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Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

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  #1  
Alt 15.03.2011, 23:20
Benutzerbild von matten
Co-Madministrator
 
Registriert seit: 15.03.2006
Ort: bielefeld
Beiträge: 6.315
Standard Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

erschreckend ist ein schwaches wort für die meldungen der letzten tage aus japan. mich interessiert, was ihr über den themenkomplex denkt.

ich zitiere mich mal selbst aus einem anderen forum:

Zitat:
Ich denke man kann sich das ausmaß der zerstörungen durch erdbeben und tsunami kaum vorstellen und hier werden auch die probleme begründet gewesen sein die kühlpumpen mit alternativen energiequellen anzutreiben. soweit ich das mitbekommen habe waren ja auch die pumpen als solches und auch die zufuhrwege für kühlwasser stark beeinträchtigt.

hierrüber wird man aber auch erst, wenn überhaupt, später genaueres erfahren.

:arrow:

atomkraft ist eine verdammt gefährliche angelegenheit!

sicher sind erdbeben diesen ausmaßes eher unwahrscheinlich hier in mitteleuropa und trotzdem sind sie, insbesondere entlang des rheintales, nicht ausgeschlossen.

überschwemmungen, stürme, ausfall der energieversorgung (in biblis a reicht die baterriekapaztät für gerade mal 2 stunden - in japan waren es immerhin 6 bis 8 stunden) durch natur- oder mensch (anschlag) und vorallem auch bedienungsfehler und das versagen der technik sind in deutschland keinesfalls ausgeschlossen.

mehrere deutsche atomkraftwerke sind auf einem technischen stand, der heutzutage keinerlei zulassungsverfahren bestehen würde.

das alles wäre ja kein problem, wenn ein unfall nicht dermaßen fürchterliche folgen haben würde.

atomkraft verzeiht keine fehler!

wenn ein gaskraftwerk hochfliegt, dann ist der schaden begrenzt, wenn eine chemiefabrik leck schlägt, dann sind die folgen begrenzt, wenn ein windkraftwerk umfällt, dann ist das ausmaß der schädigung nahezu lächerlich gegenüber dem, was bei eiem außer kontrolle geratenen atomkraftwerk zu befürchten ist.

hinzu kommt, daß in der kosten und lastenverteilung etwas völlig schief läuft. sie end- und zwischenlagerung und die damit einhergehenden, auf jahrtausende bestehenden gefahren werden allein von der allgemeinheit getragen und zum gutteil vom steuerzahler finanziert. die kurzfristigen gewinne aus dem atomkraftwerken landen allerdings in sehr wenigen geldbörsen.

es ist ein absolutes unding, daß schwarz-gelb vor nur wenigen monaten die laufzeitverlängerung, an jedem legislativen verfahren vorbei, beschlossen hat und den deal mit der atomwirtschaft ausgehandelt hat.

jetzt plötzlich ist alles anders und muß neu bewertet werden?

absoluter humbug!

nichts hat sich verändert, die gefahren sind genau die gleichen wie zuvor. allein schwarz-gelb fürchtet nun um die anstehenden landtagswahlen. zuvor waren dieser desaströsen politischen farbkombination einfach die gefahren egal bzw. hat man nichteinmal einen pfifferling auf die befürchtungen in der bevölkerung und die befürchtungen von fachleuten gegeben. vorgester hat guido westerwelle tatsächlich noch die unverfrorenheit besessen zu behaupten, daß die deutschen atomkraftwerke die sichersten der welt seien. wie kann man nur einen soclhen schwachsinn behaupten, wenn man weiß, wie alt, marode und störanfällig so manch ein meiler hierzulande ist?

jetzt schwimmen ihnen die fälle davon.

da wird dann auch noch der vorwurf erhoben, die atomkraftgegener und die opposition hätten sich über das unglück in japan gefreut - wie falsch kann man eigentlich sein? man nimmt auch weiterhin die ängste und befürchtungen in der bevölkerung nicht ernst, pfeift auf die mahnungen aus der fachwelt.

ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen könnte.
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  #2  
Alt 16.03.2011, 09:41
Benutzerbild von königderberge
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Registriert seit: 24.07.2009
Ort: out of Rosenheim
Beiträge: 1.465
Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Die Atomkraftwerke in D sind auf einem sehr hohen Sicherheitsniveau, seit Beginn gab es in D noch nie eine Störung die die Stufe 0 nach der internationalen Bewertungsskala überschritten hat.
Die politische Unsicherheit ist daran schuld daß nicht weiter in neue verbesserte AKWs investiert wird oder bestehende aufgerüstet werden.
Wer investiert schon in Anlagen die morgen vielleicht verboten werden.
Auch in der zivilen Forschung zur Nutzung von Atomenergie gibt es kaum mehr Mittel, obwohl die Kernfusionstechnik unsere Energieproblem wahrscheinlich lösen könnte.

Die Sicherheitslage hat sich nicht verändert, aber die breite, ahnungslose Öffentlichkeit wurde von den paar grünen Idioten so stark verängstigt daß die Politik in einer Demokratie einfach darauf reagieren muss.
Um Fakten geht es dabei, wie bei vielen anderen Themen auch, nicht.

Zu behaupten daß das Unglück in Fukushima den Atomkraftgegnern nicht in die Hände spielt und sie darauf gerne verweisen ist schlicht Dummheit oder Fanatismus.
Wie falsch kann man sein?
Pack mal deine tumben Gesinnungsgenossen an der Nase, beim Ausstieg aus der Atomkraft braucht man keine Zustimmung des Bundesrates, weil man ja selber an der Macht ist, aber bei der Laufzeitverlängerung, einer Entscheidung mit wesentlich weniger Tragweite, ist die Zustimmung des Bundesrates absolut zwingend, schließlich sind ja jetzt die anderen die Regierung.

Die Gefahr vom Auto überfahren zu werden ist für mich viel höher als an den Folgen eines GAU zu sterben.

Im Übrigen diskutiuere ich gern sachlich in einem Forum, aber deine blöden anti-konservativen, sozial- und ökofanatischen Beiträge kannst Du Dir gerne sparen.
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ich fahre rad, weil das der einzige sport ist, bei dem man sitzen, essen und trinken kann!

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  #3  
Alt 16.03.2011, 10:01
Benutzerbild von matten
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Ort: bielefeld
Beiträge: 6.315
Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

königderberge

sorry, aber zu behaupten man würde gerne sachlich diskutieren und dem gegenüber gleichzeitig blödheit und fanatismus vorzuwerfen ist mit sicherheit nicht sachlich, sondern sehr persönlich. im wiederholungsfalle werde ich dir eine verwarnung verpassen.

das werde ich sicherlich nicht wegen deiner meinung tun, sondern wegen deines persönlichen angriffes.

also zurück zum thema - dann kannst du beweisen, daß du dazu in der lage und auch willens bist sachlich zu diskutieren.
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  #4  
Alt 16.03.2011, 12:29
Benutzerbild von königderberge
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Ort: out of Rosenheim
Beiträge: 1.465
Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Sehr sachlich kam deine thread Eröffnung bei mir nicht an.

Tatsache ist einfach daß es bisher keinen relevanten Störfall in D gab.
Tatsache ist auch daß ein Atomkraftausstieg in D unsere Sicherheit vor Unfällen nur unwesentlich erhöhen würde solange in unserer unmittelbaren Nachbarschaft noch AKWs betrieben würden.
Lediglich unsere Einflussmöglichkeiten auf den Betrieb wären weg.
Tatsache ist auch daß Nuklearstrom der einzige Stromlieferant mit Grundlastfähigkeit ohne CO2 Ausstoss ist.
Erneuerbare Energien können zwar einen grösseren Anteil am Bedarf decken, dazu bedarf es aber eines Netzausbaus und zB Pumpspeicherkraftwerke für die Zeiten in denen nicht genug eingespeist wird, beides wird von den Grünen abgelehnt.
Kohlekraftwerke werden, obwohl sie den billigsten Strom liefern, auch abgelehnt, Gaskraftwerke erhöhen unsere Abhängigkeit von einem so labilen Nachbarn wie Russland.
Windkraft trifft auch schon auf Widerstand und verschandelt wirklich teilweise die Landschaft, Solarstrom ist etwa 10x teurer als jeder andere Strom und die Gewinne fliessen auch da in die Taschen weniger die Immobilieneigentum haben und sich die teuren Anlagen leisten können.
Bei uns hat mittlerweile jeder Bauer eine Riesen Photovoltaikanlage auf dem Scheunen- oder Stalldach.

