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Komplexes Training oder spezialisiertes training für verschiedenen Sportarten

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  #1  
Alt 27.11.2009, 07:15
Benutzerbild von Solos
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Registriert seit: 29.01.2009
Beiträge: 3.029
Standard Komplexes Training oder spezialisiertes training für verschiedenen Sportarten

Hier die Diskussion aus dem Logbuch von Jon.ass - matten


Zitat:
Zitat von Jon.ass Beitrag anzeigen
Yep, aber es gibt so viele Systeme die ich noch ausprobieren möchte! In gut ner Woche kommt auch schon das nächste!
Wieso "hetzt" du eigentlich von System zu System und erstellst Dir nicht selber einen Aufbau der sich an deiner Football-Saison und den damit verbundenen Besonderheiten und Erfordernissen orientiert?
Das würde ich viel sinnvoller finden als alle 6-8 Wochen ein neues, vorgefertigtes System aus der "Retorte" zu übernehmen. Schließlich willst du deine Leistungsfähigkeit doch zur Saison hin Aufbauen, evtl. zu nem bestimmtem Zeitpunkt Peaken bzw. auf einem bestimmtem Level halten. Oder sehe ich das Falsch?
Du kannst dich dabei natürlich an vorgehensweisen wie bei Westside etc. orientieren, aber das Vorgehen im Jahresverlauf sollte in erster Linie durch deine Sportart und dem dortigen Terminkalender geprägt sein.

Gruß
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"Train as heavy as possible, as often as possible, while staying as fresh as possible.“
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"Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen."
Hermann Hesse

Solos = Aus Kupfer bestehendes Wurfgerät des antiken Fünfkampfes. Gilt als Ursprungsform des Diskos, dem Vorläufer des heutigen Diskus.

Geändert von matten (29.11.2009 um 11:16 Uhr).
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  #2  
Alt 27.11.2009, 09:33
MC-User
 
Registriert seit: 30.09.2009
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Standard AW: Bigger, Faster, Stronger!

Joa, ist ja im Prinzip richtig. Aber Football ist leider kein Hochleistungssport und ich bin auch nach einem richtig intensiven Squattraining immernoch der shcnellste aufm Feld. Und ich habe 2 Herzen in der Brust, ich will auf der einen Seite schnell und explosiv im Football sein und auf der anderen Seite immer stärker werden im Beugen, Heben und Drücken. Zum Glück korreliert ja die maximalkraft sehr stark mit der Sprintgeschwindigkeit. Und ich bin einfach noch zu jung um mich fest zu binden, wenn du verstehst :P
Ich gebe dir ja recht, dass 6-8 Wochen evtl zu kurz sind, um ein Programm wirklich auszutesten, aber bisher konnte ich mir schon zu jedem Plan eine Meinung bilden. Und vielleicht mach ich mir dann in den nächsten Semesterferien ein komplettes eigenes Programm, was alle meine Vorlieben und Schwachstellen berücksichtigt. Aber bis dahin ist noch viel Platz nach oben und weite rgehts ja ohnehin immer.
Vielleicht kann ich dich in sofern beruhigen, dass das System, dass ich zum neuen Jahr hin anfange ganze 10 Wochen dauern wird!
Ich sehe mich halt noch in diesem Mittelmäßigkeitsbereich, in dem man alles machen kann um voranzukommen. Ich meine was sind schon 95kg 1RM bankdrücken (hoffentlich bald 100kg)? Und so im Kraftraum sind 140kg heben und 120kg beugen natürlich impressive, aber wenn du das mal mit anderen Werten hier verlgeichst, da wird es dann Zeit für ein maßgeschneidertes Programm. Zumindest sehe ich das im Moment so!

P.S.: Der Wojtek ist Weltmeister über 100m geworden, Maschiene!
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  #3  
Alt 27.11.2009, 11:10
Benutzerbild von Solos
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Registriert seit: 29.01.2009
Beiträge: 3.029
Standard AW: Bigger, Faster, Stronger!

