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#1
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| Es ist ja allgemein so, dass man ab dem 16. Lebensjahr ins Studio darf. Gibt es für Jugendliche hier noch starke Einschränkungen bezüglich der Intensität des Krafttrainings von wegen Wachstum? omausi
__________________ Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach... |
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#2
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| "darf" klingt unpassend. Man kann Kidz auch schon mit 10 ins Studio schicken. Unter Anleitung und sofern die Motivation dazu vorhanden. Ansonsten ist die "Problematik" sehr stark von der Individualität des Jugendlichen abhängig, Pauschalen sind fehl am Platz, weil die Entwicklung in gleichen Altersklassen untereinander verschiedener nicht sein könnte. So gibt es 15 jährige die den passiven Bewegungsapparat und das Aussehen eines Mannes besitzen und demnach auch locker im HT, oder MK-Bereich trainieren könnten und auf der anderen Seite auch junge Männer die mit 18 Jahren noch teilweise im Wachstum stecken und deren Sehnen, Bänder und Gelenke noch nicht 100% belastbar sind. Deshalb würde ich mir das äußere, die Geschlechtsmerkmale und das Kraftniveau des Jugendlichen ansehen. Zudem sollten Wirbelsäulendeformitäten abgeklärt werden, ein Befund vom Arzt inklusive Anamnese und evtl. Röntgenmaßnahmen würden das Bild komplett abrunden. Einen 16 Jährigen kann man aber ruhig ans Krafttraining mit 15-20 reps ranführen, nach einigen Monaten Eingewöhnung auch gern auf 12-15 und ein halbes Jahr später gern auch der gehobene HT-Bereich bei 8-12 reps, so oder so non Mv. und keine Cheating-Spielchen. Sauber und kontrolliert mit Fokus auf die exzentrische Phase. Der Körper passt sich da ausreichend an, sodass man die Belastungen/Intensitäten ohne weiteres dezent steigern kann.
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
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#3
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| Zitat:
Begründung: Vor allem Kinder, aber auch Jugendliche haben erfahrungsgemäß noch einen starken Bewegungsdrang (von in der jetztigen Generation herangezüchteten Bewegungslegasthenikern mal abgesehen). So kann man beobachten, dass Kinder im Alltag von Mauern/Spielgeräten/etc. herunterspringen, dass es nur so rummst (klar, die Feinmotorik muss bei Kindern erst erlernt werden), hinfallen, etc. ... und nur in den seltensten Fällen kommen dabei schwerwiegende Verletzungen oder chronische Spätfolgen zum Vorschein (wäre dem so, hätte uns die Evolution wohl schon ausgemerzt). Solche Belastungen dürften (ich habs jetzt nicht ausgerechnet was so ein Sprung von einer 1,50m Mauer ausmacht) schon gut das zwei- bis dreifache des Körpergewichts ausmachen, in einer oftmals unkontrollierten Situation und mit plötzlichem Eintreten einer Belastungsspitze. Ich persönlich sehe also kein allzu hohes Schädigungspotential, wenn ein 15-jähriger mit sauberer Bewegungsausführung z.B. das eigene Körpergewicht acht mal Bankdrückt (sofern er das überhaupt schafft).
