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Einfluss der Ernährung auf Muskelkater

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  #1  
Alt 06.12.2010, 12:46
Benutzerbild von blackenslaver666
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Registriert seit: 08.05.2005
Ort: Stuttgart
Beiträge: 51
blackenslaver666 eine Nachricht über ICQ schicken
Standard Einfluss der Ernährung auf Muskelkater

Was bislang nicht erwähnt wurde: Der gute Mann ist nicht zufällig auf LowCarb?

Ich persönlich würde in diesem Fall nicht auf Last/Umfang/IK tippen sondern eher auf muskuläre Energiereserven. Ich stelle mir das so vor dass der Power-Output der Muskelarbeit in diesem Fall die (kurz-/mittelfristigen) Energiereserven übersteigt, was den Streß wiederum auf die passiven Strukturen erhöht und dann letztlich in MK mündet. Beim Konditionstraining konnte ich das auch schon bemerken, das ist ein Gefühl als ob sich der Muskel "auflöst". Evt. gibt es da Möglichkeiten das mal zu prüfen...
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  #2  
Alt 06.12.2010, 13:05
Benutzerbild von Solos
Moderator
 
Registriert seit: 29.01.2009
Beiträge: 3.029
Standard AW: Chronischer Muskelkater

Stimmt, guter Hinweis!
Hab während meiner "Carb-Entwöhnungsphase" ähnliche Erfahrungen gemacht: MK kam leichter und blieb länger spürbar.

Gruß
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"Train as heavy as possible, as often as possible, while staying as fresh as possible.“
V.M. Zatsiorsky

"Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen."
Hermann Hesse

Solos = Aus Kupfer bestehendes Wurfgerät des antiken Fünfkampfes. Gilt als Ursprungsform des Diskos, dem Vorläufer des heutigen Diskus.
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  #3  
Alt 06.12.2010, 13:18
Benutzerbild von taurus
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Ort: oberfranken
Beiträge: 19.224
Standard AW: Chronischer Muskelkater

evtl. in der umstellungsphase. ich fahre auch low-carb und habe ein recht hohes pensum.
muskelkater habe ich nur wenn ich über mein erarbeitetes level hinaustrainiere.
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  #4  
Alt 06.12.2010, 18:17
Benutzerbild von kecks
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Standard AW: Chronischer Muskelkater

Ich persönlich habe diese Erfahrung auf Paleo nicht gemacht (obwohl das sehr lowcarbig ist).
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Ich bin für den Sport, weil und solange er riskant (ungesund), unkultiviert (nicht gesellschaftsfähig) und Selbstzweck ist. (Bert Brecht)
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  #5  
Alt 06.12.2010, 19:40
Benutzerbild von blackenslaver666
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Standard AW: Chronischer Muskelkater

Zitat:
Zitat von taurus Beitrag anzeigen
evtl. in der umstellungsphase. ich fahre auch low-carb und habe ein recht hohes pensum.
Right Man! Allerdings würde ich das nicht unbedingt vergleichen. Zwar hast du einen außerordentlichen Load, dein Training ist mMn aber mehr auf IK/Kraft ausgelegt. Sieht man mal von den ganzen Snatches & Aufwärmsätzen ab, gehst du doch nie / selten über 10 Reps oder? Und außerdem hast du ja noch dein Refeed-WE, wo du ca. 1/4 deines KG "gainst", das langt dann ja auch für die ganze Woche!

Ich weiss jetzt nicht wie ein Boarder so trainiert, aber Energiereserven sind sicher individuell, und evt. hilft dem Kollegen ja schon ein kleiner isotonischer Drink während der TE BEVOR der MK entsteht. Who knows?
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  #6  
Alt 06.12.2010, 19:51
Benutzerbild von taurus
Moderator, Notabilität
 
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Ort: oberfranken
Beiträge: 19.224
Standard AW: Chronischer Muskelkater

hat mal jemand nen link von der carbs vs mk geschichte?
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  #7  
Alt 07.12.2010, 12:41
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Standard AW: Chronischer Muskelkater

Ich kann mal heute abend suchen ob ich Quellen dazu finde. Generell wird aber vermutet dass hohe Energiereserven in der Muskulatur bzw. PWN nach der Belastung DOMS vorbeugen. Das ist ja absolut nichts Neues. Erschöpfte Ressourcen reduzieren nicht nur den Power-Output während der TE sondern auch in der Regenerationsphase.

Speziell hängt das also nicht mit LowCarb zusammen. Allerdings merkt man das nur verstärkt wenn du richtige Kraftausdauer in dieser Konstellation bolzt. Viele LC-Diäten nutzen ja diese "Glycogen depletion"-Workouts um die Glykogenspeicher zu leeren und die Fettverbrennung zu maximieren. Während der TE fühlt man sich dann auch ziemlich miserabel, nicht nur wegen dem Laktat. Muskulär stelle ich mir da so vor, dass bei hoher Leistungsabgabe ATP nicht schnell genug resynthetisiert wird und dadurch die Querbücken gewaltsam brechen/reißen. Das ist dann ein Gefühl als ob sich die Muskulatur "auflöst". Wenn hinterher keine KHs zugeführt werden verzögert sich die Regeneration extrem. Ich bin für MK eig. gar nicht empfänglich, höchstens mal die 1. TE nach wochenlanger Pause. In diesem Fall hatte ich aber 3-4 Tage höllischen Kater der auch nicht wegging. An Training war nicht zu denken.