Das Football kein Hochleistungstraining ist erzähle mal den Jungs in der NFL

Auch wenn du dich im "Mittelmäßigkeitsbereich" siehst kann es ja nicht schaden langfristig zu denken und deine Leistungsfähigkeit über die Jahre systematisch zu entwickeln. Dazu gehört, dass man zunächst einmal gewisse Fähigkeiten in Form von Basisarbeit aufbaut, um anschließend die spezifische Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Das betrifft sowohl den Mehrjahresverlauf, als auch den Jahresverlauf. Mit steigendem Trainingsalter verschieben sich natürlich Anteile und Schwerpunkte.

Bin mir nicht ganz, nein eigentlich bin ich mir sicher, dass dies die einzelnen Systeme so nicht leisten. Und eine Aneinanderreihung solcher Systeme schon gar nicht. Das ist auch ein Grund warum man im Leistungssport diese Systeme eigentlich gar nicht findet, auch nicht in Kraft-dominierten Sportarten (ich denke ich habe da nen ganz guten Einblick und würde das für LA, Skisprung, Gewichtheben, Rudern, Radsport, Ringen; Fussball, Handball... so unterschreiben.) Selbst im Football denke ich das die Systeme anders angewendet werden. Nen guter Studienkolege hat zu NFL-Europe Zeiten bei Rheinfire und später bei den Centurions gespielt und war regelmäßig zu diesen Auswahlcamps im Ami-Land. Sein TP war im Kraftbereich vielleicht etwas Bill Starr-mäßig angehaucht, aber generell war das ein eigenständiges Trainingssystem in dem in "Season" und "Off-Season" unterschieden wurde und in dem es entsprechende Schwerpunktänderungen und Intensitätsvariationen gab. Bei einer TE-Zahl die wöchentlich im zweistelligen Bereich lag war das natürlich auch nötig.
Westside hat sich im KDK zwar z.T. durchgesetzt, aber hier bin ich mir a) nicht sicher ob das für jemanden ohne Stoff (jetzt werde ich bestimmt gesteinigt) und Equipment funktioniert und b) sicher das es in Sportarten in denen das KT spezifische Unterstützung darstellt nicht funktioniert.

Naja, wie dem auch sei. Wenn du so zufrieden bist und gute Fortschritte erzielst spricht ja nichts dagegen so weiter zu verfahren. Vielleicht entwickelst du ja im Laufe der Zeit aus den verschiedenen systemen dein eigenes. Das Wissen dazu dürftest du ja eigentlich besitzen.

Gruß
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Geändert von Solos (27.11.2009 um 11:28 Uhr).
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  #4  
Alt 27.11.2009, 11:20
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Westside wirbt sehr wohl damit, dass es in der NFL sowie bei Sprintern dangewandt wird zuminest im Amiland.

Denke Vermutungen ob ein Programm für Stoffer oder nicht Stoffer geschrieben ist, sind weder sinnvoll noch objektiv einschätzbar. Dafür ist Training im allgemeinen zu individuell und die wissenschaftliche Literatur zum Thema conjugate System zu wenig umfangreich bzw qualitativ.

Zitat:
Westside hat sich im KDK zwar z.T. durchgesetzt, aber hier bin ich mir a) nicht sicher ob das für jemanden ohne Stoff (jetzt werde ich bestimmt gesteinigt)
Ich hoffe mal, das ist kein indirekter Vorwurf, denn bei mir hats wunderbar funktioniert ohne Stoff, sogar komplett ohne Supps bis zur unmittelbaren WK Vorbereitung hin (ich spreche vom April und nicht von der letzten Zeit)



Achja und im KDK hat es sich noch lange nicht durchgesetzt, nur die allerwenigsten trainieren nach Westside bei der IPF (würde deine Drug Thesis bestätigen ) Zumindest war da niemand dabei mit denen ich mich bei der WM unterhalten habe.
Da geht alles recht sheikoähnlich zu.

