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Überbewertung der Kniebeuge

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  #1  
Alt 18.06.2010, 18:23
Wursti
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Überbewertung der Kniebeuge

Aus einem anderen Forum.
Zitat:
Zitat von Wursti

http://www.functionalstrengthcoach3.com/squats.html

http://www.tmuscle.com/free_online_a..._one_at_a_time

Ich habe mich mal ein bisschen nach unilateralen Beinübungen nachgeschaut. Dabei bin ich auf dies von Boyle gestoßen. Relevant ist das natürlich für jeden, sogar für Powerlifter, wobei ich bei denen nicht sicher bin, inwieweit man das einbauen könnte.

Da ich momentan sowieso nicht beugen kann, probiere ich mal aus, wie das funktioniert. Für kniedominante Geschichten Split Squat und BSS für Hüftdominante SLDL. Wenn mein Tensor Fasciae Latae wieder fit ist, komme Squats wieder rein und ich teste die Veränderung.

Geändert von Wursti (18.06.2010 um 23:07 Uhr).
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  #2  
Alt 18.06.2010, 19:38
Benutzerbild von matten
Co-Madministrator
 
Registriert seit: 15.03.2006
Ort: bielefeld
Beiträge: 6.316
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

ich bin gespannt auf deine resultate. im grundsätzlichem stimme ich der these des threadtitels ja eh zu und denke, daß generell bilaterale übungen überschätzt werden und die leute viel zu wenig unilateral trainieren.

ich denke jedoch, daß es nach der umstellung zurück zur kniebeuge auch ein oder zwei einheiten dauern kann, bis man die benefits auf die klassischen beugen übertragen kann (dauert bei mir erfahrungsgemäß auch immer ein weilchen egal, ob ich jetzt von unilateralen oberkörper- oder unterköperübungen auf bilaterale umsteige). zudem betreffen die benefits ja auch zu einem großen anteil die möglichkeiten bezüglich unilateral zur verfügung stehender kraft und sind somit zum teil auch nicht mittels einer standardbeuge ermittelbar.
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"Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson)

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  #3  
Alt 18.06.2010, 19:57
Benutzerbild von Mr. Freeman
MC-User
 
Registriert seit: 13.05.2009
Beiträge: 740
Mr. Freeman eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Ich mach jetzt auch schon seit einiger Zeit keine Kniebeugen mehr. Meine Beine Trainier ich halt mit Deadlifts und BSS, das klappt echt super... vermisse das beugen nicht wirklich.
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  #4  
Alt 18.06.2010, 20:17
Benutzerbild von DanHan
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Registriert seit: 31.01.2009
Beiträge: 2.860
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

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  #5  
Alt 18.06.2010, 20:35
Benutzerbild von bedee
Moderator
 
Registriert seit: 25.01.2008
Ort: BaWü
Beiträge: 3.001
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Zitat:
Zitat von DanHan Beitrag anzeigen
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] ist sehr zu empfehlen!!
Enjoy!
Gell? Ich find sein zweites Buch noch weit interessanter als das Erste.

Danke, Wursti, für den Artikel.
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  #6  
Alt 25.06.2010, 18:37
Benutzerbild von b3rnhard
MC-User
 
Registriert seit: 17.06.2009
Beiträge: 1.176
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

mag schon sein dass für bein(hypertrophie)training auch mal unilaterale übungen angesagt sind - für ganzkörper entwicklung und kraft - sicher net ^^
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Come back stronger.
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  #7  
Alt 25.06.2010, 20:20
Benutzerbild von matten
Co-Madministrator
 
Registriert seit: 15.03.2006
Ort: bielefeld
Beiträge: 6.316
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Zitat:
Zitat von b3rnhard Beitrag anzeigen
mag schon sein dass für bein(hypertrophie)training auch mal unilaterale übungen angesagt sind - für ganzkörper entwicklung und kraft - sicher net ^^
das sehe ich aber komplett anders.

das hat mit hypertrophietraining rein gar nichts zu tun, sondern mit der fähigkeit einbeinig kraft entwickeln zu können bzw. die beine bei der kraftentfaltung nicht synchron einzusetzen, also gerade mit koordination und neuronaler ansteuerung. einbeinig kraft zu entwickeln ist nunmal in vielen sportarten sehr gefragt. laufen, springen, gehen, klettern, stoßen, werfen, schlagen, treten - bei all diesen tätigkeiten werden die beine asynchron verwendet.
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  #8  
Alt 25.06.2010, 20:59
Benutzerbild von kecks
Stammuser
 
Registriert seit: 24.03.2007
Ort: München
Beiträge: 2.677
kecks eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Doch, sicher schon. Gerade fürs Football, jedenfalls für die allermeisten Positionen, solltest Du viel einbeinig arbeiten. Du hüpfst doch nicht die meiste Zeit auf beiden Beinen gleichzeitig übers Feld, oder?

