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Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

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  #1  
Alt 03.12.2009, 14:51
Kilghard
Gast
 
Beiträge: n/a
Lächeln Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Gerne möchte ich auf folgenden Link hinweisen. Er führt zu einem kleinen Interview mit Dr. Till Sukopp.

http://www.muscle-corps.de/890-inter...ill-sukopp.htm
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  #2  
Alt 03.12.2009, 16:22
Benutzerbild von DanHan
Stammuser
 
Registriert seit: 31.01.2009
Beiträge: 2.741
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Gefällt mir sehr gut, und besonders spannend, da ich erst vor kurzem die Empfehlung gegeben hatte dieser Ausschnitt.
Zitat:
MC: Welche BWEs sind eher schädlich und deshalb nicht zu empfehlen?
Till: Alle, die nicht richtig ausgeführt werden. Ansonsten fallen mir die Halsmuskelübungen einiger Ringer ein, die in einer Brückenhaltung ausgeführt werden. Diese erfordern einen sehr trainierten Nacken. Und dann Sit-ups und Crunches. Ja, jetzt höre ich schon den Aufschrei der Leser. Wenn aber die weltweit führenden Rückenexperten unabhängig voneinander feststellen, dass hierdurch Bandscheibenvorfälle, Nacken- und Schulterprobleme verursacht werden und sich die Haltung verschlechtern kann, dann sollte man darauf hören. Hinzu kommt, dass die Bauchmuskulatur nicht die Aufgabe hat, den Rumpf zu beugen, sondern diesen statisch zu stabilisieren, also Bewegungen der Lendenwirbelsäule zu verhindern. Stabilisationsübungen, die eine Überstreckung der Lendenwirbelsäule und eine Rotation des Rumpfes verhindern, sollten die Übungen der Wahl sein (hierzu habe ich unter kettlebellfitness.de einen eigenen Artikel verfasst). Mit meinen Rückenpatienten und gesunden Klienten führe ich schon seit Jahren keine Crunches mehr durch und die Erfolge (mehr Bauchkraft, weniger Rückenschmerzen) sind größer als je zuvor. Der Waschbrettbauch wird v. a. in der Küche gemacht und nicht im Training. Von daher sind Crunches nicht nur Zeitverschwendung, sondern können auch die Gesundheit gefährden.


Ich glaube in Deutschland sind wir in mancher Hinsicht zu eingefahren und oft zu skeptisch, meist wegen dem finanziellen Hintergedanken, "neues"-altes zu versuchen.

Zwei Daumen hoch, guter Artikel!!!

Daniel
__________________

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  #3  
Alt 03.12.2009, 23:39
Benutzerbild von MarmorStein
MC-User
 
Registriert seit: 05.09.2007
Beiträge: 1.438
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Ohne den Artikel gelesen zu haben (mach ich, wenn ich mehr Zeit hab), schaut für mich der von Dan zitierte Abschnitt schwer nach Werbetrommel aus.

Hab auch grad mal unter pubmed gesucht, und keine Veröffentlichungen von einem Sukopp T gefunden. Daher stellt sich mir die Frage, wie er
Zitat:
Zitat von DanHan
Mit meinen Rückenpatienten und gesunden Klienten führe ich schon seit Jahren keine Crunches mehr durch und die Erfolge (mehr Bauchkraft, weniger Rückenschmerzen) sind größer als je zuvor.
erhoben hat. Sollte er tatsächlich an großen Kollektiven statistisch bedeutsame Unterschiede feststellen, so könnte er damit in der Fachwelt sicherlich ein wenig Staub aufwirbeln.

Andererseits ist auch die Auslegung der Aussage recht interessant. Die Aussage könnte nämlich auch bedeuten, dass er ein ganz guter Trainer mit der Kettlebell ist, sein voriges Konzept bzw. seine Anleitung vorher nichts getaugt hat (man kann ja auch mit gutem "Werkzeug" schlechte Ergebnisse erzielen, wenn man Mist baut).
__________________
Posts von MarmorStein werden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann für sie keine Gewähr gegeben werden. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich.

Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt.
Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth)
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  #4  
Alt 03.12.2009, 23:55
Kilghard
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren. Sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das Übrige und lästern auf das Ganze. - Friedrich Nietzsche
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  #5  
Alt 04.12.2009, 07:34
Benutzerbild von DanHan
Stammuser
 
Registriert seit: 31.01.2009
Beiträge: 2.741
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Zitat:
Zitat von MarmorStein Beitrag anzeigen
Andererseits ist auch die Auslegung der Aussage recht interessant. Die Aussage könnte nämlich auch bedeuten, dass er ein ganz guter Trainer mit der Kettlebell ist, sein voriges Konzept bzw. seine Anleitung vorher nichts getaugt hat (man kann ja auch mit gutem "Werkzeug" schlechte Ergebnisse erzielen, wenn man Mist baut).
Oder das Angst vor Veränderungen besteht, und die Mentalität "neues-altes" lieber nicht zu versuchen einfacher ist?
Menschen sind Gewohnheitstiere.

