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Schulterschmerztherapie

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  #1  
Alt 16.04.2010, 20:55
Benutzerbild von Thorben
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Registriert seit: 04.11.2009
Ort: Hanau / Hessen
Beiträge: 447
Standard Schulterschmerztherapie

Kürzlich war ich beim Arzt wegen den Schmerzen in meinem Schulteransatz (rechts). Nicht besonders intensiv, in etwa so wie ein blauer Fleck. Die habe ich seit etwa seit 3 Monaten, habe wohl seinerzeit falsch beim BD agiert. Beim Überkopfarbeiten bzw. wenn ich den Arm unter Last gebeugt habe oder so, tat es schon mehr weh. Irgendwie eine Art von Stechen?

Jedenfalls wurde ich geröntgt, abgetastet und kurz befragt....die Diagnose kam sehr schnell...*komisches Wort einfügen - könnte Tendopathie gewesen sein*...es lief/läuft auf eine Entzündung der Sehne(?) die den Deltoid mit dem Knochen verbindet(?) hinaus.

Es sei kein Impigment, die Supraspinatussehne sei auch nicht involviert, die Ursache sei höchstwahrscheinlich Überlastung.

Der Therapievorschlag kam ebenso schnell wie die Diagnose: Stosswellentherapie, 3-4 Sitzungen a 60€ und Spritze zu 20€.
Natürlich verbunden mit möglichst viel Ruhe für Schulter/Arm für ca. 2 Wochen.
Alternativbehandlungen kamen nicht zur Sprache.

Erste Spritze und Behandlung bekam ich gleich im Anschluss.
Stosswellentherapie funktioniert wohl wie ein kleiner Presslufthammer, jedenfalls wurde einige Minuten mehr oder minder sanft auf die schmerzenden Stellen 'eingehämmert'.
Die Wirkung trat nahezu sofort ein....keine Ahnung ob es den Stosswellen oder der Spritze zu verdanken war.
Seither geht es der Schulter recht gut....bis auf ein leichtes Knacken wenn ich die Arme über Kopf hebe oder gelegentlich leichte Schmerzanflüge (die aber immer punktuell sind und nicht abstrahlen) wenn ich mal den Arm testweise dehne, fühlt sich alles total normal an.
Habe also die Hoffnung bald wieder 'richtig' arbeiten zu können...natürlich erstmal ne Zeitlang mit leichteren Gewichten.

ABER:
Krankenkasse und meine Frau halten mich für blöde, da sie glauben ich hätte mich 'abzocken' lassen.
Die 'übliche' Vorgehensweise sei erstmal Ruhe und ein entzündungshemmendes Medikament wie Iboprofen.
Wenn das nicht geholfen hätte, dann Spritzen und Krankengymnastik und wenn auch das nichts brächte, eine OP.
Die Erfolgsquote der Stosswellentherapie liege etwa bei 30-40%. Nur wenn es auf das Geld nicht ankäme, sollte man sich dafür entscheiden.

ICH meine, wenn es wirklich so gut läuft wie es gerade den Anschein hat, ist die Kohle gut investiert (zumal uns die ca.200€ auch nicht gerade an den Bettelstab bringen)

Hat vlt. noch jemand Erfahrung mit dieser Stosswellentherapie?
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  #2  
Alt 21.04.2010, 17:58
Benutzerbild von Thorben
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Beiträge: 447
Standard AW: Schulterschmerztherapie

Heute die 2te Sitzung gehabt. Diesmal ohne Spritze. Intensität lag bei 4000. (Falls das irgendjemandem was sagt.)

Bis zum Montag war ich nahezu komplett beschwerdefrei. Als wäre nie was gewesen. Ich musste mich richtig zusammenreißen um nicht zu trainieren.
Montag dann allerdings wieder Beschwerden wie zuvor, und zudem knackte und knirschte es recht häufig im Schultergelenk wenn ich den Arm bewegte.
Am Dienstag waren die Beschwerden dann weniger und das Knirschen und Knacken auch....allerdings noch immer vorhanden und in etwa auf dem Level von vor der Behandlung.

Heute also wieder eine Sitzung.
Fühlt sich etwas besser an, aber nicht so gut wie nach dem ersten Mal. Lag wohl doch an der Spritze?
Das Gelenk knackt noch vereinzelt und es schmerzt ein wenig, aber alles in allem bin ich noch vorsichtig optimistisch.
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  #3  
Alt 21.04.2010, 18:17
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Standard AW: Schulterschmerztherapie

Verschlimmerungen der Beschwerden sind nach den ersten Behandlungen nicht ungewöhnlich, so zumindest ist es bei fast jeder Anwendung der Elektro- und allg. Physikalischen Therapie.

Ich oute mich nicht als Kenner auf dem Gebiet der Stoßwellentherapie, stehe der Sache jedoch etwas skeptisch gegenüber, man sollte bedenken dass soweit mir bekannt bisher noch keine validen Aussagen über die direkte und kausale Wirksamkeit gegeben sind und definitiv keine Erfolgsgarantie besteht.

Natürlich wünsche ich dir Erfolg und sollte der Schmerz dauerhaft ausbleiben, ist das eine ideale Grundlage um die Schulter und ihre Strukturen wieder vernünftig aufzutrainieren um dadurch auch eine gewisse Vorbeugung zu schaffen.