__________________ Posts von MarmorStein werden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann für sie keine Gewähr gegeben werden. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich. Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt. Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth) |
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#4
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| Statt auf das theoretische Zwiegespräch einzugehen, kann ich von meinen persönlichen Erfahrungen berichten: Ich habe mit 16 Jahren mit dem Krafttraining begonnen. Anfangs an Maschinen im Kraftausdauerbereich. Bin aber relativ schnell auf den Hypertrophiebereich umgestiegen. Maschinen waren mein Beginn, weil ich erstens noch wenig Erfahrung und Wissen hatte und zweitens meine Kraft damals ziemlich gering war. Mit 17 Jahren bin ich ins freie Training eingestiegen und hatte angefangen mich einzulesen. Seit dem trainiere ich intensiv und hatte noch nie Probleme mit Verletzungen oder sonstigen. Meine Gesundheit ist besser, meine Haltung ist besser, ich habe ein selbstsicheres Auftreten, etc. Also kann sehr viel positives berichten. Negativ ist zu sagen, dass ich wie die meisten Anfänger zu Beginn einige Fehler gemacht habe, die böse hätten ausgehen können. Zum Beispiel mehrere Tage aufeinander einen Ganzkörperplan zu machen. Es spielte halt der Jugendliche Übermut und -motivation mit rein. Ich denke hier liegt das größte Problem beim Krafttraining für Jugendliche! |
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#5
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| Zitat:
dezent denunziert
__________________ Wenn mich die Mehrzahl für nicht normal hält, dann mache ich alles richtig. de-fortis Livespill Reha/Prävention fortis Kolumne MC-Leitfaden MC auf Facebook |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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| in meinen jugendzentrumskraftraum lasse ich nur jugendliche ab 16 jahren rein. das hat aber auch den grund, daß die jüngeren oftmals nicht ein vernünftiges training durchführen, sondern eher mit den hanteln und geräten spielen. das ist natürlich gefährlich und ich kann mich auch nicht die ganze zeit dort aufhalten. es geht also nicht allein um das körperliche, sondern auch um das geistige vermögen. es gibt sicherlich auch 15 jährige, die mir von ihrem habitus und von ihren körperlichen vorraussetzungen her so erscheinen, daß ich es generell verantworten könnte sie dort trainieren zu lassen, aber in meinem arbeitsfeld sind eindeutige und klare grenzsetzungen, die für alle gelten, von großem vorteil.
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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#7
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| Ich denke sogar, dass das geistige wichtiger ist. Gutes Beispiel bei uns im Studio ist eine Schule, die den Schulsport teilweise in unser Fitnessstudio verlegt hat. Der Großteil - besonders die Jungen - sind solche verspielten Kinder, die dort nur Murks anstellen und sich obendrein teilweise noch schaden. Ich musste letztens den Lehrer ansprechen seine Schüler erst einmal ein angemessenes Verhalten beizubringen, weil sie die anständig Trainierenden vom Training abhalten und stören. |
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#8
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| Mir geht es gerade um eine 17 jährige, die sowieso schon viel Sport macht (Radsport) und zweimal die Woche den Ganzkörperplan, den ich mit ihr durchgegangen bin. Vond er Körperlänge her ist sie garantiert ausgewachsen, an ihrer Haltung gibt es nichts zu mäkeln und auch die Übungsausführung ist super. Und nun kam irgendwer zu ihr an von den anderen Trainern und meinte, dass es schädlich wäre. Das sei auch der Grund, warum sie gewichtsmäßig nicht hochgegangen ist. Der Plan ist kurz gehalten und hat eine Betonung auch auf Stabilität mit den bekannten Übungen auf Matte und mit dem Pezziball. Sonst haben wir nur Latziehen, eine Ruderübung am Gerät, Trapez an Maschine, Beinpresse, Kurzhantelbankdrücken drin, soweit ich das jetzt im Kopf habe. Wdh. 15 grundsätzlich, tiefer nicht. Schön, dass jemand sagt, ich würde ihr einen schädlichen Plan gemacht haben. Bißchen Verstand habe ich dann auch noch und Augen auch und ein bißchen Urteilsvermögen. omausi
__________________ Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach... |
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#9
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| Zitat:
So wie Du die Übungsauswahl, Technik etc. beschreibst und die Belastung im „Kraftausdauerbereich“ angesiedelt ist fehlt sich diesbezüglich mMn gar nix. Zitat:
Scheint nicht sehr kollegial zu sein, dieser Herr Trainer ... Insgesamt, wenn sie sonst auch sehr viel Sport macht, muss man halt schauen, dass sie nicht in die Überbelastung / ins Übertraining hineinkommt. Aber wie gesagt, hat man das alles im Blick kann ich jetzt nichts schädliches an der Trainingsgestaltung finden. VG, der Stein
__________________ Posts von MarmorStein werden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann für sie keine Gewähr gegeben werden. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich. Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt. Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth) |
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#10
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| Meine Einstellung zum Thema: Was spricht dagegen, Kinder bis junge Jugendliche (ich spreche von einem Altersbereich von 7-15 Jahren) mit funktionellem Training an das Training mit Gewichten heranzuführen? Konkret spreche ich von Turntraining oder GPPT, wie Wursti es in seinem Artikel erläutert. Meiner Meinung nach entwickelt der junge Mensch damit eine optimale Vorraussetzung für schweres Gewichtstraining später, da Grundkraft und Körperspannung bereits trainiert und gut ausprägt sind. Ansonsten kann ich der Einstellung beipflichten, dass es von einer Menge Variablen abhängt, ab wann welches Training unschädlich für den Organismus ist - und keine allgemeine Aussage getroffen werden kann. Gerade deshalb ist gute persönliche Beratung in diesem Bereich sehr wichtig. Die Aussage des von omaus erwähnten Trainers spiegelt nur die grundlegende Einstellung der meisten Vertreter dieser Zunft wieder - Risiken minimieren statt Potentialausnutzung des Probanden maximieren.
