Muscle-Corps.de Muscle-Corps Fan werden!

Pics der Pros

Athletengalerie: Meisterschaften, Wettkämpfe und Bilder von Usern sowie anderen Bodybuildern und Kraftsportlern werden hier ausgestellt.



Zurück   Muscle-Corps.de > Sonstiges > Athletengalerie

Kostenlose und kompetente Beratung sowie Austausch mit Gleichgesinnten! Jetzt Mitglied werden und Vorteile genießen:

Wir heißen Dich recht herzlich Willkommen in unserem Bodybuilding- und Fitness-Forum!

Du bist hier noch nicht angemeldet, dies kannst Du sehr schnell, kostenlos und unverbindlich, durch eine Registrierung ändern.

Tipps zur sportlichen Ernährung, dem Bodybuilding Training & erfolgreichem Muskelaufbau werden von kompetenten Moderatoren und Mitgliedern gern weitergegegeben.

Wir freuen uns bereits auf Deine Mitgliedschaft auf Muscle-Corps.de

kostenlos registrieren


Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen
  #1501  
Alt 17.06.2010, 10:03
Benutzerbild von ishina
MC-Veteran
 
Registriert seit: 23.09.2007
Ort: Freistadt/OÖ/AUT
Beiträge: 5.024
ishina eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Interessant: Auf dem Bild erscheint Jay für mich keinen Deut breiter als Schlierkamp. Liegt aber sicher daran, dass der Günther deutlich größer als Jay ist.
Mit Zitat antworten
  #1502  
Alt 17.06.2010, 20:00
Benutzerbild von Eisenfresser
Moderator
 
Registriert seit: 29.01.2009
Ort: Land Brandenburg/ bei Berlin
Beiträge: 22.767
Eisenfresser eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

......
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Armin2.jpg (93,3 KB, 22x aufgerufen)
__________________
"Nichts ist so wichtig, dass sich dafür eine Beeinträchtigung meines Wohlbefindens lohnen würde."
Mit Zitat antworten
  #1503  
Alt 17.06.2010, 20:19
Benutzerbild von Eisenfresser
Moderator
 
Registriert seit: 29.01.2009
Ort: Land Brandenburg/ bei Berlin
Beiträge: 22.767
Eisenfresser eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von ishina Beitrag anzeigen
@Eisi: Bitte wieder mehr Oldschool-Material
O.K. Dein Wunsch ist mir Befehl...


Beginnen möchte ich mit einem Artikel, den ich fast täglich lesen könnte, motivierend und inspirierend...

Quelle: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]


Drapers Dungeon


Datum der ersten Veröffentlichung: 1988

Der Dungeon (was auf Deutsch so viel wie Verlies oder Kerker heißt) am Muscle Beach war klein. So klein, dass kaum genug Platz zum Bewegen vorhanden war. Angesiedelt an der Ecke der Vierten Straße und des Broadways in Santa Monica, Kalifornien, war der Dungeon ein berühmter Zufluchtsort für einige der stärksten Männer des Bodybuildings. Der Dungeon war dunkel, dreckig und muffig, da es sich im Keller eines alten Hotels mit einem Schankraum befand.

Die kalifornischen Sommer

Während der heißen kalifornischen Sommer leckten die alten Zapfhähne und das Bier gelangte durch Risse im Boden schließlich bis in den Dungeon. Im Winter, wenn es regnete, wurden die Wände und der Boden recht schnell undicht. Mit dem Geruch von altem Bier und Schimmel, der sich mit den Gerüchen von altem und frischem Schweiß mischte, hatte der Dungeon einen äußerst ungewöhnlichen Duft. Dies alles schien jedoch niemanden, der hier trainierte, zu stören.

Im Dungeon gab es keine ausgefallenen oder modernen Trainingsgeräte. Keine Universal oder Paramount Maschinen und natürlich war Nautilus zu dieser Zeit nichts als eine Meeresschnecke (genauer gesagt die Nautilusschnecke), da wir hier über die Sechziger sprechen. Auch Tageslicht gab es im Dungeon nicht. Die Beleuchtung bestand aus vier Reihen von Glühbirnen, die von der Decke hingen. Die Bänke waren nicht gepolstert, die Splitter zog man sich später unter der Dusche aus der Haut. Wäscheleinen dienten als Kabel, es gab nicht mal eine Maschine für Hackenschmidtkniebeugen oder eine Beinpresse und die meiste Einrichtung wippte auf rostigen Nägeln und Bolzen. Doch all die Größen kamen aus dem Dungeon!

