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#1
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| In Bezug auf die Diskussion in Jonass Log möchte ich diesen Thread gerne eröffnen. Ich versuche des öfteren mehr oder weniger halbherzig meine Ernährung in Richtung Real Food umzustellen, dabei ergeben sich aber einige Probleme: - schwierig auf die nötige Kalorienmenge zu kommen - deutliche Verdauungsschwierigkeiten - zeitliche Faktor bei der Zubereitung, bzw. Extrawurst im Hotel Mama - Konstenfaktor - Genussfaktor (mein Geschmackssinn ist auf andere Sachen eingestellt) - Verbissenheit das "richtige" zu essen - keine Verbesserungen des Wohlbefindens auf kurze Sicht, eher Verschlechterung (ständig am Verdauen und Gefühl von Hunger, weil mir der Genuss fehlt) und jetzt kommt ein Punkt, der schwierig zu beschreiben ist. In meiner sportlichen Laufbahn bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man sich außerhalb des Trainings nicht zu sehr um leistungsbestimmende Faktoren kümmern sollte, da dadurch eine gewisse Verbissenheit entsteht und man sich dadurch oft selber blockiert. Das gilt vor allem bei Leuten die gerne mal einen Saufen gehen oder gerne mal in Fast Food Ketten gehen, Das gibt einigen (auch mir) ein Gefühl von Freiheit, Genuss und stimmt das GEsamstsystem zwischen Psyche und Physis gut. Immer wenn ich versucht habe mich strikt zu ernähren, hatte das psychisch sehr negative Konsequenzen. war dann oft nahezu lustlos. Hat jemand ähnliche Erfahrungen, gibt es Ideen damit umzugehen ? |
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#2
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| ...für mich funktioniert sowas auch nicht, u.a. auch aus den o.g. Gründen, ich bin eh der Meinung, dass wir auch ab und an unsauber essen müssen, also den verarbeiteten Kram, dass sind wir unseren Nachkommen schuldig...genetische Anpassung über Jahrtausende, da müssen wir schon mal Opfer bringen... ![]() ![]() ...das Problem mit dem unverarbeitet ist meiner Meinung eh hin fällig, denn wo bekommt man wirklich 100% naturbelassene Lebensmittel her, außer vom Bauer (und selbst da weiß man es nie 100%) oder wenn man selbst anbaut und Tiere hält?? ...das Hauptproblem ist das Geld...ich kann mir nicht ständig Eier und Fleisch vom Bauern kaufen, muss also die Grundnahrungsmittel im Discounter kaufen, womit ich nie wirklich sauberes Zeug bekomme, gespritzes Obst/Gemüse, Antibiotika-Fleisch etc. Gruß Eisi P.S.: ...der wichigste Grund, ich lasse mir meinen Döner nicht verbieten!!! ![]() |
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#3
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| Zitat:
Kein Zeitaufwand. (Für mich) gut verdaulich und liegt nicht schwer im Magen. Nüsse kannst du dann auch zwischendurch immer mal wieder futtern. Zitat:
Zitat:
Wenn Mama aber lecker gekocht hat und will das Sohnemann das auch isst, würde ich das machen. Mache ich jetzt auch noch, wenn ich zu Hause bin. Dann nehme ich vielleicht mehr Fleisch und weniger Knödel, aber im Zweifel alles für Mutti. Du kannst den ganzen Rest des Tages (bist ja auch die meiste Zeit unterwegs) Fleisch (vorgekocht), Obst, Gemüse, Nüsse, Milchprodukte mitführen. Mache ich auch nicht anders. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Verdauung und Genuß beim Essen habe ich oben schon angesprochen. Den letzten Punkt, den du umrissen hast, kann man mit dem, was ich zur Verbissenheit geschrieben habe, ganz gut ausmerzen. Wenn das Verhalten erstmal zum Standard wird, ist es auch nicht mehr so ein Dauerstress. Ich weiß, was du meinst. Die Phase hatte ich auch. Da hat sich alles nur um Training, Essen und co gedreht. Aber es dreht sich ja auch nicht nur alles um's kacken, weil man ständig muss. Verhalten, dass automatisiert wurde, verbraucht sehr viel weniger psychische Energie. |