Geändert von janden (27.11.2009 um 11:29 Uhr).
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  #5  
Alt 27.11.2009, 12:58
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Zitat:
Zitat von janden Beitrag anzeigen
Westside wirbt sehr wohl damit, dass es in der NFL sowie bei Sprintern dangewandt wird zuminest im Amiland. .
Im Bezug auf Football kommt es sicher zur Anwendung, wenigstens teilweise. Aber mit ziemlicher Sicherheit nicht so wie ursprünglich propagiert. Und das Stoff in der NFL eine größere Rolle als sinnvolle Trainingsplanung spielt ist auch klar.

Und im Bezug auf Sprinttraining wird offensichtlich mit einer Falschinformation geworben. In der LA bin ich zu Hause, auch beruflich, da wird ganz sicher nicht nach westside trainiert. Und nur weil es "Speed" und "Strength" orientierte Tage gibt ist das noch lange kein westside bzw. wurde so etwas bereits praktiziert bevor von Westside die Rede war.

Zitat:
Zitat von janden Beitrag anzeigen
Denke Vermutungen ob ein Programm für Stoffer oder nicht Stoffer geschrieben ist, sind weder sinnvoll noch objektiv einschätzbar. Dafür ist Training im allgemeinen zu individuell und die wissenschaftliche Literatur zum Thema conjugate System zu wenig umfangreich bzw qualitativ..
Ein Packen Subjektivität ist dabei was das Stoffen angeht, klar. Aber wer glaubt die Westsider aus Ami Land essen nur Mamas Eintopf.....

Das Konjugiertes Training geblocktem Training im allgemeinen (Ausnahmen gibts immer...) unterlegen ist was die Auslösung von Anpassungsprozessen angeht ist eigentlich ziemlich gesichert und spiegelt sich auch in den in der Praxis gemachten Erfahrungen wieder. Zumijndest in Sportarten in denen es um wenige Fähigkeiten geht dominiert in erster Linie ein "lineares" Vorgehen.

Zitat:
Zitat von janden Beitrag anzeigen
Ich hoffe mal, das ist kein indirekter Vorwurf, denn bei mir hats wunderbar funktioniert ohne Stoff, sogar komplett ohne Supps bis zur unmittelbaren WK Vorbereitung hin (ich spreche vom April und nicht von der letzten Zeit).
Nein kein Vorwurf an Dich, habe dich gar nicht auf dem Schirm gehabt. Aber so ganz hat es bei dir ja auch nicht funktioniert, langfristig gesehen.

Zitat:
Zitat von janden Beitrag anzeigen
Achja und im KDK hat es sich noch lange nicht durchgesetzt, nur die allerwenigsten trainieren nach Westside bei der IPF (würde deine Drug Thesis bestätigen ) Zumindest war da niemand dabei mit denen ich mich bei der WM unterhalten habe.
Da geht alles recht sheikoähnlich zu.
Gut das von einem Insider zu hören. Bestätigt ja ein wenig meine Ansicht.


Gruß
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Weiterführende Informationen:
  #6  
Alt 27.11.2009, 13:11
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@solos
Habe mir was ähnliches erwartet bei den Sprintern

DAs mit konjugierten System wusste ich nicht, habe gedacht, dass das eher eine moderne Entwicklung ist, aber gut zu wissen.

N
Zitat:
ein kein Vorwurf an Dich, habe dich gar nicht auf dem Schirm gehabt. Aber so ganz hat es bei dir ja auch nicht funktioniert, langfristig gesehen.
Habs mir eh gedacht, deswegen der Smilie, aber ich bin immer noch davon überzeugt, man muss es nur richtig anwenden und gewisse Sachen anpassen.
ich werde sicher wieder eines Tages zu "meinem funktionierenden Westside " zurückkehren und ich weiß genau, dass die Profis das ganz anders trainieren.