George Eiferman brachte 1962 Dave Draper zum ersten mal mit in den Dungeon. Als Neuling war Dave damals zuerst etwas eingeschüchtert. Steve Reeves trainierte hier, wenn er in der Stadt war. Dasselbe galt für Eiferman selbst und Zabo und Hugo Labra, Bill McCardle, Gene Shuey und die Monster Steve Marjanian und Chuck Ahrens. Später, als Dave mit Joe Weider von New Jersey nach Kalifornien kam, wurde er Mitglied im Dungeon – für 48 Dollar im Jahr – um mit den alten Hanteln trainieren zu können, die so viele Champions hervorgebracht hatten.

Es wird gesagt, dass jede Generation wehmütig auf die guten alten Tage zurück blickt. Dasselbe gilt auch für unseren Sport. Dave Draper verkörpert die goldene Ära des Bodybuildings der Sechziger, die romantische Zeit des Eisens, zu der Kameradschaft und Einfachheit des Bodybuildings an ihrem Zenith standen. Es war die Zeit, zu der Joe Weider, der Trainer der Champions, Dave Draper als Blonden Bomber titulierte.

Die Sechziger

Ja, die Sechziger, als Colbert, Ross, Grimek, Reeves, Eiferman und Tanny den Weg für Pearl, Park, Scott, Wayne, Oliva, Draper und Schwarzenegger frei machten. Aus der Sicht von Draper begann die goldene Ära des Bodybuildings zu Ende zu gehen, als Oliva und Schwarzenegger aufhörten gegeneinander anzutreten und endete komplett, als sich Arnold von den Wettkämpfen zurückzog, nachdem er den Mr. Olympia sechsmal in Folge gewonnen hatte.

Die Siebziger

In der Mitte der Siebziger wich die Bodybuildingillusion der Bodybuildingrealität. Bis zu diesem Zeitpunkt waren anabole Hormone nur ein Insidertipp und wurden auch nur von einer elitären Clique in moderater Dosierung eingesetzt. Die Anabolikawelle der Siebziger veränderte das Gesicht (und die Leber) des Bodybuildings für immer. Steroide gaben den nur mittelmäßig begabten und veranlagten die Chance auf vergänglichen Ruhm.

Dave Draper vermisst die alten Tage, den süßen Sirenenruf der Sechziger. In den Tagen als Joe Weiders Magazin Muscle Builder den Blonden Bomber als all das, was ein junger Bodybuilder sein konnte, zu Schau stellte, war der Sport in der Tat freundlicher, einfacher und romantischer bezüglich Lebensstil, Ernährung und Training. Könnte der Dungeon heute im Zeitalter von Cybex und Myotech überleben?

In den Sechzigern, bevor die Gewichtung darauf lag bis auf de Knochen definiert zu sein, machte Bodybuilding noch Spaß. Es gab nur wenig Mühsal, Drogen waren etwas, über das Timothy Leary sprach und Wachstumshormone wurden noch mit den Toten beerdigt. In den Sechzigern hoben Bodybuilder schwere Gewichte, doch sie hoben auch schwere tropfende T-Bone Steaks. Sie maßen ihr Proteinpulver nicht ab, sondern schaufelten das Protein einfach in sich rein.

Die Grundlagen

Die Grundlegen der Ernährung konnte man mit 3 Worten beschreiben iss viel Protein. Draper brachte es auf 400 bis 500 Gramm pro Tag. Das bedeutete natürlich auch eine Menge Kalorien. Aus diesem Grund waren die Bodybuilder der Sechziger breit und stark. Oliva, Schwarzenegger, Ferrigno, Katz und Draper waren die größten Bodybuilder aller Zeiten.

Die Sechziger sind ein Dokument der Einfachheit. Zum Teufel, damals gab es nicht mal ein Gerichtsverfahren wegen Weight Gain Pulvern! Heutzutage besuchen Bodybuilder Seminare und hören von freien Aminosäuren, verzweigtkettigen Aminosäuren, Succinaten, mittelkettigen Triglyzeriden, verzweigtkettigen Glukosepolymeren und Natriumladen. Man hört von solche esotherischen Supplements wie Yohimbe Rinde. Die Bodybuilder von damals wussten, dass man all dieses Zeug durch Steaks, Eier und Milch bekommt.

