anfangsstadium der Bewegung, in der beim Rudern gar nicht gearbeitet wird. Das kann man schon daran erkennen, dass die Brust bei den Klimmis in der Ausgangsposition recht stark gedehnt ist. |
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#9
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| danke outlaw, das war sehr hilfreich!
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#10
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| Zitat:
Mit einer Senkung des Schulterblatts hat der Schultermuskel (m. Deltoideus) noch weniger zu tun, da er weder am Rumpf ansetzt noch entspringt. Die ps. spinalis m. deltoidei (der „hintere Schultermuskel“) ist generell bei der Extensionsbewegung im Schultergelenk (Rückführung des Armes) aktiv, also auch bei Klimmzügen. Zitat:
Zitat:
Generell würde ich den aber zustimmen, dass zum Lat-Training schwerpunktmäßig Klimmzüge/Latziehen geeignet sind ... dort zeigt sich ja auch die unterschiedliche Zielsetzung der Übungen (so wie ich sie bewerte), da beim Rudern m.E. der Schwerpunkt eher auf einem Zurückführen der Schulterblätter liegt (=> m. Trapezius, rhomboideen), beim Latzug/Klimmzügen eben die Extension im Schultergelenk (=> Latissimus) bzw. Adduktion des Armes (=> ebenfalls Latissimus, m. pectoralis major).
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#11
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| Wenn das Thema schon mal da ist: Wie sieht es mit Klimmzügen im Parallelgriff aus? Wie ändert sich die Belastung zu Klimmzügen im Unter-/Obergriff oder zum Rudern? Ich habe mit Klimmzügen im Parallelgriff eigentlich die besten Erfahrungen gemacht, also praktisch. |
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#12
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| ^^ Kommt auf die Griffweite drauf an. I.d.R. greift man ja dabei in etwa schulterbreit, so dass die Belastung insgesamt in etwa gleich mit der im Untergriff ist. Allerdings sind die Ausgangspositionen für den m. brachioradialis und den m. biceps brachii günstiger, so dass diese mehr Kraft aufbringen können.
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#13
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| Hatte immer das Gefühl, dass der obere Rücken dabei auch mehr zum Einsatz kommt. Aber das mit der besseren Kraftentfaltung der Arme ist mir auch aufgefallen. Danke schonmal ![]() |
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#14
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| Zitat:
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#15
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| @Marmorstein: Nee, ganz so meinte ich das nicht. Die Aussage bezüglich des hinteren Delta war auf die Retroversion bezogen, also dass er nur bei der Bewegung im Schultergelenk in der Endphase stärker arbeitet. Dass er nicht an der Schulterblattretraktion beteiligt ist, ist mir klar. Die andere Aussage kann ich aber nicht so ganz nachvollziehen, der Latissmius führt laut einigen Quellen (zB: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]) ebenfalls Bewegungen des Schulterblatts durch. Außerdem wenn du nur mal die Schulterblätter anhebst, spürt man doch eine starke Dehnung des Lats. Genauso führt der große Brustmuskel mMn auch eine Retroversion durch, denn wenn man enge Klimmzüge macht, sind wir uns doch wohl einig, dass wir eine Retroversion durchführen, nur in einem zumindest teilweise anderen Bereich der Bewegung, in dem auch eben der pectoralis mit ist, sodass er bei Klimmis durchaus dabei ist, beim Rudern natürlich nicht, habe ich aber auch gar nicht behauptet .Für mich liegt der Knackpunkt wie gesagt eher den Stellen der größten Belastung (Klimmis mit verkürtzter ROM im Bereich um zum Boden parallele Oberarme würden doch den Lat immer noch am meisten beanspruchen, oder siehst du das anders?), aber im Endeffekt wird beides wohl eine Rolle spielen. |
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| Stichworte |
| klimmzüge, muskelbelastung, muskeln, rudern, ruderübungen, seilzug |
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