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#1
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| Geschafft, nach etlichen Nächten und Ehrgeiz das Ding vernünftig überarbeiten zu können, ist die 3. Version nun fertig. Ich hoffe die Informationen sind verständlich und so simpel wie möglich erklärt. Auris, fabian und Kilghard interessieren sich ja sehr für die ein oder andere physiologie Grundlage im Bezug aufs Training und die Ernährung, vielleicht konnte ich einiges passend erklären? [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] Unklarheiten, Lob und Kritik kann ebenso in diesem Thread Platz finden.
__________________ Je mehr positive Kleinigkeiten ich im Training und Alltag zusammenführe, umso mehr Erfolg werde ich haben. - de-fortis [ MC-Lexikon ] | Forenregeln | [ MC-Leitfaden] [ Übungskatalog v1.2 ] - [ [Anfänger-Guide] Wie erstelle ich einen Trainingsplan? ] - [ Lowtech-Training ] - [ Rotatorentraining ] |
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#2
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| Und ob! Habe den Artikel bereits gelesen und konnte schon einiges mitnehmen. Hierzu hätte ich noch die eine oder andere Frage:
![]() Viele Grüße, Thomas |
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#3
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Du merkst, das hat alles nen Haken = > ergo: viel (intensiven) Sport treiben, gesund und ausreichend im moderaten Defizit essen, keine Platte machen und du haste die perfekte Diät.
__________________ Je mehr positive Kleinigkeiten ich im Training und Alltag zusammenführe, umso mehr Erfolg werde ich haben. - de-fortis [ MC-Lexikon ] | Forenregeln | [ MC-Leitfaden] [ Übungskatalog v1.2 ] - [ [Anfänger-Guide] Wie erstelle ich einen Trainingsplan? ] - [ Lowtech-Training ] - [ Rotatorentraining ] |
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#4
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__________________ Posts von MarmorStein werden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann für sie keine Gewähr gegeben werden. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich. Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt. Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth) |
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#5
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Was bringen Dir die Gegenfragen? Laß' es einfach, ich bin ein einfacher Mensch mit einfachen Fragen. Wenn Du die Hintergründe meiner Fragen nicht erkennen kannst oder willst, dann beantworte sie nicht. Schon gar nicht mit Gegenfragen. Damit kann ich nichts anfangen. |
| Weiterführende Informationen: |
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#6
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sorry, aber musste mal raus und war auch nicht als angriff gedacht.
__________________ ------------------------------------------------------------ "Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson) Pincipia Discordia Der Verein |
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#7
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| matten, Du bringst es auf den Punkt. Ich habe (momentan?) einfach zu wenig Selbstwertgefühl, um die Thematik so aufzunehmen, wie sie ursprünglich gedacht war. Ich fühl mich scheiße. EDIT: Sache geklärt, bin wieder gut drauf. Zitat:
.Zitat:
Zitat:
Geändert von Kilghard (04.12.2009 um 12:02 Uhr). |
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#8
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| Ein großes Lob dafür, dass die Artikel nicht *verstauben*, sondern mit viel Zeitaufwand und Motivation immer wieder auf´s neue aktualisiert werden!! Ich empfinde ihn als sehr gelungen und sage einmal mehr: Danke! ![]() |
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#9
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| Dank dir Somchen, der Umfang hat zwar stark abgenommen (von knapp 10.000 auf ~ 5600 Wörter), aber so habe ich ihn aufs wichtigste reduziert, dies lässt natürlich Spielraum für Erweiterungen.