__________________ SoulSpace - Platz für die Seele |
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#11
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| Die Beurteilung mit dem "ausgewachsen" treffe ich nach Auge. Man sieht ja, ob jemand jetzt noch einen sehr kindlichen Bau hat, oder weiter ist. Und wie gesagt, da ist an schwacher Haltung und sonstigem nicht los. Frage mich auch, wer mir da in den Rücken fällt, zumal der Plan ja nun wirklich human ist und ich das schon einschätzen kann, wie ich meine. Gewichtsmäßig zurückgehalten heißt, keine Steigerungen vorgenommen, obwohl sie hätte mehr leisten können. Nachdem ihr jemand sagte, es würde ihr "schaden", traute sie sich nicht mehr. Wenn ich bedenke, dass es Trainer bei uns gibt, die die Leute verschrecken, sie dürften nicht über dem Fettverbrennungspuls landen, wenn sie abnehmen wollten, so dass die sich nicht vom Crosstrainer runter trauen und vom Laufband fern bleiben, weil sie meinen, dann nichts mehr zu verbrennen, dann frage ich mich, was man an einem einfachen Trainingsplan mit angemessenem Wiederholungsbereich für eine gesunde fitte Jugendliche auszusetzen hat. Oder sollte ich mir diese Frage dann vielleicht gar nicht mehr stellen und sagen, is' ja klar. Ich kriege echt einen Hals, weil ich mir bei jedem Mühe gebe, individuell auf ihn einzugehen und zu helfen und nicht für jeden den Standard Scheiss mache, den da jemand einführen will!!!
__________________ Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach... |
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#12
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| Also ich sehe da keine Probleme. Es ist ohnehin kein allgemein akzeptiertes Faktum, dass Krafttraining für Jugendliche schädlich ist. Solange sie jetzt kein Hardcoretraining getrieben eines krankhaften Ehrgeizes absolviert, kannst du dich IMHO ruhig gegen die Idioten (Fettverbrennungspuls usw.) durchsetzen. |
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#13
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| omaus, in dem fall, den du da geschildert hast, sehe ich eigentlich überhaupt kein problem. insbesondere weil das mädel ja schon sport betreibt und somit ein gewisses körpergefühl entwickelt haben sollte. das verhalten deines trainerkollegen finde ich ziemlich daneben und ich würde ihn dahingehend auch zur rede stellen.
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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#14
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| Zitat:
__________________ Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach... |
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#15
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| ach so. gegen vereinstrainer, die den leuten murks erzählen, kommt man auch ganz schlecht an. ich kenne das von den jungs, die hier im boxverein sind. denen erzählt die papnase von trainer, daß das training mit hanteln langsam machen würde. ![]() dabei könnte ich seinen jungs ein wirklich hervorragendes schnellkrafttraining verabreichen, daß ihnen sicherlich weiterhelfen würde. zum glück sind zumindest die fußballer unproblematisch. die haben einfach generell keinen plan.
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein Geändert von matten (31.10.2008 um 13:48 Uhr). |
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| intensität, jugendliche, training, wachstum |
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