Es sind ihrer viele Wege.
__________________

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Weiterführende Informationen:
  #6  
Alt 05.12.2009, 00:16
Benutzerbild von matten
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Registriert seit: 15.03.2006
Ort: bielefeld
Beiträge: 5.669
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

als erstes: ich bewerte hier die aussagen von till sukopp, nicht die existens des interviews. daß das interview geführt wurde finde ich gut (dafür nochmal danke an Kilghard), immerhin bietet es ein großartiges beispiel dafür, was in diesem bereich so alles an die frau und den mann gebracht wird.

als zweites: ich habe mich ja schon relativ intensiv mit der thematik beschäftigt und auch so einige stunden mit den kugeln verbracht und finde die teile grundsätzlich klasse. vor diesem hintergrund sollte man meine folgenden worte verstehen.

neben dem durchaus vorhandenen werbenden unterton (würde ich allerdings nicht anders machen) sind mir jedoch einige aussagen von till sukopp, gelinde gesagt, aufgestoßen:

Zitat:
Wer nur diese zwei Übungen durchführt (z. B. 5-15 min lang Get-ups ohne Pause und 10-25 min Swings in Intervallen von 20-60 s), der hat eines der einfachsten und besten Ganzkörperfitnessprogramme in der Hand, das ich kenne. Beide Übungen liefern derartig viele positive Effekte für die Gesundheit, die Bewegungsfähigkeit, die Stabilität und Beweglichkeit, die Kraft, die Explosivität, die Ausdauer und den Kalorienverbrauch, dass der Rahmen dieses Interviews leider nicht ausreicht, um diese alle aufzuzählen
mann, mann, mann was für alleskönner - sorry aber für mich klingt das schon sehr wie die werbung für irgendeinen "abmaster 3000". was mich stört sind halt die superlativen und um den ganzen körper fit zu bekommen bedarf meiner ansicht nach einfach mehr übungen. ich bin ein gegner von einseitigen trainingsprogrammen und die beschränkung auf diese beide übungen empfinde ich als sehr einseitig. das klingt halt wie "mit nur 15 minuten täglich haben sie folgende erfolge.
zudem frage ich mich nun ernsthaft, was den der turkish get-up mit explosivität zu tun hat - gut es mag diesbezüglich einfach nur unglücklich formuliert sein.

Zitat:
Bei den früheren Strongmen oder starken Männern durfte man z. B. erst mittrainieren, wenn man mit dem TGU 100 lbs. (ca. 46 kg) pro Hand bewältigen konnte.
ähem, das hätte ich ja nur allzugerne belegt. mag ja sein, daß es irgendeinen strongman gab, bei dem dieses eine vorraussetzung war, aber in seiner allgemeinheit ist das wohl unhaltbar und kommt mir nahezu lächerlich vor.

Zitat:
“Yoga mit Gewichten” oder “Pilates für Fortgeschrittene”
aha, sorry, aber ich erkenne da nicht die geringsten gemeinsamkeiten.

Zitat:
Wer gleichmäßig ziehende und drückende Übungen für den Ober- und Unterkörper einsetzt, hat hier nichts zu befürchten. Handgelenke gibt es im Kettlebelltraining nicht. Sie werden hierbei nahezu immer in einer neutralen Position gehalten. Über die verbesserte Griffkraft werden sie eher stabilisiert. Bezüglich des Schulterbereichs ist gerade das Training mit Kettlebells dafür bekannt, dass es (bei richtiger Bewegungsausführung) sehr verblüffende Ergebnisse bezüglich der Schulterbeweglichkeit und -stabilität liefert. Aus diesem Grund werden Kettlebells auch mit größten Erfolgen in der Rehabilitation von Schulter-, Rücken- und Kniepatienten eingesetzt.
ich finde diese aussagen doch sehr verharmlosend. beim kettlebelltraining treten durchaus enorme kräfte, vor allem auch im reaktiven bereich, auf und ich denke man sollte das grundsätzlich auf jeden fall erwähnen, damit sich die trainierenden darauf einstellen können und die notwendige vorsicht und sorgfalt walten lassen. dahingehend unterscheidet sich nämlich das training mit kugeln schon sehr von hantelübungen, die ohne ballistische elemente, schwung und reaktive kräfte auskommen.

sicherlich, wenn man die sache beherrscht, dann kann man das risiko minimieren, aber trotzdem ist dort ein unterscheidungsmerkmal vorhanden und selbst leute die seit jahren mit hanteln trainieren müssen sich umstellen.