Zitat:
Lag wohl doch an der Spritze?
Das ist recht wahrscheinlich.
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  #4  
Alt 25.04.2010, 11:16
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Standard AW: Schulterschmerztherapie

Ja, auch im Netz sind die Meinungen zur Stosswellentherapie eher gespalten. Wirklich hilfreiche Beiträge hab ich kaum gefunden. Die meisten Einträge befassen sich eher mit der Frage der Kostenübernahme.
Der Arzt meinte, das man das mit den 30-40% Erfolgschance nicht so pauschal sagen könne, da es eben auch auf die Ursache ankäme...bei Erkrankungen wie meiner liege die Wahrscheinlichkeit eher höher...genauere Zahlen verkniff er sich aber.

Jetzt, etwa eine halbe Woche nach der zweiten Behandlung, kann ich sagen das es bei mir ganz gut anschlägt. Für gewöhnlich bin ich beschwerdefrei im 'Normalbetrieb', nur wenn ich den Arm bsw. vorwärts eindrehe oder sonstwie die Schulter stärker unter Spannung setze, merke ich etwas.
Belastungen, wenn sie sich nicht vermeiden lassen, sind wieder möglich, auch wenn ich das nicht ausreize.
Das Knacken wurde weniger, ist aber vereinzelt noch da.
Schlimm ist es zumeist nur nach dem Aufstehen, wenn ich mal wieder in der Nacht auf besagter Schulter geschlafen habe und sie dadurch übermässig belastet wurde. Ich schätze, ohne diese Belastung würde der Heilungsprozess deutlich besser verlaufen....aber ich kann mich ja nicht ans Bett fesseln lassen....(ich lass das jetzt mal so stehen)

Alles in allem bin ich noch immer zuversichtlich.
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  #5  
Alt 03.05.2010, 21:06
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Standard AW: Schulterschmerztherapie

Dritte Sitzung ist gelaufen, diesmal mit Intensität bis ca. 5000.
Anschliessend bekam ich noch eine Spritze mit Cortison, etc.
Nicht so prickelnd, da ich dann nicht weiss ob evtl. Schmerzfreiheit der Heilung oder doch eher der Spritzung geschuldet sind.
Deshalb schreib ich auch erst heute.

Die Tage nach der letzten Sitzung waren durchwachsen. Mehr 'Schmerzen' (ganz leicht) als nach der ersten Sitzung/Spritze.
Auch diesesmal scheint die Depotwirkung der Spritze am Montag (heute) nachzulassen.
Stärkeres 'Knacken/Knirschen' in der Schulter, verbunden mit etwas Schmerz (eher ein unangenehmes Kitzeln).
Beim 'Dehnen/Eindrehen sticht es noch, aber nicht übermässig.

Ich werde noch eine Woche den Arm nicht weiter belasten und dann sehr moderat mit leichtem Gewicht starten und schauen wie sich das entwickelt.
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  #6  
Alt 04.05.2010, 01:51
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Standard AW: Schulterschmerztherapie

Versteh mich nicht falsch aber wenn ich von Depotwirkung und Spritzen allgemein lese, bekomm ich Kotzkrämpfe, ich bin mir sicher das du nicht nur darauf baust, aber viele lassen sich durch passive konservative Maßnahmen die selten kausal wirken, extrem beeindrucken und einwickeln. Da geht der Rückenschmerzpatient zum Orthopäden, lässt sich eine Spritze in den Lumbalbereich jagen und ist gute 2 Monate schmerzfrei, der Orthopäde ist dann natürlich sein Held. Das diese Schmerzbetäubung aber von mal zu mal in ihren Abständen geringer wird und das Problem ansich nicht kuriert, erkennt der Patient erst später. Die Rückenschule bringt nicht sofort etwas, lindert aber fast immer nach gewisser Anwendung die Schmerzen und löst evtl. einen Großteil der Probleme.

So nett das alles klingt mit der SWT, Kalkherde hin oder her, die aktive Kräftigung diverser Strukturen + Mobilisierung etc (das volle Programm und nicht nur 2 ARO-Übungen 2x die Woche), die komplette Untersuchung von Gewohnheiten, Haltungsschule, feste Routinen, dauerhafte Maßnahmen, dass alles sollte erfolgen bevor ich teuer Geld in umstrittene Maßnahmen investiere, die das Hauptproblem nicht lösen, die jetzigen Symptome/Befunde sind nicht das Hauptproblem, sie gehen nur aus diesem hervor.

Wenn all diese aktiven Dinge nach mehreren Monaten nicht den Hauch einer Besserung erzielen, ist selbst die SWT machtlos und es Bedarf einer OP: je nachdem, Abtragung der Kalkherde, Abfräsung von Knochen/Knorpelmaterial zur Vergrößerung des subakromialen Raumes etc.

Ich garantiere dir das die SWT nicht zur Lösung des Problems und zur dauerhaften Schmerzlosigkeit führt, die Kalkherde und Überlastungen der Sehnen rezidivieren, d.h. sie kommen wieder, warum? Entweder du bist dafür prädestiniert, oder besitzt einige Dysbalancen/Fehlstellungen und Fehlhaltungen, beginnend in der BWS und endend im Bereich Schultergürtel/Schultergelenk - die i.d.R. beseitigt werden können. Dies natürlich abhängig von deiner Compliance...
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  #7  
Alt 25.05.2010, 18:30
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Standard AW: Schulterschmerztherapie

Nach längerer Pause für Beobachtungen ist es nun Zeit für ein vorläufiges Fazit.

Nochmal würde ich wohl keine Stosswellentherapie machen. Der Heilungseffekt insgesamt war eher mässig, würde ich im Rückblick sagen.
Bessere Effekte meine ich mit verstärktem ARO-Training, wie eben von Fortis empfohlen, erzielt zu haben.

3-4x wöchentlich etwa 1/2 Std. verschiedene Übungen
+
3S Wallslides täglich
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deltoid, schulterschmerzen, stosswellen

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