Damals wurde die Wissenschaft anaboler Steroide noch Dianabol buchstabiert. Heute haben wir Designersteroide – Steroide, welche die Muskeldichte verbessern, andere, die Masse aufbauen und wieder andere, welche die Kraft steigern. Damals sprachen die Bodybuilder über Crash Weight Gain #7 und Weiders Super Pro 101. Heute gibt es ein italienisches Pulver, das Muskeln individuell aufbauen soll und irgend so ein Typ in Europa behauptet sogar, dass er Muskelfasern mit Hilfe von Sonden teilen kann. Ist es da ein Wunder, dass sich Dave Draper nach den Sechzigern sehnt?

Im Dungeon, vergraben unter dem alten Santa Monica Hotel, baute Dave Draper von 1963 -67 einen der besten Körper aller Zeiten auf. Er trainierte mit einem enormen Energieverbrauch, welcher durch tausende von Kalorien gedeckt wurde. Er trainierte sechs Tage Pro Woche von 6 – 9 Uhr morgens. Der Dungeon, welcher die rostigen Spuren der alten Muscle Beach Gerätschaften besaß, war alles, was ein Mann von einem Studio erwartete.

Während der Jahre von 63 – 67 verwandelte sich Draper von einem 260 Pfund schweren Strandball in einen 230 Pfund schweren Bullen. Beim zweiten Wettkampf seines Lebens, dem 1965 IFBB Mr. America, belegte er den ersten Platz. Das alleine katapultierte ihn in Weiders Ruhmeshalle. Im Jahr 1966 nahm er am IFBB Mr. Universe, seinem dritten Wettkampf, teil und gewann auch diesen. Er war Favorit für den Mr. Olympia Titel 1967, doch diesen gewann Sergio Oliva. Es gab keinen Zweifel dran, dass das Training, das Draper durchführte, ungewöhnlich sein musste. Er baute schnell und effizient mit so ziemlich den schäbigsten Gerätschaften, die das Gesetzt erlaubte, auf.

Das Training

Sein Dungeon Training war schnell, hart und schwer. Nahezu jeder einzelne Satz war der Versuch für einen neuen Kraft- oder Ausdauerrekord. Er und sein Trainingspartner Dick Sweet forderten sich ständig gegenseitig heraus – während der gesamten dreistündigen Trainingseinheit. Trotz der Fülle an leistungs- und energiesteigernden Supplements und Medikamenten, die heutzutage verfügbar sind, wage ich zu behaupten, dass die meisten modernen Bodybuilder mit Drapers Plan schnell ins Übertraining gelangen würden. Die Bodybuilder von heute essen zu wenig Fett, um Langzeitenergie zu besitzen, ihre Kalorienzufuhr ist zu niedrig und sie bekommen zu wenig Ruhe und Entspannung. Im Großen und Ganzen fehlt ihnen auch die Geduld. Abgesehen davon mussten die Jungs im Dungeon auch niemanden ertragen, der behauptete übertrainiert zu sein. So etwas gab es damals nicht.

Draper wechselte das Training für die einzelnen Körperteile so ab, dass er jeden Muskel dreimal pro Woche trainierte. An einem Tag trainierte er Brust, Rücken und Schultern. Am nächsten Tag kamen Bauchmuskeln, Bizeps, Trizeps und Beine an die Reihe. Er führte eine enorme Menge an Sätzen durch – 20 bis 30 Sätze pro Muskelgruppe. Dies bedeutete über 80 Sätze pro Trainingseinheit! Draper teste eine Menge der Ideen von Joe Weider, bevor diese zu Weider Trainingsprinzipien wurden – Prinzipien wie Supersätze und Abfälschen. Drapers Programm bestand fast vollständig aus Supersätzen und er wurde hierdurch sehr massiv (es ist interessant, dass Sergio Oliva dasselbe tat und bis heute noch tut).