Zitat:
Und dann Sit-ups und Crunches. Ja, jetzt höre ich schon den Aufschrei der Leser. Wenn aber die weltweit führenden Rückenexperten unabhängig voneinander feststellen, dass hierdurch Bandscheibenvorfälle, Nacken- und Schulterprobleme verursacht werden und sich die Haltung verschlechtern kann, dann sollte man darauf hören.
sit-ups und crunches in diesem zusammenhang in einen topf zu werfen finde ich schon ziemlich seltsam, denn beiden übungen unterscheiden sich doch gewaltig insbesondere in bezug auf die lendenwirbelsäule. ansonsten ist es meiner ansicht nach schon abstrus, nicht auf die besonderheiten des trainings mit kugeln hinzuweisen (siehe oben) und diese nach dem motto zu verharmlosen, daß eine richtige übungsausführung unproblematisch ist und auf der anderen seite dieses nicht für andere übungen gelten zu lassen. ein vernünftig ausgeführter crunch ist meiner ansicht nach wesentlich ungefährlicher als jede übung mit einer kugel.

Zitat:
Hinzu kommt, dass die Bauchmuskulatur nicht die Aufgabe hat, den Rumpf zu beugen, sondern diesen statisch zu stabilisieren, also Bewegungen der Lendenwirbelsäule zu verhindern.
das ist einfach nur hanebüchen! das ist völliger humbug! man kann in jedem anatomielehrbuch nachlesen, daß die funktion der bauchmuskulatur auch darin besteht die wirbelsäule zu beugen. nee, da rollen sich mir jetzt die fußnägel auf.

Zitat:
Von daher sind Crunches nicht nur Zeitverschwendung, sondern können auch die Gesundheit gefährden.
meiner ansicht nach absoluter humbug!



so, das soll jetzt ersteinmal reichen. abschließend: einem geschenktem gaul schaut man nicht ins maul, aber wenn man eine pferd kauft, dann sollte man die ware schon genau prüfen.
__________________

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"Das Leben ist ein Witz im Allgemeinen auf Kosten des Besonderen" (R.Shea u. R. Wilson)

Pincipia Discordia

Der Verein

Geändert von matten (05.12.2009 um 00:39 Uhr).
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  #7  
Alt 05.12.2009, 11:42
Benutzerbild von MarmorStein
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Beiträge: 1.438
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Zitat:
Zitat von DanHan
Oder das Angst vor Veränderungen besteht, und die Mentalität "neues-altes" lieber nicht zu versuchen einfacher ist?
Danke, das konnte ich schon aus Deinem ersten Post entnehmen.

Zitat:
Zitat von matten
als erstes: ich bewerte hier die aussagen von till sukopp, nicht die existens des interviews.
Dem schließe ich mich an (war auch bisher nicht anders).

Hab mir das Interview jetzt ganz durchgelesen, und der Kurzeindruck von DanHans Zitat hat sich nur noch mehr bestärkt. Herr Sukopp mag ein guter Trainer sein (ich kenn ihn ja nicht), aber mMn ist er im Interview in erster Linie Verkäufer.

Zitat:
Zitat von matten
mann, mann, mann was für alleskönner - sorry aber für mich klingt das schon sehr wie die werbung für irgendeinen "abmaster 3000". was mich stört sind halt die superlativen (...)
Da stimme ich zu. Vor allem der Teil
Zitat:
Zitat von Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training
Da hier nahezu jeder Trainer einzelne hochmotivierte Musterschüler vorweisen kann, nenne ich nur die Durchschnittserfolge. Diese liegen regelmäßig bei ca. 1-1,5 kg Fettverlust pro Woche.
ist mMn schon sehr übertrieben (man beachte im insbesonderen die Formulierung und Implikation von Dr. Sukopps Aussage).

Insgesamt kann ich mattens Post im Großen und Ganzen nur zustimmen.
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Doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten; (Eugen Roth)
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  #8  
Alt 06.12.2009, 03:55
Kilghard
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Beiträge: n/a
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Danke für das Lob, matten. Gerne möchte ich meine eigene Meinung mit einbringen.

Zitat:
Zitat von matten
mann, mann, mann was für alleskönner - sorry aber für mich klingt das schon sehr wie die werbung für irgendeinen "abmaster 3000". was mich stört sind halt die superlativen und um den ganzen körper fit zu bekommen bedarf meiner ansicht nach einfach mehr übungen. ich bin ein gegner von einseitigen trainingsprogrammen und die beschränkung auf diese beide übungen empfinde ich als sehr einseitig. das klingt halt wie "mit nur 15 minuten täglich haben sie folgende erfolge.
zudem frage ich mich nun ernsthaft, was den der turkish get-up mit explosivität zu tun hat - gut es mag diesbezüglich einfach nur unglücklich formuliert sein
Ich finde, Du hast einerseits recht, daß dieses Minimalprogramm auf Dauer zu einseitig sein wird. Ich kenne auch keinen Menschen, der längere Zeit nur diese beiden Übungen durchführt. Meist wird nur anfangs oder zwischendurch mal dieses Minimalprogramm durchgeführt.