(Nichts gegen schwere Kniebeugen. Aber nichts macht alleine selig. Eher Kreuzheben für FB raus; muss nicht sein, viel Risiko für wenig Benefit...)
__________________
Ich bin für den Sport, weil und solange er riskant (ungesund), unkultiviert (nicht gesellschaftsfähig) und Selbstzweck ist. (Bert Brecht)
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  #9  
Alt 25.06.2010, 22:09
Benutzerbild von adrnline
MC-User
 
Registriert seit: 04.02.2009
Ort: Basel
Beiträge: 1.201
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Ich bin definitiv auch für einbeinige Sachen, vorallem bei Sportlern.

Aber:

"The strongest guy, for example, had a very respectable 1RM of 405 in the front squat. That's the number we used to extrapolate a max back squat of 460 pounds. Is there any drug-free training program on earth that could increase his strength to the point that he could lift either weight — his true 1RM in the front squat or estimated max in the back squat — 14 times? And to make it comparable, he'd need to do two sets of 14 reps, since he did 14 RFESS reps with 230 pounds with each leg."

Was der hier in diesem Artikel zusammenrechnet, ist ziemlich dahergeschwatzt, das lässt sich nicht im geringsten so vergleichen.
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  #10  
Alt 26.06.2010, 18:41
Wursti
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Kannst du deine Kritik ausformulieren?
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  #11  
Alt 26.06.2010, 20:33
Benutzerbild von adrnline
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Registriert seit: 04.02.2009
Ort: Basel
Beiträge: 1.201
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

After approximately six weeks of RFESS, we did a simple repetition-max test. Each guy took 50% of his one-rep max on the back squat and did as many RFESS reps as possible with each leg. Since we don't do back squats in our program, we had to estimate each guy's max by adding 15% to his 1RM in the front squat. And then, as I said, we used 50% of that number.
The estimated 1RMs for the back squat ranged from 290 to 460 pounds. So our test weights ranged from 145 to 230 pounds. My strongest athlete lifted 230 pounds 14 times with each leg. The weakest one did 14 reps on each leg with 145.
I drew two immediate conclusions:
First, if we had spent six weeks working on our back or front squats with equal focus and intensity, there's no way in hell any of these guys could've lifted 5their estimated 1RMs 14 times.



Diese Passage hätte ich kopieren sollen, ist wahrscheinlich dann einfacher zu erklären.


Ich habe 2 Argumente für meine Position:


1. Bei diesen Split Squats arbeitet automatisch das zweite Bein ebenfalls mit, 50% wären also nicht das zu testende Gewicht.


2. Ist es einfach eine andere Übung und nicht mit Squats zu vergleichen, Schwerpunkt usw alles anders verteilt und ich bin überzeugt, es ist absolut nicht das gleiche von der Verteilung der Muskeln welche mehr (je nach Stellung der Knie, sprich Unterschenkel senkrecht, Knie über Zehen usw) oder weniger gebraucht werden.



Wenn man darüber ein wenig nachdenkt, ist es schade, dass er mit solchen komischen Argumenten etwas zu verkaufen versucht, was diese komischen Argumente gar nicht braucht, weil es auch so offensichtlich vorallem für Sportler sehr viel bringt, unilateral zu arbeiten.


Bist du anderer Meinung oder siehst du, worauf ich hinaus will?
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  #12  
Alt 26.06.2010, 22:31
Wursti
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Zitat:
1. Bei diesen Split Squats arbeitet automatisch das zweite Bein ebenfalls mit, 50% wären also nicht das zu testende Gewicht.
Das entkräftet er selbst im Vid. (3:20)
Er gibt selbstverständlich zu, dass es nicht genau aufgeht, aber der Abstand im Load pro Bein sei einfach trotzdem riesig.