Also, was ist der Ausweg?

Die Zukunft ist die Kernfusion wie sie auch in der Sonne stattfindet.
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  #5  
Alt 16.03.2011, 20:53
Benutzerbild von matten
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Registriert seit: 15.03.2006
Ort: bielefeld
Beiträge: 6.315
Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Zitat:
Zitat von königderberge Beitrag anzeigen
Sehr sachlich kam deine thread Eröffnung bei mir nicht an.
du verwechselt die begriffe sachlichkeit und neutralität.

mein beitrag war sachlich aber sicher nicht neutral, aber das ist ja auch nicht notwendig. neutralität erwarte ich bzw. erwartet niemand, weder von dir, noch von mir. hätte ja auch keinen sinn, wenn es um eine meinungsäußerung geht.

Zitat:
Zitat von königderberge Beitrag anzeigen
Tatsache ist einfach daß es bisher keinen relevanten Störfall in D gab.
ja, aber das sagt rein gar nichts darüber aus, ob dieses möglich ist oder auch nur darüber wie wahrscheinlich ein relevanter störfall ist.

fakt ist, das relevante störfälle vorkommen und zwar bei kraftwerken, deren sicherheitsstandards in keiner weise den standards der deutschen atomkraftwerke nachstehen.

Zitat:
Zitat von königderberge Beitrag anzeigen
Tatsache ist auch daß ein Atomkraftausstieg in D unsere Sicherheit vor Unfällen nur unwesentlich erhöhen würde solange in unserer unmittelbaren Nachbarschaft noch AKWs betrieben würden.
nein, dort wo ein kraftwerk nicht am laufen ist, ist ein relevanter vorfall nahezu ausgeschlossen, es sei denn die abgeschalteten kraftwerke werden als zwischenlager verwendet. je nach art des vorfalles sind die folgen geringer oder höher und eine ausbreitung erfolgt in unterschiedliche richtungen - einige deutsche atomkraftwerke stehen so nah an ballungszentren, daß diese in jedem fall massiv betroffen wären (z.b. krümmel --> hamburg).

insbesondere das vom netz nehmen von sehr veralteten anlagen und in der vergangenheit besonders störannfälligen meilern (wie z.b. krümmel) bringt einen sicherheitsgewinn. mal völlig davon abgesehen, daß auch der normalbetrieb in benannten beispiel schon mit einer häufung von leukemieerkrankungen einhergeht (etwa 3 mal so hoch wie die statistische wahrscheinlichkeit hierfür).

doch damit nicht genug, man spart auch enorme mengen an stark radioaktiven abfällen ein, deren endlagerung noch immer nicht gesichert ist. auch zwischenlagerung und endlagerung gehen mit nicht unerheblichen gefahren einher.

Zitat:
Zitat von königderberge Beitrag anzeigen
Lediglich unsere Einflussmöglichkeiten auf den Betrieb wären weg.
die politischen einflußmöglichkeiten auf den betrieb ausländischer atomkraftwerke sind durch das betreiben eigener, solcher kraftwerke nicht im geringsten verbessert.

im gegenteil, durch das vorleben eines erfolgreichen ausstieges und der damit einhergehenden entwicklungsarbeit im bereich regenerativer energieerzeugung kann hier neu einflußmöglichkeiten und auch ökunomische vorteile mit sich bringen.

