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#1
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| Gibt es grobe Zeiträume, von wann bis wann man von den genannten Phasen spricht? Bei Kreuzbändern, Knie- und Hüft-TEPs, oberen Sprunggelenken, LWS/BWS BSV und Schultersachen (Luxationen, Frakturen, Knorpelschäden, ...) |
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#2
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| Man muss natürlich ersteinmal differenzieren um was für eine Verletzung bzw. Schaden es sich handelt und wie versorgt wurde - > operativ oder konservativ. Dann ist zu klären welche Art von Gewebe (Knorpel, Knochen, Muskulatur, Bindegewebe... verletzt und beschädigt wurde und in welchem Ausmaß. Eine Subluxation ohne Labrumschaden ist hier z.B. nicht mit einer schweren ACG-Sprengung vergleichbar. Lange Rede kurzer Sinn: Akut: zumeist 1-3 Tage Frühphase: die ersten 7-10 Tage bis zu einigen Wochen Spätphasen: mehrere Wochen bis hin zu einigen Monaten Eine vollzementierte Hüft-TEP ist bspw. ab Tag 1 Belastungsstabil, das Gewebe hingegen ist nach der OP natürlich deutlich geschwollen und zeigt für einige Tage starke Entzündungszeichen (Wärme, Schmerz, Schwellung, eingeschränkte Funktion), zum Teil wird sogar der TFL (Oberschenkelspanner) zu gewissen Teilen durchtrennt was die Frühphase auch inklusive eventueller Komplikationen verlängern kann. Vor allem bei Frakturen oder BSV spielen Alter, Geschlecht (Osteoporose nach der MP) und Trainingsstand der Muskulatur eine nicht unwesentliche Rolle im Bezug auf den Heilungsprozess. Weitere Einflussfaktoren für die länge der Phasen und der Regenerationszeit wären: - Alter - Nebenerkrankungen (wie Diabetes, Krebs, Autoimunerkr.) - allg. Gesundheits- und Trainingsstand - indiv. Veranlagung - Art und schwere der Verletzung
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#3
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| Gibt es bestimmte Übungen/Bewegungen, die ausgeführt werden können, damit man von Spätphase sprechen kann? Bestimmt, oder? Also eine bestimmte Beweglichkeit im Knie bei TEPs aktiv/passiv, >90° Abduktion (mit Gewicht) in der Schulter oder so. |
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#4
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| Ja das gibt es, i.d.R. setzt das aber der behandelnde Arzt je nach Eingriff und Heilungsverlauf fest. Bei Hüft-TEPs wird ja zumeist tunlichst davon abgeraten in Frühphasen auch nur einen Hauch an Adduktion oder Rotation zu beüben, nicht zu vergessen die Flexion über 90°. Grundsätzlich nicht verkehrt, die früheren Behandlungsmethoden bei Bspw. WS-Erkrankungen "in Watte einpacken und bloß nicht bewegen", zeigten jedoch das sich zu viel Schonung auch negativ auswirken kann. Ich sprach mal mit einem Orthopäden der mir sagte: eigentlich kann eine frische Hüft-TEP bei alltäglichen Bewegungen kaum luxieren, solche 'Verbote' sind lediglich Vorsichtsmaßnahmen. Es gibt immer Vorgaben für bestimmte Gradzahlen und kontraindizierte Bewegungen an die man sich zwar grob halten sollte, jedoch schon individuell abwägen kann, ob hier und da nicht noch etwas mehr ginge.
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