Wenn du also scharf drauf bist, mache mal eine deiner TEs vom gleichen Umfang auf LC, aber mit 15-20+ Reps & einer TUT von 45+s. GK-Übungen bevorzugt, im Idealfall die Exercises die du sonst auch üblicherweise machst (nicht dass es dann heisst, der MK kommt von uneingeschleiften Bewegungen). Ich kann dich nur warnen, aber eine Erfahrung ist es wert!
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  #8  
Alt 07.12.2010, 12:53
Benutzerbild von Solos
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Registriert seit: 29.01.2009
Beiträge: 3.029
Standard AW: Chronischer Muskelkater

blackie,

bin grad nicht ganz fit aber spielte der von dir geschilderte mechanismus (wegbrechen der Querbrücken) nicht auch eine rolle in der ATP-Mangel-Theorie von MEERSON?

sonst kann ich deiner argumentation gut folgen. wär cool wenn du noch was stichfestes in form von quellen hättest.
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  #9  
Alt 07.12.2010, 13:40
Benutzerbild von taurus
Moderator, Notabilität
 
Registriert seit: 10.12.2009
Ort: oberfranken
Beiträge: 19.224
Standard AW: Chronischer Muskelkater

@ blacky

ist nicht so das ich deine theorie anzweifle, ich hätte halt gerne ne studie dazu gelesen
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  #10  
Alt 07.12.2010, 21:52
Benutzerbild von blackenslaver666
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Ort: Stuttgart
Beiträge: 51
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Standard AW: Chronischer Muskelkater

Zitat:
Zitat von Solos Beitrag anzeigen
wär cool wenn du noch was stichfestes in form von quellen hättest.
Damit kann ich leider nicht dienen. Die Frage kam mal vor Jahren in einem Forum eines Kumpels auf der von starken MK auf LC berichtet hatte. Meine Aussagen basieren auch auf Praxis nicht Theorie. Damals ging ich schon auf Quellensuche konnte aber keine Zusammenhänge in Quellen finden die darauf schließen ließen. Ich habe jetzt nochmal gesucht, und wieder wenig / nichts gefunden. Der Grund liegt wohl darin, dass die Experten sich nicht sicher sind was MK / DOMS überhaupt ist und wie er entsteht (nach der mech. Belastung). Das macht es dann auch schwer weitere Zusammenhänge zu knüpfen. Eine mögliche Rationale habe ich allerdings gefunden, das driftet dann in die Immunologie / Entzündungstheorie des DOMS ab:

Zitat:

This finding is similar to those of a previous study which
reported increased ROS using indirect measures 96 hours
after downhill running.
4 The 48–96 hour delay in the
production of ROS in these studies suggests that the likely
source is invading phagocytes. However, the exact role of this
increased ROS production in the aetiology of DOMS is not
fully established.
It is known that plasma glucose is a vital fuel for several
cells of the immune system including phagocytes.
5 It has
been shown that carbohydrate (CHO) status before exercise
and CHO ingestion during exercise is associated with smaller
shifts in the number of circulating leucocytes, as well as
attenuation of many immune cell functional responses.
6–10

Increasing CHO status before exercise through a high CHO
diet is designed to maximise liver and muscle glycogen stores,
thereby maintaining blood glucose and ultimately minimising
any immunosuppression.
5 Conversely, depletion of CHO
stores through a low CHO diet should result in decreased liver

glycogen and thus reduced availability of blood glucose
during exercise, resulting in a greater stress response and an
associated immunosuppression.
The contribution of phagocytes to ROS production after
exercise and the role of ROS in the aetiology of DOMS and
loss of muscle function are unclear. Likewise, despite the
popular practice by athletes of altering their CHO status
before exercise to maximise performance, the effect of such
dietary manipulations on DOMS, muscle function, and ROS
production has not been reported.

[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]

Auch wenn die Autoren zu einem anderen Urteil kommen ist das Ergebnis nicht sehr aussagekräftig denn:
Zitat:
As the diets were not combined with a
bout of strenuous exercise, it is unlikely that muscle glycogen
stores were significantly affected, although there was likely
to have been a significant reduction in liver glycogen stores.
However, despite these presumed changes in pre-exercise
liver glycogen status, there were no observed differences
between the two dietary interventions with regard to DOMS,
ROS, or changes in muscle function. It must be noted,
however, that the study did not measure liver or muscle
glycogen and therefore any changes in glycogen status are
deduced from the metabolic measurements. Furthermore,
the dietary manipulation was only carried out for two days,
and therefore conclusions on long term dietary CHO
manipulation cannot be made.
Mehr Quellen habe ich hingegen bzgl. BCAA, Kreatin & Milch-KH-Drink gefunden, die als PreWN den MK zwar nicht verhindern aber immerhin eindämmen. Das spricht schon dafür dass es iwie mit dem Energiestatus der Zelle zusammenhängt.

Ergo alles wenig überzeugend. Aber wir sind sehr weit abgedriftet hier...
__________________
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  #11  
Alt 08.12.2010, 07:00
Benutzerbild von taurus
Moderator, Notabilität
 
Registriert seit: 10.12.2009
Ort: oberfranken
Beiträge: 19.224
Standard AW: Chronischer Muskelkater

vielleicht sollte man versuchen jan prinzhausen zu kontaktieren. er ist momentan der einzige der mir einfällt, der sowas wissen könnte (im raum d). bekomme aber immer eine fehlermeldung, wenn ich versuche auf seine seite zu kommen.
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*.....*.....*.....*.....*.....*.....*


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