Seine 54 Zoll Brust (im Film Don’t Make Waves aus dem Jahre 1966 fiel Sharon Tate, welche später von der Manson Familie ermordet wurde, deshalb in Ohnmacht) trainierte Draper mit 5 Supersätzen bestehend aus Bankdrücken zum Hals und engem Bankdrücken. Er verwendete auch das Weider Pyramidenprinzip, wobei seine Wiederholungszahlen im Bereich von 6 bis 8 lagen. An diesem Punkt seiner Karriere konnte er über 450 Pfund auf der Bank drücken und mit 300 Pfund Schulterdrücken durchführen. Draper war ein starker Typ. Das musste er auch sein, bei solcher Konkurrenz wie Ahrens, Casey und Marjania, die im Dungeon in Lauerstellung lagen.

Die fünf Supersätze

Nach fünf schweren Supersätzen folgten bei Draper fünf weitere, die aus schwerem Kurzhantel Schrägbankdrücken und Fliegenden Bewegungen auf der Flachbank bestanden. Beim Kurzhantel Schrägbankdrücken ging er hoch bis auf 150 Pfund. Man könnte jetzt denken, dass das viel ist (und das ist es mit Sicherheit!), doch Dave erinnert sich liebevoll daran, dass er gesehen hat, wie Pat Casey dieselbe Übung mit zwei 220 Pfund Kurzhanteln ausgeführt hat. Casey war allerdings auch der erste Mensch, der offiziell 600 Pfund auf der Bank gedrückt hat. Draper erinnert sich auch daran, Chuck Ahrens beim Kurzhantel Schulterdrücken mit 160 Pfund Kurzhanteln beobachtet zu haben.

Mit solch einer Inspiration ging Draper direkt nach dem Brusttraining dazu über, seinen phänomenalen Rücken zu attackieren, welchen Arnold einmal als den besten in diesem Geschäft bezeichnet hat. Dave begann mit fünf Supersätzen, die aus Rudern vorgebeugt mit einer Langhantel im weiten Griff und Pullovers mit gestreckten Armen und 6-8 Wiederholungen bestanden. Hierauf folgte etwas, was einige Menschen als recht ungewöhnliche Supersätze bezeichnen würden: fünf Sätze Nackendrücken in Verbindung mit 5 Sätzen Klimmzügen mit weitem Griff.

Hierbei lag seine Wiederholungszahl bei etwa 12 Wiederholungen. Doch trotz einer Welle von Blut, die der Auflösung von Sam Peckinpahs The Wild Bunch entsprach, war Draper noch nicht am Ende, sondern hatte noch einige Supersätze vor sich. An dieser Stelle folgten 5 Sätze Rudern sitzend am Kabel mit 12-15 Wiederholungen in Kombination mit Latziehen. Bei beiden Übungen dachte sich der Blonde Bomber nichts dabei, wenn er seine Wiederholungen mit über 300 Pfund durchführte!

Nachdem er seine hinteren Schultermuskeln bereits mit Rudern und Nackendrücken vorermüdet hatte, begann Draper sein Schultertraining mit 90 Grad Kurzhanteldrücken ohne Supersätze. Er arbeitete sich hierbei hoch bis auf 6-8 absolut korrekt ausgeführte Wiederholungen mit mindestens 105 Pfund schweren Kurzhanteln. Als nächstes folgte eine konventioneller Draperismus – ein Supersatz, der eigentlich ein Verbundsatz war (ein Supersatz für denselben Körperteil). Er führte 5 schwere abgefälschte Sätze Seitheben im Supersatz mit 5 Sätzen Seitheben, die absolut sauber mit dem Rücken an einer Wand ausgeführt wurden, durch. Bei den abgefälschten Sätzen verwendete er sechziger Kurzhanteln und für die sauber ausgeführten Sätze waren dreißiger Kurzhanteln angesagt.

Draper war bekannt dafür, dass er ein paar der größten Schultermuskeln im Bodybuilding besaß. Kein Wunder. Draper und Sweet fegten durch ihr Training wie ein Wirbelsturm in Kansas durch einen Wohnmobilpark. Sie trieben ihre Körper in die Verwüstung, doch dies zahlte sich beim Training aus.

Während seines Trainings dachte Draper niemals an Dinge, die nichts mit dem Training zu tun hatten. In seiner Vorstellung sah er sich selbst als ein Stück Blei – dick und dicht. Ruhe? Draper und Sweet pausierten nur so lange, wie es dauerte zwischen den Sätzen wieder zu Atem zu kommen. Hierdurch hatten sie gar nicht die Zeit, um an etwas anderes zu denken.

