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#1
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| Hallo, das Buch "Beyond Brawn" von Stuart McRobert, der sich ja wenig auf die Wissenschaft sondern mehr auf Erfahrung beruht (was vielleicht auch sinnvoll ist, da in der Medizin bezüglich Krafttraining noch nicht alles genau erklärt werden kann), hat mich noch etwas zum Nachdenken über Muskelhypertrophie und Kraftzuwachs und deren Zusammenhänge gebracht. Denn McRobert schreibt, dass Muskelversagen nicht immer notwendig ist, um positive Ergebnisse zu erzielen. Das bedeutet für mich dann, dass Hypertrophie (also Verletzungen des Muskels, Miktrotraumatisierung usw.) nicht der einzige Grund für Muskel- und Kraftzuwachs ist. Das erscheint mir ja soweit logisch. Nur ist meine Frage, wie ansonsten Ergebnisse verzeichnet werden (vor allem aus wissenschaftlicher Sicht). Sehe ich das richtig, dass positive Wirkungen des Trainings im Allgemeinen durch Adaption erreicht werden, also durch die Anpassung des Mechanismus an die Umgebung, d.h. die Muskeln geraten in eine Art "Notsituation", auf die sie dann mit Verbesserungen der Muskelkraft- und Größe antworten? So wäre es sinnvoll, nicht immer bis zum Muskelversagen zu trainieren, sondern durch zeitweise etwas leichteres Training die Regenerationszeit zu verkürzen und somit auch das Risiko von Übertraining zu verringern, wobeit trotzdem oder gerade dadurch das bewältigte Gewicht konsequent erhöht werden kann. Kann man das noch irgendwie "medizinisch genauer" erklären? Und wie sieht es aus mit der Relation von Muskelzuwachs und Kraftzuwachs? Hängt dann die Vergrößerung des Muskelquerschnitts nicht nur mit Anzahl der Wiederholungen und Genetik zusammen, sondern auch, ob man bis zum Muskelversagen (auch wenn nur positives) trainiert und Hypertrophie verursacht oder ob man lediglich eine Adaption ohne extremes Muskelversagen hervorruft, was dann eher der Kraft zuträglich ist? Nach McRobert ist für Muskelvergrößerung vor allem wichtig die Wiederholungen durchgängig durchzuführen und nicht nach jeder eine kurze Pause einzulegen und das etwas erhöhte Volumen. Wie lässt sich das aus medizinischer Sicht erklären? Ich weiß, das war jetzt sehr viel auf einmal aber vielleicht ist jemand so nett und hilft mir etwas Ordnung in meine Gedanken zu bekommen^^... Vielen Dank im voraus |
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#2
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| Grüß dich Braxel, Zitat:
Die Kraft wird zum einen über Muskelhypertrophie und zum anderen über die Steigerung der intramuskulären Koordination verbessert. Die intramuskuläre Koordination beschreibt die Fähigkeit des Muskels diffenziert eine maximale Anzahl an Muskelfasern gleichzeitig zur Kontraktion anzuregen. Im Normalfall sind 100% hier nicht möglich, je untrainierter jedoch ein Mensch, desto weniger Fasern kann er rekrutieren, diese Fähigkeit lässt sich durchs Training, besonders im "Kraftbereich" von 2-5 reps forcieren. Betreff Anpassung: nach einem sinnvollen Training sind Energiespeicher geleert und der Muskel verletzt (MT), in der Regenerationszeit werden die Speicher (Kh, Creatin) aufgefüllt und noch über ein kleines Maß hin im Vergleich zu vorher, erhöht. Dieser Zustand hält ein paar Tage an, folgen keine erneuten Reize = > Training, dann sinken sie aufs Ursprungslevel zurück. Zitat:
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![]() Ich denke das hier andere User noch ganz gut ergänzen können, aber für den Basic-Teil wars das von meiner Seite her.
