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  #1  
Alt 24.11.2010, 17:12
Benutzerbild von bedee
Moderator
 
Registriert seit: 25.01.2008
Ort: BaWü
Beiträge: 2.998
Standard Lebensmittelmanagement

Warum landen so viele Lebensmittel im Mülleimer?


Das war bei uns letztens ein Diskussionsthema am Frühstücktisch, ausgelöst durch einen Artikel im Informationsblatt der AVL, dem Entsorgungsunternehmen unseres Landkreises.


„Die Leute kaufen einfach im Unverstand viel zu viel ein, die Nahrungsmittel sind wohl zu billig.“ Das war die Meinung meines Mannes, der sich sein Leben lang bisher immer an einen gedeckten Tisch setzen konnte und sich noch nie (oder zumindest ausgesprochen selten) um das Vorleben seiner Mahlzeiten (aka Einkaufen und Zubereiten) kümmern musste.


„Alles nicht so einfach....“ ist jetzt meine Meinung dazu.
Ich kann mir jetzt ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass man die Mengen beim Einkaufen und Kochen so genau ausrechnen kann, dass alles bis zum letzten Krümel vertilgt wird und niemals Reste verderben und weggeworfen werden müssen. In einem Ein-Personen-Haushalt kann das mit etwas Mühe ja noch klappen oder wenn es einen lebenden Mülleimer gibt, der nichts Essbares verkommen lässt. Aber ich möchte diese Rolle jetzt weder selber übernehmen noch das irgend jemanden zumuten. Ich kann mich jetzt auch noch an meine Schwiegermutter erinnern die die aufgetischten Lebensmittel immer mit den Worten angepriesen hat „Iss, das muss weg!“ Lecker, gell?


Ich gebs zu, bei mir landen leider zu viele Lebensmittel im Müll:

  • Brot und Brötchen, weil verschimmelt oder altbacken. Family hätte am liebsten jeden Tag frisches Brot aber wo krieg ich dann die jeweils 3 Scheiben her? Eingefrorenes Brot ist gar nicht sehr beliebt und ich selber bin auch nicht für die Reste zuständig.
  • Obst und Gemüse stehen auch ziemich weit vorne. Hier schlagen aber vor allem die eigenen Äpfel zu Buche da bei der Lagerung bis fast zur nächsten Ernte doch einige verfaulen. Halte ich aber jetzt für nicht so schlimm, füttere den Komposthaufen damit. Schlimmer finde ich die verwelkten Salatköpfe, da diese teuer eingekauft wurden. Dafür brauch ich noch ein funktionierendes Konzept.
  • Wurstwaren und gelegentlich auch Fleisch: das macht mir am meisten Kummer weil Wurst und Fleisch ja recht aufwändig erzeugt wurden und Tiere dafür ihr Leben lassen mussten. Und dann schmeißt mans einfach in den Müll! Inzwischen kauf ich ja schon Wurst in Kleinmengen, was bei der Frau „derfs-a-bissle-mehr-sein“ (die Chefin der hiesigen Metzgerei) ein wenig schwierig ist. Die schafft es auch nach 30-jähriger Berufserfahrung noch, einem eine 1 cm breite Vesperscheibe Fleischkäs abzuschneiden, die auf der anderen Seite 2,5 cm dich ist und dann locker ein halbes Pfund wiegt.
  • Essensreste fallen auch immer wieder mal an obwohl ich davon das Meiste in den folgenden Tagen vertilge. Mit etwas Fantasie und ein wenig Variation in den Beilagen schmeckt das viel besser als Kantinenessen.
  • Milchprodukte werden nur noch selten weggeworfen seitdem ich Joghurt und Kefir selber mache und keine Milchprodukte mit Geschmack (also Zucker und künstlichem Aroma) mehr kaufe. Das war früher das „Spezialgebiet“ meiner Tochter: ich hatte IMMER die verkehrte Sorte und wenns mal zufällig die Richtige war, dann war das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen.
Also, wie ist es bei euch?
Werden bei euch Lebensmittel weggeworfen und wenn ja, was und warum? Wenn das bei jemanden nie vorkommt, dann möchte mit bitte der- oder diejenige verraten, wie er/sie das macht. Lebensmittelmanagement ist soweit ich weiß ein Studienfach im Gastronomie- und Hotelbereich und gar nicht so ohne. Und bitte keine schlauen Kommentare von Leuten, die bisher immer das Essen liebevoll angerichtet serviert bekommen haben und sich noch nie um ihre eigenen Mahlzeiten oder der Anderer kümmern mussten.
__________________
Has anybody seen my Estrogen?
And will someone help me look for it?

(Elizabeth Lee Vliet / Screaming To Be Heard)

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  #2  
Alt 24.11.2010, 19:55
Benutzerbild von taurus
Moderator, Notabilität
 
Registriert seit: 10.12.2009
Ort: oberfranken
Beiträge: 19.215
Standard AW: Lebensmittelmanagement

Zitat:
Zitat von bedee Beitrag anzeigen
Warum landen so viele Lebensmittel im Mülleimer?


