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#1
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| Bauern empört über Discount-Preise für Milch Die Milchbauern haben am Mittwoch ihre Proteste gegen die starken Preisabschläge bei Milch fortgesetzt und erneut mit einem Lieferstopp gedroht. Der baden-württembergische Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte vor 1500 Milchbauern in Stuttgart: "Was Aldi und Co. mit uns bei den Preisverhandlungen über Milch machen, kommt einer Kriegserklärung gleich". Unter Beifall der Bauern sagte er: "Wir sind bereit zu kämpfen". Der massive Preisdruck treibe die Milchbauern in den Bankrott. Preissenkungen von bis zu 20 Prozent bei Milch würden die Bauern nicht hinnehmen. Der Deutsche Bauernverband kündigte weitere Proteste an. Quelle(Originalartikel): [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] _________________________________________________ Habe heute noch mit einem Kollegen auf der Arbeit geredet der mir sagte: "ja Milchprodukte sollen wieder billiger werden." Das dies so eine Welle schlägt hätte ich nicht gedacht und m.M.n. muss ne Menge Geld "unterwegs" verloren gehen wenn die Bauern angeblich am Rande ihrer Existenz leben. Mich wundert nur das sich vor der Preiserhöhung vor ein paar Monaten niemand beschwerte und die Milchpreise jahrelang konstant blieben... Ein paar cent zahle ich gern mehr, aber Bitte nicht die Milch aus den Regalen nehmen ![]()
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#2
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| Ich zahl auch gern ein paar Cents mehr - nur sollten die auch an die Bauern gehen. Bei den Grundnahrungsmitteln sollten die Händler nicht ihre "Gewinnanteile" draufschlagen. Diese sollten mMn 1:1 vom Erzeuger an den Kunden verrechnet werden. Die werden beim anderen Kram den es in den Lebensmittelgeschäften gibt doch auch genug verdienen... Naja aber wem soll man das sagen. |
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#3
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| Habt Ihr denn keine Bauernhöfe in eurer Umgebung ? Oder solche kleine Läden die Sachen verkaufen die wirklich von eurer näheren Umgebung sind. Wenn ihr doch bereit seid ein paar Cents mehr zu zahlen geht doch dahin anstatt zu Aldi Von denen Supermarktketten oder von demjenigen der die Preise macht wird keiner sagen wir schlagen 20 Cent auf Quark und Milch und das kriegen dann die kleinen Bauern. |
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#4
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| Natürlich bekommen die Bauern die Preiserhöhung nur im kleinen Rahmen mit. Man hat sich in unserer Gegend lange bemüht und schließlich auch erreicht, dass wir ein brauchbares Milchgeld bekommen haben - nachdem die Milch jahrelang auf einem Niveau herum dümpelte, dass sich als nicht besonders lukrativ erwies. Momentan sind wir - meines Wissens - bei 42 Cent pro Liter Milch, die meine Familie von der Molkerei bezahlt bekommt. Das ist ein vergleichsweise guter Preis und davon lässt sich auch leben. Wäre dieser Preis nun 20% niedriger (also 31 Cent, abgerundet), müssten wir uns schon wieder Gedanken machen, ob sich für diesen Preis der Aufwand der Arbeit noch lohnt. Die Versessenheit der Leute auf niedrige Preise führt eben dazu, dass genau solche Dinge passieren, wie sie de-fortis gepostet hat. Milch ist nun einmal ein Produkt, das mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, der kostentechnisch nicht günstiger wurde. Dass Milchprodukte einen fairen Preis erzielen müssen um den Bauern auch etwas davon abzugeben, sollte in der Hinsicht logisch sein. Die maximal zwei Euro, die ein normaler Haushalt so beim Einkauf mehr auslegt sind dagegen verschmerzbar. Die Preise sind - verglichen mit der Produktqualität - nämlich wirklich fair.
