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Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

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  #1  
Alt 02.09.2009, 14:14
MC-User
 
Registriert seit: 25.08.2006
Beiträge: 813
Standard Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Hallo Leute,

ich habe mittlerweile von einigen aus anderen Foren die Meinung gehört, dass Kniebeuge und Kreuzheben in einer Trainingseinheit ein Unding wären. Ich kann diese Ansicht irgendwie nicht teilen. Zum einen ist dies für mich eine 0815-Aussage und zum anderen sind die beteiligten Muskeln (Glutaeus Maximus, Quadrizeps, Erector Spinae, ...) prädestiniert für hohe Ausdauer- und Kraftleistungen. In meinen Augen ist es beispielsweise viel sinnloser in einer Trainingseinheit drei oder mehr Übungen für einen Muskel wie die Brust durchzuführen.

Ich gehe dabei von einem nicht-professionellem Training aus, weil sich 95% aller Fragen um den Hobby-/Freizeitsport drehen sollten.

Ein Ganzkörperplan könnte meines Erachtens gut folgendermaßen aussehen:
- Kniebeuge
- Kreuzheben
- Bankdrücken
- Rudern (T-Bar)
- Frontdrücken/Dips
- Klimmzüge
- Crunches

Mich würde dazu eure Meinung interessieren.
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  #2  
Alt 02.09.2009, 14:34
Benutzerbild von Solos
Moderator
 
Registriert seit: 29.01.2009
Beiträge: 3.029
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Als "Unding" würde ich diese Kombination nicht bezeichnen und Sie ist auch durchaus üblich im Training vieler Kraftsportler.

Für mich selber und bei vielen anderen Athleten habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass diese Kombination es sehr erschwert in beiden Übungen hochintensiv zu arbeiten. D.h. KB schwer und KH mittel/leicht (oder umgekehrt) ist absolut kein Ding, beides richtig schwer auszuführen wird zumindest problematischer. Durch die hohe Vorbelastung bei schweren KBs ist man in der Regel nicht mehr dazu in der Lage beim KH ebenfalls richtig hohe Intensitäten zu gehen. Das kann auch so weit gehen das die Bewegungsausführung durch die Vorermüdung schlechter wird und somit die Verletzungsgefahr steigt. Deshalb lege ich diese Übungen bei geplanter schwerer Ausführung gerne auseinander. Auf der anderen Seite wird ein KDKler sicher nicht drumherum kommen die Übungen ab und an, spätestens in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung, im Training zusammen zu legen. Schließlich wird diese Kombination innerhalb eines KDKs innerhalb weniger Stunden abverlangt, und zwar mit maximalen Intensitäten.

Gruß

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__________________
"Train as heavy as possible, as often as possible, while staying as fresh as possible.“
V.M. Zatsiorsky

"Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen."
Hermann Hesse

Solos = Aus Kupfer bestehendes Wurfgerät des antiken Fünfkampfes. Gilt als Ursprungsform des Diskos, dem Vorläufer des heutigen Diskus.
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  #3  
Alt 02.09.2009, 16:48
Benutzerbild von fabian_91
MC-User
 
Registriert seit: 09.05.2009
Ort: Mannem
Beiträge: 326
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

wieso sollte das ein unding sein.
klar ist es häufiger, dass es an einem rückentag gemacht wird, aber wenn am beintag dann auf jeden fall NACH den Kniebeugen, weil wenn der rückenstecker schon vorermüdet ist, könnte das beim kniebeugen probleme machen.
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  #4  
Alt 02.09.2009, 17:12
MC-User
 
Registriert seit: 25.08.2006
Beiträge: 813
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Zitat:
Zitat von fabian_91 Beitrag anzeigen
klar ist es häufiger, dass es an einem rückentag gemacht wird, aber wenn am beintag dann auf jeden fall NACH den Kniebeugen
Sowohl beim Ganzkörperplan oder beim Unter-/Oberkörpersplit bleibt nur die Möglichkeit Kniebeuge und Kreuzheben in einer Trainingseinheit zu machen oder sie zu alternieren. Ich persönlich war nur verwundert, warum viele es als so schlimm betiteln beides in einer Trainingseinheit zu machen.

Ich finde Ganzkörperpläne - wie man sie alzu oft findet - mit einer Übung für den Unterkörper und fünf Übungen aufwärts für den Oberkörper einfach unausgeglichen. Wenn man dafür beispielsweise beim Kreuzheben das Gewicht um 5 bis 10 Prozent senken muss, sehe ich im Normalensport überhaupt kein Problem.
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  #5  
Alt 02.09.2009, 17:51
Benutzerbild von STCH
MC-User
 
Registriert seit: 29.07.2007
Ort: Im Norden
Beiträge: 410
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Zitat:
Zitat von Solos Beitrag anzeigen
Als "Unding" würde ich diese Kombination nicht bezeichnen und Sie ist auch durchaus üblich im Training vieler Kraftsportler.