Das war bei uns letztens ein Diskussionsthema am Frühstücktisch, ausgelöst durch einen Artikel im Informationsblatt der AVL, dem Entsorgungsunternehmen unseres Landkreises.


„Die Leute kaufen einfach im Unverstand viel zu viel ein, die Nahrungsmittel sind wohl zu billig.“ Das war die Meinung meines Mannes, der sich sein Leben lang bisher immer an einen gedeckten Tisch setzen konnte und sich noch nie (oder zumindest ausgesprochen selten) um das Vorleben seiner Mahlzeiten (aka Einkaufen und Zubereiten) kümmern musste.


„Alles nicht so einfach....“ ist jetzt meine Meinung dazu.
Ich kann mir jetzt ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass man die Mengen beim Einkaufen und Kochen so genau ausrechnen kann, dass alles bis zum letzten Krümel vertilgt wird und niemals Reste verderben und weggeworfen werden müssen. In einem Ein-Personen-Haushalt kann das mit etwas Mühe ja noch klappen oder wenn es einen lebenden Mülleimer gibt, der nichts Essbares verkommen lässt. Aber ich möchte diese Rolle jetzt weder selber übernehmen noch das irgend jemanden zumuten. Ich kann mich jetzt auch noch an meine Schwiegermutter erinnern die die aufgetischten Lebensmittel immer mit den Worten angepriesen hat „Iss, das muss weg!“ Lecker, gell?


Ich gebs zu, bei mir landen leider zu viele Lebensmittel im Müll:

  • Brot und Brötchen, weil verschimmelt oder altbacken. Family hätte am liebsten jeden Tag frisches Brot aber wo krieg ich dann die jeweils 3 Scheiben her? Eingefrorenes Brot ist gar nicht sehr beliebt und ich selber bin auch nicht für die Reste zuständig.

wir (frau und ich) haben das gut im griff. ich esse weder brot noch brötchen (hinund wieder knäckebrot, welches ewig hält) und frau kauft bedarfsgerecht. hartes brot geht direkt zum nachbarn, der es an die pferde verfüttert
  • Obst und Gemüse stehen auch ziemich weit vorne. Hier schlagen aber vor allem die eigenen Äpfel zu Buche da bei der Lagerung bis fast zur nächsten Ernte doch einige verfaulen. Halte ich aber jetzt für nicht so schlimm, füttere den Komposthaufen damit. Schlimmer finde ich die verwelkten Salatköpfe, da diese teuer eingekauft wurden. Dafür brauch ich noch ein funktionierendes Konzept.

bei obst und besonders bei gemüse bin ich der 'müllschlucker'. äpfel vom eigenen baum fallen raus (gleicher grund wie bei dir)
  • Wurstwaren und gelegentlich auch Fleisch: das macht mir am meisten Kummer weil Wurst und Fleisch ja recht aufwändig erzeugt wurden und Tiere dafür ihr Leben lassen mussten. Und dann schmeißt mans einfach in den Müll! Inzwischen kauf ich ja schon Wurst in Kleinmengen, was bei der Frau „derfs-a-bissle-mehr-sein“ (die Chefin der hiesigen Metzgerei) ein wenig schwierig ist. Die schafft es auch nach 30-jähriger Berufserfahrung noch, einem eine 1 cm breite Vesperscheibe Fleischkäs abzuschneiden, die auf der anderen Seite 2,5 cm dich ist und dann locker ein halbes Pfund wiegt.


wurstwaren esse ich auch nicht, was von frau übrig (kleinstmengen) essen unsere vier katzen oder der hund.
  • Essensreste fallen auch immer wieder mal an obwohl ich davon das Meiste in den folgenden Tagen vertilge. Mit etwas Fantasie und ein wenig Variation in den Beilagen schmeckt das viel besser als Kantinenessen.

gibt's auch kaum reste weil ich sowieso alles wiege. natürlich wird immer aufgegessen sonst ist wiegen sinnlos.
  • Milchprodukte werden nur noch selten weggeworfen seitdem ich Joghurt und Kefir selber mache und keine Milchprodukte mit Geschmack (also Zucker und künstlichem Aroma) mehr kaufe. Das war früher das „Spezialgebiet“ meiner Tochter: ich hatte IMMER die verkehrte Sorte und wenns mal zufällig die Richtige war, dann war das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen.

milchprodukte wie quark und hüttenkäse esse ich grundsätzlich 'der nase nach'. quark der vier wochen abgelaufen ist, ist die leichteste übung. härtefälle, wie handkäse der schon lebt, gab's auch schon. frau schüttelt da schonmal den kopf aber da kommt dann meine erziehung durch.