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#4
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| Spannende Diskussion! Da ich mir in letzter Zeit doch eingestehen musste, dass ich gesundheitlich nicht auf der Höhe bin und nun schon über 3 Wochen eine Erkältung mitschleppe, habe ich mich ebenfalls wieder mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt. Zwangsläufig, weil halt in Verbindung mit CrossFit immer ein Thema, mit der "Paleo"-Ernährung. Es ist eigentlich rein intuitiv klar, dass Industrieprodukte und künstlich hergestellte Narhungsmittel eigentlich nichts gutes sind. Für mich gibt es aber eigentlich auch 3 Probleme: 1. Gewohnheiten ändern, auf Dinge verzichten, die ich jahrelang gegessen habe, nach wie vor schwierig für mich, weil ich einfach sehr gerne esse und, ähnlich wie Andi, schon in anderen Dingen sehr streng zu mir bin 2. Geld: @Wursti: 150 Euro im Monat, ich bin schnell über 1000 und mehr CHF/Monat, wenn ich aufs Essen achte! ![]() 3. Logistik/Abwechslung: Arbeite zur Zeit extrem viel und jeden Tag kochen resp vorkochen krieg ich nicht hin. Ich habe aber das Gefühl, dass man Abwechslung und kurz zu zubereitende gesunde Mahlzeiten eigentlich mit Routine und bisschen ausprobieren hinkriegen sollte. [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] => bin ich gerade verschiedene Rezepte am ausprobieren, hat sogar Süsses dabei. ![]()
__________________ mein Log:http://www.muscle-corps.de/forum/f76...tml#post111311 |
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#5
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| Du bist auch in der Schweiz ; mich hauen die Preise für Grundnahrungsmittel bei euch immer wieder etwas um. Ich hatte so meine reinen Paleophasen plus Milch. Für mich ist das zu stressig/ich esse zu gerne mit anderen zusammen, die sowas nicht kümmert (Essen = soziales Verhalten, wenigstens bei mir...). Kostenfaktor war nicht extrem hoch (siehe wursti, ca. 150 im Monat). Auch das "Verbissenheits"-Problem kenne ich. Fazit: Entspannter real food essen, wenigstens die meiste Zeit. Das geht schon. Abweichungen gibt's bei mir vor allem, wenn wir z.B. auf Lehrgang sind und ich dann durchaus morgens zwei Semmeln und Mittags neben dem Fleisch die Nudeln futtere... Da habe ich dann aber auch plus/minus fünf bis sechs Stunden/Tag am Limit trainiert (vs. null bis drei Stunden an normalen Tagen im Alltag). Außerdem mache ich keine Religion mehr draus, sondern mehr so eine Art Kompass... Ich kaufe gar nicht erst Müll ein. Ich esse fast nie Brot, selten (einmal die Woche ca.) eine Semmel, dafür aber öfters mal Schokolade (und dann meistens die ganze Tafel). Ich gehe ab und an mal zu Mac und Co, aber auch nur höchstens einmal im Monat. Sonst gibt's primär Obst, Nüsse, Milchprodukte ohne Zuckerzusatz (also Quark, Joghurt, Milch, Käse), Fleisch, Fisch,Eier und viel Gemüse (immer die Achillesferse bei mir...). Mir schmeckt das aber auch.