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#3
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| Vielen Dank schon mal für die schnelle und hilfreiche Antwort, hab dazu aber noch ein paar Fragen: Zitat:
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#4
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__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#5
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Trotzdem kann es auch gegen Ende eines Zyklus sinnvoll sein, bis zum Muskelversagen zu trainieren und evtl intensitätstechniken dazuzunehmen, um die letzten gewichtssteigerungen für eine übung "herauszukitzeln" (vorausgesetzt man hat anschließend auch genug erholung(szeit)), und dann erst einen neuen zyklus zu beginnen. Der Sinn darin, nicht immer bis zum Mv zu trainiern, liegt an der dann (wahrscheinlich eher unnötigen) längeren Regenerationszeit, die benötigt wird. Du hast also auch soweit die gleichen Ansichten wie McRobert und hältst sie auch auf wissenschaftlicher Ebene haltbar oder? Zitat:
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| Weiterführende Informationen: |
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#6
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Ne im Ernst, im Bereich Krafttraining eben Hauptsächlich die Koordination, der Energiestoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem. Naja und neben HT gibts eben noch Hyperplasie, die Querschnittsvergrößerung durch Vermehrung der Zellen. Ist seltener und wird eher durch rein exzentrische Belastungen im Hardcore-Bereich ausgelöst.Mv. sollte man nicht völlig verbannen, es gibt genug Techniken und Trainingsarten in denen es Berechtigung findet, man denke an Blocktraining oder Mikrostoßzyklen, auch in Loads von DFT kann man sich etwas loaden und overloaden. Dauerhaft und übermäßiges Mv. aber kann zum Übertraining des ZNS führen. Zitat:
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#7
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| Ok, vielen Dank. Das hat mir sehr weitergeholfen. :-) |
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#8
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so long |
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#9
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| Mikrotraumata hängen nicht mit Muskelversagen zwangsläufig zusammen, weil es getrennte Prozesse sind. Muskelversagen ist verursacht durch eine lückenhafte Energieversorgung des Muskels. Ganz weg ist die Energie (=ATP) nicht, denn das würde zum rigor mortis führen. Muskelversagen erhöht sicherlich das Ausmaß der Mikrotraumatisierung, da in dieser Phase ebenfalls weniger Kraft aktiv von kontraktilen Elementen gegen einen Widerstand aufgebracht werden kann (siehe meine Erläuterungen in Artikelvorschläge--> Muskelkater und Hypertrophie...). Notwendig ist Muskelversagen sicherlich nicht um Hypertrophie herbeizuführen, das gilt insbesondere für Anfänger, bei denen die Koordination noch nicht so stark geschult ist, dass auftretende Kräfte optimal kompensiert werden können. Mikrotraumata an sich sind sicherlich von großer Bedeutung für die Hypertrophie. |
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#10
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| ja die Dissection ist ja auch da, gruuus ![]() meine Fragen waren nicht jedoch an dich gerichtet. aber: Zitat:
Zitat:
)so long |
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#11
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| redd, wenn du eine Begründung einforderst musst diese Forderung auch begründen. Das einzige (wissenschaftliche) Mittel dazu ist das zu Begründende zu problematisieren. Wenn du das tust, ist deine Frage berechtigt. Tust du das nicht, ist die betreffende Aussage nicht problematisch und damit nicht erklärungsbedürftig. ![]() |
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#12
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| aber nein. es wurden Behaubtungen aufgestellt, diese möchte ich einfach begründet haben, das ist alles. Dann ist ein Interesse an diesen Begründungen/Themen eine ausreichende Forderung, quasi ein Wissensdurst. Man will es einfach wissen. Also der Urgrund allen Wissens. Fragen sind nur dann unberechtigt, wenn deren Antworten sich schon aus der Behaubtung ergeben, bzw. in sich widersprüchlich sind. ![]() ![]() so long |
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#13
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| Zitat:
(1) Zu begründen sind diejenigen Behauptungen, die problematisch sind. Ansonsten gelten sie als Erklärung.[1] (2) Eine Behauptung zu problematisieren ist notwendige Bedingung für die Qualität "problematisch", also gilt bei fehlender Problematisierung die unter (1) postulierte Begründungsfreiheit. [2] (3) Problematisierung heißt aber, das selbstverständlich seinerseits begründet wird, weshalb diese Behauptung problematisch ist. Ansonsten wäre eben diese Qualitätsbehauptung durch eine unbegründete Frage zu bezweifeln, (4) der Prozess wäre selbstreferenziell und würde als Subsystem ausdifferenziert werden und das Muttersystem (hier das Ontopicthema) irritieren. [3] (4) ist selbstverständlich zu vermeiden im Rahmen einer sachbezogenen Diskussion, sonst wäre auch dei On- und Offtopicregelung hinfällig, denn sie rekuriert auf einem Spezialfall der Ausdifferenzierung (Wahrheitsgehalt einer Subjunktion). Entweder du problematisierst[4] oder lässt es sein. Zitat:
Zitat:
[1] Copi, Einführung in die Logik [2] Franck, Handbuch. Wissenschaftlichen Arbeitens [3] Luhmann, Einführung in die Systemtheorie [4] Wissensdurst macht Aussagen nicht problematisch, zumindest nicht wissenschaftlich, aber da du hier wissenschaftliche Begründungen suchst, musst du dich konsequenter Weise den wissenschaftlichen Regeln unterwerfen @Threadsteller: Wenn du dein Problem nicht ausreichend erörtert siehst, trenne ich diese Diskussion ab. Geändert von Wursti (01.02.2009 um 13:41 Uhr). |
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#14
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| @ wursti du machst viel Rauch um gar nichts. Du argumentiert wie Deutschlehrer, die sich mal naturwissenschaftlich betätigen wollen. Wenn du dir unter dem Wort Begründung nichts vorstellen kannst, denke dir einfach stattdessen, der Behaubter soll seine Behaubtung näher erläutern. Zitat:
Aber wenn du meinst, du kannst aus folg. Behaubtung Erklärungen ziehen, dann zeige mal was du kannst, und dann zeige doch auch, wozu du zu folg. Behaubtung von de-fortis einen deiner geforderten Bezüge siehst, so, dass man abhängig von diesem verschiedene Begründungen abgeben kann: "Nicht das Muskelversagen provoziert Muskelhypertrophie, sondern die Mikrotraumatisierung welche nicht vom Mv. abhängig ist." Aber offen gesagt, ich finde deine Gedanken weder sonderlich interessant noch beziehen sich meine Fragen zum Thema auf dich. Wenn DU aus dem Thema etwas anders machen willst (sonst will das niemand), dann eröffne einen seperaten threat. @ de-fortis. Ich will einfach nur eine nähere Erläuterung, evtl. eine Dis. zur obigen Behaubtung. Und zwar in dem sachlichen Stil, in den du schon oben geschrieben hat. so long |
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#15
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| Zitat:
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__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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| Stichworte |
| adaption, hypertrophie, kraft, muskelversagen, muskelwachstum |
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