-->

Zitat:
Zitat von königderberge Beitrag anzeigen
Also, was ist der Ausweg?
es gibt nicht den ausweg, sondern nur verschiedene maßnahmen und richtungen in die man arbeiten muß:
  • energie einsparen (da ist noch ein unglaubliches potential vorhanden)
  • ausbau und weiterentwicklung der regenrativen energiequellen, die mögen zwar weniger schön aussehen (als ob ein weit sichtbarer atommeiler hübsch anzusehen wäre), bringen aber auch nicht im geringsten derartige gefahren im falle des versagens mit sich. also solarenergie, windkraft, wasserkraft und biogasanlagen.
  • die effiziens dieser methoden steigern - da ist auch noch einiges an potential vorhanden.
  • langsames zurückschrauben der fossilen brennstoffe
  • auch ein ausbau des netzes ist nötig, jedoch auch nicht nur in der hinsicht, daß neue strippen gezogen werden müssen, sondern auch in der hinsicht, daß die einspeisung dezentraler erfolgen sollte (bringt enorme einsparungen bezüglich notwendiger leitungskapazitäten) und auch in der [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] dort liegt die unmittelbare zukunft, während wir auf die fusion wohl noch etliche jahrzehnte warten werden müssen.
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  #6  
Alt 16.03.2011, 21:20
Benutzerbild von bedee
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Beiträge: 3.001
Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Irgendwie treten das Grauen durch das Erdbeben und die Tsunami ziemlich in den Hintergrund durch die Sache mit den AKWs.

Das nächste AKW ist ca. 20 km weit weg und falls da was passiert kann man eigentlich nur noch mit Anstand den Löffel abgeben, oder? Die Tage hab ich mal diesen [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] hier angeguckt, dauert anderthalb Stunden und hat kein Happy End....
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  #7  
Alt 16.03.2011, 22:04
Benutzerbild von Berbisdorfer
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Zitat:
Zitat von matten Beitrag anzeigen

es gibt nicht den ausweg, sondern nur verschiedene maßnahmen und richtungen in die man arbeiten muß:
  • energie einsparen (da ist noch ein unglaubliches potential vorhanden)
  • ausbau und weiterentwicklung der regenrativen energiequellen, die mögen zwar weniger schön aussehen (als ob ein weit sichtbarer atommeiler hübsch anzusehen wäre), bringen aber auch nicht im geringsten derartige gefahren im falle des versagens mit sich. also solarenergie, windkraft, wasserkraft und biogasanlagen.
  • die effiziens dieser methoden steigern - da ist auch noch einiges an potential vorhanden.
  • langsames zurückschrauben der fossilen brennstoffe
  • auch ein ausbau des netzes ist nötig, jedoch auch nicht nur in der hinsicht, daß neue strippen gezogen werden müssen, sondern auch in der hinsicht, daß die einspeisung dezentraler erfolgen sollte (bringt enorme einsparungen bezüglich notwendiger leitungskapazitäten) und auch in der [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] dort liegt die unmittelbare zukunft, während wir auf die fusion wohl noch etliche jahrzehnte warten werden müssen.

Das ist ein Punkt den selbst die Grünen mit einem Umweltminister Trittin an der Spitze blockiert haben ( mußte ich leider schmerzlich am geldbeutel erfahren ), da wurde mehr schön geredet und heimlich dagegen gearbeitet.

Und wie es hier schon gesagt wurde Wasserkraft nein Danke, da müssen ja Staudämme gebaut werden und da könnte ja ein Käfer dran sterben. Windkraft, sieht nicht schön aus mich störts aber nicht. Alles andere kann man doch knicken.


Aber da es hier ja um Japan geht von mir nur soviel Kommentar:
Die bauen Millionen Schaltkreise auf kleinsten Raum, fliegens ins Weltall und bekommen nicht mal paar Pumpen zum laufen, das ist in meinen Augen traurig, nein fast schon hilflos.
Wie kann man aber auch in so einem Erdbeben gefähreten Gebiet fast nur auf Atomkraft setzen. Das ganze erinnert mich etwas an die "Neue Markt Blase" hierzulande an der Börse. Solange nix passiert gehts uns gut.

Alle reden hier vom Supergau, aber der steht noch bevor.