Für mich selber und bei vielen anderen Athleten habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass diese Kombination es sehr erschwert in beiden Übungen hochintensiv zu arbeiten. D.h. KB schwer und KH mittel/leicht (oder umgekehrt) ist absolut kein Ding, beides richtig schwer auszuführen wird zumindest problematischer. Durch die hohe Vorbelastung bei schweren KBs ist man in der Regel nicht mehr dazu in der Lage beim KH ebenfalls richtig hohe Intensitäten zu gehen. Das kann auch so weit gehen das die Bewegungsausführung durch die Vorermüdung schlechter wird und somit die Verletzungsgefahr steigt. Deshalb lege ich diese Übungen bei geplanter schwerer Ausführung gerne auseinander. Auf der anderen Seite wird ein KDKler sicher nicht drumherum kommen die Übungen ab und an, spätestens in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung, im Training zusammen zu legen. Schließlich wird diese Kombination innerhalb eines KDKs innerhalb weniger Stunden abverlangt, und zwar mit maximalen Intensitäten.

Gruß

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Ich habe außerdem recht gute Erfahrungen damit gemacht, am Tag des Deadlift-Trainings Frontkniebeugen auszuführen, da der Rückenstrecker hier weniger als bei konventionellen Kniebeugen belastet wird.
__________________
Wer viel weiß, weiß weniger nicht.
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Weiterführende Informationen:
  #6  
Alt 03.09.2009, 12:55
Benutzerbild von Lottokönig
MC-User
 
Registriert seit: 05.06.2009
Ort: Ruhrpott
Beiträge: 52
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Ich persönlich mache kein KH (aber das ist eine andere Geschichte). Allerdings kenne ich es aus "meinem" Studio auch so, daß KB und KH in in einem GK-Plan alternierend gemacht werden. Hintergrund ist hierbei, daß man bspw. nach schwerem KH nicht mehr die gleiche Last bei Kb bewältigen kann, als wenn man KH wegläßt...

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Ist das gerade im Hobby-/Freizeitsport überhaupt so wichtig? Kann ich mit der "Vorermüdung" trotz weniger zu bewältigendem Gewicht nicht trotzdem prima aufbauen? Wenn ich Klimmies mache, kann ich danach doch auch nicht mehr so schwere Curls machen, aber das tut ja der Sache keinen Abbruch...

Na super ... statt ´ner Antwort gibt´s ´ne neue Frage...

Ich hoffe mal, ich habe mich damit nur selbst verwirrt...
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  #7  
Alt 03.09.2009, 17:09
Benutzerbild von MarmorStein
MC-User
 
Registriert seit: 05.09.2007
Beiträge: 1.438
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Zitat:
Zitat von Lottokönig
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Ist das gerade im Hobby-/Freizeitsport überhaupt so wichtig? Kann ich mit der "Vorermüdung" trotz weniger zu bewältigendem Gewicht nicht trotzdem prima aufbauen?
Wer kann, der kann. Wer nicht kann, der kann nicht. Und wer meint der kann, und kanns dann doch nicht ... tja, was ist mit dem?

Daher Gegenfrage: Mit welchem Ziel werden im Freizeit-/Breitensport KB und KH gemacht, und macht es im Freizeit-/Breitensport Sinn, ein erhöhtes Verletzungsrisiko einzugehen, wenn man auf ungefährlichere Art und Weise ebenfalls "prima aufbauen" kann?
__________________
Posts von MarmorStein werden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann für sie keine Gewähr gegeben werden. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich.

Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt.
Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth)
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  #8  
Alt 03.09.2009, 19:28
Benutzerbild von JFH
JFH JFH ist offline
MC-User
 
Registriert seit: 01.02.2009
Beiträge: 169
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Da ich öfters mit Programmen mit dem Schema Beuge - Drückbewegung - Zug vom Boden gearbeitet habe, musste ich auch dementsprechend oft Beugen und Heben am gleichen Tag, wobei beim Heben immer nur ein 5er Satz gemacht wurde. Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass das eigentlich immer gut geklappt hat.
Also Unding? Nein. Unbedingt nötig? Auch nicht. Eine gute Variante im GK wäre z.B. leichte Beugen oder Frontbeugen und dazu eben schweres Kreuzheben, wie eh schon vorgeschlagen wurde.
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  #9  
Alt 04.09.2009, 12:11
MC-Neuling
 
Registriert seit: 15.05.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 20
Standard AW: Kniebeuge + Kreuzheben = Unding?

Zitat:
Zitat von Bodycounter Beitrag anzeigen
<schnipp>
Ein Ganzkörperplan könnte meines Erachtens gut folgendermaßen aussehen:
- Kniebeuge
- Kreuzheben
- Bankdrücken
- Rudern (T-Bar)
- Frontdrücken/Dips
- Klimmzüge
- Crunches
Das alles erscheint mir doch zu viel zu sein für einen Tag. Vor allem wenn nahe an der Maximalkraft trainiert werden soll, braucht man dafür mit Aufwärmsätzen sicher 3 Stunden. Als Freizeitsportler würde ich da auch noch eine Übung wie Power Cleans rein packen (Umsetzen?).

Kniebeugen und Kreuzheben kommen auch bei Rippetoe und anderen bekanntet Trainern am gleichen Tag dran und das nicht nur in den Anfängerprogrammen. Wenn man eine viertel Stunde Pause zwischen Kniebeugen und Kreuzheben lässt und die für eine Oberkörperübung wie Bankdrücken nutzt, konnte ich da bisher keine Probleme feststellen. Über mangelnde Intensität kann ich zumindest nicht klagen.
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