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#1
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| Hallo, Seitdem ich wieder trainiere plagen mich häufiger Kopfschmerzen. Diese fokussieren sich hauptsächlich auf den Hinterkopf. Heute spüre ich außerdem eine stechende Blockade in der Wirbelsäule - gestern Abend Kreuzheben gemacht. Auch hier sehen ich einen Zusammenhang. Konzentriere mich hierbei immer auf eine saubere Ausführung mit gradem Rücken. Habt ihr eine Idee, wie ich präventiv dagegen steuern kann? |
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#2
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| Die Kopfschmerzen können, müssen aber nicht mit dem Training in Verbindung stehen. Eine erhöhte Spannung der Nackenmuskulatur kann reflektorisch auch Schmerzrezeptoren der Kopfmuskulatur aktivieren oder die Durchblutung bestimmter Areale durch den erwähnten unphysiologischen Spasmus einschränken. Massagen, Mobi und Wärme wirken entkrampfend, sollte sich die Intensität der Schmerzen dadurch nicht reduzieren, ist die Ursache vermutlich wo anders zu suchen. "Blockaden" bzw. Schmerzen, vor allem im Kreuzbein-Darmbeinübergang können (u.a.) ein Zeichen von vorübergehenden Überlastungen der passiven Strukturen, aber auch einer Störung der Körperstatik, ausgelöst durch ein Missverhältnis in der Ausbildung und Wirkung der Rumpfmuskulatur sein. Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied und nur wenn die WS-stabilisierende Muskulatur in all ihren Funktionen (dazu gehören nicht nur Flexion und Extension) vernünftig gekräftigt wird, ist dies die beste Prophylaxe gegen solche und andere Problematiken. Auch hier hilft Wärme im Bereich des Kreuzbeines, etwas Bewegung/Mobi: - liegend abwechselnd ein gestrecktes Bein rausschieben und zurückziehen - ausliegen auf einem Holzstab (die WS liegt vom Kreuzbein bis zum Hinterhaupt auf), Beine werden angestellt - Becken im Stand aufrichten und kippen (Einsatz der Bauch- und Glutealmuskulatur hilft) Mein Artikel zum Bulletproof Core auf dem Portal behandelt die Sache etwas ausführlicher, Übungsbeispiele werden gegeben. Gute Besserung!
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#3
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| Hallo Forti, danke für die Antwort, auf dich habe ich gezählt. Heute geht es mir noch schlechter. Die Nacht war unruhig, weil ich gar nicht wusste wie ich liegen soll. Ich kann mich nur noch eingeschränkt bewegen, komischerweise sind vertikale Bewegungen der WS machbar, Dreh- und horizontale Bewegungen machen mir aber Probleme. Ich spüre ab einem bestimmten Punkt ein starkes Stechen, außerdem auch bei bestimmter Haltung wenn ich tief einatme. Wenn meine Freundin mich vorsichtig massiert, spürte sie am Rückenstrecker einen "Knubbel", dort wo anscheinend die Ursache des Problems zu sein scheint. Höhe zw. unterer Rücken und Kreuz. -Kopfschmerzen sind immer noch da (leichtes Dröhnen Hinterkopf) -Werde jetzt mal in die Sauna gehen damit Wärme dran kommt ---------- Was ich gestern nicht erwähnt habe: Ich hatte 2007-2008 (damals habe ich am häufigsten trainiert) extrem Schwierigkeiten mit Kopfschmerzen bekommen. Ursache hatte kein Arzt (MRT, CT, Röntgen, diverse Ärzte und Therapeuten) finden können. Erst als ich das Trainingspensum aus anderen Gründen massiv runtergefahren habe, war das Problem behoben. Damals hatte ich auch immer Schwierigkeiten mit meinem rechten Arm, der Nachts taub wurde und tagsüber bei "hoher Haltung" anfing zu kribbeln. Genau das habe ich seit einigen Tagen auch wieder. Mit zunehmender Trainingsfrequenz bilden sich bei mir also 3 Leitsymptome: -Verspannungen/Blockaden bis hin zur Unbeweglichkeit -Kopfschmerzen chronisch -Kribbeln im rechten Arm / Einschlafen des Arms Ich weiss, dass Ganze klingt sehr difus und kann 100 Ursachen haben. Aber ich habe den Ärzte Marathon bereits hinter mir und will das Training nicht für immer an den Nagel hängen. Geändert von Chester_S (13.02.2011 um 10:36 Uhr). |
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#4
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| Zitat:
Kniebeuge Hantellast auf dem Rücken? Zu der Blockade mir hat das ausrollen auf einem Foamroller und Tennisball viel gebracht. Auf alle Fälle würde ich noch einen Physio und/oder Sportarzt aufsuchen. Aufhören mit dem Training musst Du bestimmt nicht vielleicht neu ausrichten und überdenken. Gute Besserung. |
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#5
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| Ich kann das auch bestätigen, zwar nicht so extrem mit Taubheitsgefühlen. Aber diese Nackenverspannungen und starke Hinterkopfschmerzen hatte ich auch eine zeitlang sehr regelmäßig. Ausrollen und Wärme kann ich sehr empfehlen, ebenfalls einen guten Physiotherapeuten. Mir hat "manuelle Therapie" 4 Wochen ganz gut weitergeholfen. Man hat sich damals meine Haltung angesehen und auch Tipps zum sitzen, Schlafposition etc. gegeben. Das wird aber individuell sein.