Nur jetzt ist mal für ein halbes Jahr ein anderes Programm an der Reihe.
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  #7  
Alt 27.11.2009, 13:25
Benutzerbild von Solos
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Vielleicht bleibst du ja auch unerwarteterweise bei dem jetzigen Programm

Was man so rauslesen konnte scheint es sich um zwei Phasen zu handeln? Eine mit hohem Load und eine in der die Leistungsfähigkeit ausgeprägt wird?

Kannst auch in deinem Log antworten

Gruß
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  #8  
Alt 27.11.2009, 15:24
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Haha, schön das ihr euch so nett unterhaltet

Also ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, und alles ist rein persönlich und nicht wissenschaftlich belegt. Aber du weißt sehr gut, dass es hier einige gute Leichtathleten an der Spoho gibt Solos. Und wenn ich mir anschaue, was ich für Fortschritte erzielt habe, und das 1 zu 1 auf Übungen von den leichtathleten ummünze, dann gute Nacht. Die machen Reaktivsprünge über niedrig aufgelegte Hochsprunglatten, da kann ich noch locker 10cm drauf legen! Davon habe ich etliche beispiele. Im Grunde genommen will ich damit einfach nur sagen, dass ich überzeugt davon bin, das die konjugative oder teilkonjugative Methode insofern mehr bringt, dass ich alle Systeme gleichzeitig aufbaue und ERHALTE. Beim Blocktraining setze ich zwar Schwerpunkte, kann da aber mit sicherheit nicht alle Komponenten (Kraft, Schnelligkeite/Explosivität etc.) dauerhaft auf einem gleich hohen Niveau halten. Und dieses ausgeglichen bzw. dauerhaft hohe Niveau brauchst du eben im Football! In der LA kann man evtl noch schwerpunkte setzen, im Football nicht!
Natürlich kannst du damit argumentieren, dass ich eigentlich totaler Anfänger bin. Aber wenn jemand nach knapp 1,5 Jahren Trainingserfahrung um einiges besser ist in ausgewählten Übungen als Leistungssportliche leichtathleten, dann sag ich guten nacht zum Deutschen Leistungssport. Die Technik sachen sind natürlich ne ganz andere Geschichte.
Ich bin einfach der Überzeugung, dass in Deutschland zu leicht und nicht sinnvoll trainiert wird. Du magst das als durcheinander bezeichnen. Aber auch mit dieser "nicht sinnvoll aufgebauten" Trainingsplanung, erziele ich bessere Erfolge in Kraft und Explosivität als die meisten Leistungssportler hier. Und das nur durch die hohe Intensität.
Und a propos Fachwissen. Ich könnte hier jeden Tag ausflippen wegen diesen behinderten Argumentationen 1/4 Kniebeugen würden mehr bringen als tiefe Kniebeugen. Dieser Satz ist eine Seuche in der LA! Ich kann auch mit 190kg 1/4 KB machen. Aber kann irgend ein Leichtahtlet, der nur die macht auch mit 125kg tiefe machen? Sicher nicht. Und das ist das grundlegende Problem!

Das blockorientierte Training hat mich bisher null angesprochen, weil ich konjugativ viel bessere Erfolge sehe!

Noch was zum Football, ich meinte Leistungssport in Deutschland, nicht in der NFL. Und da ist das selbe in grün:

"Ich hab heute mit 115kg tiefe Kniebeugen gemacht"
"Wie tief??"
"Ja tief halt..."
"Wie tief genau?"
"Ja 90° halt!"

Sowas spielt sich da auf Bindesliganiveau ab! Und da kann mir keiner erzählen irgend jemand wüsste da von guten Trainingsmethoden bescheid!

Der Kleinöder hat letztens sinnigerweise gemeint, dieser neue Hype um das Core Training von Verstegen ist nur darauf zurück zu führen, dass überhaupt mal was intensiver gemacht wird.
Meiner Meinung nach leidet Deutshcland einfach an dem Problem, dass schlechte Trainer mit falschen Intensitäten schlechte Ergebnisse erzielen!

Noch ein letztes Beispiel, ich habe hier einen Komolitonen, sehr guter 400m Läufer, Vize Deutscher Meister!
Weißt du was der zu mir gesagt hat, als ich zu ihm meinte wieso er die Knie so weit vorne hat beim beugen?!

