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#1
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| Guten Morgen, wie der Titel schon verrät habe ich ein paar Fragen zum Masseaufbau. Ist eine positive Energiebilanz notwendig um aufzubauen oder reicht es ausreichend Eiweiß zuzuführen? Wie lange sollte eine Masse- Phase sein; mehr oder weniger als 4Monate bis man wieder anfängt zu "definieren"? Wie ist das mit dem Cardio und Hypertrophie? "Stehen die sich gegenseitig im Weg" ? Habt ihr Tipps, wie massiver Masseaufbau am schnelllsten möglich ist? Möglicherweise bestimmte Trainingsprinzipien, Shakes, Supps etc.... Gruß |
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#2
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| Bei einer positiven Energiebilanz nimmst du zu, allerdings an Fett, meines Wissens. Positive Stickstoffbilanz ist gefragt. 1,2-1,8 gr Eiweiß pro Kg Körpergewicht. Ich glaube, das kann man hier nachlesen: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] Langes, aerobes Ausdauertrainining soll kontraproduktiv sein (Marathonläufer als Extrembeispiel) Ich denke, bis 45min sollte da noch kein Problem sein? Masse und Defi Phasen sind... eher Mythos, meines Wissens. Wenn du auf die Ernährung achtest, kannst du auch gleichzeitig Fett abnehmen und Muskeln aufbauen (Leicht negative Energiebilanz, aber genug Eiweiß)
__________________ Be what you would seem to be, or if you'd like it put more simply: Never imagine yourself not to be otherwise than what it might appear to others that what you were or might have been was not otherwise than what you had been would have appeared to them to be otherwise. |
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#3
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| Der katabole Effekt von Cardio ist eine Frage der Adaption. Ein Körper, der lange Cardio-Sessions gewohnt ist, wird unwahrscheinlicher katabol reagieren als jemand, der das Laufpensum erst auf diesen Stand erhöht. Was den Massezuwachs angeht: Für ideal halte ich zyklische Ernährung. Unterkalorische Tage mit einem deutlich überkalorischen Refeed-Tag unterbrechen und so anabole Reize setzen. Die Stickstoffbilanz bleibt permanent positiv (1.2-1.8 Gramm, wie jinn schon sagte). Massephasen halte ich für überflüssig und kontraproduktiv. Dort nimmst du meist hauptsächlich Fett zu, was schrecklich aussieht.
__________________ SoulSpace - Platz für die Seele |
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#4
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| Zitat:
Das gestalltet sich dann wie? z.B alle 3 Tage einen Refeed? Wäre hier auch daran zu denken, das ganze auf die Trainingstage abzustimmen?
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#5
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| Ich habe es immer so gemacht, dass ich MO-SA Grundumsatz - 400 bis 500 kcal angesetzt habe. Dabei habe ich mich natürlich an die Eiweißvorgabe (ich hatte 1,6g pro kg Körpergewicht gewählt, denn auch Eiweiß hat Kalorien und wenn man sich schon mit einem Kcal-Defizit ernährt futtert man sonst igrendwann "nur noch Eiweiß"). Sonntags war dann Refeed. Da gabs dann Sushi-All-You-Can-Eat oder sonstwas. An dem Tag habe ich mich auch gesund ernährt (Refeed heißt nicht Sonntag alle Schokolade essen, die man die Woche über hat liegen lassen), aber eben mit einem Kalorienüberschuss. Beugt soweit ich weiß auch dem "Diät-Gewöhnungseffekt" vor. Ich denke im Amateursport und wenn du fleißig trainierst sollte es unnötig sein, das auf die Trainingszeiten abzustimmen. Das wichtigste ist erstmal, dass dein Körper die Nährstoffe bekommt, die er braucht, und das jeden Tag. |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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| @jinn: Dr. Hupe hat es fast schon systematisch aufgezeigt. Ich würde mir stets einen Refeed-Tag pro Woche nehmen und diesen gesund durchziehen. Hier darf man aber auch sündigen, kein wirkliches Problem. Trotzdem ist es besonders sinnvoll, auf diesen Tag Gesellschaftsaktivitäten (Grillabende, Geschäftsessen, etc) zu verlegen und sich keine großen Gedanken über die Ernährung machen zu müssen. Die restlichen Tage bleiben bei einem Kaloriendefizit von 300-500 kcal pro Tag. Das ist etwa die Schwelle, bis zu welcher der Körper den Metabolismus in Ruhe lässt (bzw. noch steigern kann). Die richtige Stoffwechselsteigerung erfolgt dann durch den Refeed-Tag. So weit ich weiß, kann man das auch trainieren und so zyklisch den Metabolismus in die Höhe pushen, indem die Refeeds immer umfangreicher ausfallen. So gibt es beispielsweise leichtgewichtige und sehr schlanke Athleten (weit sub 10% KFA), die Berge an Essen an solchen Tagen vernichten können. Der KFA geht danach ironischerweise teilweise noch weiter in den Keller.