Tag zwei begann mit den Bauchmuskeln. Draper wärmte sich an diesem Tag immer mit einer Reihe von Supersätzen aus Situps auf der Schrägbank und Beinheben auf. Hierdurch hielt er nicht nur seine Taille schmal (während der Sechziger waren Bauchmuskeln und Beine weniger wichtig als Arme, Brust und Schultern), sondern befreite sich während dieser Zeit auch von Gedanken, die nichts mit dem Training zu tun hatten.

Draper begann sein Bizepstraining mit 15 Sätzen, die aus je fünf Sätzen Langhantelcurls (6 – 8 Wiederholungen), alternierenden Schrägbankcurls (6 – 8 Wiederholungen) und Scottcurls (8 – 10 Wiederholungen) bestanden. Hierauf folgten fünf Sätze Handgelenkcurls mit hoher Wiederholungszahl. Während seiner besten Zeit maßen seine Arme 21 Zoll (etwa 53,5 Zentimeter) an Umfang und seine Bizeps hatten eine fantastische Spitze. Doch eigentlich waren die Trizeps seine Babys.

Draper führte fast immer 25 Sätze für diese Muskeln aus. Er begann mit fünf Supersätzen bestehend aus Trizepsdrücken über Kopf stehend am Kabelzug mit angelehntem Rücken und konventionellem Trizepsdrücken am Kabelzug. Er bevorzugte hierbei Wiederholungszahlen im Bereich von 10 – 15 Wiederholungen. Sein nächster Supersatz bestand aus Trizepsdrücken liegend mit einer SZ Stange in Verbindung mit Trizepsdrücken am Kabelzug hinter dem Kopf mit jeweils 10 bis 15 Wiederholungen.

Draper beendete sein Trizepstraining mit Dips. Auch wenn er Pat Casey bei dieser Übung mit einem Körpergewicht von 320 Pfund 10 Wiederholungen mit 300 Pfund Zusatzgewicht am Gürtel ausführen sah, war dies nichts für ihn. Er führte 5 Sätze mit so vielen Wiederholungen durch, wie er nur mit seinem Körpergewicht ausführen konnte. Dies funktionierte gut genug.

Das Beintraining

Als nächstes waren die Beine an der Reihe. Draper verwendete hierbei das Wieder Pyramidenprinzip für Kniebeugen um zusätzliche Masse aufzubauen. Normalerweise führte er sieben oder acht Sätze (die Aufwärmsätze nicht mit gezählt) wie folgt aus:
  • 350 Pfund x 10 Wiederholungen
  • 375 Pfund x 8 Wiederholungen
  • 400 Pfund x 6 Wiederholungen
  • 425 Pfund x 4 Wiederholungen
  • 450 Pfund x 2 Wiederholungen
  • 350 Pfund x 10 Wiederholungen
  • 350 Pfund x 10 Wiederholungen
Auf die Kniebeugen folgten 5 – 6 Sätze Beinstrecken und Beincurls mit so viel Gewicht wie möglich und einem Wiederholungsbereich von 10 bis 15 Wiederholungen. Er beendete sein Beintraining mit 10 Sätze zu 12 – 15 Wiederholungen Wadenheben (Donkey Calf Raises) an der Maschine.

Mit seiner intensiven Einstellung und seinem schwerem Training im Dungeon modellierte Dave innerhalb von kurzer Zeit einen Weltklassekörper. Auch wenn er sowohl den Mr. America und den Mr. Universe bei seinem kometenhaften Aufstieg kurz hintereinander gewann, erfolgte sein Abstieg genauso schnell – doch dies war seine eigene Wahl.

Der Kick

Für Dave Draper gab es im Bodybuilding in den späten Sechzigern und den frühen Siebzigern eine Veränderung. Der Kick nahm immer mehr ab. Um das Jahr 1968 wurde ich langsam desillusioniert. Ich wuchs während der romantischen Ära des Bodybuildings mit Leuten, die im Dungeon trainierten, auf. Für uns waren die wichtigsten Dinge im Leben schweres Training, gutes Essen und in der Sonne braten. In diesen Tagen fuhren Bodybuilder tagelang per Anhalter die Küste entlang nur um sich einen Wettkampf anzusehen, erzählte Dave.