__________________ Je mehr positive Kleinigkeiten ich im Training und Alltag zusammenführe, umso mehr Erfolg werde ich haben. - de-fortis [ MC-Lexikon ] | Forenregeln | [ MC-Leitfaden] [ Übungskatalog v1.2 ] - [ [Anfänger-Guide] Wie erstelle ich einen Trainingsplan? ] - [ Lowtech-Training ] - [ Rotatorentraining ] |
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#10
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| Hallo Forti, da hast du aber einen Riesenartikel geschrieben und auch die Überarbeitung wird nochmal jede Menge Zeit gekostet haben..... ![]() Ist vielleicht nicht ganz so einfach zu lesen für Leute, die sich jetzt noch gar nie mit Ernährung beschäftigt haben. Und mir ist auch nicht ganz klar, welche „Botschaft“ du damit rüberbringen willst. Vielleicht: „Sporternährung unterscheidet sich nicht so sehr von einer ganz normalen gesunden Ernährung“? Zum Thema Proteinbedarf: Ist der verpönte Empirismus denn wirklich so schlecht? Wenn ich selber gute Erfahrungen mit mehr Protein gemacht habe, was bringen mir dann Artikel und Lehrbücher? Mit der Angst vor Muskelverlust hast du aber sicherlich recht: "Wenn ich nicht täglich meine 5 Shakes, mein Glutamin und Kreatin reinschütte, wenn ich das nur einmal vergesse, dann fallen meine Mukkis gleich zusammen wie ein Luftballon, dem man die Luft raus lässt....." Diesem psychischen Druck, der von den gängigen BB-Magazinen ja noch geschürt wird, nimmst du durch deine Berechnungen schon etwas die Grundlagen. Zitat:
Soweit ich das verstanden habe, haben Leber- und Nierenkranke keinen geringeren Proteinbedarf als Gesunde, sie können aufgrund ihrer Erkrankung das Protein nicht mehr ohne Probleme verwerten. Also fährt man bei diesen Leuten mit der Proteinmenge aufs absolute Minimum runter, manchmal auch mit Hilfe von ausgesuchten essenziellen Aminosäuren. Die kriegen dann nur soviel Protein wie sie unbedingt brauchen, aber sicher nicht das Optimum. Sind dann auch keine Sportler sondern Kranke, die ums Überleben kämpfen. Zitat:
Ehrlich gesagt zweifle ich das an weil ich niemanden für so schlau halte, nicht mal die WHO. Zum Thema Fett: Zitat:
Das hast du aber schön gesagt. Jetzt versucht die Wissenschaft schon seit 20 Jahren oder so mit Riesenaufwand und umfangreichen Studien die Schädlichkeit der gesättigten Fettsäuren nachzuweisen und es gibt immer noch keine harten Fakten. Zitat:
Das übertriebene Lob der einfach ungesättigten FS (Olivenöl) halte ich jetzt eigentlich auch für eine Modeerscheinung, vor ein paar Jahren hatten die Pflanzenöle mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigten FS (Distelöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl) diese Position inne. Letztere sind inzwischen out, weil sie zuviele Omega-6-FS mitbringen. Zitat:
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind sehr empfindlich gegen Oxidation, darum braucht man bei einem höherem Verzehr von PUFAs (engl. Abkürzung: poly-unsaturated fatty acids) auch mehr Antioxidantien (Vit. E und als Partner Vit. C). Solche Fette und Öle sollte man dann auch nicht erhitzen. So gefährlich ist das aber auch nicht, dass sich dann jemand Gedanken wegen drei Löffeln Leinöl pro Woche machen muss. Auch 5 Fischölkapseln sind jetzt nicht so üppig, nicht mal wenns die 1000mg-Uboote sind. Das sind lediglich 5 g Fett und die 1970 mg Omega3-FS kann man sich mit ca 70g Hering auch einverleiben (und vor ner Überdosis Bismarkhering hat meines Wissens nach jetzt noch keiner gewarnt) Und jetzt zu meinem Lieblingsthema, die Mikronährstoffe: Bei den Mineralien gibst du 800 bis 1000 mg Phosphat an, was meinem antiquierten Küster-Thiel zufolge grob gerundet 260 bis 320 mg Phospor entsprechen würde. In den DACH-Referenzwerten wird der tägliche Phosphorbedarf mit 700 mg angegeben. Zitat:
Hier liegen die aktuellen DACH-Referenzwerte teilweise etwas anders: Eisen 10 mg, 15 mg für Frauen) Zink: 10 mg, 7 mg für Frauen Kupfer: 1,0 bis 1,5 mg Mangan stimmt so Molybdän: 50 bis 100 mcg (0,1 bis 0,05 mg) Jod: 200 mcg (0,2 mg) Kobalt wird nirgends angegeben, verm. in Vit. B12 enthalten Selen: 30 bis 70 mcg (0,03 bis 0,07 mg) Chrom: 30 bis 100 mcg (0,03 bis 0,1 mg) Fluor: 3,1 bis 3,8 mg (davon 1 mg zur Kariesprophylaxe. Hoffentlich weiß der Körper das dann auch!) Zitat:
Und mit diesem Satz hab ich jetzt ein ganz großes Problem. Was ist jetzt z.B. mit Silicium? (bald 600 mg Si in 100 ga Haferflocken, sind die jetzt giftig?). Und wenn man ein halbes Pfund Chrom oder Selen runterkippt, ist dass dann jetzt nicht giftig? Beim Mineralstoffverlust durch den Schweiß war mir bisher jetzt nicht bewusst, dass da so viel Jod und Eisen flöten geht: Natrium 700 bis 2000 mg/l Schweiß Kalium 200 bis 480 mg/l Schweiß Magnesium 20 bis 50 mg/l Schweiß Calcium 20 bis 70 mg/l Schweiß Jod 0,03 bis 0,05 mg /l Schweiß Zink 0,05 bis 1,0 mg/l Schweiß Kupfer 0,5 bis 0,9 mg/l Schweiß Eisen 0,3 bis 0,7 mg/l Schweiß (Quelle: Uwe Gröber/Metabolic Tuning) Aber bevor ich Eisen supplementieren würde, würde ich zuerst Vit. C zuführen. Dieses erhöht die Eisenaufnahme aus der Nahrung deutllich und oft kommt man um Eisensupps rum. Die sind nämlich nicht so ohne mit den Nebenwirkungen (und das sagt die Obersupptante vom MC!) Tja, und Vitamine zeichnen sich jetzt nicht unbedingt durch den Stickstoff aus. Die B-Vitamine haben zwar N, bei Vit. C, Vit D und den Tocopherolen seh ich jetzt aber keinen. Ansonsten warnst du ja vor einer Überdosis/Hypervitaminose, dass Vitamine wie Mineralien und Spurenelemente aber absolut lebensnotwendig sind geht mMn aber irgendwie unter. Die DACH-Referenzwerte (DACH= Abküzung für die Ernährungsgesellschaften von Deutschland, Österreich und der Schweiz) sind keine Grenzwerte für die maximale Mikronährstoffdosis (und jenseits davon lauf ich grün am im Gesicht oder so) sondern Angaben über den vermuteten Nährstoffbedarf, der bei der Mehrheit der Bevölkerung ausreichen sollte. Da ist sehr viel geschätzt und berechnet daran und manch einer kann durch seinen Betätigungen (z.B. Sport, Rauchen) oder seinen speziellen Stoffwechsel ganz andere Bedürfnisse haben. Die DGE hat übrigens die Empfehlung für Ascorbinsäure/Vitamin C vor kurzem auf 100 mg/Tag erhöht. Habe auch schon gelesen, dass Sportler durch ihren erhöhten Energieumsatz auch deutlich mehr an Mikronährstoffen brauchen. Aber um mich dazu ausführlicher zu äußern, weiß ich noch zu wenig. Zur Flüssigkeitszufuhr hab ich letztens gelesen, dass man für eine optimale Hydrierung 150% des Flüssigkeitsverlustes ersetzen solle. Also anderthalb Liter trinken, wenn man während des Sportes 1 kg abgenommen hat. Die Quelle hab ich grad nicht parat aber irgendwie kommt mir das glaubhaft vor. Nach allem, was ich bisher so gelesen habe funktioniert der menschliche Körper ja etwas komplizierter als eine Flasche: wenn man da einen Liter rauskippt und wieder einen Liter reinfüllt, ist die genauso voll wie vorher. Zur Ernährung nach dem Training bzw. den 1,5 g KH pro kg Körpergewicht würde ich gerne noch etwas mehr lesen. Den Absatz in deinem Artikel, Forti, finde ich ausführlich genug aber ich würde da halt gerne mehr ins Detail gehen. Da bräuchte ich ein Physiologiebuch, oder? Vielleicht könntest du genauer darauf eingehen, was du unter „Trainingsbelastung“ verstehst. Das