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#7
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| Interessant. Danke euch beiden für die Erklärung. ![]()
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#8
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| Ich bin auf die Fragenkomponente, ob man es auf die Trainingstage abstimmen sollte, noch nicht eingegangen. Idealerweise sollte man. Das härteste Training der Woche ist die Komponente des Refeed-Tages, der ihn zu einem richtigen anabolen Turbo mutieren lässt. Hier bieten sich auch kohlenhydratintensive Refeeds an, da die Glykogenspeicher dann meist sehr leer sind und gefüllt werden wollen. Generell würde ich allerdings von kohlenhydratreichen Refeeds eher abraten. Einfacher ist es, Low-Carb zu refeeden. Fett hat eine hohe Nährstoffdichte, sodass du viele tausend Kalorien in Portionen konsumieren kannst, die sich essen lassen. Dieses Problem hat man mit Kohlenhydraten schnell. Probiere einmal 1000 Kalorien aus Nudeln zu essen. Guten Appetit. Außerdem wirkt das Fett längeranhaltend, während die Kohlenhydrate vergleichsweise schnell verbrannt sind. Viele dieser Gedanken habe ich mir aus den Peak-Büchern von Jürgen Reis gestohlen. Er geht dort noch detaillierter auf Ernährungszyklik ein.
__________________ SoulSpace - Platz für die Seele |
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#9
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| Hab ich mir dann gedacht. Danke nochmals! Allerdings wäre das nichts für mich. Auf die Ernährung zu achten ist mir ein Gräuel ![]()
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#10
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![]() *Patsch* Stimmt natürlich auch völlig... |
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#11
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![]() Zitat:
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Zu den Refeeds: Das sehe ich persönlich nicht zu eng. Ich habe es bisher immer so gehalten, dass ich an einem Tag in der Woche alles esse, worauf ich Lust habe. Egal ob Pizza, Eis oder Chips. Natürlich soll es nicht in einer Fressorgie enden aber solange man nicht zu viel ist, hat es keine Auswirkungen und der Körper merkt, dass er nicht in einer Notstandssituation ist und der Stoffwechsel bleibt in Form. Aber muss natürlich jeder für sich selbst sehen, was für einen persönlich am besten funktioniert.