Draper fuhr fort: Einstellungen bedeuten mir viel und diese veränderten sich drastisch. Das Wettkampfbodybuilding wurde kompliziert. Es gab zu viel Voreingenommenheit von großen Muskeln und viel weniger Kameradschaft als zuvor. Die Dinge waren nicht mehr so einfach. Früher führte man sein Posing zu einer vom Veranstalter ausgewählten Musik durch, doch dann musste man plötzlich seine eigene Musik und eine Choreographie vorbereiten. Ich mochte es lieber wie es früher war, auch wenn ich trotzdem weiter trainierte. Doch mein Geist beschäftigte sich mit anderen Dingen als dem Bodybuilding.

Draper machte weiter und gewann den Mr. Universe Titel im Jahr 1970 (nach nur acht Wochen Training), doch es war für ihn nie wieder dasselbe wie früher. Dave zog sich 1970 offiziell vom aktiven Wettkampfbodybuilding zurück.

Heute hat Draper den Frieden mit sich selbst gefunden, nachdem er seine Dämonen über Jahre bekämpft hat. Er ist weiser, reifer und in unglaublich guter Form. Er liebt das Training, doch was er in seinem Leben am meisten schätzt ist sein selbstgebautes Heim im schönen Santa Cruz, Zeit mit seinen Freunden und seine Erinnerungen an das romantische Zeitalter des Bodybuildings. In den goldenen Sechzigern, als der Blonde Bomber der King war, fegte er im Dungeon alles weg und baute einen der besten Körper aller Zeiten auf.












__________________
"Nichts ist so wichtig, dass sich dafür eine Beeinträchtigung meines Wohlbefindens lohnen würde."

Geändert von Eisenfresser (17.06.2010 um 20:34 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #1504  
Alt 17.06.2010, 22:01
Benutzerbild von taurus
Moderator, Notabilität
 
Registriert seit: 10.12.2009
Ort: oberfranken
Beiträge: 19.206
Standard AW: Pics der Pros

richtig romantisch
__________________
*.....*.....*.....*.....*.....*.....*


WAS MAN NICHT ÄNDERT MUSS MAN ERTRAGEN
Mit Zitat antworten
  #1505  
Alt 17.06.2010, 22:06
Benutzerbild von Eisenfresser
Moderator
 
Registriert seit: 29.01.2009
Ort: Land Brandenburg/ bei Berlin
Beiträge: 22.767
Eisenfresser eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von taurus Beitrag anzeigen
richtig romantisch
__________________
"Nichts ist so wichtig, dass sich dafür eine Beeinträchtigung meines Wohlbefindens lohnen würde."
Mit Zitat antworten
Weiterführende Informationen:
  #1506  
Alt 18.06.2010, 08:14
Benutzerbild von Shaun
Stammuser
 
Registriert seit: 30.01.2010
Ort: Hildesheim
Beiträge: 2.023
Shaun eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Also ich mag diese "alte" Form auch echt lieber, als die "neue".
Die Form früher ist ja fast noch alltagstauglich
Die sehen zumindest aus, als hätten die am Wochenende auch noch mal das eine oder andre Bier gezischt

VG
__________________
Sven
"The best thing to do is to compete with yourself. Everyone has their own genetic make up and you try to be like someone else, and you can't. So, if you compete with yourself. That's the best way to train, the best way to have fun, and the best way to succeed. Every day you do something to better yourself. It's all you can do." -Lou Ferrigno



Mit Zitat antworten
  #1507  
Alt 18.06.2010, 08:48
Benutzerbild von ishina
MC-Veteran
 
Registriert seit: 23.09.2007
Ort: Freistadt/OÖ/AUT
Beiträge: 5.024
ishina eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Super Artikel, Eisi! Freut mich sehr, ihn zu lesen.

Die goldenen Zeiten sind leider wirklich vorbei Die Seele hat den Sport schon lange verlassen, finde ich.
Mit Zitat antworten
  #1508  
Alt 18.06.2010, 08:57
Benutzerbild von taurus
Moderator, Notabilität
 
Registriert seit: 10.12.2009
Ort: oberfranken
Beiträge: 19.206
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von ishina Beitrag anzeigen
Super Artikel, Eisi! Freut mich sehr, ihn zu lesen.

