Training

The Victory Raise – Ausführung der Schulterübung für alle 3 Schulteranteile

Victory Raise als Schulterübung für die komplette Schulter

Auf der Suche nach einer neuen Schulterübung die so viele Anteile wie möglich involviert? The Victory Raise wäre da so ein passendes Beispiel für eine sehr komplexe und vollwertige Übung. Wie Victory Raises ausgeführt werden, was die Übung so besonders macht und welche Muskelanteile der Schulter dabei aktiv werden – wir verraten es euch.

Ausführung Victory Raise

  • 2 zunächst leichtere Kurzhanteln greifen
  • ein kurzes Widerstandsband um die Handgelenke fixieren
  • die Übung wie Frontheben starten und beim Heben Überkopf ein “V” formen
  • langsam und kontrolliert die Arme nach unten senken und dort die Spannung aufrecht halten
  • 8-12 Wiederholungen zu 3-5 Sätzen ausführen

Am wohlsten fühlen sich Victory Raises am Schultertag bzw. in einer Push-Trainingseinheit. Gut kombinierbar mit Schulterdrücken, Dips und Bankdrücken. Optimal werden die “V”- Raises exzentrisch betont ausgeführt, d.h. die Phase des wieder herablassens für 3-4 Sekunden auszukosten. Brutal, aber äußerst effektiv.

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Falls keine geschlossenen Bänder zur Hand sind, kann man auch ein Tube  zusätzlich zur Hantel greifen und somit für den Widerstand Überkopf sorgen.

Auch möglich: die Victory Raises vorgebeugt, am besten in sog. Banklehnposition (mit der Brust auf einer leicht schrägen Bank liegend) auszuführen. Hierbei liegt die Belastung mehr auf dem oberen Rücken und der hinteren Schulter. Perfekt in Kombination mit Facepulls und vorgebeugtem Seitheben.

beteiligte Muskeln

Victory Raises sind im Prinzip eine clevere Kombination aus Frontheben, Seitheben und Band Pull Aparts, mit all ihren Vorteilen. Neben den 3 Schulteranteilen (pars clavicularis, pars acromialis und pars spinalis) werden die Rhomboideen und Anteile des Trapezius miteinbezogen. Die Übung eignet sich daher nicht nur als effektive Schulterbelastung, durch ihre Komplexität, ist ein Einsatz im Bereich der Prävention und Rehabilitation bei Schulterproblemen oder der Schwäche im Bereich Schulterblattstabilität denkbar. Mit wenig Widerstand sind Victory Raises ebenso ideal zum Warmup, z.B. vor Bankdrücken.

Auf lange Sicht und regelmäßig im Training absolviert, können V-Raises aus einer Schwachstelle durchaus eine Stärke machen. Zunächst sollten leichte bis mittelschwere Gewichte unter einer korrekten Ausführung verwendet werden. Geprägt und entdeckt wurde diese brutale Schulterübung übrigens von den Coaches Alex Babin und Christian Thibaudeau während eines Seminars.

Über den Autor

Florian Kolditz

Florian Kolditz

Florian Kolditz ist Physiotherapeut, Rehatrainer und Lehrer für Fitness. 2005 gründete er unter dem Nicknamen "de-fortis" Muscle-Corps. Seit 7 Jahren ist er als Trainer und Berater im Gesundheitsbereich tätig.

Florian ist seit über 10 Jahren im Krafttraining aktiv und schrieb bereits über 100 Artikel für Muscle-Corps.