Er hat egsagt ein ehemaliger LANDEStrainer im Gewichtheben hätte ihm gesagt das genau das EGAL WÄRE, weil er im Startblock eh die gleiche Winkelstellung in den kniegelenken hätte und deswegen ruhig mit den Knien über die zehenspitzen gehen könnte.
Und sein eigentlicher Trainer sitzt 600km weit weg in seinem heimatverein und lässt ihn hier nach Lust und Laune trainieren und dann kommt sowas bei raus! Das spricht wohl alles für sich!
Gut 400m Läufer ist kein Sprinter, aber Leistungssportler. Und solange ich fast 30kg mehr viel tiefer beuge als er, solange glaube ich an mein System und werde nicht zum Blocktraining wechseln!

Boah war das ein Erguss! Also Solos, dass ist alles null gegen dich persönlich egrichtet, im Gegenteil, ich freue mich, wenn wir über solche Themen diskutieren.
Die ganze Einstellung oben ist einfach nur in den letzten paar Wochen in mir gewachsen und ich bedauere einfach, dass ich erst so kurz trainiere, weil das bei solchen Aussagen unseriös wirkt. Aber da ich mich mMn sehr intensiv mit dem Thema Kraft und Shcnellkrafttraining auseinander gesetzt habe maße ich mir mal so ein Urteil an.

P.S.: Ich kann nicht widerstehen einfach mal was im Raum stehen zu lassen, was ne Trainingspraxis hier angeht: "Maximalkrafttraining Kniebeuge... auf Stabikissen... bis 90°". Sowas wird praktiziert, hauptsächlich!

Ich hoffe du machst dir die Mühe das alles zu lesen.

Gruß Jonas

Geändert von Jon.ass (27.11.2009 um 15:29 Uhr).
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  #9  
Alt 27.11.2009, 15:32
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Jetzt hab ich vor Aufregung fast vergessen mein heutiges Workout zu posten!

27.11.09 Woche 7 (5-4-3-2-1) Workout 3

Freesquats
5x115kg
4x117,5kg
3x120kg
2x122,5kg
1x125kg <-- PB
Total: Unwichtig, da kein Vergleichswert

Bankdrücken
5x80kg
4x82,5kg
3x85kg
2x87,5kg
1x90kg
Total: Unwichtig, da kein Vergleich!

Ansonsten noch interessant für Solos
Hochsprungtraining endlich 1,60 geschafft, liegt aber an der grotten schlechten Technik, die ich zur zeit versuche zu verbessern.
Und Kugelstoßen 9m gestoßen, find ich gar nicht schlecht für einen nicht leichtathleten!
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  #10  
Alt 27.11.2009, 15:37
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ich schiebe meine knie auch über die füße.

und überleg mal, wenn 2 gleichgroße athleten da sind, einer hat schugröße 48, der andere 44.

ich bin mir auch zu dem punkt nicht komplett sicher, wie das jetzt genau geht, aber die fussspitze als regel festlegen, macht insofern ja nicht so viel sinn, da es auch gleich große athleten mit unterschiedlichen fussgrößen gibt.


ich schiebe die knie so weit vor wie nötig, weiter nicht.
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  #11  
Alt 27.11.2009, 16:44
Benutzerbild von Solos
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He he, schöner Erguss von Dir! Man sieht du bist mit dem Herzen dabei, erinnert mich ein bischen an mich

Hm, auf alles kann ich unmöglich eingehen....