__________________ Surrender your ego - be free, be free to yourself |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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| Danke Jungs, manuelle Therapie habe ich damals in allen Formen probiert, mit mäßigem Erfolg. Was ist mit "ausrollen" gemeint? Bei uns im Ort gibt es einen Sportphysio, die Website macht einen guten Eindruck. Wie siehts denn mit Rezepten aus, bekommt man das als Kassenpatient überhaupt verschrieben? War früher noch über meine Eltern privat versichert. @Danhan: Ja, Hantellast auf dem Rücken. Wickele ein Handtuch um die Hantel, mehr als 65KG Kniebeugen mache ich aber im Moment eh nicht. |
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#7
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| Zitat:
Sauna ist nett, geht aber eher in die Richtung allg. Wärmeanwendung, lokal durch Wärmflasche, Heizdecke, oder Wärmesalbe lindert und hilft in diesem Fall besser. Zitat:
Um mich jetzt mal extrem weit aus dem Fenster zu lehnen: letzteres, sprich die Mitbeteiligung der HWS durch Statikveränderungen/Dysbalancen und geringer Degeneration ist am wahrscheinlichsten, da hierdurch auch der Kopfschmerz entstehen kann. Dann nennt man das ganze aber lieber Cervical-Syndrom. Auch für den Fall das ich mich irre, folgende Ratschläge sind dennoch zielführend. Ein Training der HWS-stabilisierenden Muskeln: - Shruggs - Elevation(Overheadshruggs)/Depression unter Last ("Latruckeln" und co.) - Spannungsübungen (Hand an Kopf legen und in alle Richtungen gegenspannen + diagonale) - Kopf über Bankrand in alle 4 Richtungen + diagonale und diesen anheben + senken - nicht endgradig arbeiten! Massagen und MT verschreiben lassen, mehr Übungen beim Physio vor Ort abgreifen, konservativ mit Mobi und Wärme behandeln, den Rumpf vernünftig trainieren (die Ursache für Blockaden ist fast immer eine nicht ökonomisch arbeitende Muskulatur und daraus resultierenden Fehlhaltungen/-Belastungen) und das Volumen des Trainings stets vorsichtig erhöhen. Den Artikel hier habe ich noch vor ein paar Monaten überarbeitet: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] Zitat:
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#8
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| Zitat:
Denke Du solltest Back to basics. Kniebeuge lernen, Hantellast hinten und/oder vorne testen. Und Fixierung der Hantelstange auf Deinem Trapezmuskel. Oder Bulgarian Squat, Goblet Squat. Aber erst Deine Blockade behandeln!! Foaming kann so aussehen. Geändert von DanHan (13.02.2011 um 11:42 Uhr). |
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#9
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| Hallo Gestern beim Orthopäden gewesen. Der hat mir kaum zugehört, da sollte ich mich schon auf den Bauch legen. Er hat einmal von oben bis unten an meiner Wirbelsäule gedruckt bis es in der Mitte heftig geknackt hat. Hinweis von ihm: jetzt sind die 3 Wirbel wieder drin und ist rausgerannt. Ein Rezept fur physio habe ich auch nicht bekommen. Zum einschlafenden arm sowie Kopfschmerzen meinte er nur ich soll zum Neurologen gehen. Habe ich vor 2 Jahren schon mal gemacht aus den gleichen gründen - ohne Befund. Heute tut mir der Rücken dafür auch ohne Rotationsbewegung weh. Es ist ein Schmerz der irgendwie aus der Tiefe kommt. Würde sagen er strahlt bis in die Nierengegend aus. Kommt aber von der WS. Geändert von Chester_S (15.02.2011 um 09:20 Uhr). |
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#10