__________________ "My goal when I come in everyday is to make sure if someone beats me, it's not because they outwork me" - Layne Norton |
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#12
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| Zitat:
Da Muskelsubstanz auch in Ruhe Energie verbraucht, sollte man den Körper durch eine unterschüssige Energiezufuhr nicht in einen Konflikt bringen. Soll heißen: Energiespeicher komplett auffüllen. Und genau das ist die Gratwanderung: Die Energiespeicher (KH) sollten/müssen voll sein, aber wenn wir zuviel Energie (KH) zuführen, werden die überschüssigen KH in Fett umgewandelt und eingelagert. Persönlich habe ich sehr gute Ergebnisse erzielt mit einer Art "zyklischen Ernährung" -- soll heißen: generell gesundes Essen nach Hungergefühl. Lediglich in den 2 Std. nach dem Training 2g KH + 0,5-1g Protein pro kg FFM. Und ca. 12-24 Std. nach dem Training nochmal rund 0,5g Protein pro kg FFM zusätzlich zum normalen Essen. Gute Ergebnisse heißt dabei ein Zuwachs von rund 350g (+/-30g) FFM pro Woche über insgesamt 2 Zyklen á 6 wochen und einen Zyklus á 5 Wochen. Zitat:
Ich hab selber die ersten 6 Jahre nur auf Masse trainiert und dabei 29kg zugenommen. Das war aber auch von hohen Schwankungen begleitet. Den einen Monat 4kg rauf, dann wieder 3kg runter. Dann mal 3 Monate in Folge mit je 1kg usw. BB ist ein langfristiger Sport -- rechne lieber in Jahren statt in Monaten ... Zitat:
Einzig Umfang und Intensität sollten im auge behalten werden. Aber solange es 2-3 Stunden pro woche nicht übersteigt und von der Intensität her im "Gesundheitsbereich" abläuft (also ca. 70% Hf_max), halte ich es für eher förderlich als "schädlich". Zitat:
Such dir ein Gewicht, mit dem Du SAUBER + KORREKT ca. 10-20 WH schaffst. Pro TE machst Du dann 20-30 WH, aufgeteilt in kleine Cluster á 3WH (oder auch nur 1WH, soll nur ein Beispiel sein) mit jeweils 10-30 sek. Pause dazwischen. Starte in der ersten TE mit 20WH pro Übung und steigere Dich pro TE um 1WH, bis du bei 30WH bist. Dann 1 woche Pause und mit dem Gewicht um 10% hoch und wieder bei 20WH anfangen. Nach ca. 6 Monaten die Gewichte neu austesten. Wichtig ist, daß Du den Zielmuskel spürst -- das ist häufig beim 15-20RM eher der Fall als beim 10RM. Supps brauchst Du kein einziges. Wenn Du Probleme hast, die o.g. Proteinmengen über die normale Nahrung zuzuführen, kann ein Proteinpulver hilfreich sein. Aber solange Du unter 100kg wiegst, geht das alles problemlos über die normale Nahrung. Sogar als Vegetarier. (Bin selber einer und wiege knapp 90kg. Magerquark machts möglich )Und probier mal die o.a. "zyklische" Ernährung aus. Wenn Dir das Training zu luschig vorkommt -- probier's trotzdem mal aus. Die meisten Leute machen zuviel statt zuwenig. Und wundern sich dann, wenn sie noch mehr machen, warum sie schwächer werden, sich erkälten und irgendwann im Übertraining sind ... Viele Grüße Doc |
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#13
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Wie viel Intensität man dem Körper zumutet hängt nicht zuletzt vom Funktionszustand ab, Anfänger wundern sich sicherlich warum "viel nicht viel bringt". Jemand der aber schon 10 Jahre trainiert, hat oft zu beissen noch das letzte aus sich und seinem Training rauszuholen. Allerdings ist die Variation des Trainings nahezu ebenso wichtig um Progression zu provozieren. Das ganze ist aber eine recht schwammige Diskussion, vor allem Aussagen wie "Die meisten Leute machen zuviel statt zuwenig", ist ja nicht falsch, aber das sind extreme Beispiele derer die einfach nur Schrott trainieren, die Leute die sich gut eingelesen haben werden i.d.R. mit nem GK oder 2er bei 2-3 Übungen/MG zu je 2-3 Sätzen GÜs + paar ISOs, 2-4x pro Woche ideal klarkommen. Die meisten Trainer in Studios haben entweder kein Plan und vermitteln extrem sinnlose TPs, oder neigen dazu alles zu komplifizieren, obwohl Trainingsneulinge schon aufbauen wenn sie die Langhantel nur ansehen... Könnte man jetzt auch noch ewig über die Mv/Non-Mv Diskussion weiterführen...
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#14
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Ich hab ja auch geschrieben, daß es meine Meinung ist und nicht, daß es allgemeingültig wäre. Zitat:
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Grüße Doc |
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#15
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min: 4 Sätze / MG max: 9 Sätze / MG 'Min' würde ich für kleine MGs nehmen und einen Mittelwert für große MGs, wobei das jetzt auch scheisse pauschal ist Btw: extrem unterschiedlicher Meinung sind wir eh nicht, wir haben nur eine differente Art auszudrücken was wir vertreten. Zitat:
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