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#1
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| Hallo Leute! Bin neu hier im Forum und bringe gleich ein Problem mit bei dem ich hoffe von Euch Tipps zu bekommen. Bin wegen Rückenschmerzen nach langem Sitzen zum Orthopäden gegangen und der hat via Röntgen eine Spondylolyse diagnostiziert. ![]() Hierbei scheint es sich um einen Ermüdungsbruch eines Lendenwirbelbogens aufgrund von falscher Haltung (Hohlkreuz) zu handeln. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit so einer Verletzung und kann man trotzdem weiter Sport betreiben. [frag] Spiele seit meiner Kindheit Fussball und trainiere leidenschaftlich gerne im Fitnessstudio. |
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#2
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| Wobei du dir die Spondylolyse zugezogen hast kannst du bzw. der Arzt nicht sagen? Was hat er den empfohlen? Ich denke mal ne Ruhigstellung und anschliessende Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Kreuzheben solltest du erstmal ne Weile lassen und auch sonst starke Rückenbeugungen unterlassen. Mehr hierzu wird dir one2one oder sporttest sagen können * ![]() de-fortis
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#3
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| Sportpause ist bei mir bereits seit vier Wochen angesagt Zur Therapie und Prognose hat er mir bisher noch nichts gesagt. Diese Woche will nochmals eine Kernspint-Untersuchung machen. |
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#4
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| Hallo! Also woher die Spondylolyse (Spaltbildung, Ermüdungsbruch) kommt, ist normalerweise nicht eindeutig festzustellen. Das kann angeboren sein, oder durch schlechte Gewohnheiten kommen oder durch einen konkreten Sportunfall. Am häufigsten tritt sie am 5. Lendenwirbel, am zweithäufigsten am 4. auf, da habe ich sie. Wo ist Deine? Sind beide Seiten betroffen oder nur einseitig links oder rechts? Wenn beide Seiten betroffen sind, kommt es auch häufig zum Wirbelgleiten (Spondylolysthesis), d.h. der betroffene Wirbel rutscht nach vorne ab, das abgebrochene Stück Wirbelbogen inkl. Dorn- und Querfortsätze, über die der Muskelzug aufgebaut wird, rutscht ein Stück zurück, der Spalt vergrößert sich. Spürbar an der "Sprungschanze", wenn man mit dem Finger über die Wirbelsäule gleitet. Heilung gibt es keine, die Knochenteile fügen sich auch nicht wieder zusammen. Aber aufhalten kann man es. Pause solange es weh tut, danach wieder trainieren! Alles, was nicht auf den unteren Rücken geht kannst Du jetzt schon weiter trainieren. Besonders wichtig ist (richtiges) Bauchmuskeltraining. Vermieden werden soll ein übermäßiges Hohlkreuz. Axiale Belastung (von oben) ist gefährlich, Kreuzheben und Kniebeugen mit schwerem Gewicht sind ab jetzt tabu für Dich, und zwar für IMMER! Genauso Schehrkräfte wie Hyperextensions in der Waagerechten ohne Auflage der Lendenwirbelsäule oder diese (angebliche) Erector-Maschine, wo man sitzt und den Rücken nach hinten am Polster drückt. Ebenso Rudern ohne Bruststütze. Die Erklärung ist einfach: die Muskeln halten den Wirbel nicht mehr fest, da diese nur am Wirbelbogen ziehen, der ist aber vom Wirbel abgebrochen. Und damit ist weder zu spaßen noch zu experimentieren! Wenn Du vernünftig trainierst, wirst Du keine weiteren Probleme haben. Wer Mist damit baut, falsch trainiert oder Training vernachlässigt, bekommt je nachdem später ein Korsett, Bandscheibenvorfälle, Längsverschraubungen zwischen Gleitwirbel und (noch) verankertem Wirbel mit einhergehender langsamer Versteifung der Lendenwirbelsäule etc... Rückentraining im Bereich der Lendenwirbelsäule an der schrägen Hyperextension mit Bauchrolle, am Boden in Bauchlage mit Rumpf- oder Beinheben, Froschübung in Bauchlage mit frei hängenden Beinen (anziehen, strecken), Bauchlage mit frei hängender Hüfte auf Bank oder Dr. Wolff Glutaen-Bank, dann ins Hohlkreuz ziehen und wieder senken etc. Bei weiteren Fragen... gerne! Grüße, Peer
__________________ Trainer und Trainierender aus Überzeugung |
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#5
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| @one2one-Training:erstmal danke für die Antwort. Das klingt ja gar nicht gut * aber immerhin kann manüberhaupt noch trainieren. Bei mir ist die erste Diagnose jetzt schon vier Wochen her und es schmerzt immer noch am unteren Rücken. Würdest Du deshalb noch weiter komplett pausieren oder bereits wieder anfangen trotz Schmerz mit Übungen´, die nichts mit dem unteren Rücken zu tun haben. |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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| @one2one-Training:Wie würde denn ein 2er Spilt mit meiner Verletzung jetzt am besten aussehen? Welche Übungen sind unbedenklich? |
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#7
