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Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

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  #1  
Alt 28.07.2009, 12:41
MC-Neuling
 
Registriert seit: 02.01.2009
Ort: Schweiz, Baden
Beiträge: 13
Standard Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Hallo

Hab mir letztens andere Tagebücher (anderes Forum) angeschaut und festgestellt das viele Leute fast gleich viel Heben,beugen und drücken.

Auch bei meinem Trainingspartner sind die Unterschiede nicht so hoch wie bei mir.

zBsp.

Kreuzheben 95-100kg 8wdh
Kniebeugen 90-95kg 8wdh
Bankdrücken 50-55kg 8wdh
Militarypress 30-35kg 8wdh

Wie seht ihr das? Gibt es ne Richtlinie in der man sein sollte um dysbalancen auszuschliessen? Kann mir eigentlich auch nicht wirklich vorstellen, gleichviel zu drücken wie zu heben, da beim heben doch viel mehr muskeln beansprucht werden?



Noch ne andere Frage.

Beim Bankdrücken hing ich jez seit 4 wochen bei 52.5kg fest, packte nie die 52.5kg für 8 wdh. Bei den anderen Grossen übungen kann ich eigentlich wöchentlich das gewicht um mind. 2.5 kg steigern.

Gestern gingen dann auf einmal 52.5kg sehr gut, sogar die 55 gingen für 8 wdh. Die 60 klappten für 7 wdh. Ist das normal das ein weilchen nichts geht und dan auf einmal so ein Kraftschub kommt? Und man nicht schön jede woche bischen mehr drauflegen kann?
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  #2  
Alt 28.07.2009, 12:59
Benutzerbild von MarmorStein
MC-User
 
Registriert seit: 05.09.2007
Beiträge: 1.438
Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Hi koka!

MMn vergelichst Du hier die Falschen Übungen miteinander. Ich würde sagen, es sollte in etwa ein Gleichgewicht zwischen beispielsweise Bankdrücken und vorgebeugtem Rudern bestehen, also die Übungen sollten in etwa mit der angesprochenen Muskelmasse vergleichbar sein.

Bei Kreuzheben und Kniebeugen kommt die Kraft vorwiegend aus den Beinen und Hüftstreckern (plus Stabi aus quasi dem ganzen Körper), dass man da mehr schafft als beispielsweise beim Bankdrücken ist i.d.R. kein Kunststück.

Zitat:
Zitat von koka
Gestern gingen dann auf einmal 52.5kg sehr gut, sogar die 55 gingen für 8 wdh. Die 60 klappten für 7 wdh. Ist das normal das ein weilchen nichts geht und dan auf einmal so ein Kraftschub kommt? Und man nicht schön jede woche bischen mehr drauflegen kann?
Irgendwann erreicht man zwangsläufig ein Plateau ... wenn Du jede Woche um 2,5kg erhöhen könntest, würdest Du Deine Bankdrückleistung pro Jahr um 132,5kg verbessern, nach 3 Jahren müsstest Du also mindestens 397,5kg drücken können, nach sechs Jahren das Doppelte.
Man kann auch nicht davon ausgehen, dass wenn man an einem Plateau angekommen ist, auch irgendwann ein Sprung erfolgt. Normalerweise empfiehlt sich da eine Änderung in der methodik oder der trainingsinhalte, also Beispielsweise für eine kurze zeit Pausieren (-> Dekonditionierung), zeitweise auf beispielsweise Kraftausdauer oder eine andere Übungsform umsteigen, etc., also das Training variabel zu gestalten.
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Posts von MarmorStein werden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann für sie keine Gewähr gegeben werden. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich.

Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt.
Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth)
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  #3  
Alt 28.07.2009, 13:46
MC-Neuling
 
Registriert seit: 02.01.2009
Ort: Schweiz, Baden
Beiträge: 13
Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Vielen Dank für deine Antwort MarmorStein

Wenn ich Bankdrücken mit V.Rudern vergleiche bin ich etwa gleichauf +-5kg. Dann würds wieder passen


Da ich noch relativ am Anfang meiner Karriere stehe, dachte ich das ein Plateau in weiter Ferne steht. Desshalb habe ich ohne etwas zu verändern weiter gemacht. Bei den meisten anderen Übungen gehts ja bis jetzt immer bergauf.

Hoffe das mehr solche Sprünge kommen werden

Wie weiss man den, das ein Plateau da ist? gehts da bei jeder übung nicht weiter? oder nur bei einer? Wie lange sollte man warten ob doch nicht nen Sprung kommt?
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  #4  
Alt 28.07.2009, 13:55
Benutzerbild von MarmorStein
MC-User
 
Registriert seit: 05.09.2007
Beiträge: 1.438
Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Zitat:
Zitat von koka
Wie weiss man den, das ein Plateau da ist?
Wenn's nicht mehr weitergeht.

Zitat:
Zitat von koka
gehts da bei jeder übung nicht weiter? oder nur bei einer?
Ist i.d.R. Übungsspezifisch, also wenn Du beim Bankdrücken nicht weiter kommst, heißt das noch lange nicht, dass Du auch beim Kreuzheben ein Plateau erreichst.

Zitat:
Zitat von koka
Wie lange sollte man warten ob doch nicht nen Sprung kommt?
Kann ich Dir nicht beantworten. Hängt u.A. auch von Deinen Zielen, etc. ab.
Gegenfrage: Wie lange willst Du denn warten?
Generell würde ich sowieso immer ein abwechslungsreiches Training einem eintönigen Welchen vorziehen. Erstens macht's mir mehr Spaß, zweitens wird man durch ein vielseitiges Training auch vielseitiger (Überraschung) und ist für mehr (Alltags)Situationen gerüstet.
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  #5  
Alt 30.07.2009, 16:04
Benutzerbild von bedee
Moderator
 
Registriert seit: 25.01.2008
Ort: BaWü
Beiträge: 3.001
Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Und wenn ich jetzt Kniebeugen und Kreuzheben vergleiche?
Ich sehe bei manchen Leute, dass die deutlich mehr Gewicht beugen als heben. Und wenn ich von mir ausgehe, kann ich deutlich mehr heben. Ich dachte immer, beim Kreuzheben könnte man die höchste Last bewegen. Ist das nicht bei allen Leuten so?
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  #6  
Alt 30.07.2009, 16:12
Benutzerbild von Eisenfresser
Moderator
 
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Ort: Land Brandenburg/ bei Berlin
Beiträge: 22.788
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Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Zitat:
Zitat von bedee Beitrag anzeigen
Und wenn ich jetzt Kniebeugen und Kreuzheben vergleiche?
Ich sehe bei manchen Leute, dass die deutlich mehr Gewicht beugen als heben. Und wenn ich von mir ausgehe, kann ich deutlich mehr heben. Ich dachte immer, beim Kreuzheben könnte man die höchste Last bewegen. Ist das nicht bei allen Leuten so?
In der Regel, normalerweise, sollte man beim Kreuzheben stärker sein als beim Kniebeugen...

Bei einem gesunder Sportler, der beide Übungen gleich ambitioniert trainiert, wird das auch so sein...





Gruß Eisi
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  #7  
Alt 30.07.2009, 21:58
Benutzerbild von MarmorStein
MC-User
 
Registriert seit: 05.09.2007
Beiträge: 1.438
Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

^^ echt? warum? Wegen größerem Bewegungsradius?

Bein Kreuzheben kann ja z.B. die Griffkraft limitieren, welche beim Kniebeugen kaum eine Rolle spielt.