Also erstmal zu der Leichtathletikgeschichte:
Krafttrain in der LA ist teilweise die absolute Seuche, ganz unabhängig welches Leistungsniveau. Viele Beispiele siehst du an der Spoho. Die dortigen Sprinter/Springer repräsentieren viele - NICHT alle - Trainingsgruppen in D in denen genauso trainiert wird. Den 400 m Läufer kenne ich, ebenso seinen Trainer, die Trainingsgruppe und seine KBs....das ist typisch, hauptsache viel und unter dem Alibi der "spezifischen" Gelenkwinkel....Das ist aber kein Maßstab, nicht umsonst laufen wir hinterher, da gibt es viele Defizite, nicht nur im KT-Bereich.
Ich spreche allerdings vom Wurfbereich, dort wird nicht über die Tiefe der Beugen diskustiert, sie sind einfach tief. Auch beim Rest ist es wesentlich "fortschrittlicher", was sich ja auch in den internationalen Ergebnissen zeigt. Natüröich kann es auch hier noch Verbesserungen geben.

Ob nun konjugative Methode oder nicht...darüber kann man sicher endlos diskutieren. Ist auch sportartabhängig bzw. in den Sportspielen vielleicht sogar positionsabhängig.
Das was du als Vorteil siehst ist in meinen Augen jedoch der Nachteil: Die parallele Entwicklung einer Vielzahl motorischer Fähigkeiten bringt automatisch Abstriche in der Anpassung mit sich. Der Kapazität des Körpers auf verschiedene Reize reagieren zu können sind Grenzen gesetzt (energetische Gründe). Hinzu kommen die unterschiedlichen Stimuli die einzelne Fähigkeiten benötigen und die unterschiedlichen Anpassungsvorgänge die ausgelöst werden (morphologisch, nerval, metabolisch..). Diese "stören" sich teilweise gegenseitig und behindern Wechselseitig eine ausgprägte Anpassung (Krasses Beispiel: Entwicklung Ausdauer und Entwicklung Schnelligkeit oder: Hypertrophie vs. IK Training--> selbst hier kann es schon zu Beeinträchtigungen kommen). Das Ergebnis: der Körper wird immer einen Mittelweg gehen und sein Potential nicht abrufen können.

Es haben bestimmt beide Vorgehensweisen ihre Berechtigung, aber ich sehe die Vorteile aufgrund der genannten Gründe auf Seiten des Blocktrainings.
Das meine ich im übrigen nur für den Erwachsenen-/Leistungsbereich. Im Kinder und Jugendtraining würde ich ebenfalls konjugativ/komplex Vorgehen.

Gruß
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  #12  
Alt 27.11.2009, 17:26
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@Fabian, ich kenne jetzt keine Videos von dir, aber wenn du wirklich tiefe Kniebeugen machst, dann musst du mMn merken, dass die Knie nicht über die Fußspitzen gehen sollten, alleine aus Gleichgewichtsgründen, weil du vor deinem Schwerpunkt arbeitest. Ist doch klar, dass die Hantel genau "in der Führung" über deinem KSP liegen sollte, der spätestens am tiefsten Punkt fast genau durch die Schienbeine in den Boden geht! Deshalb reißt du dir beim KH auch immer die Schienbeine auf, weil du eigentlich VOR deinem KSP arbeitest und versuchst so nah wie möglich an diesen heranzukommen. Deshalb haben auch hexbars ihre BErechtigung und stressen den Rücken weniger!
Ich bin 1,86 und habe Schuhgröße 46. Aber das ist auch kein Argument die Technik zu verfälschen. Du hast doch dafür in den meisten Fällen auch dementsprechende Gliedmaßen.

@ Solos
Mit den Werfern muss ich dir Recht geben, schließlich hat gerade der Diskusswerfer mir die Power Cleans richtig gezeigt, und von dem halte echt was!
Und falls das Blocktraining doch seine vorzüge haben sollte, so werde ich das erste im Laufe meiner Trainingskarriere herausfinden. Aber momentan vertrete ich 2 Einstellung:
1. Im Anfängerbereich bringt die Konjugativmethode sehr sehr viel mehr sehr sehr viel schneller und ist deswegen angebrachter. Als Anfänger sehe ich aber auch Leistungssportler die nicht richtig trainieren. Aber so ähnlich hast du das ja auch schon gesagt!
2. Falls Blocktraining, dann nur in der Offseason um evtl Masse aufzubauen und maximal noch um die dann noch Explosiv zu trainieren. Aber spätestens wenn du mehr Trainingsspielraum für deine Sportart brauchst würde ich wieder auf die Konjugative Methode zurück kommen, um die Systeme gleichmäßig zu erhalten und je nach Athleten noch zu steigern.