Also, wie ist es bei euch?
Werden bei euch Lebensmittel weggeworfen und wenn ja, was und warum? Wenn das bei jemanden nie vorkommt, dann möchte mit bitte der- oder diejenige verraten, wie er/sie das macht. Lebensmittelmanagement ist soweit ich weiß ein Studienfach im Gastronomie- und Hotelbereich und gar nicht so ohne. Und bitte keine schlauen Kommentare von Leuten, die bisher immer das Essen liebevoll angerichtet serviert bekommen haben und sich noch nie um ihre eigenen Mahlzeiten oder der Anderer kümmern mussten.
grundsätzlich kann man sagen, bevor ich etwas wegwerfe, esse ich es lieber. zur not bekommens die hühner von der tante, dann gib's mal gratiseier dafür


gruß
__________________
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WAS MAN NICHT ÄNDERT MUSS MAN ERTRAGEN
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  #3  
Alt 24.11.2010, 20:08
Benutzerbild von Eisenfresser
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Standard AW: Lebensmittelmanagement

Ich kenne das auch, bei uns ist noch das Problem, dass wir für ein Kind einkaufen müssen,
dass ist bei uns die Achillesferse, "unsere" Sachen halten ewig bzw. eh nur kurz...




Gruß Eisi
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"Nichts ist so wichtig, dass sich dafür eine Beeinträchtigung meines Wohlbefindens lohnen würde."
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  #4  
Alt 25.11.2010, 15:01
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Standard AW: Lebensmittelmanagement

wegschmeißen generell nicht viel, aber ich koche auch nur einmal pro Tag.
und geh nru einmal im Monat "ordentlich" einkaufen.

Konkret schmeiß ich ab und zu mal Frischkäse weg (Stracchino, Mozzarella usw), wenn er grün wird. solang es irgendwie geht, verkoch ich das gerne: Pizza, Nudel usw.
oder Milch.
Ist nämlich beides nicht so mein Leibgericht...

Salat fress ich schneller auf als ich kaufen kann... Eier idem
Obst wird - sobald es faul wird - verbacken oder gekocht.
Milch wird verkocht, sobald das Verfallsdatum über ist:
Wurst/Schinken usw. wird nciht alt, und wenn, dann wird es verkocht.
Brot kauf ich meistens das tiefgefrorene und bakc es frisch raus. altes Brot verarbeite ich dann meistens zu Crostini usw.

äh.. ich hab allerdings so lauter grüne Pusteln über den Körper... das kommt doch nicht etwa vom verdorbenen Zeug, oder?


Ich find die Zeit um Weihnachten in ieser Hinsicht extrem..
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Liebe Grüße,
Lili
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  #5  
Alt 25.11.2010, 16:34
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Standard AW: Lebensmittelmanagement

Wir schmeissen leider viel zu viel weg. Normalerweise bin ich selbst für das Einkaufen und Kochen zuständig. Meine Frau hat die Angewohnheit, Sachen im Kühlschrank zu vergessen.

Ansonsten ist es wie bei bedee, Brot, Salat, einzelne Wurstscheiben etc. werden gern mal weggeschmissen, weil sie ungenießbar sind. Milchprodukte eigentlich gar nicht, die sind immer recht schnell weg. Und Sachen wie Mozzarella kann man auch einfrieren

Problematisch dabei finde ich aber auch, dass wir keinen geregelten Tagesablauf haben. Ich habe nur Dienst nach Dienstplan, da wird oft außerhalb gegessen- außerdem kauft man schon für die folgende Woche ein, ist selbst aber in dieser Woche gar nicht zuhause. Dann ist es leider so, dass etwas nicht mehr geniessbar bleibt.
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  #6  
Alt 25.11.2010, 16:45
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Standard AW: Lebensmittelmanagement

Zitat:
Meine Frau hat die Angewohnheit, Sachen im Kühlschrank zu vergessen.
scheint ein frauending zu sein

ernsthaft:

ich habe das beobachtet: ich bin der typische 'kopfesser'. d.h. ich esse was weg muss, notfalls drei tage am stück. meine frau ist der 'gefühlsesser'. sie isst worauf sie lust hat. da kann es schonmal vorkommen das das vierte glas marmelade geöffnet wird, weil ihr grad der sinn nach kirsche statt erdbeer steht.
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Geändert von taurus (25.11.2010 um 16:50 Uhr).
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  #7  
Alt 25.11.2010, 18:23
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Standard AW: Lebensmittelmanagement

das ist bei mir gleich, bloss umgekehrt...
ich esse, was weg muss... außer das was ich absolut nicht mag.
Lebensgefährte isst, wonach ihm gerade ist.

ich glaub das hängt auch damit zusammen, wer einkauft und den Einkauf bezahlt?
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Liebe Grüße,
Lili
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  #8  
Alt 25.11.2010, 18:29
Benutzerbild von taurus
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Standard AW: Lebensmittelmanagement

Zitat:
Zitat von Lili30 Beitrag anzeigen
ich glaub das hängt auch damit zusammen, wer einkauft und den Einkauf bezahlt?
wir kaufen zusammen ein und zahlen zusammen. das kann's also nicht sein. vielleicht das 'gegensätze-ziehen-sich-an-prinzip'
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  #9  
Alt 25.11.2010, 19:41
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Standard AW: Lebensmittelmanagement

Wir kaufen auch meistens zusammen ein und wechseln uns mit der Bezahlung ab. Zum Großteil landet aber das im Einkaufswagen, worauf ich hunger habe. Reicht ja, wenn wenigstens einer zufrieden ist.
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