Die goldenen Zeiten sind leider wirklich vorbei Die Seele hat den Sport schon lange verlassen, finde ich.
es hat sich aber auch einiges zum besseren gewant: preisgelder, sponsorenverträge, gesellschaftliche akzeptanz für trainierende...
__________________
*.....*.....*.....*.....*.....*.....*


WAS MAN NICHT ÄNDERT MUSS MAN ERTRAGEN
Mit Zitat antworten
  #1509  
Alt 18.06.2010, 09:09
Benutzerbild von MondayMassacre
Stammuser
 
Registriert seit: 30.01.2009
Beiträge: 4.422
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von taurus Beitrag anzeigen
gesellschaftliche akzeptanz für trainierende...
Ich weiß nicht, wie's in den 70ern und 80ern war, aber ich kann mir vorstellen, dass es damals eine Randerscheinung war und man eher mit Staunen und Respekt den Athleten gegenüber getreten ist. Heute sinds die dummen Bodybuilder ohne Hirn und Eier. Da hat sich aber nichts gebessert...
__________________
Mein Log

Für mehr als 500 Zeichen in der Signatur!
Mit Zitat antworten
  #1510  
Alt 18.06.2010, 09:10
Benutzerbild von taurus
Moderator, Notabilität
 
Registriert seit: 10.12.2009
Ort: oberfranken
Beiträge: 19.206
Standard AW: Pics der Pros

also in den 50 + 60er dachte man, alle bb-ler seien schwule narzisten!
__________________
*.....*.....*.....*.....*.....*.....*


WAS MAN NICHT ÄNDERT MUSS MAN ERTRAGEN
Mit Zitat antworten
  #1511  
Alt 18.06.2010, 09:32
Benutzerbild von ishina
MC-Veteran
 
Registriert seit: 23.09.2007
Ort: Freistadt/OÖ/AUT
Beiträge: 5.024
ishina eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von MondayMassacre Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, wie's in den 70ern und 80ern war, aber ich kann mir vorstellen, dass es damals eine Randerscheinung war und man eher mit Staunen und Respekt den Athleten gegenüber getreten ist. Heute sinds die dummen Bodybuilder ohne Hirn und Eier. Da hat sich aber nichts gebessert...
Genau den Eindruck habe ich auch. Ich dachte mir eine Weile, es bringt Punkte bei anderen Leuten, Muskeln zu haben. Denkste! Die meisten sehen dich schief an, weil du ein wenig anders als die Norm aussiehst.

Nur in Sportkreisen bekommt man Respekt für eine echt gute Leistung zugesprochen. Sportkreise sind sehr eingeschränkt.
Mit Zitat antworten
  #1512  
Alt 18.06.2010, 09:37
Benutzerbild von MondayMassacre
Stammuser
 
Registriert seit: 30.01.2009
Beiträge: 4.422
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von ishina Beitrag anzeigen
Genau den Eindruck habe ich auch. Ich dachte mir eine Weile, es bringt Punkte bei anderen Leuten, Muskeln zu haben. Denkste! Die meisten sehen dich schief an, weil du ein wenig anders als die Norm aussiehst.
Stimmt. Wobei ich auch denke, dass sich das Wunschbild der Allgemeinheit irgendwann wieder Richtung "echter Mann" verändern wird. Seit dem ganzen metrosexuellen Blödsinn ist es ja cool, wenn man sich als Mann schminkt und seit geraumer Zeit ist es gern gesehen, wenn sich junge Männer in hautenge Jeans zwängen. Katastrophal, wie ich finde.
Derzeit ist der schlacksige Wurm von den Frauen favorisiert und in den Modezeitschriften offensichtlich ganz vorne. Die Magersuchtwelle schwappt auch auf die Männer über. Irgendwann gibt's dann halt wieder mal eine Phase, wo die "echten Männer" "in" sind. Hart, robust, naturverbunden und muskulös. Vielleicht ändert sich dann auch der Umgang der Gesellschaft mit den Athleten
__________________
Mein Log

Für mehr als 500 Zeichen in der Signatur!
Mit Zitat antworten
  #1513  
Alt 18.06.2010, 13:28
Benutzerbild von ishina
MC-Veteran
 
Registriert seit: 23.09.2007
Ort: Freistadt/OÖ/AUT
Beiträge: 5.024
ishina eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Ich habe den Eindruck, dass wir dafür wieder einen Krieg bräuchten. Der zweite Weltkrieg war es schließlich, das letztes Mal den harten Mann im Schweiße seines Angesichts als Ideal hingestellt hat.