__________________ SoulSpace - Platz für die Seele |
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#5
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| Ich glaube eigentlich nicht, dass die Leute so unbedingt auf niedrige Preise versessen sind (*), sondern dass die meisten die Qualität und den Wert von Lebensmitteln nicht mehr so richtig beurteilen können. Und dann geht man halt nach dem Offensichtlichen wie Preis, Aussehen oder Werbung. *= mit Ausnahme derjenigen, die auf niedrige Lebensmittelpreise angewiesen sind, weil sie sonst mit ihrem Einkommen (Lohn oder Lohnersatzleistungen) nicht über die Runden kommen. Und das werden ja auch immer mehr.....
__________________ Has anybody seen my Estrogen? And will someone help me look for it? (Elizabeth Lee Vliet / Screaming To Be Heard) |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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| @de-fortis: Kleiner Widerspruch . Die Bauern haben sich auch schon vor Monaten beschwert. Bei Preiserhöhungen bekommen die Bauern wohl den geringsten Anteil. Die Erhöhung versichert irgendwo zwischen Milchwerken und Verkäufern .Natürlich ist JEDER gerne bereit, für seine Lebensmittel mehr zu zahlen. Nur - ich bin nicht JEDER! Die Lebensmittel haben sich mit dem Euro schön verteuert. Der Warenkorb mit billiger gewordenen Elektrogeräten macht das auch nicht wett. Weil Brot kaufe ich wohl öfters als einen DVD-Recorder (ach, mittlerweile ja BlueRay-Recorder ).Und ich frage mich schon, wo mein sesselpupsend schwer verdientes Milchgeld jeden Mona hinwandert. Verdiene ich zu wenig oder kosten die Lebensmittel zu viel? Oder esse ich zuviel (kann ja auch sein ).Das Problem ist, irgendwann kann man sich die 1-2 Euro mehr nicht mehr leisten. Die Masse machts. "Die paar Euro muss dir deine Gesundheit schon wert sein. Die paar Euro muss dir Qualität schon wert sein. Die paar Euro muss dir eine gute Schulbildung für deine Kinder schon wert sein." usw. usf. |
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#7
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| Den Supermarktketten geht es meiner Meinung nach ja nur darum gute Quartalszahlen zu erwirtschaften. Ich habe ein bisschen Mühe damit wenn Firmen exorbitante Gewinne erzielen und bejubeln, aber diese auf dem Buckel der Angestellten und der Zuliefanten abwälzen. Da man den Gesamtkonsum der Leute nicht mehr steigern kann gibt es nur 2 Möglichkeiten um "zu wachsen": 1. Personal und Zulieferindustrie schröpfen 2. Mit Discountpreisen (welche durch Punkt 1 erst richtig möglich werden) Kunden abwerben Also: Milch muss nicht teurer werden damit die Bauern wieder davon leben können, sondern die Gier der Supermärkte gedämpft werden. Wenn Milchprodukte billiger werden sollen, dann muss man die Marche reduzieren, sonst ist es auf Dauer nicht nachhaltig. Der Kreislauf: 1. Der Milchbauer bekommt zuwenig für die Milch 2. Die Milchbauern machen dicht oder satteln um 3. Milchmangel 4. Steigende Preise für einheimische Milch 5. Vermehrt Neu- oder Wiedereinsteiger in der Milchwirtschaft 6. Fallende Preise und Start bei Punkt 1 |
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#8
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| 7. streichen sämtlicher Subventionen, wie geschehen in Neuseeland, und sich den Markt selbst regulieren lassen. Dann bekommen die jenigen, die gute Qualität abliefern, auch ihren Preis. Der Rest darf sich dann umsehen. Ich habe dies bezüglich absolut kein Mitleid mit den konvenzionellen landwirtschaftlichen Betrieben, da wie bei Punkt 5. diese meist ihr Fähnlein in den Wind halten um gerade die meisten Subventionen abzugreifen. |
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#9
