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#31
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| führt zu nichts und strengt an.
__________________ *.....*.....*.....*.....*.....*.....* WAS MAN NICHT ÄNDERT MUSS MAN ERTRAGEN |
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#32
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| Gratulation zum Hamster-Zertifikat. Du bist mittendrin und läufst im Rad. So lange die Leute denken, es bringe nichts, so lange es zu anstrengend ist, überhaupt nachzudenken (sic!), so lange wird die Welt den Bach runtergehen. Schade, taurus, wirklich schade. Echt. Never believe that a few caring people can't change the world. For, indeed, it's the only thing that ever has. - Margret Mead |
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#33
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die frage die sich jedoch stellt ist die, wie man zu einer verbesserung der verhältnisse beitragen kann, denn das bloße feststellen von missständen und das beklagen des aktuellen wirtschaftssystems, welches ja, auch wenn es sicherlich nicht alternativlos ist, nun auch in irgeneiner art und weise historisch gewachsen ist bzw. teils auch mit gewalt durchgesetzt wurde und trotzdem von vielen menschen so gewollt wird, verändert nun mal rein gar nichts. ein gewisses maß an realpolitik ist nicht umgehbar, es sei denn man gefällt sich in der rolle eines vom rest der welt als (linken) spinner abgeurteilten menschen, der rein gar nichts bewirken kann. mögliche schritte, welche jedem auch ohne großen aufwand möglich sind, sind dabei z.b. sich an den kampangnen von LobbyControl, foodwatch, attac und ähnlichen organisationen zu beteiligen. [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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#34
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daran sieht man: deren plan geht auf ![]()
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#35
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Es mag dich persönlich nicht betreffen und betrifft auch mich derzeit Gott sei dank (noch) nicht. Doch die Sklaverei von der ich spreche ist das Zinssystem. Ich möchte es völlig wertefrei diskutieren: Ich rede hier nicht von verstecktem Antisemitismus oder sonstigen braunen Nebenprodukten. Es geht um den strukturellen Fehler im System an sich. Es hat viele Fehler, doch das Zinssystem liegt so nahe an der Basis, ist so durchschaubar und vielleicht gerade deswegen noch nie ernsthaft in die Kritik gekommen. Zinsen bekommt man entweder für Einlagen, oder zahlt man für Kredite. Alleine die Tatsachen, dass 1. für Kreditrückzahlungen mehr zurückgezahlt werden muss, als geliehen wird, und somit Geld (über Umwege) mehr oder weniger aus der Luft generiert wird, 2. Kredit- und Ertragszinsen gewaltig auseinander klaffen und 3. die Inflation nicht zur Deckung der Zinsproblematik ausreicht, sollte Anlass zum Nachdenken geben, ob dieses weltumspannende System bei so einem enormen Handelsvolumen auf Dauer gut gehen kann. Nun, die Niedrigstlohnarbeiter in Fernost sind defakto Sklaven, das scheint wohl klar zu sein. Doch von wem? Sie arbeiten für jemanden. Und auch wir hier in Europa arbeiten für jemanden. Es finden sich genügend Menschen, die auf egal welche Arbeit angewiesen sind. Sie zu verlieren würde den sozialen Abstieg bedeuten. Die Menschen sind Sklaven der Arbeit. Dass der Mensch Arbeit benötigt, um zufrieden zu sein, steht auf einem anderen Blatt und wird in Bezug auf die philosophische Anthropologie dann auch schon sehr... ja, eben philosophisch. Wenn dieses Sklavensystem aber erst einmal zu rollen beginnt, ist es nicht mehr aufzuhalten: Aus dieser Abhängigkeit von Arbeit, dem Lukrieren von Geld und dessen Umsetzen in Konsum ergeben sich in weiterer Folge unter anderem eben genau jene Sweatshops in Asien. Der Kreis schließt sich. Dazu kommen Ungerechtigkeiten, die nun sprichwörtlich von Geburt an gegeben sind. Wer heute noch davon überzeugt ist, dass jeder Mensch in der BRD oder Österreich gleiche Chancen im Leben, am Arbeitsmarkt hat; die Möglichkeit hat, alles zu erreichen, den erkläre ich höchstpersönlich für verrückt. Mit Realität hat seine Aussage nämlich nichts mehr zu tun. Der größte Trick des Teufels war es, die Menschen zu überzeugen, dass er nicht existiere. Und analog dazu sitzen wir in unserem Glashaus, und denken, uns kann und wird nichts geschehen. Dass wir aber genauso Teil der Maschinerie sind, wird uns nicht und nicht bewusst. Zitat:
Ich persönlich etwa halte Zahlungsmittel (vulgo Geld) als notwendiges Übel, um naturgegebene Differenzen ausgleichen zu können. Dass aber ein derartiges monetäres System zustande kommen muss, wie wir es heute haben, halte ich für schlichtweg nicht richtig. Und was da erst dranhängt! Man könnte manchmal meinen, man sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und DAS, genau DAS ist das Problem: Wir laufen seit JAhrhunderten im Geldsystem. Was während dieser Zeit passiert ist, um es entsprechend zu etablieren und unaushebelbar zu machen, kann sich unsereiner nicht einmal vorstellen. Mein persönlicher Lösungsvorschlag gestaltet sich daher nicht politisch oder wirtschaftlich, sondern setzt noch viel weiter bei der echten Basis an. Nämlich beim Menschen. Alle Lösungsvorschläge, oder alle "wie willst du gegen die oder die ankämpfen"-Argumente beschränken sich ausschließlich darauf, das System mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Doch das hat noch nie funktioniert. Im Laufe der Geschichte hat noch jede Revolution ihre Kinder gefressen. Das war 1790 in Frankreich nicht anders wie 2011 in Ägypten. "We have to go deeper", um diCaprio aus "Inception" zu zitieren: Wir müssen anfangen uns zu fragen, wer oder was wir sind und was wir eigentlich wollen. Mein persönlicher Lösungsvorschlag ist vielmehr philosophischer Natur und ich bin davon überzeugt, dass eine "Revolution" (in welchem Sinne auch immer) erst dann wirklich funktionieren kann, wenn JEDER EINZELNE versteht, worum es geht. Erst, wenn die Grundwerte Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit wirklich ins Bewusstsein jedes einzelnen gerückt sind, erst dann kann es eine wahrlich glückliche Menschheit geben. Stellt euch vor, ein Wulff würde keinen Kredit aufnehmen, weil er merkt, hoppla, warum bekomm ich das, und ein anderer nicht? Das geht nicht, wir sind doch alle gleich! Stellt euch vor, ein Obama würe tatsächlich einmal Guantanamo schließen, weil er denkt, hoppla, wir foltern hier ja eigentlich Leute. Das geht nicht, wir sind doch alle frei! Stellt euch vor, der Serienkiller von nebenan würde plötzlich denken: Warum bringe ich eigentlich Leute um? Das geht nicht, wir sind doch alle Geschwister! Und ich bin da nur ein kleines Licht. Es gibt tausende Menschen auf der Welt, lebendig und bereits gestorben, die ihr Leben der Suche nach einer friedlichen und nachhaltigen Koexistenz gewidmet haben. Es gibt Ideen en masse! Ich kann mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, wie man fragen kann, "wie willst du damit anfangen?", wenn das einzige, das wirklich einzige, was jeder von uns machen muss, ist, einfach ein besserer Mensch zu sein. Ich lebe nach meinen drei, von der französischen Revolution entliehenen, Grundpfeilern der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Aber meine Philosophie wurde auch von anderen beeinflusst. Ich möchte daher auch "Gandhi's 10 Fundamente für eine Veränderung der Welt" empfehlen: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] Oder Chaplin's "Day I started to love myself": [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] Beide sind großartige Philosophen gewesen und jeweils ihrem inneren Frieden näher, als vielleicht irgend einer von uns hier. Zitat:
Jeder nimmt die Realität anders wahr. Und damit rede ich gar nicht von biochemischen Prozessen, oder ob jemand die Farbe rot genauso sieht, wie irgend jemand anderer. Ich rede von ideologien, von eigener Wahrnehmung, von eigenem Verständnis und Auffassung. Ich werde oft als idealistischer Spinner abgetan. Und ich tue auf der anderen Seite mein gegenüber als bornierten Naivling ab. Beides ist richtig und beides ist falsch. Was ist schon richtig und falsch? Wer bestimmt, was "normal" ist? Wer sagt, deine Meinung ist richtig und deine falsch? Alleine eine eigene Meinung zu haben, macht einen Menschen, ein Individuum aus. Auch das ist Freiheit! Wir leben schon zu lange im Kapitalismussystem, um zu begreifen, was es außerhalb gibt. Vor wenigen hundert Jahren war die Kirche der unwidersprochene Herrscher in unseren Breiten: Wir waren alle Gottes Kinder, die Erde ist das Zentrum des Universums, Ketzer werden verbrannt und auch sonst passiert noch einiges, das den "dark ages" ihren Namen gegeben hat. Und heute? Heute sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Naivität und Grausamkeit der damaligen Gesellschaft zurück. Und von genauso so einem Change rede ich: Dass wir in hundert Jahren zurückblicken können, und uns an die Stirn greifen: Wie konnten die Leute damals nur 4.000€ für eine Handtasche ausgeben, oder Biosprit in ihren Autos verheizen, während die selbe Biomasse ein paar tausend Kilometer weiter südlich hunderte Menschen vor dem Verhungern gerettet hätte. Aber um so einen Change herbeizuführen, müssen wir uns geistig über das System erheben. Die Kirche wurde auch nicht von heute auf morgen auf das (immer noch ungesunde) Maß von heute heruntergeschraubt. Und selbst heute finden sich noch Relikte des Mittelalters in der Gesellschaft. (die bloße Existenz der Kirche mit ihren realitätsfernen Ansichten ist schon Beweis genug) Davon rede ich: Hört auf, über korrupte Präsidenten, wahnsinnige Banker oder machtgeile Kriegsherren nachzudenken. Verschwendet eure Zeit nicht damit, den neuesten Bioskandal zu analysieren, Verschwörungstheorien zu hinterfragen oder euch über die nächsten Wahlen Gedanken zu machen. Denn ALLES; alle diese Punkte sind nur ein Produkt der geistigen Strömung, die uns die Machtbesessenheit gebracht hat. Ich würde sogar so weit gehen, den Kapitalismus per se nur als Symptom einer Lebensweise zu bezeichnen, die der Gier verfallen ist und somit letzten Endes gegen das Glück der Menschheit arbeitet. Es ist immer schwer, über sich selber und seine Rolle im Leben nachzudenken. So wie es im Mittelalter Menschen gab, die von der damaligen Lehre überzeugt waren wie taurus es von der heutigen ist (sorry für den Seitenhieb :P); so wie die Menschen im antiken Griechenland alles aus Feuer, Wasser, Erde und Luft zusammengesetzt gesehen habe; so leben wir heute in einer Welt aus Geld und Konsum. Aber was uns immer bewusst sein muss: Wir sind vergänglich und so ist auch unsere Mentalität und geistige Strömung (welche immer das jetzt auch tatsächlich sein mag). Aber das, was wir heute als Wahrheit ansehen, wird unseren Kindeskindern in 100 Jahren nicht einmal mehr ein Lächeln abluchsen. Mein Resümee: Alles ist vergänglich. Alles. Warum nicht auch der Kapitalismus und alles was dranhängt? |
| Weiterführende Informationen: |
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#36
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| Zitat:
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| Stimmt. Nicht umsonst gibt es in fast allen geistigen und religiösen Strömungen seit Jahrtausenden ein Zinsverbot. Zitat:
Zitat:
Denkt man, man könne alles erreichen, geht der Mensch in der anderen Richtung ganz stark Richtung Perfektion, Geltungsdrang, Darstellungssucht und tendiert dazu, die Wertigkeit seiner selbst durch "Erfolg" (und in weiterer Folge in Statussymbolen, Geld, Anzahl Freundinnen, Handies, oder weiß Gott, was heute so noch alles als "gut" und "hip" oder "cool" angesehen wird) zu messen. Und beide Richtungen, die der "Faulheit" oder durch die GEsellschaft indoktrinierte Minderwertigkeit und die der perfektionistischen, erfolgssüchtigen, klaffen bereits unüberbrückbar auseinander - mit einem gewaltigen Konfliktpotential. Die Frage ist: Können wir wirklich alles machen und werden, was wir wollen, und es hindert uns nur einfach etwas daran? Oder sind wir als Menschen tatsächlich dazu verdammt, in unserer Gesellschaft eine bestimmte Rolle zu spielen? Zitat:
Dennoch denke ich, dass die Evolution dem Menschen bis jetzt physisch nur zugute gekommen ist. Wir können jetzt einen kleinen Exkurs Richtung Darwinismus starten, oder aber einfach von der Annahme ausgehen (die ethisch meines Erachtens zumindest einen bedenkenswerten Aspekt hat), dass der Mensch ein superiores Lebewesen aus physischer Sicht ist: Er ist als eines der ganz wenigen Lebewesen auf diesem Planeten im Stande, (mit oder ohne technische Hilfsmittel, die wiederum aus dem Fortschreiten der menschlichen Evolution stammen) überall auf diesem selben Planeten zu leben, wo es ihm nur gefällt. Er kann auf dem Nordpol ein LAger aufschlagen (hat er ja), er kann im Himalaya überleben, er kann am Äquator in der Sonne braten und in den größten Wüsten herumnomadisieren. Er reiht sich damit in die glorreiche Liste von etwa Bakterien oder sonstigen wenigzellern ein, die wirklich überall zu finden sind. Der Mensch unterscheidet sich jedoch (so weit wir wissen) von jenen Kleinstlebewesen dadurch, dass er im STande ist, über sich selbst zu reflektieren. Und das ist eine ganz, ganz wesentliche Eigenschaft. Wir können natürlich nicht mit Sicherheit sagen, ob dies beispielsweise Bakterien oder irgendwelche Insekten auch können, aber alleine die tatsache, dass wir wiederum DARÜBER nachdenken können und es noch keine erfolgreiche Kommunikation zwischen Menschen und Tieren (welcher Art auch immer; abgesehen von Hominiden, die ja über kurz oder lang die selbe Evolutionsstufe (wieder ein gefährliches Wort) wie der Mensch erreichen werden) gegeben hat, drängt für mich den Schluss auf, der Mensch habe die physische Welt gemeistert; seine nächste Aufgabe liegt offenbar in allem nicht-physischen. Zwischenmenschliche Beziehungen, Gesellschaft, Zusammenleben, geistige Gesundheit, und einen schier unendlich großen Haufen an Zeug, den man dem esoterischen oder spirituellen zuschreiben kann. Daher denke ich, dass der Mensch gewisse Eigenschaften die du (nicht zu unrecht) der Evolution zurechnest, einfach loswerden muss. So wie er seine intensive Körperbehaarung großteils abgelegt hat, so wird er auch gewisse Charakterzüge loswerden. Und nachdem der Mensch solche Dinge ganz BEWUSST steuern kann, ist das etwas, was wir auch ganz bewusst verändern können. Wir müssen es nur ins Bewusstsein rufen. Und genau das ist, denke ich, der Knackpunkt. Zitat:
Und Bildung bzw. Unterricht (wie auch immer geartet, so lang er keine AUSbildung, sondern BILDUNG ist) ist sicherlich ein Weg, die geistige Evolution voranzutreiben. Zitat:
Auch hier kommt mein gerade im Entstehen begriffener Blogeintrag ins Spiel. Ich werd ihn hier ganz schamlos posten, wenn er einmal veröffentlicht ist. Zitat:
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#38
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| Zitat:
Und wie du durch dein Bewußtsein den Charakter der Menschheit ändern willst, wird auch nem nicht-freudianer schwer zu erklären sein. Da klingt eine starke Vernunftgläubigkeit mit durch, die gegen die Dialektik der Aufklärung (das Buch und allgemein) kaum zu halten ist.Auf jeden Fall hast du dir da eine riesige und interessante Themenpalette zusammgestellt. Du webst ja so ziemlich jede Grundfrage der Philosophie, Kultur- Sozial- Politikwissenschaft etc ein. Ein einzelner Blogeintrag wird dir sicher nicht reichen, rein platzmäßig ![]() |
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#39
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| @aufziehvogel: Danke fürs Lesen und den Input. Ja, du hast recht. ein einzelner Blogeintrag wird da nicht ausreichen. Ich bin mir aber noch nicht einmal über den Umfang meines begonnenen Gedankengangs im Klaren, habe aber gemerkt, dass sich meine Schreiberei, die ich im November 2011 wieder begonnen habe, von der damaligen wütenden Phase langsam auf eine sachlichere Ebene niederlässt. Das gefällt mir. In meinem Kopf spielt es sich nur eben halt ziemlich ab ![]() Zitat:
![]() Zitat:
Aber schon deswegen, weil mir für die Formulierung meiner Gedanken in diesem Bereich schlicht und einfach die Worte fehlen, fühl ich mich nicht im Stande, diese Thematik mit einer angemessenen Überzeugung (sprich, eigener Meinung) angehen zu können. Ich freue mich aber über jeden Input. Vor allem könnte man den Gedanken weiterspinnen, und annehmen, dass "Leben" (wie oben definiert) daher nicht einmal das angepassteste ist, sondern eigentlich nicht-Leben die neutralste Form ist. Ist ein Stein also "spirituell höherwertiger" als ein Mensch? Zitat:
Bewusstsein, Charakter, Es (im Freud'schen Sinne), Geist, was auch immer... das sind alles nur Platzhalter, oder Ausformungen der jeweiligen Interpreten. Bei der Rasanz der menschlichen Entwicklung hätte außerdem der Freud'sche Ansatz eigentlich ohnehin schon längst überflüssig zu sein - oder eigentlich müssten sich bereits treffendere Theorien gefunden haben. Nach Hegel sind jegliche Deutungen der "Wirklichkeit" ohnehin nur in ihrem jeweiligen zeitlichen Kontext zu sehen. Ich persönlich sehe eben im Bewusstsein nur eine individuelle Ausformung des "Weltgeistes", wenn man so will. Was im Unterbewusstsein (um bei der Freud'schen Klassifizierung zu bleiben) noch alles enthalten ist, ist unmöglich herauszufinden. Wer weiß, wo es überhaupt endet! Zitat:
Heutzutage scheint der Tenor eher wehmütig, gar minderwertig zu klingen: In Anbetracht der schieren Unendlichkeit des Universums und der gar erniedrigenden Erkenntnis, der Mensch sei nichts anderes als ein Zellhaufen, klagen wir: "Der Mensch ist doch nichts anderes als ein Wurm". Als optimistischer Mensch höre ich heutzutage die Gesellschaft im Unterton nach einer Gemeinschaft sehnen. Der Mensch steht nicht alleine da, an der Spitze der Schöpfung. Er ist nicht das herrschende Individuum und alles sei ihm recht zu machen. Nein, er ist nicht einmal ein kleines Licht im Universum und daher sehnt er sich nach Gesellschaft. Nach Zusammenschluss, nach Zugehörigkeit, nach Gleichem und "Zusammenfassung". Nach dem selben Muster suche ich interdisziplinär nach einer neuen Weltanschauung. So wie die Wissenschaft auf der Suche nach der Grand Unified Theory ist, suche auch ich nach einer möglichen, allumfassenden Erklärung. Die jedoch lässt sich nicht ausschließlich in der Wissenschaft finden. Schon gar nicht nur in der Theologie und auch die Philosophie wird ohne Rücksichtnahme auf andere (Geistes)Wissenschaften nicht die Lösung finden. Es ist vielmehr, wie du äußerst treffend zusammenfasst, eine Geflecht aus den Grundfragen der Philosophie, Kultur- Sozial- Politikwissenschaft et cetera. Diese Elemente sind sozusagen der Stoff, aus dem die Erkenntnis gewonnen wird. Und ich denke, auch global ist die Menschheit langsam dabei, zu erkennen, dass isolierte Betrachtungsweisen, oder konkurrierende Ideen nicht dazu beitragen, die Welt zu erklären. Erst wenn sich der Bürger als Teil einer philosophischen oder ideologischen Strömung erkennt, ist er im Stande, über die Grenzen seines durch Politik und Wirtschaft eingeengten und vorgegebenen Weltbildes hinauszublicken und seine tatsächliche Wirklichkeit zu erkennen. Und wenn er erst erkennt, dass seine Wirklichkeit nur ein Teil der Gesamtheit ist, ja dann wirds so richtig spannend ![]() |
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| endlich... ![]()
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| Das untermauert die Klassengesellschaft: Weil jetzt ists den Leuten sogar schon wurscht, was gesagt wird. Hat man sich noch bis vor kurzem mit Händen, Füßen und Verleumdungsklagen gewehrt, ists einem jetzt ganz einfach wurscht. ![]() 100 Jahre später hat sich nichts geändert. Die Leute sind nur ein wenig anders angezogen. |
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| Der Standard hat gestern ein Interview mit einem Vermögensverwalter veröffentlicht. Schwer lesenswert. Inkludiert Schmankerl wie: * Die Griechen aus Euro und EU ausschließen und ihrem Schicksal überlassen * Die Abstrahierung von Staaten auf ihren Erfindungsgeist und Wirtschaftsstärke * Eine Prognose für die neuen Zentren der Weltmacht und mein Favorit überhaupt: * "Leute, die keine Steuern zahlen, sollen auch nicht wählen dürfen." [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] |
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| Schöner Artikel mit vielen wichtigen und richtigen Informationen.
__________________ ich fahre rad, weil das der einzige sport ist, bei dem man sitzen, essen und trinken kann! Zucker sparn, grundverkehrt, der Körper braucht's, der Zucker nährt! |
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__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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