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| Auch wenn ich mich in vielen, die Wirbelsäule betreffenden, Themen wiederhole: das "wieder-einrenken" oder "lösen" von Blockaden ist nur eine temporäre, symptomatische Methode - es löst das Problem (zu dem es immer wieder und wieder kommen wird) nicht. Du kannst da nichts dafür, aber wie und was steht in diesem Thread hier sehr ausführlich von anderen Usern und mir beschrieben = > [[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]][[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]][[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]] Nicht böse gemeint, aber die Zeit die du hier und anderswo für Infos investierst, hättest du schon für erste sanfte Mobility-Drills nutzen können. Etwas Wärme ins Genick und den Kreuzbeinbereich und in ein paar Tagen fängst du mit Planks, sowie den statischen Übungen für die HWS-umgebende Muskulatur und co an. Manchmal muss man sich selbst helfen und sein Schicksal in die Hand nehmen. Rehab ist schwierig, schmerzhaft und langwierig, mit Besuchen bei schlechten Ärzten und der Angst nicht mehr hochvolumig trainieren zu können hilfst du dir nicht. Betreff deiner PM: sieht nicht schlecht aus, probiers mal dort und such dir einen neuen Orthopäden der es dir verschreibt.
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#11
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| Ich lese mir die Artikel heute Abend alle durch und setze es um. Es ist nur etwas schwierig etwas zu finden, wenn man nicht weiß wonach man sucht. Schmerzen sind mittlerweile weg ( nur bei Rotation noch ein ziehen ) Spricht etwas gegen vorsichtiges Training? Kreuzheben mal außen vor gelassen. |
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#12
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| Zitat:
Was gekräftigt werden soll und muss? - die Core-Muskulatur - die HWS-umgebende Muskulatur (trapez oberer Anteil, Scalenii, sternocleidomastoideus) Was mobilisiert werden muss? - Thoracolumbaler Übergang (Übergang BWS zu LWS) - Kreuzbeindarmbeingelenk (ISG) - LWS allg. - Schultergürtel und weitere angrenzende Strukturen der HWS Wie? Beispiele wurden gegeben, ansonsten kannst du mich explizit fragen. Btw: ich kann dich schon verstehen. Zitat:
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#13
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| Danke nochmals an alle, besonders Forti. Werde die Tips beherzigen und an meinem Rücken arbeiten. Eines noch: Kennt ihr Restlegs Syndrom? Das habe ich seitdem ich wieder mehr trainiere ebenfalls. |
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#14
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| Zitat:
Eine mögliche, wenn auch von mir erdachte Theorie: durch das vermehrte Training ist dein Bedarf an bestimmten Nähr- und Mineralstoffen gestiegen, ein Mangel bspw. an Eisen/Magnesium kann das Unbehagen in der Beingegend auslösen. Die Betonung liegt hier auf 'kann', Dis-Stress und/oder die Komponente Vererbung klingen wahrscheinlicher, sollte es sich wirklich um ein manifestes RLS handeln. Sollte es sehr stören, kannst du das ganze mal einem Neurologen/Internisten schildern, bedenke aber das dies in aller Regel wenigstens 10 Euro kostet. Ne CD oder ein Buch von Feldenkrais/Jacobson könnte billiger kommen und u.U. mehr helfen.
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#15
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| √erstanden. wobei ich das RLS wirklich erst wieder habe, seitdem ich regelmäßiger trainiere und mehr gewichte drücke. MS/parkinson ist bei mir in der familie bisher nicht aufgetreten. evtl sind die 10€ ja gut investiert... danke nochmals und viele grüße |
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