Zitat:
2. Ist es einfach eine andere Übung und nicht mit Squats zu vergleichen, Schwerpunkt usw alles anders verteilt und ich bin überzeugt, es ist absolut nicht das gleiche von der Verteilung der Muskeln welche mehr (je nach Stellung der Knie, sprich Unterschenkel senkrecht, Knie über Zehen usw) oder weniger gebraucht werden.
Das wäre ja auch nicht der Punkt. Klar, ist die Belastung eine andere. Genauso wie Frontbeuge und Kniebeuge andere Belastungsverteilungen haben.

Zentrale Aussage bei ihm ist nur: "Bypass the back"
Und das begründet er dadurch, dass er den Rücken entlastet um mehr Load auf die Beine zu bringen, was dem Experiment nach ja auch gelingt.

Zitat:
Bist du anderer Meinung oder siehst du, worauf ich hinaus will?
Megageil. Hast du Rhetorik gemacht? Auf jeden Fall ein geiler Trick. Wenn man unter Sinnkonstanz abwandelt: Bist du anderer Meinung oder verstehst du, was ich sage. Sage ich, dass ich dich verstehe (was der erste Reflex ist, weil man ja nicht dumm sein will), schließe ich zumindest formal aus, dass ich anderer Meinung bin. Das schafft zumindest eine Barriere auf sprachlicher Ebene, dass ich anderer Meinung bin oder sie zumindest verbal äußere.

Also ich will dir nix unterstellen, aber es wäre geil, wenn.
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  #13  
Alt 26.06.2010, 22:38
Benutzerbild von adrnline
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Ort: Basel
Beiträge: 1.201
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Der mit der Rhetorik wäre jetzt ein wenig zu krass. Aber ich erahne, was du meinst.

Nein, war nicht so gedacht.

Es geht ja eigentlich um ein Detail. Boyle brachte die Diskussion "Back Squat oder nicht" ja damals auch pünktlich zum neuen Buch (DVD? oder beides?). Die bekannten amerikanischen Personal Trainer haben ja eines gemeinsam, gutes Marketing. Da ist es natürlich naheliegend, reisserisch solche Rechnungen aufzustellen.

EDIT: Du kannst ja auch sagen, "ja ich sehe deine Punkte, teile deine Einschätzung aber nicht". Und weitere Varianten.

Geändert von adrnline (26.06.2010 um 22:41 Uhr).
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  #14  
Alt 26.06.2010, 23:14
Wursti
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Beiträge: n/a
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Zitat:
Es geht ja eigentlich um ein Detail. Boyle brachte die Diskussion "Back Squat oder nicht" ja damals auch pünktlich zum neuen Buch (DVD? oder beides?). Die bekannten amerikanischen Personal Trainer haben ja eines gemeinsam, gutes Marketing. Da ist es natürlich naheliegend, reisserisch solche Rechnungen aufzustellen.
Sicher. Nur ist die Intention nicht interessant für eine trainingsrelevante Bewertung dieses Statements.

Zitat:
EDIT: Du kannst ja auch sagen, "ja ich sehe deine Punkte, teile deine Einschätzung aber nicht". Und weitere Varianten.
Klar, gibt es Auswege. Einen habe ich ja gewählt. Aber es wäre schon ein cooler Trick gewesen. In wörtlicher Rede noch etwas unauffälliger.
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  #15  
Alt 26.06.2010, 23:26
Benutzerbild von adrnline
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Registriert seit: 04.02.2009
Ort: Basel
Beiträge: 1.201
Standard AW: Überbewertung der Kniebeuge

Zitat:
Zitat von Wursti Beitrag anzeigen
Sicher. Nur ist die Intention nicht interessant für eine trainingsrelevante Bewertung dieses Statements.

Ich habe ja auch nur die Art und Weise, wie er RECHNET hinterfragt, dass unilaterales Beugen Vorteile hat, habe ich nie bestritten.

Ohne Gewähr: Ich tippe darauf, dass ein Powerlifter mit der Kombi bilateral/unilateral besser bedient ist als länger nur unilateral zu trainieren!

Aus folgendem Grund:

Zitat:
Zentrale Aussage bei ihm ist nur: "Bypass the back"
Und das begründet er dadurch, dass er den Rücken entlastet um mehr Load auf die Beine zu bringen, was dem Experiment nach ja auch gelingt.
Ich merke zum Beispiel jetzt, wenn ich zurückkomme nach einer Verletzung, dass sich ein verhältnismässig geringes Gewicht auf dem Rücken sehr schwer anfühlt.
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beine, erector spinae, kniebeuge, rücken, rückenstrecker, squat, unilateral, unterer rücken

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