Kann das mal jemand von den diesbezüglichen Pros ein bisschen ausschmücken?
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  #8  
Alt 30.07.2009, 22:07
Benutzerbild von bedee
Moderator
 
Registriert seit: 25.01.2008
Ort: BaWü
Beiträge: 3.001
Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Vielleicht weil der Schwerpunkt beim Kreuzheben niedriger liegt? Man muss ja nicht das Gewicht auf der Schulter balancieren, das hängt ja viel weiter unten. Jedenfalls hab ich bei den Kniebeugen immer das Gefühl, dass ich den Rumpf sehr viel mehr stabilisieren muss, wenn ich dasselbe Gewicht wie beim Kreuzheben beuge.
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  #9  
Alt 30.07.2009, 22:09
Benutzerbild von Eisenfresser
Moderator
 
Registriert seit: 29.01.2009
Ort: Land Brandenburg/ bei Berlin
Beiträge: 22.788
Eisenfresser eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
^^ echt? warum? Wegen größerem Bewegungsradius?

Bein Kreuzheben kann ja z.B. die Griffkraft limitieren, welche beim Kniebeugen kaum eine Rolle spielt.

Kann das mal jemand von den diesbezüglichen Pros ein bisschen ausschmücken?
Ich denke es liegt einfach daran,
dass beim Kreuzheben mehr Muskelgruppen beteiligt sind und man mehr mit dem Rücken arbeiten kann...

Beim Beugen ist natürlich auch der Rückenstrecker beteiligt,
aber beim Heben kann man den Rücken einfach mehr einbringen, jedenfalls wenn man klassisch hebt,
aber auch wenn man Sumo hebt, ist man meißt stärker als beim Beugen...

Sicherlich kommt auch dazu das die Bewegung kürzer ist als beim Beugen bzw. auch der Schwerpunkt ein anderer ist...

Die Griffkraft kann man vernachlässigen, da die meißten eh im Kreuz- bzw. Wechselgriff heben,
einige wenige mit der Daumenklemme...




Ansonsten ist das einfach ein Erfahrungswert bzw. die Erfahrung aus vielen hunderten Beobachtungen,
bei uns im Verein und bei Wettkämpfen...

In der Regel liegen die Leistungen zw. Kniebeugen und Kreuzheben etwa 50-60 Kg auseinander +/-




Gruß Eisi




P.S.: KDK-Wettkämpfe wo mit Equipment gestartet wird bzw.
Equipmentleistungen allgemein kann man natürlich nicht vergleichen,
da man mehr aus dem Equipment für Kniebeugen (Kniebeugenanzug+Kniebandagen)
herausholt, als aus dem Eq. fürs Kreuzheben (Kreuzhebeanzug)...

Wenn man damit umgehen kann holt man beim Kniebeugen etwa 40% der RAW-Leistung aus dem Eq., zusätzlich!!!,
beim Kreuzheben sind es etwa ~20 Kg +/-


P.P.S.: praktische Bsp., meine Leistungen...ich bin allerdings kein repräsentatives Bsp...

RAW
Kniebeugen
1x160 Kg
Kreuzheben
1x215 Kg

mit Equipment
Kniebeugen
1x200 Kg
Kreuzheben
1x220 Kg
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Geändert von Eisenfresser (30.07.2009 um 22:17 Uhr).
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  #10  
Alt 30.07.2009, 22:34
Benutzerbild von de-fortis
Administrator
 
Registriert seit: 19.03.2005
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 10.435
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Standard AW: Verhältnis zwischen Druck und Ziehübungen

Eisi spricht die wichtigsten Punkte schon an:

- der Lastenschwerpunkt der Beuge liegt höher als beim heben
- die ROM des Lifts ist kleiner
- es arbeiten mehr Muskeln beim deadlift, hinzukommend arbeiten Rückenstrecker und Beine parallel dynamisch, bei der Beuge arbeitet der Core primär "nur" statisch, die Hauptarbeit liegt also auf den Beinen = > deshalb ist natürlich das maximal zu bewältigende Gewicht bei Lifts mit straight legs geringer als bei der klassische Variante

Könnte man jetzt anatomisch und biomechanisch noch etwas weiter auseinander nehmen, aber das verschieben wir erstmal
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