Jedoch zielte meine Frage in dem Interview auf den Ganzkörpertrainingsaspekt (in Form eines Miniprogramms; siehe auch Pavels "Enter the kettlebell!") ab. Und die Kombi von Swing und TGU bearbeitet nunmal so ziemlich alle Muskeln. TGUs können mitunter auch explosiv ausgeführt werden wie fast jede andere Übung auch. Nur denke ich, daß hier die Explosivität eindeutig in den Hintergrund tritt.

Mit 15 Minuten täglich erreiche ich sehr wohl etwas für die Gesundheit, Fitness und auch für die Progression. Intensive Kurzworkouts haben auch ihren ganz besonderen Reiz. Daß man sich dabei anstrengt und schwitzt, ist für mich klar.

Variation ist auch für mich das Salz in der (Trainings-)Suppe. Auch Till liebt die Variation. Er ist natürlich überzeugt von der Effektivität des Kettlebelltrainings und lebt es dementsprechend. Meiner Meinung nach ist er deshalb umso glaubwürdiger, weil er nicht nur davon spricht, sondern auch selbst diese Art von Trainings betreibt (und dabei auch verschiedene Übungen und Trainingsgeräte variiert).

Zitat:
Zitat von matten
ähem, das hätte ich ja nur allzugerne belegt. mag ja sein, daß es irgendeinen strongman gab, bei dem dieses eine vorraussetzung war, aber in seiner allgemeinheit ist das wohl unhaltbar und kommt mir nahezu lächerlich vor.
Würde mich grundsätzlich auch interessieren, wo genau das als Voraussetzung galt (ob das z.B. regional beschränkt war). Aber ich kann in der Aussage nichts lächerliches entdecken.

Zitat:
Zitat von matten
ich finde diese aussagen doch sehr verharmlosend. beim kettlebelltraining treten durchaus enorme kräfte, vor allem auch im reaktiven bereich, auf und ich denke man sollte das grundsätzlich auf jeden fall erwähnen, damit sich die trainierenden darauf einstellen können und die notwendige vorsicht und sorgfalt walten lassen. dahingehend unterscheidet sich nämlich das training mit kugeln schon sehr von hantelübungen, die ohne ballistische elemente, schwung und reaktive kräfte auskommen.

sicherlich, wenn man die sache beherrscht, dann kann man das risiko minimieren, aber trotzdem ist dort ein unterscheidungsmerkmal vorhanden und selbst leute die seit jahren mit hanteln trainieren müssen sich umstellen.
Ja, das ballistische Training ist eine enorme Umstellung für "Nur"-Hantelschwinger. Das durfte ich am eigenen Leib erfahren. Dein Hinweis, eine gewisse Umsicht walten zu lassen, ist meiner Meinung nach durchaus legitim. Umso wichtiger ist es, daß das Anfangsgewicht der Kettlebell erstmal niedrig gehalten wird und daß man die Techniken gut lernt und erstmal nicht x Wiederholungen schrubbt.

Weiterhin konnte ich feststellen, daß man unbedingt die Schulterköpfe soweit anziehen bzw. einrasten lassen sollte, um Schulterbeschwerden zu vermeiden. Auch z.B. beim Clean ist es wichtig, die KB richtig anzufassen bzw. eher gleiten zu lassen und die Handgelenke möglichst nicht zu verdrehen. Meine Frage kam schließlich nicht von ungefähr .

Wobei ich fairerweise sagen muß, daß ich hier eindeutig Position für Till beziehe. Und muß sagen: Ein Interview deckt sicher nicht alle zu beachtenden Aspekte eines technisch korrekten Trainingsablaufes ab. Dafür war es auch nicht gedacht. Dazu gibt es Bücher, DVDs, Kurse, kompetente Kumpels etc.

So wirst Du z.B. in einem Training mit den Kettlebells Deinen Schützlingen sicher alle relevanten Punkte vermitteln, bevor diese an die Kugeln gehen.

Zitat:
Zitat von matten
Zitat:
Von daher sind Crunches nicht nur Zeitverschwendung, sondern können auch die Gesundheit gefährden.
meiner ansicht nach absoluter humbug!
Halte ich nicht für Humbug. Die Bauchmuskeln werden bei vielen anderen Übungen mit in Anspruch genommen, so daß die Frage nach dem Sinn von Crunches durchaus Ihre Berechtigung findet. Crunches sind leider auch nicht so harmlos wie gewünscht und können schon Probleme im Rückenbereich fördern. Planks sind hier wesentlich unkomplizierter. Ich selbst bin in dieser Thematik relativ leidenschaftslos, da ich beide Übungsstile betreibe und bisher keine Probleme damit hatte. Feststellen konnte ich lediglich, daß hier ein Übertreiben eher schadet. Aber das ist ja mit fast allem so.