du nach deinen anderthalb Stunden soviel Traubenzucker gebrauchen kannst, glaub ich dir gerne. Aber was ist mit lockererem Training? Empfiehlt sich die KH-Zufuhr nur nach dem Krafttraining oder auch nach dem Ausdauertraining? Und auch nach ner halben Stunde gemütlich aufm Crosstrainer? Und wenn du zum Abschluss den Jungs noch erzählst, dass Tribulus Terrestris ein Geheimtipp für Frauen in den Wechseljahren ist, dann nimmt das garantiert keiner mehr..... Liebe Grüßle Renate PS: wie schon oben gesagt, -ArbeitPPS: Gehört jetzt zwar nicht zum Artikel: Laktosefreie Milch enthält nicht weniger KH als normale Milch. Die Laktose wurde, wie von Forti bereits vermutet, durch Zugabe von Laktase aufgespalten. Enthalten sind also Glukose und Galaktase, darum schmeckt laktosefreie Milch auch etwas süßlicher.
__________________ Has anybody seen my Estrogen? And will someone help me look for it? (Elizabeth Lee Vliet / Screaming To Be Heard) Geändert von bedee (06.12.2009 um 21:33 Uhr). |
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#11
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| Erstmal vielen dank fürs intensive lesen des Artikels und diese ausführlichen Anregungen. Dieser Protein-Zufuhr Empirismus ist zum einen für die Tonne, weil man die Erfolge nicht zwingend von der Zufuhr abhängig machen kann, nach dem Motto seit dem ich 0,5g mehr nehme, ist mein Bizeps gewaltig gewachsen. HT ist multifaktoriell und nicht allein an der Proteinzufuhr begründbar. Zum anderen ist es ganz einfach unnötig und bei Dosierungen weit über 2g /Kg auch mehrbelastend für Nieren und Leber. Den Who-Bedarfsempfehlungen vertraue ich auch nicht 100%ig, aber ich empfehle ja auch keine 0,8-1g, sondern 1,4-1,6g / Kg. Die Who-Empfehlungen und auch die aus dem Bereich Sportphysiologie und Ernährungslehre, sollen nur verdeutlichen das die Empirik-BB-Zeitschriften-Pro Empfehlungen mit ihren 2-2,5g definitiv weit weg von gut und böse liegen und ganz einfach unnötig, sowie erwähnt belastend sind. In erster Linie sind Zuwächste abhängig vom Training, sofern kein krasses Energiedefizit besteht. Zitat:
Im Bereich Mineralstoffe und Vitamine werde ich meine Empfehlungen evtl. etwas anpassen und mich beim Thema "gefährlich/giftig" besser ausdrücken, danke hier für die Anregungen. Zitat:
Zitat:
Zitat:
__________________ Je mehr positive Kleinigkeiten ich im Training und Alltag zusammenführe, umso mehr Erfolg werde ich haben. - de-fortis [ MC-Lexikon ] | Forenregeln | [ MC-Leitfaden] [ Übungskatalog v1.2 ] - [ [Anfänger-Guide] Wie erstelle ich einen Trainingsplan? ] - [ Lowtech-Training ] - [ Rotatorentraining ] |
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#12
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| Ich kann MarmorStein's Fragen mittlerweile gut nachvollziehen. Zwar halte ich weiterhin große Stücke darauf, die Ernährung den Erfordernissen anzupassen, allerdings meine ich damit nicht, die Ernährung den Erfordernissen des Sports anzupassen - vielmehr meine ich damit, die Ernährung den Erfordernissen des eigenen Körpers bzw. seines Stoffwechsels und seiner Verdauung anzupassen. Ich höre nun vermehrt (gerade weil ich Ohren für diese Stimmen entwickelt habe) Erfahrungsberichte aus meinem Umfeld, dass einige Methoden, die als 'gesund' verkauft werden, bei einigen dieser Menschen nicht wirklich gut funktionieren. Besonders oft höre ich dabei von Unverträglichkeiten für Vollkornprodukte, die zu Verdauungsproblemen führen. Erst heute habe ich mit dem Freund meiner Schwester ein Gespräch über das Thema 'gesunde Ernährung' geführt und möchte meine Punkte hier wiedergeben.