Halt mich für ein Werbeopfer, aber DeFranco hat echt ein paar krasse Athleten mit der Konjugativen methode produziert. Zum Beispiel Brian Cushing, das ist einer der krassesten Linebacker ever und der ist weiß
No Gimmicks, just hard work!

Es kann gut sein, dass ich meinen Körper im Moment doch etwas überlaste mit dem ganzen Sport und dem konjugativen krafttraining, weil ich mich zum Ende der Woche imme rziemlich burned out fühle (z.B. hab ich am mittwoch 3 mal trainiert...). Deshalb könnte es sein, dass bei mir im Moment ein Blocktraining angebrachter wäre, um den Körper nicht zu vielseitig zu reizen, um die Adaption zu optimieren. ABER ich nehme meine stetigen kraftzuwächse als indiz für die richtigkeit meines Trainings. Und das Wochenende ist halt zum Regenerieren da!
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  #13  
Alt 27.11.2009, 23:45
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Dann geb ich mal "ungefragt" meinen Senf dazu:

1. Während einer langen Saison von 8 Monaten, welche man auf annähernd gleich hohem Niveau bestreiten will, mag diese Westside-Geschichte durchaus sehr sinnvoll sein. Sobald man aber wirkliche Spitzen in seiner Leistung erzielen möchte, geht in meinen Augen kein Weg an einer gewissen Spezialisierung vorbei.

2. Deine derzeiten "Erfolge" würde ich noch nicht als Verdienst von Simmons sehen Jon.ass...
Du bist Anfänger und Anfänger bauen gerade bei extremer Intensität anfangs einfach prächtig auf, egal mit welchem System.
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  #14  
Alt 28.11.2009, 01:15
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Ich weiß jetzt nicht, obs unverständlich rüberkam oder du nur zu faul zum lesen warst, aber ich bin genau deiner Meinung. Nur das ich Westside for skinny bastards trainiert habe und auch wieder werde und nicht nach Westside barbell muss man beachten

Auch das mit dem Anfänger stimmt, wobei ich sagen muss, dass diese anfänglichen Schübe durchaus nicht mehr kommen und ich für jedes Kilo echt hart arbeiten muss, besonders auf der Bank. Von prächtigem Aufbauen kann da nicht die Rede sein.
Trotzdem finde ich es für mich und meine Trainingszeit etc. schon sehr gut, was ich erreicht habe. Und das sind für mich sehr gute Erfolge und keine "Erfolge" in Anführungsstrichen!

BÄM
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  #15  
Alt 28.11.2009, 01:50
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und noch so eine spannende diskussion im logbereich und wieder meine bitte das doch im allgemeinen foren zu diskutieren, weil es sonst halt nur von den jeweiligen lesern des jeweiligen logbuches überhaupt wahrgenommen wird.



zum thema der diskussion:

da ich kein leistungssportler bin ist für mich natürlich eine sehr breite streuung von reizen absolut kein problem, sondern im gegenteil sehr zielgericgtet auf das, was ich ereichen möchte, nämlich eine möglichst breite entwicklung von fähigkeiten. zudem kommt natürlich der spaß an der sache so auch nicht zu kurz.

ich sehe ähnlich wie Jon.ass hier jedoch auch ein hohes potential für steigerungen nicht nur für den anfänger. auch im leistungssport hat eine solche herangehensweise meiner ansicht nach durchaus seine berechtigung, allerdings kommt man dann trotzdem nicht an einer spezialisierung vorbei. für die entwicklung einer möglichts breiten basis, auf die man dann die spezialisierung "draufsetzen" kann erscheint mir das jedenfalls sehr interessnt zu sein.
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