__________________ Ich bin für den Sport, weil und solange er riskant (ungesund), unkultiviert (nicht gesellschaftsfähig) und Selbstzweck ist. (Bert Brecht) |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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| Interessantes Thema. Ich habe mir vor paar Tagen das "The Paleo Diet for Athletes" von Cordon bestellt, da ich mich in letzter Zeit auch für die Art der Ernährung interessiere. Zusätzlich bin ich durch meinen WG-Mitbewohner in den Sog des Intermittent Fasting (er trainiert auch) reingezogen worden Da ich seit Beginn meiner sportlichen Karriere ohnehin viel Gemüse vertilgt habe und immernoch tue (dazu noch inuitiv), habe ich in letzter Zeit gemerkt, wie gut mir das tut, mich weiter in die Richtung zu orientieren. Hab letztens einige Bücher diesbezüglich gelesen, Stichwort "The Warrior Diet" von Hofmekler und sein anderes Buch "Maximum Muscle, Minimum Fat" - geht ja alles in die selbe Richtung. Werde mich beizeiten also mit der Lektüre beschäftigen und dann die Essenz daraus für mich ziehen. Da ich leider, leider ein echter Getreidefreak bin, ist das schon mal ein Punkt, wo die Paleo-Ernährung mir ins Gehege kommt, aber ich bin offen: nach dem Lesen bestimmter Lektüre kam es schon oft, dass sich meine Ansichten und Preferenzen verschoben haben. Kann hier ja natürlich auch passieren. Ich weiß aber jetzt schon, dass ich mich nicht so hardcore drauf einschießen werde, eben aus den oben genannten Gründen: heutzutage kann man sich nicht wirklich naturbelassen und autark ernähren, sofern man nicht Einsiedler in Skandinavien ist, Eskimo in Grönland oder Aboriginie in Australien. Und wenn man dazu Stadtmensch ist und nicht sehr oft aufs Land kommt (folglich kein Vitamin B hat), dann ist das gleich doppelt so schwer. Habe allerdings noch den Vorteil, dass meine Eltern "Hobbygärtner" sind und einen eigenen "Schrebergarten" mit Gemüseanbau betreiben - davon futtert das meiste dann der Junior - also ich. ![]()
__________________ Mein Kraft-/Ausdauer & Ernährungsblog: Aesir Sports "Ein echter Gangsta verbündet sich mit Mutter Natur und setzt auf Futter statt Kur." |
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#7
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| Gelegentlich Fastfood geht in Ordnung. Hier ein netter Bericht zu dem Thema; Speziell an die, die nen schnellen Stoffwechsel haben. Kernaussage:"Junk Food kann für den ectomorphen Bodybuilder, der versucht Masse aufzubauen und sich über seinen Körperfettanteil keine zu großen Gedanken machen muss, sehr nützlich sein" [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] |
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#8
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| Warum aber ungesund wenns gesund genauso funktioniert? Letztendlich kommts auf die Kcal-Menge an wenn du zunehmen willst. Mit Milchprodukten, Ölen, Nüssen, komplexen Carbs und Obst kommst du auch recht simpel auf 3000kcal, finanziell sogar günstiger als teures, nicht satt machendes und von der Nahrungsqualität minderes Junkfood. Solche Aussagen wie in deinem Link: "hänge bei diesem Gewicht fest und es geht nicht mit fettarmer gesunder Ernährung weiter"! Finde den Fehler Was hat fettarm mit gesund zu tun?Wenn der oder die jenige nicht zunimmt, isst er zu wenig - ergo höhrer Kcal-Intake zur Lösung des Problems. Theoretisch kannst du als Stoffwechselwunder nur Müll futtern, was hat das dann aber noch mit gesund zu tun? Sport sollte doch im Hobbybereich zur Gesundung und Stärkung des Körpers beitragen, Müll-Food rächt sich spätestens im Alter oder manifestiert sich in übermäßig hohen Blutfettwerten inklusive Diabetes etc. Btw: bin kein Moralapostel - Sünde muss sein!
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#9
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| Zitat:
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#10
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| Fast Food ist auch nicht gleich Fastfood. Man vergleiche nur mal z.B. Subway mit Burger King oder McDonalds...
__________________ Put your hands down my pants and I´ll bet you´ll feel nuts! |
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