Übrigens matte. Du hast in deinem Beitrag vergessen was es für Auswirkungen hat wenn ein Staudamm bricht.
Zur Jahrhundertflut haben hier die Staudämme "gewackelt". Alles Bauten aus den Beginnen des vorigen Jahrhunderts. Was so schon angerichtet wurde ist ja bekannt, nun stell dir mal vor eine 40 m Wasserwand rast durch ein Tal, da ist die Zerstörung mindestens auch mit einem Tsunami zu vergleichen.
__________________

Zitat:
Zitat von Shaun Beitrag anzeigen
Eins muss ich mal klarstellen: ICH bin der einzig würdige Träger des Titels "Klugscheisser"! Alle anderen sind nur Trittbrettfahrer
Zitat:
Zitat von Muahaha Beitrag anzeigen
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Geändert von taurus (17.03.2011 um 07:11 Uhr).
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  #8  
Alt 17.03.2011, 07:19
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Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

bei der energiegewinnung geht es nur augenscheinlich um die umweltverträglichkeit. naturschutz/co2-emission/resourcenschonung wird gerne vorgeschoben. teils um sich die weste reinzuwaschen, teils um den wähler bei der stange zu halten.

in warheit geht es um lobbyarbeit (--> bestes beispiel: laufzeitverlängerungen gegen volkes willen), besteuerungsmöglichkeiten (--> es ist nicht gewünscht, daß jede kleine gemeinde ihr eigenes süppchen kocht oder der privatié seinen eigenen strom produziert) und machterhalt seitens der energiekonzerne und parteien.
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  #9  
Alt 17.03.2011, 07:22
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Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Zitat:
Zitat von Berbisdorfer Beitrag anzeigen
D
Aber da es hier ja um Japan geht von mir nur soviel Kommentar:
Die bauen Millionen Schaltkreise auf kleinsten Raum, fliegens ins Weltall und bekommen nicht mal paar Pumpen zum laufen, das ist in meinen Augen traurig, nein fast schon hilflos.
Wie kann man aber auch in so einem Erdbeben gefähreten Gebiet fast nur auf Atomkraft setzen.

Warum?
a) fast keine natürlichen Rohstoffe,
b) extrem dicht besiedelt --> hoher Energiebedarf,
c) hoch technologisiert --> hoher Energiebedarf,
d) haufenweise Industrie --> hoher Energiebedarf

--> Atomstrom. Plus Kostenfaktoren.
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Ich bin für den Sport, weil und solange er riskant (ungesund), unkultiviert (nicht gesellschaftsfähig) und Selbstzweck ist. (Bert Brecht)
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  #10  
Alt 17.03.2011, 07:26
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Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Zitat:
Zitat von kecks Beitrag anzeigen
Warum?
a) fast keine natürlichen Rohstoffe,
b) extrem dicht besiedelt --> hoher Energiebedarf,
c) hoch technologisiert --> hoher Energiebedarf,
d) haufenweise Industrie --> hoher Energiebedarf

--> Atomstrom. Plus Kostenfaktoren.

japan ist eine insel. da bieten sich strömungskraftwerke an. versuchsanlagen von ausreichender größe wurden aber wohl von der atomlobby blockiert....soweit ein tv-bericht...

wirkungsgrad und baukosten stehen in einem sehr guten verhältnis:

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WAS MAN NICHT ÄNDERT MUSS MAN ERTRAGEN

Geändert von taurus (17.03.2011 um 07:29 Uhr).
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  #11  
Alt 17.03.2011, 07:29
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Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Zitat:
Zitat von kecks Beitrag anzeigen
Warum?
a) fast keine natürlichen Rohstoffe,
b) extrem dicht besiedelt --> hoher Energiebedarf,
c) hoch technologisiert --> hoher Energiebedarf,
d) haufenweise Industrie --> hoher Energiebedarf

--> Atomstrom. Plus Kostenfaktoren.
Mit a-d geh ich ja mit, nur die Schlußfolgerung ist natürlich falsch.
__________________