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| Nun ja, ich bin auch für das Streichen sämtlicher Subventionen. Die Unternehmen, die diese abgreifen, können auf Dauer doch nicht wirtschaftlich arbeiten. Aber wahrscheinlich wollen sie's auch gar nicht!? Aber die Sache mit der Qualität kapiere ich nicht. Die Milch unterliegt doch strengsten Qualitätskontrollen und die Qualität der Milch ist überall so ziemlich gleich (konventionelle Verarbeitung). Ob das ganze Pasteurisieren und Homogenisieren wirklich gesund und notwendig ist, steht doch wieder auf einem ganz anderen Blatt. |
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#10
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| Pasteurisieren ist eine kurzfristige Erhitzung eines Lebensmittel bis auf max 90° um Mikroorganismen abzutöten, sonst müsste die Milch als Vorzugmilch gehandelt werden und darf nicht länger als 4 Tage ab Herstellung im Handel sein. Homogenisieren ist ein Vorgang wobei die Milch bei hohem Druck durch eine feine Düse "gejagt " wird um die Fettkügelchen im est der Milch zu binden. Vll. kennt man ja die Milch direkt vom Bauern wo sich der Rahm oben absetzt. Qualität: Naja es ist schon ein gewaltiger Unterschied. Massentierhaltung (Anbindehaltung, Spaltböden) wo die Viecher mit Silage und Kraftfutter gefüttert werden, oder das Vieh welches im Frühjahr/Somer auf der Weide steht, zumindest freilauf im Stall, und im Winter mit Heu gefüttert wird. Der Kosten/Nutzen aufwand für diejenigen Milschbauern die ihre Tiere "artgerecht" halten zahlt sich für diese zumindest aus. Ein Teil derer sind auch schon aus den üblichen Genossenschaften ausgeschieden und auf den Bereich der Selbstvermarktung umgestiegen. Gerade diese Prouzenten bekommen schon lange von der EU keine Subventionen mehr und arbeiten für sich kostendeckend. |
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#11
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| Danke für die Infos! Ist die Milch bei artgerechter Haltung dann qualitativ besser? Ich meine jetzt nur das Endprodukt? Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein Was-zählt-ist-das-Ergebnis-Typ-ohne-Skrupel. Aber zum Vergleich wäre die Info schon gut. Mache mir schon länger Gedanken um "meine" Lebensmittel, verfange mich da regelmäßig in einem Teufelskreis und kaufe/esse dann wie vorher. Naja, etwas besser wird's schon. Es gibt so viele Studien, Meinungen, Produkte. Wahrheiten oder Lügen, wer soll hier noch durchblicken? Ich finde zu jeder Meinung Bestätigungen, da brauche ich nicht lange zu suchen. Aber was stimmt dann wirklich? Sind die Produkte bei artgerechter Haltung teuerer? Frage an Dich, Klappergestell: Bist Du so konsequent bei der Auswahl Deiner Lebensmittel und nimmst dementsprechend nur welche aus artgerechter Haltung, bzw. BIO-Ware? Die ist (momentan?) doppelt so teuer. Komme ich mit der Hälfte der Lebensmittel aus (da ich mir die andere dann nicht mehr leisten kann)? Wie handhabst Du das? |
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#12
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| Das beste Beispiel zum Endprodukt ist Roquefort-Käse. Wenn dieser in irgendeinerweise manipuliert wurde, dan wollen ganz einfach ums verrecken die Edelpilze in den Höhlen rund um Roquefort wachsen. Wie handhabe ich das? Kein Geiz ist geil Typ Qualität vor Quantität Achten auf die Zusatzstoffe die in meinem "Lebensmittel" drin sind. Mitlerweile sind "Bio"-Produkte nicht mehr doppelt so teuer wie andere, eher im Vergleich zum ihrer Wertigkeit günstig Ich bin zumindest so konsequent das ich, wenn ich die Auswahl habe, mich für das BIO-Produkt entscheide. Die Entscheidung ob ich mit der Hälfte auskommen kann, kann ich leider nicht beantworten. Eher diese, das ich lieber auf etwas verzichte, aber dafür was gutes habe. Zur Info...Lebensmittel sind ein Bestandteil meines Jobs. |
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#13
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