Zitat:
Zitat von matten
so, das soll jetzt ersteinmal reichen. abschließend: einem geschenktem gaul schaut man nicht ins maul, aber wenn man eine pferd kauft, dann sollte man die ware schon genau prüfen.
Eine herrliche Analogie. Ich hab das Pferd quasi schon geritten, ohne zu bezahlen und kann von meiner Seite aus sagen: Es ist sein Geld wert.

(Wie immer ist es wichtig, sich seine eigene Meinung zu bilden.)

Zitat:
Zitat von marmorstein
Hab mir das Interview jetzt ganz durchgelesen, und der Kurzeindruck von DanHans Zitat hat sich nur noch mehr bestärkt. Herr Sukopp mag ein guter Trainer sein (ich kenn ihn ja nicht), aber mMn ist er im Interview in erster Linie Verkäufer.
Till IST ein guter Trainer. Der Werbeteil dieses Interviews war von Anfang an klar. Dennoch werden im Rahmen der von mir gestellten Fragen (ja, einen gewissen Eigennutz kann ich nicht leugnen ) für mich praxisgerechte und gut umsetzbare Tipps gegeben. Daß Till seine Brötchen mit seinen Kursen etc. verdient, ist auch klar.

Zitat:
Zitat von marmorstein
Zitat:
Zitat von Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training
Da hier nahezu jeder Trainer einzelne hochmotivierte Musterschüler vorweisen kann, nenne ich nur die Durchschnittserfolge. Diese liegen regelmäßig bei ca. 1-1,5 kg Fettverlust pro Woche.

ist mMn schon sehr übertrieben (man beachte im insbesonderen die Formulierung und Implikation von Dr. Sukopps Aussage).
Ich lese aus dieser Antwort von Till lediglich, daß die Durchschnittserfolge bei 1-1,5kg Fettverlust pro Woche liegen und daß darüber hinaus einige wenige noch größere Erfolge erzielen konnten.

Eins muß auch klar sein und darf nicht verleugnet werden: Ein Personaltraining ist aus verschiedenen Gründen hocheffektiv im Vergleich zum Training allein. Ein Grund ist die Motivation, der Personaltrainer gibt Gas. Es gibt einen direkten Ansprechpartner, der direkt auf die individuellen Gegebenheiten eingeht. Gibt noch mehr Gründe, aber ich zähl' jetzt nicht alle auf.

Ich sehe die Aussage rein objektiv und als realistisch an.
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  #9  
Alt 06.12.2009, 10:20
Benutzerbild von kecks
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Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Jetzt sind die Crunshes also gefährlich. Davor waren Situps, geschweige denn Klappmesser, der sichere Tod. Dann sollte unbedingt die LWS auf den Boden gepresst werden bei allen Bauchübungen, sonst stirbt man dabei; jetzt hängen viele tausend Studiobesucher in Pilatesstunden fröhlich in ihrer "natürlichen Lordose" im Hohlkreuz. Dann sollte man auf keinen Fall mehr in der Rotation der LWS mit Lasten arbeiten, schon gar nicht auf Tempo. Gaaanz gefährlich. Jetzt empfiehlt plötzlich wieder die halbe Welt Russian Twists als DIE Bauchübung.

Ganz ehrlich: Alles funktioniert. Nur nicht bei jedem und überall. Viele Sachen sind nichts für Anfänger. Viele Sachen sind wirkungslos für Fortgeschrittene bzw. reines Erhaltungstraining. Viele andere Sachen sind nichts für Leute mit bestimmten Vorschäden oder bestimmten Dysbalancen. Genau diese Übung kann aber für den nächsten das Ende der jahrelangen Rückenschmerzen bedeuten.

Letztendlich muss ich mir angucken, wo individuelle Stärken und Schwächen sind (die Bewegungskette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied), dann entsprechend Ziele formulieren, und erst dann kann ich nach passenden Übungen Ausschau halten. Das ist der Job eines guten Trainers.
__________________
Ich bin für den Sport, weil und solange er riskant (ungesund), unkultiviert (nicht gesellschaftsfähig) und Selbstzweck ist. (Bert Brecht)
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  #10  
Alt 06.12.2009, 13:15
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Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Zitat:
Zitat von Kilghard
Crunches sind leider auch nicht so harmlos wie gewünscht und können schon Probleme im Rückenbereich fördern.
Da bin ich jetzt aber mal gespannt, welchen gefährlichen Aspekt die Crunches da so haben … verglichen mit Planks, Kettlebellschwingen, etc. … könntest Du die bitte mal etwas näher darlegen?