Ein metrosexuelles Ideal kann nur in einer Gesellschaft entstehen, die von Überfluss und dem Fehlen männlicher Vorbilder geprägt ist.
Mit Zitat antworten
  #1514  
Alt 18.06.2010, 15:27
Benutzerbild von epic
MC-User
 
Registriert seit: 23.04.2009
Beiträge: 532
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von ishina Beitrag anzeigen
Ich habe den Eindruck, dass wir dafür wieder einen Krieg bräuchten. Der zweite Weltkrieg war es schließlich, das letztes Mal den harten Mann im Schweiße seines Angesichts als Ideal hingestellt hat.
Das ist aber in erster Linie ein deutsches Phänomen und nährt sich aus dem Herrenvolk-Gedanken. Da würde ich tendenziell von Abstand nehmen.

Edit: haha… tendenziell…

Geändert von epic (18.06.2010 um 15:33 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #1515  
Alt 18.06.2010, 16:02
Benutzerbild von kecks
Stammuser
 
Registriert seit: 24.03.2007
Ort: München
Beiträge: 2.676
kecks eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Pics der Pros

Zitat:
Zitat von ishina Beitrag anzeigen

Ein metrosexuelles Ideal kann nur in einer Gesellschaft entstehen, die von Überfluss und dem Fehlen männlicher Vorbilder geprägt ist.
Und? Ist Überfluss immer schlecht? Willst du deinen Nachwuchs lieber Hungern sehen? Wir reden uns da SEHR leicht, wir als Generation, die nie Hunger oder Not kennengelernt hat. Und müssen "männliche" Vorbilder wirklich Muskeln haben? "Männlich" ist erstmal eine durch gesellschaftliche Semantiken soundso besetzte Kategorie, nicht mehr, und nicht weniger. Aus gewissen natrülichen Vorgaben (aggressiver, größer, schwerer, muskulöser als Weibchen) zu folgern, die Gender-Semantik sollte doch bitte diesem biologischen Zeugs folgen, ist ein naturalistischer Fehlschluss und hat schon zu sehr unguten Dingen geführt (z.B. zu der Idee, Schwulsein sei schlecht. Oder zu der Idee, dass man doch bitte keine gesellschaftlichen Ressourcen für Behinderte aufwenden sollte. Oder zu der Idee, dass man als Starker Schwache dominieren darf, weil man ist ja von Natur aus stark und das soll so sein usw. usf.)

Kurz: Ich wäre mit solchen Ideen sehr vorsichtig. Sie sind heute doch eher von historischem Interesse. Hoffe ich wenigstens. (Stichwort: Konservative Revolution) Hat unzweifelhaft einen ästhetischen Reiz; uneigentlich kann man schön damit spielen.
__________________
Ich bin für den Sport, weil und solange er riskant (ungesund), unkultiviert (nicht gesellschaftsfähig) und Selbstzweck ist. (Bert Brecht)
Mit Zitat antworten
Antwort



Lesezeichen

Stichworte
bodybuilding, profis

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are aus


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
bierchen's Pics bierchen Athletengalerie 17 17.05.2009 14:57
ManuelMMM's Pics ManuelMMM1 Athletengalerie 132 03.06.2008 11:40
Off-Season Pics de-fortis Athletengalerie 7 07.10.2007 09:02
Meine Pics Kasten Athletengalerie 6 20.05.2006 23:12
Kawa Pics Kawa Athletengalerie 23 19.03.2006 11:50
Cliffi's Pics (15.4.05) Cliffhanger Athletengalerie 11 31.10.2005 21:58
Pics von mir! KingOfQueens1988 Athletengalerie 42 11.09.2005 19:47
Tyrant's Pics. Tyrant Athletengalerie 44 29.06.2005 19:12
pics von mir in vorbereitung botox Athletengalerie 26 12.04.2005 12:29
pics! :) radecke Athletengalerie 9 05.04.2005 20:36


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:57 Uhr.


vBulletin Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.3.0
Diskutiere Pics der Pros im Athletengalerie Forum auf Muscle-Corps.de; Interessant: Auf dem Bild erscheint Jay für mich keinen Deut breiter als Schlierkamp. Liegt aber ...

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81