Zusammenfassend ist das Thema der Gesundheit durch spezielles Verhalten (sei es nun Ernährung oder Sport) ein sehr frustrierendes. Ich bin durchaus auch kritisch gegenüber der Schreibe von Udo Pollmer (er legt sich oft genug seine Argumente so zurecht, wie er sie braucht), wo ich ihm allerdings nicht widersprechen kann ist der Umstand, dass die immer intensivere Beschäftigung mit den Themen Ernährung und Bewegung (die nun wirklich schon jeden Lebensbereich durchdringen) hat nicht verhindern können, dass heute mehr Menschen als jemals übergewichtig (bzw. adipös) und krank sind. Das liegt zum Teil sicher an den gestiegenen Lebenserwartungen (im Bezug auf Krankheit) - die Lebenserwartung kann allerdings nicht auf alle Fragen eine zufriedenstellende Antwort geben. Warum sind die Menschen also heute dicker als früher? Gary Taubes beispielsweise meint es liegt an der unphysiologischen Kohlenhydratmast, wie es auch viele andere Low-Carb-Advokaten meinen. Ob er recht hat? Ich bin mir da alles andere als sicher. Der Freund meiner Schwester beispielsweise erzählte mir, dass er sich extrem leistungsfähig fühlt, wenn er eine Portion Nudeln gegessen hat. Ob ihm Low-Carb helfen würde? Ich bezweifle es. Ich hingegen fühle mich nach dem Genuss eines Stückes Obst und einer Schüssel Joghurt deutlich beflügelter als durch eine Portion Nudeln - ich scheine auf diese Nahrung besser anzusprechen. Das ist zum Teil Gewohnheit, zum Teil aber auch Veranlagung. Und die ist bei allen anders. Ob es also jemals eine Antwort geben kann, die für alle gilt? Warum sind die Menschen heute öfter krank oder verletzt? Wiederum habe ich hier keine Antwort. Klar ist nur, dass ich hier im Forum oft davon lese, dass sich die Leute verletzen. Ihr Sport macht sie also nicht zwingend gesünder als der Durchschnittsbürger ist - ich getraue mich sogar zu meinen, dass der 08/15-Bürger weniger akute/chronische Leiden als ein regelmäßiger Sportler zu beklagen hat - Sport ist nun einmal eine Mehrbelastung der aktiven und passiven Struktur und führt hin und wieder zu Überlastungen - die sich in Problemen äußern. Auf der anderen Seite getraue ich mich ebenfalls zu behaupten, dass ein aktiver Sportler sich energiegeladener fühlt als der 08/15-Bürger - Sport aktiviert und gibt Energie, das sagen mir meine Erfahrung und die Erfahrung vieler anderer Menschen. Ist der Leitfaden zum Thema Sporternährung deshalb wertlos? Das sicher nicht. Dennoch sind die Aussage allesamt mit Vorsicht zu genießen. Wenn sie für einen nicht funktionieren, muss man sie adaptieren. Daran führt kein Weg vorbei. @Thomas: Für dich spezifisch möchte ich meine Sorgen aussprechen. Ich habe das Gefühl, dass du zu verkrampft probierst, dein Körperfett um jeden Preis zu reduzieren. Bei dir bin ich mir recht sicher, dass du nicht weit unter deiner aktuellen Körperfettmarke stagnieren wirst. Du wirkst zusehend durchtrainierter die letzten Monate. Nun bist du ein stark gebauter Sportler und beileibe kein 'Fettsack'. Der eher starke Körperbau entspricht deiner Physiologie wahrscheinlich mehr als der drahtige Athlet. Ich möchte dazu anregen, bei einer über Monate durchgängigen Stagnation in Betracht zu ziehen, dass der Körper vielleicht gar nicht mehr im Sinn hat, das Fett zu reduzieren - aus rein physiologischen Gründen. Ich hoffe, dass mein Beitrag dem einen oder anderen helfen kann. Ich sehe ihn nicht als Gegenschrift zu fortis Artikel - er hat tolle Arbeit geleistet, das sollte nicht schlecht gemacht werden - dennoch beziehe ich einen anderen Punkt, der deutlich Empirie-lastiger ist. Für mich funktioniert es - für den nächsten kann ich mich dennoch wieder irren. Irren ist und bleibt menschlich. Daran führt am Ende kein Weg vorbei. Alles Liebe Simon