Zitat:
Zitat von Kilghard
Ich lese aus dieser Antwort von Till lediglich, daß die Durchschnittserfolge bei 1-1,5kg Fettverlust pro Woche liegen und daß darüber hinaus einige wenige noch größere Erfolge erzielen konnten. (...) Ich sehe die Aussage rein objektiv und als realistisch an.
Das Wesen des Durchschnitts ist, dass es Abweichungen davon gibt. Das bedeutet, dass manche weniger, manche mehr an Fett abgenommen haben. Jetzt kommt es auf die Schwankung an, doch denke ich nicht, dass die allzu klein sein wird. Das bedeutet, dass u.A. manche deutlich mehr, manche deutlich weniger an Fett abgenommen haben. Daraus folgt wiederum, da die „Superschüler“ als eigene Gruppe angesehen werden (und aus der zu betrachtenden Stichprobe ausgeschlossen wurden), dass diese deutlichst mehr Fett abgenommen haben müssen als diejenigen, die in den Durchschnitt einfließen. Ich würde mal spontan schätzen, dass die „Superschüler“ mindestens 2kg Fett pro Woche verloren haben müssten (das entspricht mind. 14.000 kcal pro Woche). Unterstellen wir mal sehr großzügig, dass 5000kcal durch parallelen rasend schnellen Muskelaufbau (trotz dem nötigen extremen kcal-Defizit) etc. drauf gehen, bliebe immer noch eine negative kcal-Bilanz von 9000kcal übrig. Zusätzlich kommt aber noch sonstiger Gewichtsverlust (schließlich wird man es kaum schaffen, nur Fettmasse abzubauen) … da mag der Herr Doktor noch so ein guter Trainer sein, dies hätte ich gerne mit eigenen Augen gesehen, bevor ich das glaube (in diesem Fall wäre auch die Frage, wie er den Fettabbau überhaupt quantifiziert).

Um mal vom Musterschüler wegzugehen … der 1,3kg-Fettabbau-Normalo braucht immer noch ein Defizit von mind. 10.500kcal. Hardcore-Muskelaufbau etc. von 3000kcal abgezogen bleibt immer noch ein saftiges Tagesdefizit von über 1000kcal übrig. So realistisch kommt mir das nicht vor … vor Allem nicht auf Dauer.

Zitat:
Zitat von Kilghard
Eins muß auch klar sein und darf nicht verleugnet werden: Ein Personaltraining ist aus verschiedenen Gründen hocheffektiv im Vergleich zum Training allein. Ein Grund ist die Motivation, der Personaltrainer gibt Gas. Es gibt einen direkten Ansprechpartner, der direkt auf die individuellen Gegebenheiten eingeht. Gibt noch mehr Gründe, aber ich zähl' jetzt nicht alle auf.
Diesen Zusammenhang würde ich nicht zwingend so sehen. Ähnlich der gerne geglaubten Analogie „Chefarztbehandlung ist automatisch besser als die beim Oberarzt“ oder „Markenprodukte sind immer besser als beim Aldi gekauftes“. Schlussendlich darf sich ja auch jeder Dahergelaufene „Personal Trainer“ nennen. Ob ich also besser dran wäre, wenn ich bei der Gemüsehändlerin nebenan Personal Training nehmen würde (auch wenn sie mächtig Gas gibt und als Ansprechpartner fungiert), möchte ich durchaus bezweifeln.

@kecks Ich hätte ja nie geglaubt, dass ich mit Dir mal einer Meinung sein würde
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  #11  
Alt 06.12.2009, 14:10
Kilghard
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

Zitat:
Zitat von marmorstein
Da bin ich jetzt aber mal gespannt, welchen gefährlichen Aspekt die Crunches da so haben … verglichen mit Planks, Kettlebellschwingen, etc. … könntest Du die bitte mal etwas näher darlegen?
Ich vergleiche Crunches nicht mit Kettlebellswings. Wenn Du mehr über das Thema wissen möchtest, dann google z.B. "Crunches vs. Planks".

Zitat:
Zitat von marmorstein
Das Wesen des Durchschnitts ist, dass es Abweichungen davon gibt. Das bedeutet, dass manche weniger, manche mehr an Fett abgenommen haben. Jetzt kommt es auf die Schwankung an, doch denke ich nicht, dass die allzu klein sein wird. Das bedeutet, dass u.A. manche deutlich mehr, manche deutlich weniger an Fett abgenommen haben. Daraus folgt wiederum, da die „Superschüler“ als eigene Gruppe angesehen werden (und aus der zu betrachtenden Stichprobe ausgeschlossen wurden), dass diese deutlichst mehr Fett abgenommen haben müssen als diejenigen, die in den Durchschnitt einfließen. Ich würde mal spontan schätzen, dass die „Superschüler“ mindestens 2kg Fett pro Woche verloren haben müssten (das entspricht mind. 14.000 kcal pro Woche). Unterstellen wir mal sehr großzügig, dass 5000kcal durch parallelen rasend schnellen Muskelaufbau (trotz dem nötigen extremen kcal-Defizit) etc. drauf gehen, bliebe immer noch eine negative kcal-Bilanz von 9000kcal übrig. Zusätzlich kommt aber noch sonstiger Gewichtsverlust (schließlich wird man es kaum schaffen, nur Fettmasse abzubauen) … da mag der Herr Doktor noch so ein guter Trainer sein, dies hätte ich gerne mit eigenen Augen gesehen, bevor ich das glaube (in diesem Fall wäre auch die Frage, wie er den Fettabbau überhaupt quantifiziert).
Nun, warum machst Du es Dir selbst so schwer. Setz' Dich doch einfach mit Till in Verbindung. Er wird Dir sicher näheres darlegen können.