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| Auf jeden Fall weiter trainieren. Sehr vorsichtig, vielleicht mal auf Kraftausdauer und dabei sehr genau auf Deinen Körper hören. Alles was weh tut sofort abbrechen und entweder die Körperhaltung ändern oder eine andere Übung suchen. Ist eine super Chance, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. Splitten kannst Du wie Du willst, vermeide nur schweres Gewicht über den Oberkörper auf die Wirbelsäule zu übertragen - jegliches Heben, Beinpresse liegend, also vielleicht mal lieber Gerätetraining wo Du fixiert bist als freie Gewichte. Später geht das aber wieder problemlos. Und vermeide Kräfte, die am Oberkörper senkrecht zur Wirbelsäule ziehen, also Schehrkräfte (Kreuzheben, Kniebeuge, Hyperextension, freies LH-Rudern, Rudern im Sitzen ohne Aufstützhilfe für die Brust etc....). Das wird schon wieder. Wenn Du weiter trainierst, schlechte (schlecht für einen Spondylolyse-Patienten) Übungen rauswirfst und gegen gute ersetzt, dann kannst Du gut damit leben und merkst nur noch sehr selten was davon. Ca. 5% der Bevölkerung hat das und viele wissen es gar nicht, also keine Panik! Grüße, Peer
__________________ Trainer und Trainierender aus Überzeugung |
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#8
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| Nochmal ein paar Fragen (bin ja echt froh jemanden gefunden zu haben, der sich mit Training bei so einer Verletzung auskennt )Wie sieht es denn mit so Übungen wie Klimmzügen oder Dipps aus? Sind so meine Lieblingsübungen und belasten eigentlich nicht direkt den unteren Rücken? Und wie ist es mit Bankdrücken? Langsam mit wenig Gewicht wieder einsteigen oder erstmal nur Geräte für die Brust? |
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#9
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| Hi, ich kann mich nur dem bereits Geschriebenen anschließen. - Interessant wäre, ob es angeboren oder erworben (Ermüdungsbruch) ist - Kann man i. d. R. im NMR unterscheiden. Grundsätzlich gilt nach 4 - 6 Wochen: Übungen sauber ausführen, insbesondere darauf achten, daß der Rücken nie zu stark ins Hohlkreuz kommt - und es darf nicht "Wehtun" - dazu gehören auch muskelkaterartige dumpfe Empfindungen! - Ansonsten, naja mit Maß und Ziel! TB
__________________ Wer den Kopf nicht hebt, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!<br /><br />Take a look at it - now:<br />http://www.Sport-Test.org |
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#10
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| Klimmis, Dips, Bankdrücken... alles kein Problem... solange es nicht weh tut, das kann evtl. bei Klimmis mal vorkommen, wenn Du Dich ins Hohlkreuz hängen lässt.
__________________ Trainer und Trainierender aus Überzeugung |
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#11
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| Alles klar - das hört sich sehr gut an ![]() Am Montag werde ich wieder langsam mit dem Training starten und mal berichten wie es gelaufen ist ![]() |
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#12
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| Wollte mal erzählen wie die Kernspint gelaufen ist, vielleicht ändert sich ja jetzt was für mich was das Training angeht: es handelt sich bei mir um den 5. Lendenwirbel und zwar unilateral rechts. Doc meint aber, dass der Bruch rechts nicht frisch ist, sondern bereits Jahre zurück liegen müsste. Seltsam finde ich jetzt nur, woher dann die Rückenschmerzen kommen, wegen denen ich eigentlich zum Arzt gegangen bin. War heute auch trainieren, konnte ohne Schmerzen die Übungen, die nicht auf den unteren Rücken gehen, trainieren. Allerdings habe ich wenig Gewicht genommen. |
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#13
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| Wie heißt es immer so schön: Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. In einem solchen Fall kommen die großen Schmerzen i.d.R. nicht plötzlich (wie bei einem Schienbeinbruch), sondern erst dann, wenn der statische Halteapparat, der die knöcherne Struktur der Wirbelsäule in Form hält - aus welchen Grund auch immer - überlastet ist, oder Selbstheilungskräfte (z.B. Narbengewebe) sie z.B. durch eine Reizung von umliegenden Nervenfasern auslösen. Also, es kann durchaus sein, daß der Bruch schon etliche Jahre her ist, damals nur geringe Beschwerden verursachte und halt jetzt - naja, warum auch immer große Schmerzen verursachte! TB
__________________ Wer den Kopf nicht hebt, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!<br /><br />Take a look at it - now:<br />http://www.Sport-Test.org |
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#14
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| Meint Ihr T-Bar Rudern ist eine gute Alternative zum freien Rudern, was man ja wegen Spondylolyse nicht mehr machen kann? |
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#15
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| Die Belastung kannst du mit normalem Rudern vergleichen, Bankrudern mit der Lh- oder Kurzhantel ist ne sinnvollere Alternative. Gruß de-fortis
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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