__________________ SoulSpace - Platz für die Seele |
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#13
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| Ishina neben dem ganzen Empirismus vergisst du eines: der Mensch ist in seiner Verdauung von Nährstoffen dem anderen gleich, es gibt nicht Mensch X der nach intensivem Sport kurzkettige Khs braucht und Mensch Y, der sich nicht benötigen würde. Genauso sind Unverträglichkeiten gegen Stärke absolut nicht die Regel und nur weil es Ausnahmen gibt, die es nicht vertragen, zieht bei mir der Standpunkt Empirik ganz einfach nicht. Man könnte das genauso auf die Laktoseintoleranz beziehen. Ich kenne in meinem Verwandten und Bekanntenkreis keinen einzigen Menschen der Stärke nicht verträgt oder mit Vollkornprodukten Probleme hat. Genauso kann ich diesen ganzen Low-Carb Quatsch nicht nachvollziehen, klar funktioniert sowas als Diät, die gleichmäßige Reduzierung aller 3 Hauptnährstoffe und ihres Energiewertes funktioniert allerdings genauso gut und am Ende gesünder. Jede Diät mag ihre Berechtigung haben, Low-Carb ist allerdings langsam zum Konsum/Komerzprodukt geworden, es fehlen nur noch T-Shirts: "nieder mit den Kohlenhydraten" oder "ich bin auch ohne Stärke stark!" Klar Ernährung sollte nicht verallgemeinert werden, da stimm ich zu, aber da gleich alles individuell beziffern wollen? Ne Banane ist für jeden Menschen gesund = > Fakt. Nach intensivem Sport bzw. Krafttraining ist die Zufuhr von kurzkettigen Kohlenhydraten ratsam = > Fakt. Zu viel, oder erhitzes Leinöl ist ungesund = > Fakt. Der Leitfaden wie du ihn nennst, soll doch bloß Grundlagen vermitteln und ich möchte mit ruhigem Gewissen sagen, das ich hier keine Argumente bringe die bei 10 verschieden Leuten 10x verschieden ausfallen würden. Ich propagiere ja keine festen Ernährungsweisen oder gar Regeln/Dogmen, ich lobe Stärke weder in den Himmel, noch verurteile ich es. Von daher bin ich mir sicher, sehr objektiv dargelegt zu haben was im Körper abläuft und was in Zusammenhang mit Sport als idealer Zusatz angesehen werden kann. Die "Grundlagen der Sporternährung" dienen nur der Information, sie sind weiß Gott keine Anleitung wie man sich sportgerecht ernährt (das siehst du schon allein daran das im Artikel nicht mal 5 Lebensmittel namentlich auftauchen, ausgenommen die Nährwerte), vor sowas hüte ich mich, da hier 3 User sowieso 5 unterschiedliche Ansichten haben. Zitat:
- viel Obst und Gemüse - primär Kh mit niedrigem GI - Gifte (Alkohol und co.) in Maßen - auf die Zufuhr der ein oder anderen ungesättigten Fettsäure achten/zuviele gesättige Fettsäuren meiden und fertig ist der Lack... Wenn man etwas kompliziert anpackt und untersucht, fällt die Lösung eben nicht simpel aus und genau das sollte eine gesunde Ernährung sein: simpel!
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