Zitat:
Diesen Zusammenhang würde ich nicht zwingend so sehen. Ähnlich der gerne geglaubten Analogie „Chefarztbehandlung ist automatisch besser als die beim Oberarzt“ oder „Markenprodukte sind immer besser als beim Aldi gekauftes“. Schlussendlich darf sich ja auch jeder Dahergelaufene „Personal Trainer“ nennen. Ob ich also besser dran wäre, wenn ich bei der Gemüsehändlerin nebenan Personal Training nehmen würde (auch wenn sie mächtig Gas gibt und als Ansprechpartner fungiert), möchte ich durchaus bezweifeln.
Eine gesunde Skepsis ist immer angebracht. Aber um mal die Analogie fortzuführen: Dir paßt es doch auch nicht, wenn man alle Ärzte über einen Kamm schert und z.B. mit Quacksalber betitelt. Und genauso ist es mit Personaltrainer und der "Gemüsehändlerin". Sicher gibt es auch im Personaltrainer-Bereich schwarze Schafe, aber das rechtfertigt auch hier keine Pauschalierung. Das Training mit einem Personaltrainer ist individuell und höchst wirksam. Wenn Du mit Deiner Gemüsehändlerin mehr Erfolge erzielst, steht es Dir frei, diese in Anspruch zu nehmen .
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  #12  
Alt 06.12.2009, 14:17
Benutzerbild von matten
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Zitat:
Zitat von Kilghard Beitrag anzeigen
Meist wird nur anfangs oder zwischendurch mal dieses Minimalprogramm durchgeführt.
klar für den zweck taugt das natürlich.

Zitat:
Zitat von Kilghard Beitrag anzeigen
TGUs können mitunter auch explosiv ausgeführt werden wie fast jede andere Übung auch
machst du deine planks auch explosiv? sorry, aber tgu zielen doch gerade auf statische haltearbeit ab und was statisch ist, kann man wohl kaum explosiv ausführen. die paar wenigen dynamischen anteile beim tgu (ist wirklich ne tolle übung, darum geht es nicht) jetzt explosiv auszuführen halte ich ehrlich gesagt für ziemlich abwegig, weil es dafür einfach besser geeignete übungen gibt. aber vielleicht findest du ja ein video vom tgu, wo dieser explosiv ausgeführt wird. aber wie ich schon schrieb, denke ich daß der passus einfach ungeschickt formuliert wurde. ich kann mir nicht vorstellen, daß der herr sukopp seine leute den tgu explosiv ausführen lässt.

Zitat:
Zitat von Kilghard Beitrag anzeigen
Mit 15 Minuten täglich erreiche ich sehr wohl etwas für die Gesundheit, Fitness und auch für die Progression. Intensive Kurzworkouts haben auch ihren ganz besonderen Reiz. Daß man sich dabei anstrengt und schwitzt, ist für mich klar.
klar 15 minuten sind besser als nichts, aber wenn man sportlich werden will, dann muß man meiner ansicht nach schon deutlich mehr zeit investieren als 1,042% des tages.
aber an der stelle ging es mir auch eigentlich um den deutlich zu erkennenden abmaster3000 charakter der aussage.

Zitat:
Zitat von Kilghard Beitrag anzeigen
Würde mich grundsätzlich auch interessieren, wo genau das als Voraussetzung galt (ob das z.B. regional beschränkt war) Aber ich kann in der Aussage nichts lächerliches entdecken.
klar, da gab es bestimmt ein gesetz in kassel zu.
ganz ehrlich, da habe ich den eindruck, daß man mir einen bären aufbinden möchte.

Zitat:
Zitat von Kilghard Beitrag anzeigen
Ja, das ballistische Training ist eine enorme Umstellung für "Nur"-Hantelschwinger. Das durfte ich am eigenen Leib erfahren. Dein Hinweis, eine gewisse Umsicht walten zu lassen, ist meiner Meinung nach durchaus legitim. Umso wichtiger ist es, daß das Anfangsgewicht der Kettlebell erstmal niedrig gehalten wird und daß man die Techniken gut lernt und erstmal nicht x Wiederholungen schrubbt.