Zitat:
Zitat von Shaun Beitrag anzeigen
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Zitat:
Zitat von Muahaha Beitrag anzeigen
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  #12  
Alt 17.03.2011, 10:02
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Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Berbi

ich denke nicht, daß man eine brechende talsperre mit einem tsunami wirklich vergleichen kann. bei ersterem ist ein tal betroffen und bei zweiterem sind alle täler in enem großen gebiet betroffen und auch der druck der wassermassen ist wesentlich größer.

du hast natürlich recht, daß sich bei jedem vorhabben auch immer widerstand in der ansässigen bevölkerung regt - das ist allerdings auch unabhängig von irgendwelchen parteizugehörigkeiten, sondern wird von anhängern aller parteien betrieben.

das ist aber auch nicht grundsätzlich als schlecht zu bewerten.

jede technische maßnahme zur energiegewinnung ist auch mit problemen und nebenwirkungen belastet. wasserkraft kann co² neutral gewaltige mengen energie zur verfügung stellen ist aber auch ökologisch gesehen (fischbestände - auswirkungen auf das ökosystem) nicht ohne wirkung und kann auch für die ansässige bevölkerung enorme härten bedeuten. da finde ich es schon gut, daß es hier nicht läuft wie in china, wo man hunderttausenden keinerlei wahl lässt und einfach einen staudamm hochzieht.

trotzdem schafft es zum beispiel norwegen 98% seines energiebedarfes aus wasserkraft zu decken und trotzdem noch in den export zu gehen.

aber genau das ist ja nicht mein anliegen.

wie gesagt es geht mir um einen energiemix mit dezentraler und intelligent gesteuerter, verbrauchsabhängiger einspeisung mittels eines smart-grid verfahrens, bei gleichzeitigen energieeinsparungen.

natürlich muß man immer entscheiden, in welchen fällen und an welchen orten, welche art der energieerzeugung sinn macht und wo welche methoden wann und unter welchen bedingungen vertretbare nebenwirkungen mit sich bringen.

gemeinsam ist jedoch allen genannten varianten der energieerzeugung vor allem zwei punkte: im falle eines versagens der technik sind die auswirkungen auf die bevölkerung nicht im geringsten vergleichbar mit denen einen atommeilers, der außer kontrolle gerät und es gibt keinerlei probleme mit zwischen- und endlagerung.

edit:

taurus hat schon den grund benannt, warum dieser weg so schwierig ist: es gibt mächtige und finanzstarke energiekonzerne, die das auf gar keinen fall wollen, weil das ihre macht und gewinnmöglichkeiten beschränkt. diese konzerne haben eine starke lobby.
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Geändert von matten (17.03.2011 um 10:10 Uhr).
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  #13  
Alt 17.03.2011, 10:15
Benutzerbild von Burn
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Standard AW: Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkraft

Zitat:
Zitat von matten Beitrag anzeigen
trotzdem schafft es zum beispiel norwegen 98% seines energiebedarfes aus wasserkraft zu decken und trotzdem noch in den export zu gehen.

In Norwegen gab es auch schon Pläne Kernkraft einzusetzen um die 20% zugekauften Strom abzudecken. Ob es mal soweit kommt sei dahin gestellt, gerade nach den jüngsten Ereignissen.

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  #14  
Alt 17.03.2011, 10:22
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Burn

klar, dort wo gewinne locken werden natürlich auch immer pläne geschmiedet das zu verwirklichen...

in einer demokratie gibt es zum glück die möglichkeit solchen bestrebungen unter rahmenbedingungen zu stellen.
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Alt 17.03.2011, 12:51
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Zitat:
Zitat von matten Beitrag anzeigen

du hast natürlich recht, daß sich bei jedem vorhabben auch immer widerstand in der ansässigen bevölkerung regt - das ist allerdings auch unabhängig von irgendwelchen parteizugehörigkeiten, sondern wird von anhängern aller parteien betrieben.

das ist aber auch nicht grundsätzlich als schlecht zu bewerten.
Seltsamer Weise regt sich nirgens Widerstand gegen ein Solardach ( da dies ja was in die Kasse spült ). Widerstand gibts doch nur da wo der persönliche Nutzen nicht da ist. Ist eben so.
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Zitat:
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