Weiterhin konnte ich feststellen, daß man unbedingt die Schulterköpfe soweit anziehen bzw. einrasten lassen sollte, um Schulterbeschwerden zu vermeiden. Auch z.B. beim Clean ist es wichtig, die KB richtig anzufassen bzw. eher gleiten zu lassen und die Handgelenke möglichst nicht zu verdrehen. Meine Frage kam schließlich nicht von ungefähr .

Wobei ich fairerweise sagen muß, daß ich hier eindeutig Position für Till beziehe. Und muß sagen: Ein Interview deckt sicher nicht alle zu beachtenden Aspekte eines technisch korrekten Trainingsablaufes ab. Dafür war es auch nicht gedacht. Dazu gibt es Bücher, DVDs, Kurse, kompetente Kumpels etc.

So wirst Du z.B. in einem Training mit den Kettlebells Deinen Schützlingen sicher alle relevanten Punkte vermitteln, bevor diese an die Kugeln gehen
sorry, aber das verstehe ich jetzt einfach nicht.

dir sind selber bestimmte besonderheiten aufgefallen und deine frage zielte genau darauf ab und dann bekommst du als antwort sinngemäß zu hören:

"eh, kilghard, alter kumpel, is doch alles total easy und handgelenke gibt es hier eh nicht"

und du stellst dich dann auf die seite desjenigen?

daß das training mit kugeln schwung erfordert, daß dort balistische elemente vorhanden sind und enorme fliehkräfte wirken uswusf. ist das allererste, was ich irgendjemanden erzähle, wenn es um die dinger geht. das ist nämlich das wichtigste unterscheidungsmerkmal, das ja auch den großen vorteil der kugeln ausmacht, aber eben auch beachtet werden muß.

Zitat:
Zitat von Kilghard Beitrag anzeigen
Ich selbst bin in dieser Thematik relativ leidenschaftslos, da ich beide Übungsstile betreibe und bisher keine Probleme damit hatte.
genau das macht ja auch sinn.

die bauchmuskulatur hat halt sowohl statische als auch dynamische aufgaben wahrzunehmen, also macht es auch sinn beides zu trainieren. eine dieser funktionen abzustreiten ist humbug.
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Geändert von matten (06.12.2009 um 14:20 Uhr).
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  #13  
Alt 06.12.2009, 14:18
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Zitat:
Crunches sind leider auch nicht so harmlos wie gewünscht und können schon Probleme im Rückenbereich fördern.
Crunches sind weitaus harmloser als ein geschwungenes Gewicht (siehe Marmor) oder die Rotation der Wirbelsäule mit oder ohne Gewicht (siehe Kecks).

Zitat:
Ich vergleiche Crunches nicht mit Kettlebellswings.
Stimmt, aber du wirbst für Swings und bezeichnest Crunches als "nicht harmlos", das ist paradox.

Crunches, natürlich auch in der Physiotherapie und Reha eingesetzt, sind neben rein statischen Übungen in ihrem geringen und schonenden Bewegungsumfang eine der wohl schonensten Bauchmuskelübungen. Ich würde mit einer stabilen, seit Monaten ausgeheilten Wirbelkörperfraktur keine Planks, sondern Crunches durchführen. Planks sind nett, aber statisch und die isometrische Kraftform ist irgendwann nur noch Erhaltung (siehe Kecks) und für fortgeschrittene reine Zeitverschwendung wenn es um eine sinnvolle Kräftigung des Rumpfes geht, Isometrie lässt sich nämlich prima in dynamisches Training einbetten und kombinieren. Der Superman indessen (Rumpfaufrichten mit fixiertem UK) ist derweilen zb. belastender für die LWS, dennoch findet er großen Zuspruch und große Beachtung, selbst die Hipextensions trotz Scherkräften werden gut und gerne verwendet.

Ich kann die Aussage: Crunches wären nicht harmlos in keinster Weise nachvollziehen, Nackendrücken oder schweres Kreuzheben mit schwacher Rumpfmuskulatur sind 'nicht harmlos', ansonsten macht die Dosis das Gift wie du selbst so schön sagst:

Zitat:
daß hier ein Übertreiben eher schadet. Aber das ist ja mit (fast) allem so.
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  #14  
Alt 06.12.2009, 14:25
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Standard AW: Neu "Interview: Dr. Till Sukopp gibt Tipps zu Fragen rund ums Training"

achja, noch ganz kurz zu personaltrainer und motivation:

motivation muß meiner ansicht nach immer aus dem inneren des betreffenden kommen. ein anderer kann einen nur animieren, aber niemals motivieren.
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  #15  
Alt 06.12.2009, 14:43
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Jein. Animation führt oft zu Motivation, wenn es didaktisch geschickt gemacht wird. Da geht schon was.
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